Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2027 (30.8.1963)
- Date
- 1963-08-30
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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m 2 — Viernes, 30 de Agosto de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2027 l;ó ' Unruhe an Israels Grenzen ' Jugendliche in Oslo , Nazis** (Schluss von Seite 1) Alle Beobachter sind sich darüber im klaren, dass es sich nicht um ein lokcle.s Problem handelt, sondern um eine Frage, die nur auf der Ebene weltweiter, internationaler Politik gelöst werden kann. Man kann es ungeprüft lassen, ob es nicht bereits zu einem Ausgleich mit den Arabern gekommen ■wäre, wenn diese nicht durch verschiedene Umsrände ermutigt, mit der Unterstützung der Grossmächte - oder einigen von ihnen fest rechnen könnten, keineswegs nur mit der Hilfe der Rus- sen. Oft genug ist auf die Verquickung der internationalen Interessen gerade im israelisch - arabischen Konflikt hingewiesen worden. Weil gewaltige Interessen auf dem Spiele stehen, wird auch jede wirkliche Ent Scheidung des Sicherheitsrates ausserordentlich erschwert. In diesem Zusammenhang soll hier nur an daß Recht der freien Durchfahrt durch den Suezkanal erinnert werden. das Israel Jahre hindurch für sich reklamiert bat. Der Sicherheitsrat hat in verschiedenen Entscheidungen die Berechtigung Israels auf die unbehinderte Benutzung dieser für das Land so wichtigen Wasserstrasse festgestellt, onne dass dadurch dis praktischen Schwierigkeiten behoben worden wären. Denn die Durchsetzung dieses R°ch tes, die durchaus nicht schwer gewesen wäre, hätte zu Folgerungen geführt, die von einigen Grossmächten aus Eigeninteresse vermieden werden sollten. Würden die Araber, insbesondere Abdal Gamal Nasser. nicht wissen, dass die arabischen Länder von den Grossmächten umworDen werden, dann hätten sie längst einen modus vivendi mit Israel gefunden. Solange aber andere, nämlich die Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izqu nachm. 16—19 Uhr Neue Tel Nr.: 80-6930 > PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. Derät Sie Kostenlos und lnverbindlicb oeim Kauf oder Verkauf von GESt'HAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 rivalisierenden Grossmäehte. die Zeche bezahlen. Waffen liefern und die erforlichen Geldmittel zur Verfügung stellen, die für dem mehr oder weniger kalten Krieg gegen Israel erforderlich sind, besteht für die Araber kein Anlass, sich diese Quelle politischer Bedeutung und wirtschaftlicher Vorteile selbst zuzoiehüVen. Es sind nicht Amerikaner und Russen allein, die an einer engen Verbindung mit den vielen arabischen Staaten interessiert sind. Auch die Engländer und Franzosen haben durchaus nicht ihre Hoffnungen aufgegeben, ihren alten Einfluss in diesem Gebiet wiederzugewinnen. Im Hintergrund lauern heute auch noch die Chinesen. die neue Märkte und eine Vergrösserung ihres politischen Einflusses, besonders gegenüber der Sowjetunion, suchen. Damit sind die Chancen Nassers sogar noch gestiegen. Die wachsende Rivalität anderer Mächte um den arabischen Raum steigert die politischen Möglichkeiten, die einem Nasser oder anderen arabischen Politikern gegeben werden. Damit Nasser nicht auf die amerikanische oder gar auf die chV.esißche Seite abrutscht, werden die Russen bereit sein, die Araber nicht allein wirtschaftlich zu stützen oder Waffen zu liefern, sie werden ihnen auch jede politische Hilfe gewähren. Nicht viel anders ist die Situation der anderen Grossmächte. In der Konkurrenz der anderen liegt die Zukunft Nascers. Damit steigen auch die politischen Möglichkeiten der Einflussnahme Nassers auf andere arabische Länder. Interessant ist zu beobachten, dass direer Einfluss besonders auf solche Länder gross ist. die nicht in unmittelbarer Nähe Aegyptens liegen. wie etwa Algier, wo ein von Nasser enthusiasmierter Ben Bella versucht, seinen Lehrmeister noch zu übertrumpfen. Dagegen stehen die mittelöstlichen, arabischen Staaten dem ägvp- : tischen Diktator mit grösster Skepsis gegenüber, was zum Zusammenbruch der Arabischen Liga geführt hat, deren einzige Bedeutung nur noch in sporadischen H.issausbriiehen gegen Israel liegt. Wirtschaftliche und vor allem strategische Gesichtspunkte der Weltpolitik, über die man sich mit noch so gu- •REAL PEN: ♦ ♦ ♦ Füllhalter * I REPARATUREN ♦ $ Spezialgeschält $ $ CORRIENTES 569 $ î T. E. 49-5850! UEBERSETZUNGEN Alle Sprachen — Beschaffung v. Urkunden LAURA THIEBERGER DE STEINHÄUSER Traductora Pública Betgrano: Obligado 1906 69 B — Tel. 76-8797 Stadt: Suipacha 472 49 of. 413 (vormittags) ten Argumenten nicht hinwegsetzen kann, stärken die Position der arabischen Länder. Demgegenüber hat Israel nichts Gleichwertiges zu bieten. Israel hat weder eine so grosse Bevölkerung, die als Konsumenten der Produkte der Weltmächte in Betracht kommt, noch hat es OjI, das heute immer noch ein entscheidender Faktor der internationalen Politik ist. Obwohl Israel viele Waffen infolge «einer unglücklichen Lage gebrauchen kann, sind die arabischen Länder auch auf diesem Gebiet ein bedeutsame rer Markt für alle internationalen Waffenproduzenten und -Schieber. 0?1 und Waffen, das sind immer noch die grössten und einträglichsten Geschäfte. Diejenigen, die diese Geschäfte dirigieren, haben hinter oder vor den Kulissen grösseren Einfluss auf den Gang der Ereignisse als manche Präsidenten, Ministerpräsidenten oder Parlamente. Das Wort ..Frieden“ dürfte dasjenige sein, das in unserer Zeit am schwersten missbraucht wird. Jeder spricht von Frieden, die Grossen wie die Kleinen. Wo der Blick aber hinfällt, herrscht Unruhe, Streit, Kampf und Krieg. Es gibt keinen Kontinent, der von diesen Krankheitserscheinungen der Menschheit nicht betroffen ist, auch Amerika nicht. Die Lage ist äusserst gespannt. Aber alle versichern, dass sie den Frieden w’ollen. Es sind übrigens doch nicht alle, die solche Erklärungen abgeben. Nasser macht eine Ausnahme. Er spricht ganz offen von Re vanche, die er an Israel nehmen will. Er verkündet unbehindert, dass die Zerstörung Israels ein Ziel seiner Politik eei. Um ihm nicht nachzustehen, fallen die anderen arabischen Länder in den Chor seiner Hassgesänge ein. Was sagen hierzu die Friedensapostel unserer Zeit, was sagt Krutschew. der ßieh so gern als Friedensretter aufspielt, was sagt vor allem Kennedy, dessen Haltung und Politik für die ganze westliche Welt massgebend sind? Es ist möglich, dass ein amerikanischer Botschafter dem Aegypter gelegentlich nach solchen Attacken gegen Israel auf di« Schulter geklopft hat, er solle friedlich bleiben. Aber das dürfte wohl nicht genügen, um den Friedenswillen auf der Erde zu stärken. Bis heute haben wir kein klares Wort; gehört, dass die Amerikaner! gegen die Angriffslust und die verbalen Drohungen Nastiers gesprochen hätten. Wahrscheinlich haben die USA sogar die notwendigen Materialien und Rohstoffe für die ägyptischen Raketen und sonstigen Mordwaffen geliefert, die allein gegen Oslo. — Eine Bande von neun Jugendlichen im Alter von 17 ’bis 20 Jahren, die sich als ,,Nazi“-Jugendliche bezeichneten, w’urde von der Polizei in Oslo festgesetzt. Die Polizei kam der Bande, die einen Eid auf ihren ..Führer“, einen 20 Jahre alten Handelsstudenten, geschworen hatten, auf die Spur, als sie Nachforschungen nach gestohlenen Militärwaffen angestellt hatte. Dia Waffen wurden in den Wohnungen der Jugendlichen in Oslo gefunden. — (AWZ) Israel gerichtet sind. Es ist sehr kurzsichtig, nur gegen die verurteiler.swerte Haltung der deutschen Regierung zu protestieren, weil deutsche Experten und Wissenschaftler in Nassers Diensten stehen. Noch wichtiger dürfte sein, sich mit der amerikanischen Politik aus einanderzusetzen, die all dieses Treiben und die Drohungen Nassers duldet. Noch nicht ein Nagel oder ein Pfund Butter ist weniger nach Aegypten geschickt worden, aus Angst vor den Russen. Aber diese Politik der Schwäche hat schon einmal einen Weltkrieg hcraufbeechworen, und die Amerikaner sind erst aufgewacht, als es ihnen selbst an den Kragen gehen sollte. Washington hat auch geschwiegen, als Nasser Soldaten und Waffen in den Yemen schickte, um eine ihm nicht genehme Regierung abzusetzen. Die Amerikaner beeilten eich, die Revolutionäre anzuerkennen. Warum wohl? Sie schwiegen auch, als unerlaubte Waffen eingesetzt wurden. Was aber haben die Aegypter im Yemen zu suchen? Blieben die Amerikaner anteilnahmslos, weil andere Völker ihnen vielleicht eine ähnliche Frage hätten stellen können? — Wenn aber die Amerikaner die Führung der westlichen Welt und die Verteidigung ihrer grossen Ideale übernommen haben, so muss man erwarten, dass sie nicht mit denen Kompromisse schliessen, die sich höhnend über diese Ziele hinwegsetzen. Als die Regierung Levi Eshkol nach dem Rücktritt Ben Gurions sofort eine Erklärung herausgab, dass Israel den Frieden mit den arabischen Ländern suche, da konnte man keine westliche Stimme hören, die diese Bemühung auch nur anerkannte oder gar unterstützte. Der Gegensatz zwischen den Deklarationen Eshkols und Nassers ißt zu krass dass er selbst von einer so gewaltigen Macht wie der amerikanischen über-! Sprüngen werden kann. Rs | dürfte nicht zu viel gesagt sein, dass die Schwierigkeiten der israelischen Politik in erster Linie nicht bei den Arabern sondern bei den Amerikanern gesucht werden müssen. Dass Israel den Frieden wünscht, hat es durch seine Arbeit und nicht mit Worten bewiesen. Ein Besuch in jener Gegend, wo jüngst die Syrer zwei Chaluzim erschosssen haben, beweist das allein schon .ohne dass es grosser Theorien bedürfte. Ein weites Sumpfgebiet wurde durch den Pioniergeist jüdischer Männer und Frauen kl ein gesegnetes Stück Erde verwandelt. Wo Tod und Verderben wütete, wo schreckliche Krankheiten Unneil brachten, wo exotische Tiere hausten, stehen heute blühende Felder. Aas W;'ste und Sumpf haben der jüdische Genius, die zionistische Begeisterung und die harte Arbeit neues Leben geschaffen. Wo hat das grosse Syrien, wo hat irgendein arabischer Staat eine ausbauende, schöpferische Tat aufzuweisen, die auch nur annähernd mit diesem Werk verglichen werden kennte? Dabei sind sicherlich die Möglichkeiten der arabischen Länder viel grössere als die Israels. Aber sie sehen ihre Aufgabe allein in der Zerstörung neuer Kulturen. deren Entwicklung sie durch ihre Schiessereien, politischen Winkelzügen and wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen zwar erschweren, nicht aber verhindern können. Hier handelt es sich um ^Tatsachen, die von vielen unabhängigen, nichtjüdischen Wissenschaftlern, Wirtschaftlern und Politikerin bestätigt worden sind. Israel hat die Anerkennung zahlreicher junger Nationen gefunden, die ihre best» Jugend dorthin schicken. damit sie lernt, konstruktiv zu denken und die Zukunft zu planen. U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — »parece os Martes y Viernes, Editado pot Estrellas Editorial Ltda. V^rantwortllcli: Dr. Hardi Swarsensky Paeyrredon 2190. I9 izq. T. E. 83-2613 80 6930 A boDo-Preise: Argentinien. * 100.— pro Quartal Ausland í 600 — jähri Demgegenüber steht ein Block aus Hass und Neid, eine Gruppe rücksichtsloser Machtpolitiker, die ihre Völker aufstacheln anstatt sie zum Wohlstand und zum Frieden zu führen. Israels Lage ist nicht mehr die gleiche, als das Land isoliert und auf sich allein gestellt war. Freundschaftliche Beziehungen verbinden Israel nicht nur mit Frankreich, sondern mit einer ganzen Reihe aufstrebender Völker in Asien und Afrika. Aber internationale Beziehungen sind von mannigfachen Bindungen abhängig. Politische Konstellationen wechseln. Die Staatsraison hat schon manche Nationen auf eigenartige Bahnen abgedrängt. Israel war niemals allein. Es hat einen Alliierten, dessen Treu« an kein Wern und Aber geknüpft ist, dessen Bereitschaft von allen Schwankungen unabhängig und über alle Zeiten hinweg unbedingt bleibt: das jüdische Volk. Wir sind unseren Weg durch die Geschichte gegangen. Wir haben den jüdischen Staat in unserer Zeit geschaffen, Wir werden weiter an unserer gemeinsamen Zukunft bauen. Wenn das jüdische Volk stark ist, wird auch Israel stark sein. Wenn Israel fortschreitet, wird auch das jüdische Volk in Freiheit leben. : „'aBSSàïilSSIBXSaisaSSasSSaaSSSaiSSaSSSISSaSSeaaaMSSaBSSBasaWaji 1 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN! 1 MEDICO I n m Î; Cardielogia — Hospital Fernandei ¡g M 2 S Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme m \ CUBA 2(41 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 f if ■« iS Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 3 3 Sonnabend: 14—16 Uhr S ¿SiSlSSilBPifSSlSEiiSS' i?5f=ffISfiISlTIS5IS“ei5f*gSSfSS?5Ifi«*S^ JUDITH?; SCHENKOLEWSKI!• KULTUSSTICKEREIEN Ji Schabbosdecken Ta.'lis-Ji beutet Käppchen - Maz-,* zot-Taschec Hand- und Masi hinensticker-i von Bett und riscnwäsctie / Dr. P l. RIVERA 2585 i (fr. Bebedero) | T. E. 73-9153 •: JACOB LAPIDUS J > dipl. Mohel ¡;! NEUE ADRESSE <!■', VIAMONTE 2037. 4,. B.'¡ 46 1716 und 48-214 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. Vereinbarung Confitería NIZA Servicios fie lunch de categoría SALON DE FIESTAS : £\\W\\\W\VWV\WWW\^ * MOHEL N. PLAKSIN* Superí 2719 I. E. 76-6784 u. 76-2317 Dr. t B.Schwarcz i i ZAHNARZT j fESTOMBA 2283 52-8214 $ $ RAYOS X $ t PARA DENTOSE t * TELEF t I VORANMELDUNG * jjaasaiir.iarsa**«iiasE:Bgasiu»»ssaaESHiH*iss*Biaaistisäsaaaa*a §Dr. BENJAMIN LIPNIZKYg B ZAHNARZT S S ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BEjjj B HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- - 3 LIKRUNG DER ZAHNSTELLUNG S “ Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend 3 3 nach vorheriger Vemnbarung. ■ S JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E. 76-99TJ und 73-9500 B | jmimifMMItHWH»W«»BH«taSi8tl,liWI{Hllatill,illlalli' ► 0-0 ♦ •< ECHEVERRIA 3296, Í 76-0283 esq. CONDE!¡ 73-1049 j BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. L. KLEIN - Médico ] Magen, und Darmkrankheiten t Röntgen Untersuchungen j SPRECHSTUNDEN: < 4 Montag. Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr; Es wird gebeten, euch vorbei teleionisch anzumelden , “SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 X