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Jüdische Wochenschau · 1963-08-16 · 2025 (16.8.1963) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2025 (16.8.1963)
Date
1963-08-16
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Dichter an Rabbiner Dr. NEUFELD Stuttgarter V«. tor untergegliickticher Ge- Ausgaben eitmg. Profesrle. die gesamten® des Verlaerwerben und sonders geeiglarbacb zu dehat sie inzwirm einer Stif- Kum überlas. ¡¡eh also, was ien hat, aus ahrhunderten le, die den ihre Werke ‘rlegen, sind Korrespon- Es ist ein fühl, Briete halten, die en eigenhänn und eigeniriehen sind, iese Grossen lieh sondern niger bedeudie mit Cotta haben. Sind ¡den, die ihr m betonen, mit ängstlien daniber Aehnlich steht e,s mit seinem Gesinnungsgenossen Ludwig Boerne. eigentlich Loeb Baruch, von dem 62 Briefe vorliegen. Wie ist es aber mit-den kleineren, weniger bekannten Schriftstellern? Bei manchen ist es zweifelhaft, ob sie überhaupt jüdischen Ursprungs sind, bei anderen — ob sie Juden geblieben sind. Da fragt ein Dr. jur. Siegfried Heckseher, der sich als Mitglied des Reichstages bezeichnet, auf einer Postkarte (!) 1907 aus Westerland (Sylt), ob sein geschichtliches Trauerspiel: „König Karl I.“ hei Cotta verlegt werden könne. Dieser, einer bekannten hamburger Familie entstammende Mann war tatsächlich in Schleswig-Holstein in den Reichstag gewählt worden, aber er hatte sich aus irgendwelchen Gründen taufen lassen. Das erwähnte Trauerspiel ist wohl in'weitesten Kreisen unbekannt geblieben. Georg Ebers, der getaufte Nachkomme des Münzjuden Ephraim ist mit 132 Briefen und Postkarten vertreten, die sich seiner wissenschaftlichen Neigung entsprechend teilweise mit jüdischen Dingen beschäftigen. Es liegt ein Manußkript bei: ,,E. Noville’s Ausgrabung in Gosen und die Historizität des Aufenthaltes der Juden in Aegypten". Dieses Manuskript ist in der Augsburger Allgemeinen Zeitung erschienen. Einige bewusste Juden echrieben mehrere Briefe, so Friederike Kempner und ihr Verwandter Alfred Kempner, der gefürchtete Kritiker, mit seinem Pseudonym Alfred Kerr. Ferner Georg Hirschfeld, dessen Korrespondenz 14 Briefe des Rechtsanwalt Martin Beradt beiliegen, Leo Herzberg- Fraenke, Ludwig August Frankl. Ritter von Hochwart, Lazarus Geiger, der Neffe von Abraham Geiger; das Recht auf die zweite Ausgabe seiner gecamten Werke (grösstenteils philologischer Art) wurde 1878 dem Verlag Cotta übertragen. Die Erinnerung an einen jung verstorbenen, fastver- 'jxCH «•■Taschenbücher nEtfN DIE EINEN SIND IM m »*«*• püNKELN FrJDi: DIE RAELBERBANDE o* E“*us ... p£R MARQUES DE BOLIBAR o Vanc’Jf»: DER BAECKER JAN adislav 'a MARHOUL vee Cary: AUF GNADE UND UNGNADE pjilas: PIE NEUE KLASSE , _ rtsey. HAT DER MENSCH NOCH •trafld l'us jINE ZUKUNFT? „einu VON KUNST BESESSEN arllCh: GUTE 88 JAHRE rna: itdBaP pj(2.50: Doppelband DM 3,80; jd DM 4,80. ¿urc11 Buchhandlungen. ■ ^{3¿d>5”d DM 4’80' Verte G,m.b.H., München gessenen Schriftsteller wird wachgerufen durch Korrespondenz ven Heinrich Hornberger, der als Heinrich Horner schrieb: Ausser 40 eigenen Briefen an Cotta, liegen dort 23 Briefe an Angehörige und Zeitgenossen, darunter an seine Frau Regina. geh. Caro, den Keichstagsabgeorrneten Ludwig Bamberger, den schon ge nannten Anton Bettelheim, den jüdischen Politiker Paul Nathan. Auch ist ein Nekrolog bsigefügt, den ihm 1890 Paul Nathan in der Zeitschrift „Die Nation" geschrieben hat. Hombergers Essayß sind 2 Jahre nach seinem Tode von Ludwig Bamberger und Otto Gilde meister herausgegeben worden. Ludwig Bamberger bittet auf Veranlassung seines Fraktionskollegen Dr. Friedrich Dernburg den Geheimrat Wilhelm H?rz, an das Berliner Tageblatt ein Rezensionsexemplar zu eenden. Geheimrat Herz war damals einer der einflussreichsten Wirtschaftsführer, u. a. Präsident der Aeitesten der Kaufmannschaft (Berliner Handelskammer). Dr. Friedrich Bernburg ist der Sohn eineß getauften Universitäts - Professors in Giessen. Er war national-liberaler Reichstagsabgeordneter und redigierte damals das Feuilleton des Berliner Tageblatts. Sein Sohn, Bern hard Dernburg, ißt der spätere Kolonialminister. Von besonderem Interesse ist auch die Korrespondenz mit Gustav Karpeles, dem Heine - Forscher, der die Sammlung und Neuherausgabe des Briefwechsels von Mosee Mendelssohn durch Cotta erwägt. In einer so kurzen Zusammenstellung kann nicht mehr über das Archiv berichtet werden. Interessenten, die der Weg in die Nähe von Stuttgart und Ludwigsburg führt, dürften bei weiterer Durchsicht des Material« wertvolle Hinweise finden. Literarische Notizen Neues Gebetbuch Die Herausgabe eines neuen jüdischen Gebetbuches für den täglichen Gebrauch wurde in London mit einem Festakt gefeiert, den der Redaktionsaussohuss der United Synagogue veranstaltete. Oberrabbiner Dr. Brodie nahm daran teil. Für jüdische Flüchtlinge 38 jüdische Organisationen, von chassidißchen Gemeinschaften bis zu zionistischen Verbänden, haben sich in Belgien in einem Hilfscomite für nordafrikanische Flüchtlinge zusammengeschlossen. Die Initiative ging vom Zentralen Konsistorium aus, das zum erstenmal ein einheitliches Vorgehen aller Sektoren der jüdischen Be. völkerung erreicht hat. F orschung s-Programxn an Jeschiwa-Universitaet Eine Summe von 224.000 Dollar wurde der Jesehiwa- Universität in New- York für Ludwig Blum, „der Maler Jerusalems“, wie er in den Kreisen seiner tausenden Anhänger genannt wird, war in seiner Jugendzeit in Brünn einer der Organisatoren und Vorturner des Makkabi. Noch jetzt mit ßeinen 72 Jahren macht er den Eindruck eines kräftigen Mannes. Wie er mit seinem breiten, schwarzen Hut m den Strassen Jerusalems einhergeht, wirkt er wie ein Wahrzeichen dieser Stadt. Es ist nun vierzig Jahre her, seit er sich in der Ewigen Stadt niederliesß, und zu diesem „Jubiläum“ haben der Rotary Club Jerusalem und der Künstlerverband eine restrospektive Ausstellung seines Schaffens im Künstlerhaus veranstaltet, dis in 120 Bildern nicht nur die Leberßgeschichte dieses repräsentativen jerusalemer Malers sondern auch die Geschichte seiner Zeit und ihrer Generation veranschaulicht. Blum schätzt die Gesamtzahl seiner Bilder, die die Botschaft Israels und der Renaisßance des Volkes in seinem Lande in viele Städte der Welt hinausgetragen haben, auf zehntausend. Blum stammt aus dem Städtchen Licem bei Brünn in Mähren und hat in d£r CSR, in Holland Frankreich, Italien und Spanien seine Ausbildung genossen. In die Kindheit und in die frühe Jugendzeit im mährischen Dorfe führen einige Kohleskizzen und Aquarelle der Ausstellung zurück, dann folgen in noch farbenfreudigeren Aquarellen Außfiiige nach Kurdistan und Persien mit Landschaften und Charakterskizzen. Abgesehen von zwei pariser Bildern aus dem Jahre 1960 sind sonst alle ausgestellten Bilder israelisch bodsr.ßtändig. Unter den israelischen Landschaften und Stadtbildern gibt es viele Erinnerungen an vergangene Zeiten, an unwiederbringlich Verlorenes, so die Bilder aus dem Judenviertel und seinen Synagogen in der Altstadt, die . der Zerstörung anheimgefallen sind. An der Stirnwand des gro- Sßen Saales hängt eine verkleinerte Wiedergabe des ungefähr achtmal drei Meter grossen Panoramas der Stadt Jerusalem, das Blum 1936 zur Zeit de.s Ausbruchs der arabischen Unruhen auf Bestellung des brünner ka tholischen Paläßtina-Museums gemalt hat und das unter 1500 Bildern der London Roya] Academy Exhibition im Jahre 1938 als eines der dreissig besten lobend hervorgehoben wurde. Wer sich an die romantische Altstadt erinnern wlil, findet hier in Blums Bildern die einzigartige Stimmung der Klagemauer und der Bazarstrassen, des historisch Grandiosen ebenso wie des pittoresk Idyllißchen der Heiligen Stadt, wie es mit ungewöhnlichem künstlerischem Können und nicht weniger mit Liebe und Hingabe auf der Leinwand festgehalten wurde. In dreissig Bildern, darunter ausserordentlich eindrucksvollen, stellt uns Blum hier Jerusa ein auf fünf Jahre ausge richtetes Fovschungspro gramm für Heirats- und Famiiie.cprobleme vom Nationalen Institut für geißfige Gesundheit überlassen. Insbesondere soll die Forschung der Geistlichkeit dienen, um ihre Funktionen wirkungsvoller auszuüben, um dem Einzelnen zu helfen Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 von MFAR lern vor, Jerusalem wie eß war und wie es ist. in seiner Landschaft, sein;n Gebäuden und seinen Menschen, wie sie Markt und Strasse beleben. Von Elat am Roten Meer bis ins hohe Obergaliläa hinaus zeigt Blum in etwa zwanzig Bildern daß Land und seine Städte, während die Romantik von Akko und Nazaret mit modernen Stadtbildern von Tel Aviv und Haifa abweehseln, uns aber auch die heroische Negew- Landschaft und manches historische Ereignis (die Aufbahrung Herzls vor der Sochnut und der Jerusalemer Zionistenkcngress 1951) auß diesen Bildern anspricht. Den Freiheitskampf und seine Gestalten stellen e*wa vierzig Bilder dar, meist Aquarelle, die Blum an der FAERBER Kampffront zur Erinnerung an das Ringen um Jerusalem geschaffen hat. teils skizzenhafte Federzeichnungen, teils aber auch Ocigemälde ,die in gültiger Si cherheit flüchtige Momente für die Zukunft festgehalten und vor der Vergessenheit gerettet haben. Da ßteht in der halbzerstörten Notre Dame-Kirche ein jüdischer Soldat auf einsamem Wachtposten; dort ist in der zerschossenen italienischen Kir che die Statue eines Heiligen durch einen arabischen Treffer von ihrem Piedestai gestürzt worden; dort wieder blicken uns je fünf Köpfe der Kämpfer der Hr.gana, de« Irgun Zwi Leumi und der Lechi an — und über allem steht wirkungsvoll, selbstsicher aus seinem lebensgrossen Portrait herabblickend, als wäre er immer noch Kommandant, der seinerzeitige Generalstabschef Mcßche Dajan. Ueberhaupt sind die Portraits vielleicht noch wirkungsvoller als die Landschaften Blums. In dieser Ausstellung werden nur wenig mehr als zehn Portraits gezeigt, aber sie bewegen hohes Können. Den Abschluss der Ausstellüng bildet das Porträt der äüropischen Schönheit Elisabeth, die während der Zeit der italienischen Beßetzung von Abessinien in Jerusalem bewundert wurde, und die jetzt in Addis Abeba eine geachtete Stellung einnimmt und einen Regierungsposten bekleidet. Blum hat sie im. Jahre 1956 in Jerusalem gemalt und kürzlich, bei der afrikanischen Spitzenkonferenz in Addis Abeba leitete sie das Empfangs- und Kontakt-Büro. Hebraeischer Unterricht nssn a^ax^n a^an ns? öVtf ixsa ''ptí * v v : T v T : * et» ^aatz? ,nsnin * T T : v T T üttn onto» a^ax-^na •is riixa tfom ^x .ET^nn rriairnn nx d^jb ^y n^yo1? na a^xsaai .nsnn-’Fia n^x rntes?» f^x nxaa a^in any *7aa •fhoxTn ytfpip ninn1? vrx jrraa nixn1? irana Tira nx naxy a^ax-^n v t : - T nx ixantf ninann T?n mnnsnnn Vy a^na n^iapa ertfon •gpVa *?in nyaa afinan annan nyi ntö s - *t: - -; t t .aïvj *?tÿ npnniani (iraVis? rrn» nna résina) aa-Va lanya liten njtfa * t t : V v TV - : ^xncra nîamyn nann namyn1? na1?1? •»nattfn x*?tf annna nannmtÿ ^ax-^n tt: v t : « -; v * t 'V# an^n ^ax .aninnxn ♦ V * t : - T “J - T intë» nixn1? 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Desde luego er muy grande la diferencia entre entonces y hoy. Me di realmente cuenta del gran progreso de Tel Aviv, la ciudad más grande d« Israel. (Columna izquierda) Mis hijos encontraron un letrero con la información de que cada día nacen en Tel Aviv veinte nuevos ciudadanos, 1500 barrenderos limpian las calles diariamente, más de 10.000 fábricao existen y cada noche alrededor de 100.000 personas van a las funciones de teatro y cine. Especialmente nos produjo satisfacción ver en el Pabellón de Tel Aviv los cuadros y diagramas que demostraban los gradee del desarrollo de la ciudad desde un grupo de pequeñas casas (construidas) sobre una colina de arena hace 50 años, hasta los grandes y modernos edificios de hoy día. (1) del año 1958. 50 JAHRE TEL AVIV (Rechte Spalte) Zur Jahrzehntfeier (dee Staates Israel) wurden so viele Ausstellungen in Israel organisiert, dass ich nicht zur Tel Aviv-Ausstellung zu gehen beabsichtigte, die in den letzten Monaten (1) stattfand. Aiber meine Kinder sind immer bereit, etwas Neues zu «ehen. Daher hörte ich auf sie und besuchte mit ihnen die Ausstellung. Die Kinder behielten Recht! Uns alle interessierte di» Ausstellung sehr, wir genossen ßie. Ich entsann mit der Ausstellung in Tel Aviv aus dem Jahre 1935. der sog. Orient-Messe. Natürlich war der Unterschied gross zwisch?n damals und heute. Ich konnte tatsächlich den grossen Fortschritt von Tel Aviv spüren, der grössten Stadt in Israel. (Linke Spalte) Meine Kinder fanden ein Schild mit der Information, dass täglich 20 jung? Bürger in Tel Aviv geboren werden, 1500 Strassenkehrer täglich die Strassen fegen, mehr als 10.000 Fabriken bestehen, an jedem Abend gegen 100.000 Personen Theater und Kino besuchen. Besondere Genugtuung bereiteten uns im eigentlichen Tel Aviv-Pavillon die Bilder und Diagramme, die die Entwicklungsstufen der Stadt zeigten: von einer Gruppe ganz kleiner Häuser auf einem Sandhiigel vor 50 Jahren bis zu d<n giessen modernen Häusern von haute. (1) des Jahres 1996.

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