Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2026 (23.8.1963)
- Date
- 1963-08-23
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Ereignisse der el, wo sie zunächst als Arbeiterin in Petach Tikwa tätig war. Später siedelte sie nach Tel Aviv über, wo eie in der Histadrut, in der zionistiehen Arbeiterbewegun. eine führende Rolle spielte. Seit 1930 ist sie Generalsekretäre in der Moetzet Hapr.olot. d. h. des Rates der Arbeiterinnen in Israel. Während des Zweiten Weltkrieges leitete sie die Rekrutierung der palästinensischen Fraueneinheiten deß britischen Heeres. Seit der Staatsgründung ist sie im Parlament und anderen wichtigen Funktionen tätig. Die Rolle der Frau in Israel Bei einer Pressekonferenz, die in der israelischen Botschaft stattgefunden hat, beschränkte sich Frau Beba Ideißon absichtlich lediglich auf alle Fragen, die mit der Position und Arbeit der Frau in Israel in Zusammenhang stehen. „Wir haben niemals für die Gleichheit der Frau zu kämpfen brauchen, da wir im Aufbauwerk des Landes Israel von Anfang an die gleiche Verantwortung auf allen Gebieten des Lebens wie die Männer übernommen haben.“ Dennoch gibt es auch heute noch gewisse Gebiete des Lebens, auf deren die Frauen noch nicht die Rechtsgleichheit erhalten haben, wie z. B. im Erbrecht. Die Knesset beschäftigt sich mit einem Gesetz, durch welches die Position der Frau auch im Erbrecht verbessert und derjenigen des Mannes gleichgestellt werden coli. Frauen sind auf allen Gebieten des israelischen Lebens tätig, in freien Berufen ebenso wie in der Industrie, als Arbeiterinnen, Lehrerinnen usw. Gross«» Aufgaben sind neuie gerade von den Frauen zu erfüllen, die mit der Einwanderung von Ju- TELEVISION STEREOPHONIE AUCH ANLAGE VON ANTENNEN Tel.: 76-4749 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Arda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 LUAGH — (KALENDER) Freitag, den 23. August 3. Elul Sonnabend den 24. August 4 Elul Parschät SCHOFTIM 5. B. M. XVI18 - - xxi 9 Haftara Yeschayahu LI 12 — LII 12 Sonntag, den 25. August 5. Elul Montag, dem 26. August 6. Elul Dienstag, den 27. August 7. Elul Mittwoch, den 28. August 8 Elul Donnerstag, den 29. August 9. Elul Freitag, den 30. Augußt 10. Elul Sonnabend, den 31. August 11. Elul Parschat KI TEZE 5. B. M. XXI 10 — XXV 19 Hafatara Yeschayahu L1V 1 — 10 Sonntag, den 1. September 12. Elul SERVICE Beba Idelson in Buenos Aires Beba Idelson, Vizepräsidentin der Kn.'ßset, Mitglied der Exekutive des Internationalen Fraueurates und Generalsekretärin der israelischen Verbände der Arbeiterinr.en, ist, wie bereits aus der Tagespresse bekannt, zu einem Besuch nach Buenos Aires gekommen. Sie wird anschliessend nach Chile. Perú. Uruguay und Brasilien reisen. In allen diesen Ländern wird sie Kontakt mit den zionistischen F»-auen-Organisationen, sowie mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, insbesondere der verschiedenen Parlamente aufnehmen. In Rio de Janeiro wird eie Seminare über Frauenarbeit und alle dazugehörigen Probleme abhalten. Frau Idelson wurde in der Ukraine geboren und kam, nach einem 2jährigen Aufenthalt in Deutschland, im ¿ahre_1926 nach Erez isra- JUEDISCHE : BUCHHANDLUNG j TALESSIM, MACHSO- * RIM (span. Ueberserzg.) J LUACH 5724, Neujahrsi Glückwunschkarten * G. KAPLANSKY J * Pueyrredón 451 J T. E. 89-3431 * Woche den aus rückständigen Ländern, aiiäo besonders aus orientalischen Ländern im Zusammenhang stehen. Diese Frauen müssen allmählich lernen, dass sie die gleiche Verantwortung und die gleichen Funktionen zu erfüllen haben, wie sie h< ute von unseren Frauen in Israel gleich den Männern erfüllt werden. Frau Idelson wües darauf hin, d£i3s diese Arbeit «ich insbesondere auch auf den arabischen Sektor Israels bezieht, weil die Frauen in den arabischen Ländern seit je nur eine untergeordnete Rolle epielen und am öffentlichen Leben keinen Anteil haben. Einige Beispiele erläutern die Ausführungen: in 90 Prozent aller Fälle verdienen die Frauen als Angeste-lte und als Arbeiterinnen daß gleiche Gehalt wie der Mann; innerhalb der sozialen Gesetzgebung gemessen auch die Hausfrauen Schutz, deren Arbeit wie die jeder anderen Frau, «ei es in freien Berufen, im Gewerbe oder als Angestellte, geachtet und bewertet wird. Trägt die Hausfrau nicht zur Versicherung bei, erhält sie 50 Prozent der sozialen Leistungen, trägt sie bei. erhält sie den vollen Schutz. Frau Idelson antwortete noch auf eine Reihe von Fragen, die das gleiche Thema berührten. Im besonderen hob sie hervor, dass Is rael vielen afrikanischen und asiatischen Ländern Hilfe leistet, indem Frauen- Delegaticnen aufgenommen und in Ißrael ausgebildet werden, so dass sie, in ihre Heimat zurückgekehrt, moderne Institutionen des gesellschaftlichen Leben bei sich einführen können. Botschafter General Awidar erwähnte, dass Israel der Organisation der Amerikauißchen Länder 200 Stipendien zur Verfügung ge stellt hat und dass aus Argentinien je vier Persoren an zwei Seminaren teilnahmen, die bereits in Israel abgeschlossen wurden, u. a. für Landwirtschaft. Uebrigens sei einer dieser Teilnehmer vorzeitig ai’ß Israel zurückgekehrt, weil er inzwischen in den argentinischen Senat gewählt worden ist. Mit einem Dank an die Presse wurde diese interessante Konferenz abgeschlossen. „Politische und wirtschaftliche Probleme der USA“ C. W.: — In der überfüllten Synagoge von ..Lamroth Hakol“ fand der 2. öffentliche Vortrag von Dr. Manfred George im Rahmen der CENTRA - Veranstaltungen statt. Der Präsident der TEATRO COLON Viernes 23 a las 17.30 hs. fuñe, extraord. Concierto a cargo del Quinteto Chigiano. Sabado 24 a las 17.30 hs. Ira. June. ab. a 3 cone. Orquesta Philarmonica de Londres. Dir Sir John Barbirolli. Sábado 24 a las 21 horas: 9na. fuñe. ab. noct. El Trovador de Verdi, con Maragliano. Dominguez, Ottolini, MacNeill, Wildermann. Dir. de orq.: Fernando Previtali. Dir. d3 coro: Tulio Boni. Domingo 25 a las 17.30 hs. 2da. func. de ab. a 3 cone. Orquesta Philarmonica de Londres. Dir. Sir John Barbirolli. Lunes 28 a las 21.30 hs.: 6to. cone, del ab. a 12 Orq. Sinf. Nacional. Martes 27 a las 21.30 hs. 3ra. func. ab. a 3 cone. Orquesta Philarmonica de Londres. Dir. Sir John Barbirolli. Jueve.s 29 a las 21 horas: func. extraord. El Trovador de Verdi. „Centra“, Herr Rodolfo Hirschfeld, richtete eine Ansprache an den Gast. Er sei, 60 führte Manfred George dann aus. tief beeindruckt durch die vielen Beweise von Freundschaft und Herzlichkeit, die ihm auf dieser Reise durch unsere Gemeinden zuteil wurden, und er lerne viel dabei, da ein Journalist nie aufhören dürfe, immer ein Lernender zu sein. Auch danke er diesem Besuch u. a. die persönliche Bekanntschaft mit dem künftigen Präsidenten Argentinien«, Dr. Ulfa, von dessen Persönlichkeit er auf das angenehmste berührt worden sei, und von dem er glaube, dass dieser Mann Vertrauen verdiene. Kurz wiederholend, was er gelegentlich des ersten Vor träges gesagt hatte, erinnerte Dr. George daran, dans die Vereinigten Staaten mittels das Marschall-Plans, der Berliner Luftbrücke und zahlreicher Interventionen versucht hätten, dem Weltfrieden zu dienen, aber nichts in der Welt geschehe allein für sich; immer ergäben sich weitreichende Zusammenhänge, die berücksichtigt werden müssten. Vielleicht käme man bald zu einem Nichtangriffspakt zwißchen den NATO- Mächten und denen des Warschauer Paktes. Und es sei durchaus möglich, dass de Gaulle, der ein grosser Patriot mit der Vision des geeinten Europa sei, doch den Weg fände, der ihn wiederum in die Allianz der grosßen Drei hiueinbringe. Amerikanische Innenpolitik Trotz der republikanischen Onnosition rechne der Refercj . mit dar Wiederwahl des Präsidenten Kennedy im kommenden Jahre; er sei ungewöhnlich populär, eine gewaltige Arbeitskraft, Deutfdrcs Theater IN BUENOS AIRES „TEATRO ASTRAL“ CORRIENTES 1639 — T. E. 46-1316 FRITZ HOCHWAELDER „HOTEL DU COMMERCE“ Komödie in 5 Akten Regie: MAX 1VAECHTER MITWIRKENDE: Monica Bessler — Verena Hallau — Martha John — Lilly Rapp — Irene Ree — Beatrice Umbricht — Poldi Urwand — Karl Ewald — Helmut vom Hofe — Halmuth Kramer — Frank Nelscn — Gerhard Soor — Max Wächter. WIEDERHOLUNGSVORSTELLUNGEN: Heute. Freitag, 23. August, um 19 Uhr; Sonnabend, 24. August, um 17 Uhr; Sonntag, den 25. August, 15 Uhr. Die Theaterkaßse ist werktäglich von 10—12 und 15 bis 19 Uhr. sonnabends von 10—12 geöffnet. Vorverkauf für Nordstrecke: CUCARE, Av. Libertador Gral. San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 713 7663. Die aelteste Synagogeù Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde Roms hatte zum Konzilbeginn dem verstorbenen Papst eine Botschaft mit den warmen Wünschen seiner Gemeinde geßchickt, die auf eine mehr als 2000jährige Vergangenheit zurückblicke. Wie zur Bestätigung dieser stolzen Feststellung, dass die Judengemeinde Roms lange vor der Diaspora nach der Zerstörung von Jerusalem im Jahre 70 existiert und geblüht hat, kommt die Entdeckung der Reste der ältesten Synagoge, die jemals aufgefunden worden ist. Sie stammen aus dem ersten Jahrhundert d.g.Z., während ein Gebäude auf der Insel Delos, dessen Bestimmung im übrigen angezweifelt wird, bedeutend später datiert wird. Vor einem Jahr ungefähr waren die Archäologen in Aufregung geraten über die zweifelsfr3ie Entdeckung der ältesten Synagoge in Italien und in Westeuropa. Bei Erdarbeiten an der Zufahrts ßtrasse zum neuen Flughafen von Fiuminico. dort, wo sie hart an die Zone der ausgegrabenen antiken Hafenstadt Ostia bei Rom heranführt, fand man die Ruinen eines antiken Gebäudes mit vier schönen korinthischen Säulen. In dieser Gegend war der Fund sicherlich nichts Ungewöhnliches; aber höchste Ueberraschung rief hervor, daßs die beiden Architrave über den Säulen mit den charakteristischen, unverkeriibaren Symbolen des Judentums geziert waren, dem siebenarmigen Leuchter. dem Widderhorn, der Zeder, dem Palmenzweig. Man vermutete, dass, das Gebäude auf das dritte oder vierte Jahrhundert zurückgehe, und aufgrund einiger Eigentümlichkeiten des Grundrisses, daßs es Kultstätte der jüdischen Gemeinde Roms gewesen ist. In Ostia lebten viele reiche jüdische Handelsherren, wie die Namen auf Grabsteinen des Friedhofs von Ostia und eine Inschrift in Castel Porziano zeigen. Der Eingang zu der Synagoge war Jerusalem zugewandt, und das lässt Rückschlüsse zu, woher die Erbauer gekommen waren, aus Galiläa nämlich, wo den Tempeln die gleiche der heiligen Stadt zugew'andte Richtung gegeben wurde. Eine kleine Kapelle zur Linken mochte der Ort ge wesen sein, wo der Schrein für daß Gesetz stand, und ein kleiner Ofen nebenan zum Backen des ungesäuerten Brotes, Mazzot, diente. Ein zweiter Raum, gross wie die Kulthalle, hatte Bankreihen rund um die Wände und war sicherlich Gesetzesschule gewesen. Nachdem die ersten sensationellen Nachrichten über gegangf ieder s' r gerad öden s< nit de Max--- Münz seu. Interessanter v die Feststellung, die Synagoge auf deren älteren & hob, und man eru grssser Spannuni wort auf die Fr ehern Zweck diese gangene Bau ged: koinle. Sein Grur zutage, nachdem Mosaik- und Ma sieiboden wegger te. Das ältere Ge viel kleiner gews der Grundriss gar auch hier die vie siiilen. wenn a näher zusammen? die noch die Zeit dazu fände, viel zu lesen und zu schreiben, auf Pressekonferenzen ein bewundernswertes Gedächtniß und tiefe sachliche Kenntnisse verrate, als erster katholischer Präsident zuweilen staatsmännisch gegen die Kirche entscheiden, der er treu ergeben sei, und jene jüngere Generation repräsentiere, die er auf bedeutende Posten setze, ohne den abgeklärten Rat der Aelteren etwa zurückzuweisen. Unter seiner Regierung seien Massenproduktion und Massenkonsum enorm angestiegen. Kennedy sei der erste Präeident, der das Negerproblem tatkräftig und nüchtern in Angriff nähme und zu verhindern suche, dass der revolutionäre Flügel der Farbigen gegenüber dem evolutionären triumphiere. Im weiteren Verlauf der Rede über die innerpolitische Lage erwähnte Dr. George das neue Einwanderungsgesetz, die zunehmende Automatisierung der Betriebe und die bereits für die Stahlindustrie angekündigte Herabsetzung der Arbeitswoche. Das blühende Kulturleben Keine Frage, dass mit dem Einzuge Kennedyß ins Weisse Haus dieses auch einen kulturellen Mittelpunkt bilde, und dass nie zuvor so viel geschehen sei, das Universitätsweoen, die Musikzentreten, Museen, Bibliotheken und Theater zu fördern, wie jetzt. Auch die jüdische Einwanderungswelle aus Mitteleuropa zwischen 1933 und 1939 habe sich hierin genau so eingelebt wie sie sich in das Wirtschaftsleben einordnete. Vor allem gelte dieses Lob der sogenannten „Zweiten Generation“, die sich bescheiden zurüekhalte, von der die Eltern aber staunenswerte Dinge erzählen über das erfolgreiche Eindringen dieser jüngeren jüdischen Menschen in alle Zweige kultureller Betätigung. Vorstaende mit Manfred George C. W.: Dae Centra Comité hatte die Herren Rabbiner sowie die Vorstände der Gemeinden und Organisationen, welche der Centra angehören, in das Haus der Nueva Comunidad Israelita eingeladen, um einen engeren Kontakt der in der jüdischen Arbeit stehenden Menschen mit Dr. Manfred George herzustellen. Der Gemeindepräsident. Herr Alfred Katz, begrüsste mit herzlichen Worten den Gast der „Centra“ sowie die Gäste. Dr. Manfred George sprach über seine tiefe Verbundenheit mit den Juden zentraleuropäischer Herkunft in diesen Ländern, die er besuchen durfte und sein wachsendes Verständnis für ihre Probleme. Auf einige an ihn gerichtete Fragen erwiderte Georgs in,kurzen Ausführungen. Das zweistündige harmonißche Zusammensein der Teilnehmer fand mit einer klugen und schlicht-liebenswürdigen Ansprache von Frau Jülia Jacoby, die Dr. George zwei schöne Bildwerke von Argentinien und Buenos Aires im Namen der Centra als Erinnerung überreichte, einen würdigen Abschluss. Judentum in USA C. W.r — Am Ende der vergangenen Woche hielt Dr. Manfred George den dritten öffentlichen Vortrag in-den Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Räamen der A das Thema „Ji Amerika" unter ker Publikums! Unter den Gäste auch den Kultur israelischen Bot sehaftsrat Codec Vom Präsidente BA. Prof, BaBi der „Centra“ h grüsst schildert« reut in gedräni den Charakter di jüdischen“ Eii nadi USA im A: das Jahr 1848,; auch deutsche Revolutionäre ‘