Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2026 (23.8.1963)
- Date
- 1963-08-23
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
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2 — Viernes, 23 de Agosto de 19C3 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. No. 202« Die Moskauer Verhandlunffen ÄBtisemitische Hetze b USA I New York. — Senator Bari Nunmehr allerdings, so ur- (Schluss von Seite 1) sprechungen wie den Diskussionen mit den Rotchinesen und den Konferenzen mit den Staaten des Warschau Paktes, der von den europäischen Satelliten Sowjet-Russlands gebildet wird, auch die Verhandlungen mit den Angelsachsen, abrollen. Für die Ruseeu war diese Begegnung nur eine von mehreren internationalen Konferenzen, deren Ergebnis ausschliesslich von ihnen bestimmt wurde, nicht aber von den UN oder einer Vielheit anderer Länder. Es mag dahin gestellt bleiben, ob das Prestige der UN gewahrt wurde oder gelitten hat. Dass die rusßische Absicht hierzu bestand, ist unzweifelhaft. Das grosse Ziel der amerikanischen Aussenpolitik, wie sie Rooeevelt vorgeschwebt hat, keine Sonderverträge abzusehliessen, die nicht die vor herige Zustimmung aller Länder im Rate der Vereinten Nationen finden, blieb ausser Betracht. Hier hat sich der russische Gesichtspunkt der Separat-Abkommen durchgesetzt. Die Schwächung der Idee, die UN als die oberste Körperschaft der internationalen Beziehungen zu betrachten, mag sich im Augenblick nicht weiter auswirken und durch die tatsächliche Bedeutung des zustande gekommenen Paktes überwogen werden. Ob sich dieser Präzedenzfall nicht später w*wvvvwv* vvwvwvvw»^ ' Dr. FREY A B 0 G A D 0 PUEYRREDON 211)0 1* izo. nachm. 16—19 Uh» Neue Tel Nr.: 80-6930 ^wvwvwvvwwvvvwwvVt REAL PEN: ♦ Füllhalter * J REPARATUREN ♦ t Spezialgeschäft « $ CORRIENTES 569? T. E. 49-5850; t. : Jaime Liebling: t S. A. ♦; SPERRHOELZER $ H O E L Z ♦ ♦ ♦ Tel.: 89 -9349, t E R ♦ DIAZ VELEZ 5224 : 33-9305♦ PR0PIEDADES FRANKENBERG S. K. L. berät Sie Kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESFHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 als ein schwerer Irrtum erweisen wird, muss abgewartet werden. Jedenfalls haben die europäischen Mächte den amerikanischen Alleingang nicht einfach hingenommen, auch wenn sie dem Moskauer Pakt nachträglich beitreten werden. Die auf wirtschaftlicher Ebene liegenden Spannungen haben zunächst in der greisen Politik ihren Niederschlag gefunden. Die Europa - Gemeinschaft bemüht sich plötzlich mit Hochdruck um eine Regelung mit einer Reihe von Ländern, die seit langem ihren Anschluss an die EWG (Europäische Wirtschafts- Gemeinschaft) betreiben, bisher aber abgewiesen wurden, weil es den Europäern zu gut geht. Neben dem deutschen Wirtschaftswunder, an das man sich schon gewöhnt hat, gibt es ein mindestens so bedeutsames französisches und, was noch erstaunlicher ißt, ein italienisches Wirtschaftswunder. Warum sollte man dann solche Länder an diesem Glück partizipieren lassen. die nicht zu Europa gehören und die von schweren Problemen geplagt sind, nur komplizierte Fragen nach sieh schleppen und ausserdem — wie die arabischen Staaten — weitgehende politische Forderungen stellen. Immerhin sind auch plötzlich die Chancen Israels wieder grösser geworden, in die EWTG aufgenommen zu werden, was ohne Zweifel für die Entwicklung der israelischen Wirtschaft von einer weitgehenden Bedeutung sein könnte. Interessant ist auch die Tatsache, dass sowohl Israel wie Aegypten ihre Zustimmung zum Moskauer Pakt gegeben haben. Wenn Aegypten seine Unterschrift unter dieses Abkommen geeetzf hät, so ist damit sichorlich noch nicht di-e Ver~ pflichtung übernommen worden, einen friedlichen Ausgleich im Konflikt mit Israel zu suchen. Aber die Herstellung von atomaren Angriffswaffen müsste wohl unterbleiben. Bisher wurde nichts darüber verlautbart, dass die Aegypter hierzu von den Signatar-Mächten aufgefordert worden seien. Welchen Sinn also kann dieser Pakt haben, wenn jedem Lande die Möglichkeit geboten wird, durch seine Unterschrift an einem Werk ÜEBERSETZUNGEN Alle Sprachen — Beschaffung v. Urkunden LAURA TH1EBERGER DE STEINHÄUSER Traductora Pública Beigrano: Obligado 1906 6? B — Tel. 76-8797 Stadt: Suipacha 472 4? of. 413 (vormittags) JUDITH!; SCHENKOLEWSKI } KULTUSSTICKEREIEN!; Schabbosdecken - Ta.'lls-} beutei Käppchen - Maz- .J zot-Taschec Hand- und *, Maschinensticker^: von Bett und Tischwäsche S Dr. P. I. RIVERA 2585 } i (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS 3296, esq. CONDE I ¿ ECHEVERRIA ÿ 76-0286 73-1049 auf dem Wege zum Frieden mitzuwirken, ohne dass das selbe Land verpflichtet werden könnte, diese Versprechungen und Hoffnungen in die Wirklichkeit umzuSetzen. Sind Verträge immer noch nichts anderes als ein Fetzen Papier, den man beliebig zerreisseu kann? Bekanntlich arbeiten deutsche Wieenschaftler und Techniker in Kairo an der Herstellung der gegen Israel gerichteten Waffen, auch wenn diese Herren dies bestreiten mögen. Die deutsche Regierung jedenfalls hat diesen Sachverhalt bestätigt, nur mit Bedauern mitteilen .müssen“, dass eine gesetzliche Handhabe zur Verhinderung solcher Tätigkeiten deutscher Bürger im Ausland nicht gegeben sind. Angeblich sollte ein neues Gesetz die Grundlagen für ein Einschreiten der Bundesrepublik bieten. Jetzt ist eine neue Situation eingetreten. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat oder wird das Moskauer Abkommen unterzeichnen. Eß ist nicht wesentlich, wenn auch interessant, dass die Unterschrift nicht ganz freiwillig gegeben wird, da Bonn sich als treuer Bundesgenosse Frankreichs zunächst hiergegen gesträubt hat. von den Amerikanern aber .überzeugt“ worden ist. Mit der Unterechrift unter den Moskauer Pakt ist eine konkrete Möglichkeit für die Regierung zu Bonn geschaffen worden, die deutschen Experten mit Hinweis auf dieses Abkommen zurückzurufen. Es wurde jedoch bisher nichts in dieser Hinsicht mitgeteilt. Ob die entsprechenden Schritte eingeleitet worden sind, wurde nicht bekannt. Welche Bedeutung haben aber die Unterschriften dieser beiden Länder, wenn Aegypten weiterhin die Mordwaffen— gegen Israel produziert, und wenn deutsche Experten dabei mitwirkrn dürfen. Wir wollen nicht bestreiten oder auch nur bezweifeln, dass in dem Moskauer Abkommen ein Fortschritt zu erblicken ist. Eine Annäherung zwischen Ost und West hat stattgefunden. Wahrscheinlich aber bleibt, dass hiermit der Kalte Krieg nur in ein neues, anderes Stadium getreten, nicht aber beendet worden ist. Oder sind wir ungeduldig? Kann die Entwicklung mit unseren Hoffnungen auf eine! ry Goldwater aus Arizona, der als möglicher republikanischer Kandidat für die Präsidentschaft angesehen wird, könnte als Zielscheibe für eine antijiidißche Verleumdungskampagne dienen, die von Elementen des Rassenhasses. besonders in den Südstaaten, entfesselt wer- 1 den dürfte. Diese Voraussage wird in der „Herald Tribüne“ in der „Vertrauliche Berichte“ betitelten Spalte ven Rowland Evans und Robert Novak gemacht, die schreiben, „es wäre nichts Neues, wenn der hirnverbrannte rechte Flügel der extremen Rechten, Goldwater, einen lebenslangen Episkopalsten, dessen Grossvater zufällig ein jüdischer Immigrant war, mit Schmutz bewerfen würde.“ JACOB LAPIDUS Í dipl. Mohel;! NEUE ADRESSE j! VIAMONTE 2037. i .. 8. 46-1716 und 48-2L14 N »v*\vwv\v*wvwwwww^ ] Nunmehr allerdings, so urteilen die Journalisten, wo seine Aufstellung als republikanischer Kandidat in den Vorwahlen zur Präsidentschaft sicher zu sein scheint, nehmen die antisemitischen Verleumdungen sichtlich zu. Es wird auf eine kürzliche Ausgabe des „Thunderbolt“, eines „gehässigen Schundblattes“ hingewiesen, das in Birmingham (Alabama) erscheint, in dem Goldwater „in einem antisemitischen Artikel als „koscherer Konservativer“ bezeichnet wurde. Ferner wird berichtet, dass vor dem Sitz des unter dem Motto ,,Goldwater-Präsident“ in der Geburtsstadt des Senators, Phoenix, gegründeten Comités neofaschistische Rowdies Posten bezogen. Im weiteren heisst es, am 4. Juli seien in Wa- U SEMANA ISRAELITA B'.semanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V .¡rantwortlicü: Dr. Hardi Swarsensky PueyrredAn 2190. 1’ izq T. E. 83-2613 80 6930 Abono-Preise: Argentinien. $ 100.— pro Cuartal Ausland S 600 — jährl shington bei einem gegen die Kandidatur Goldwaters gerichteten Meeting Flugblätter mit der Ueberschrift „Nieder mit Goldwater“ verteilt worden, in denen der Senator als „verfälschtes jüdisches Produkt“ und „Jude aus Arizona“ beschimpft wurde. (ITA) wirkliche Befriedung der Weltlage und vor allem der Positicn Israels nicht standhalten? Die Befürchtung bleibt bestehen, dass es sich hier nicht um Fragen der subjektiven Beurteilung, sondern um objektive Erscheinungen handelt, die Anlass zu kritischem Nachdenken geben. An keiner Stelle des internationalen Lebens haben die Amerikaner in der Praxis versucht, ihre allgemein menschlichen Postulate auf Freiheit und Gleich heit der Menschen und auf Frieden für alle Völker zu realisieren. Man steht ihnen mißstrauisch selbst dort gegenüber, wo man nur das eine Interesse hat, die westliche Front gegen ein weiteres Vordringen des Kommunismus zu schützen und zu verteidigen. Als Beispiel mag hier nur auf die lateinamerikanischen Länder hingewiesen sein, die — beinahe ausnahmslos — gegen jede kommunistische Infiltration kämpfen, aber trotzdem auch antiamerikanisch eingestellt sind. Die Diskrepanz zwischen der amerikanischen Tagespolitik und den immer wieder beteuerten Absichten ist zu auffällig, wird jedenfalls von allen Beteiligten derart emp funden, dass mitunter die Grundlage de« Vertrauens fehlt. Dies gilt sogar — Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734; MOHEL N. PLAKSIN S I I. E. 76-6784 u. 76-2312 i Superi 2719 Dr. B.Schwarcz j ZAHNARZT j ’eSTOMBA 2283 52-8214 * RAYOS X PARADENTOSE TELEF. I VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 \ Psychologische Beratung \ HABEN SIE EIN PROBLEM?! TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? * Dann wenden Sie sich an; Livia Neumann * Verlangen Sie Sprechßtunde: \ 32-0684 zwischen 9 und II Uhr oder besonders — bei den Unllaendisehe amerikanischen Hilfsprono,,aen‘,,s®ne grammen, die unter der Pa- Naziopfer role „Allianz für den Fortj schritt“ bekannt sind. | Menschen wie Völker haben nur dann Vertrauen, wenn Worte und Taten wenigstens einigermassen in einen Einklang gebracht werden können. Man kann nicht von Gleichheit sprechen und ßeiue eigenen schwarzen Bürger als zweitklassige Menschen behandelt dulden. Man kann nicht von Freiheit reden und gleichzeitig Staaten mit Waffen oder Geld — oder mit beidem — unterstützen, in denen die Freiheit geknebelt wird und eine erschreckende Blutjustiz herrscht. Man kann nicht von Frieden reden und ruhig zusehen, wie der Krieg von einem Verbündeten gegen einen anderen vorbereitet wird. All das kann man nicht, es sei denn man wundert sich nicht über enttäuschende Erßcheinungen. Entwicklungen und Ereignisse. Amsterdam. — Mit 43 gegen 18 Stimmen genehmigte der Senat das Wiedergutmachungs-Abkommen mit Westdeutschland, das vor drei Jahren abgeschlossen wurde. Von den 280 Millionen D-Mark, die von Bonn zu leisten sind, sind 125 Millionen für Kompensationen an holländische Opfer dee Nazismus bestimmt, die aus Gründen der Religion, der Rasse oder der politischen Ueberzeugung verfolgt wurden. Die meisten dieser Opfer sind Juden. Man erwartet nun den baldigen Austausch der Ratifikationsurkunden. Der Betrag von 125 Millionen coli an Holland in zwei Raten überwiesen werden. Man glaubt, dass die ersten Auszahlungen noch in diesem Jahre, bestimmt aber zu Anfang des nächsten Jahres erfolgen werden. .i,'ííiMSiBÍEEEElI3EESSSiIiliíliíigiSS ÏS3SSEM Dr. BERNARDO GOLDSTEIN f MEDICO i SS Cardiología — Hospital Fernández g M Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme jjj CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 § M s Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr S Sonnabend: 14—16 Uhr 5 9tSSB> iPitn'l VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 J. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telel. Vereinbarung ¿iEEESBEESIESBEÍ6SlEE3ÍEEIÍííE5ESaESESíaSESiEISSlga«-3SÍEtS SEBIS «Dr. BENJAMIN LIPNIZKY S ZAHNARZT » HOENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- 5 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- 5 LIERUNG DER ZAHNSTELLONG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend 2 nach vorheriger Vereinbarung. p JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-8673 und 73-95«) Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 übt [ Es wird gebeten, a,cn vorhet telefonisch anaumeiden SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542