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Jüdische Wochenschau · 1963-08-16 · 2025 (16.8.1963) · p. [Seite 6]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2025 (16.8.1963)
Date
1963-08-16
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German, Spanish
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r iS Mexikanisches Mittagessen Unlängst fand ich auf meinem Schreibtisch in der Redaktion einen Zettel vor: „Mittags 1 Uhr, Mexikanisches Mittagessen“. Da ich an sich sehr gerne 2u Mittag esse und die freundlichsten Gefühle gegenüber Mexiko hege, s>and deT Annahme dieser Einladung nichts im Wege. Der mündliche Kommentar zu dieser schriftlichen Einladung belehrte mich allerdings dann dahin, dass es sich nicht eigentlich um ein mexikanisches Mittagessen handelte, sondern um die Einladung der Sochnut zu einem streng koscheren Mittagessen mit einer Gruppe vcn 80 Zionisten aus Mexiko, die — als zweite Gruppe dieser Art — ins Land gekommen waren, nicht wie gewöhnliche Tourinten, sondern um hier sozusagen -„existentiell“ das Land zu bereisen, zu erkunden, ob sich für sie selbst und ihre Freunde in Mexiko Niederlassungsmöglichkeiten ergeben. Die Deute reisten gewiseermassen auf dem Parnassus. denn sie fahndeten nach Parnassa im Lande... und hier liegt che Schwierigkeit. So eindrucksvoll und schön sich ihnen unser Land darbietet, so skeptisch sind diese eicher guten Zionisten in Bezug auf das, was man einmal im deutschen Zionismus „die Aufnahme Erez- Israels in das eigene Lebens - Programm“ nannte. Mein mexikanischer Tischnachbar, den ich nach seinem Beruf in Mex:ko-City (alle Teilnehmer waren aus Mexiko-City) fragte, ßagte in saftigem Jiddisch, das die gemeinsame Sprache zwischen Mexiko und Israel bei diesem Mittagsmahl bildete: „Man macht a Leben* und spezialisierta es dahin, dass er Sprungfedermatrat zen herstelle und dabei •weich zu liegen komme... und die<= seit über dreissig Jahren, seit er aus seinem jüdischen Städtchen in der Ukraine nach Mexiko gelangte. Ich hatte mir die Mexikaner ganz anders vorgestellt, wohl in der Phantasie beeinflusst durch den unvergesslichen Egon Erwin Kisch, der in seinem Buche über Mexiko von jüdischen Indianern erzählt und den Prager Komiker Eieenfcach zitiert: . Mein Vater war ein klaner Jüdischer Indianer Meine Mutter, tief in Texas drin War eine koschere Gänslerin. Unsere Mexikaner hatten nichts Indianisches und nichts Aztekisches an sich. Mexiko hatte überhaupt nicht auf sie abgefärbt. Sie waren die selben Juden geblieben, die eie waren als sie aus Russland und Polen, aus Galizien und dem Burgenland nach Mexiko emigriert waren. Während die Juden in den USA sehr rasch sich amerikanisieren» kann bei den „Mexikanern“ von SCHALOM BEN-CHORIN dein, auf denen ich zu sitoffenbar von solcher Assimilation nicht die Rede sein. Ein Gast der Tafelrunde berichtete auch voll Stolz, dass man in Mexiko ein jiddisches Schulwerk habe, das vom Kindergarten bis zur Universität führe. Ich hatte allerdings keine Gelegenheit, mich von den Erfolgen dieser jiddischen Erziehung in Mexiko zu überzeugen, denn die Anwesenden waren durchwegs sehr reife Jahrgänge und hatten ihre Jüd.'cchkeit nicht in Mexiko er worben, sondern dort staunlich bewahrt. er- Der erete Redner unseres mexikanischen Mittagessens, der sozusagen frisch von der gehackten Leber weg sprach, war Zvvi Lurje, der Vorsitzende der Organisationsabteilung der Jewish Agency, ein Mann der linksradikalen Mapam, in deseen Brust nicht nur zwei, sondern eigentlich drei Seelen wohnen. Als Mann der Zionistischen Organisation, das gab er selbst zu, musste er ein Interesse daran haben, däßs die Mexikaner in Mexiko gute Zionisten bleiben, denn wenn gerade diese organisierten Zionisten aus-- wandern würden, bräche natürlich die zionistische Landesorganisation Mexikos zusammen. (Die Gefahr scheint mir allerdings nicht sehr drohend zu sein). Die israelische Seele Lurjes wünscht aber doch die Alija dieser guten Juden. Die sozialistische Seele des linksradikalen Mapamisten müsste von der Zuwanderung dieses typisch kleinbürgerlich-kapitalistischen, also „reaktionären“ Elements wenig erbaut sein .aber das alljüdische Gefühl beseitigte alle inneren Konflikte, und Lurje lud seinen lieben Mexikaner herzlich ein. sich in Israel niederzulaßsen. gen haben. Mein Nachbar nickte über seiner Suppe: „Oder — Oder“ sagte er laut vernehmbar, was soviel zu bedeuten hatte wie: Entweder ich sorge für die Olim, oder ich wandere seltßt ein. Was wollt ihr eigentlich von mir? Ich kann doch nicht selbst ein Oie werden und zugleich für die anderen Olim sorgen .. Auch der Elastizität seiner Sprungfedermatratzen seien sozusagen Grenzen gesetzt. „Sagen Sie selbst“, wandte er sich an mich, „wae soll ich nun tun?“ Ich verwies ihn an die Herren Lurje und Dr. Goldstein, aber da er den Gegensatz in deren Reden . so tief erfasst hatte, zog er es vor, sich stillschweigend, wenn auch nicht lautlos mit seiner Suppe zu beschäftigen. Die grosse Ueberrasehung war Rabbi Dr. Israel Goldstein, Direktor des Keren Hayessod und jahrzehntelang einer der bekanntesten newyorker Kanzelredner der konservativen Bne Jeschurun - Synagoge, in dessen Reden sozußagen immer der weihevolle Orgelton mitklingt. Würde er nun in seinem überaus gepflegten Englisch oder in seinem sehr korrekten Hebräisch zu den „Mexikanern“ sprechen? Er redete, was er noch nie im 'Zionistischen Aktions-Comite getan hat, Mammeloschen. ein unverfälschtstes Jiddisch, um das man ihn beneiden konnte, denn das Herz der „Mexikaner“ ist nur mit jiddischen Worten zu rühren. Dr. Goldstein blieb sich treu: er sprach als Mann des Keren Hayessod alias United Jewißh Appeal. Er legte (nach der Suppe) dar, dass eine Oiim - Familie mindestens 5000 IL in der allerersten Phase koste, und dass die Juden der Gola die Verantwortung für die Einordnung der Neueinwanderer zu tra- ANLAESSUCH DES 150. JAHRESTAGES SEiT DEM JUDENEDIKT VOM 10. JUNI 1813, dem Beginn der Emanzipation des bayerischen Judentums. erscheint in Kürze im Dr. Olzog-Verlag (vorm. Isar Verlag) München und Wien das Werk von: STEFAN SCHWARZ: Juden in Bayern im Wandel der Zeiten mit einem Vorwort des bayerischen Ministerpräsirien. ten ALFONS GOPPEL. Es ist ein Buch, welches die Geschichte der Juden in Bayern aufgrund bis jetzt unveröffentlichten Aktesmaterials schildert. Namhafte Professoren und Historiker schreiben nach Ueberprüfung des Manuskripts: „Schwarz kann Anspruch darauf erheben, die erste erschöpfende Gestaltung des Judenedikts geschaffen zu haben“. — „Das Buch verdient, ein Standardwerk zur Geschichte der Juden in Bayern zu werden.“ „Das Werk ist nicht nur leecnswert, sondern auch zum Nachdenken anregend.“ „Das Werk verdient die weiteste Verbreitung.“ Kaum war daß Geflügel aufgetragen, so erhob sich der Vorsitzende der Alija- Abteilung der Sochnut Scblomo Salman Sehragai, und dies waren seine geflügelten Worte: „Der schlechteste Jude in Israel ist noch besser als der beste Goj in der Gola.“ Ich war erschüttert von einer derartigen Analyse der Situation, die Sehragai offenbar auß seiner tiefen Kenntnis der alarmierenden Lage in Mexiko zog. Voll Mitgefühl wandte ich mich an meinen Nachbarn: „Sie haben w’Ohl furchtbar unter Antisemitismus zu leiden?“ Er sah mich verständnislos an. „Antisemitismus“ sagte er, seine Hühnerkeule siegeßgewiss schwingend, „kennen wir überhaupt nicht. Die Mexikaner können keine Ausländer leiden, gleichgültig ob das nun Juden oder andere Fremde sind.“ Sehragai hörte diesen realistischen Einwand natürlich nicht. Das hat den Vorteil, dass er dadurch in seiner, nun sagen wir, etwas vereinfachenden Theorie nicht irregemacht wird. Ob d:ese Einteilung allerdings dem klassischen Zioinismus entspricht, möchte ich doch sehr dahingestellt sein lassen. Das antisemitische Trauma vieler ur.ßerer zionistischen Führer hat zu einer „antigojistischen“ Reak ticu geführt, die wir als Bürger eines Staates, der den Vereinten Nationen angehört und sich um gute Beziehungen mit allen Völkern einigermassen guten Willens bemüht, Überwinder, müssen. Ich hätte das Sehragai gerne geßagt, aber einerseits war Diskussion nicht vorgesehen, und andererseits war auch ich mit meinem Huhn, dem heiligen Tier der Israelis, so beschäftigt, dass ich garnicht zum Reden kam. Ich hole hier meinen Diskuseionsbericht schriftlich nach. Der volkstümlichste Redner war Herr Duvdevani von der Einordnungsabteilung, der bereits bei der Nachspeise, einem Apfelstrudel welcher selbst das Herz Montezumas, des Kö nigs der Azteken, gerührt hätte, den präsumptiven Israelis versicherte: „Wir leben hier ein gutes Leben“ (wörtlich, bitte). Das opulente Mahl unterstrich zweifellos die Richtigkeit seiner These. Aber in diesem Augenblick trat ein kleiner Junge unbemerkt in das Restaurant ein und bot Stecknadeln Streichhölzer und Schnürsenkel zum Kaufe an. In beredten (hebräischen Worten) klagte der Knabe, daßs er einer neunköpfigen Neueinwandererfamilie angehöre, die leider brotlos am Hungertuche nage. „Was sagt das Jüngel?“ fragte mein Tischnachbar, und als er merkte, dass ich mich in Seelenquaien wand, fügte er sehr klug hinzu: „Wir wollen doch auch die Schatten seiten sehen"... Ich übersetzte. Er kaufte Stecknazen wähnte, und lächelte nachdenklich, während Herr Duvdevani von der Durchschlagßkraft seiner volkstümlichen Rede durchdrungen sich ins Uferlose verlor. Der bärtige junge Rabbiner der Mexikaner memorierte unter Beistand eines ed-el wirkenden Greises mit fliessendem weissen Bart seine hebräische Tißchrede. die aber nicht mehr gehalten wurde, denn unsere zionistischen Führer sind wenig geneigt, andere Redner anzuhören, nur Jakob Glanz, der selbst dem Zionistischen Aktions-Comite angehört und der Führer der Mexikani sehen Zionisten ist, wurde mit. einem Schlusswort beehrt, in welchem er alle Einladungen. sich in Israel niederzulassen, mit eleganten Wendungen umging und nur nachdrücklich versicherte, dass die Zionisten Mexikos alles tun werden, um den zionistischen Gedanken in Mexiko wach zu halten. Das war auch sehr wichtig, da die meisten mexikanischen Zionisten nach dem ausgezeichneten Mahl und den zahlreichen Reden (ich habe nicht alle referiert) schon in einen Mittags Schlummer gesunken waren. Nachdenklich verliess ich das Restaurant. Ich hatte eine Lektion zionistischer Propaganda von heute erlebt. Wahrheit und Dichtung, United Jewish Appeal an ßehlummernde jüdische Gefühle -es war mir nicht ganz wohl dabei, obwohl mir das Essen ausgezeichnet bekommen ist. RATUR« Jüdische Dächtet Auf den Höhen oberhalb des Neckars, von Weinbergen umgeben, 10 km von Ludwigsburg entfernt, liegt die kleine Stadt Marbach. Sie würde, wie ihre Nachbarßtädtchen (Bietiegheim, Besigheim, Lauffen u.s.w.) wie ein Dornröschen schlummern, wenn nicht in ihren alten Mauern ein Geistesfürst geboren wäre und sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt hätte: Schiller. Durch ihn ist der unbedeutende Ort alljährlich zu einer Pilgerstätte von Zehntausendsn und Hunderttaußenden geworden. Es lockt nicht nur das ärmliche Geburtshaus, in dem Schüler in sehr engen Verhältnissen aufgewachsen ist; es lockt ausserdem das Schilisr-Nationalmuseum, das hier vor über 60 Jahren zum 100. Todestage des Dichters auf der höchsten Anhöhe über dem Neckar errichtet wurde. Hier wurde alles, was auf Schiller, auch auf sein persönliches Leben, Bezug hat, gesammelt und gesich tet, aber im Laufe der Zeiten wurde die Stätte zum Museum aller schwäbischen Dichter: Uhland,. Wieland, Hölderlin, Berthold Auerbach, Schwab, — sie alle haben hier ihr Heim gefunden, und in den letzten Jahren ist auch das gesamte von Rabbiner Dr, N Archiv des Stuttgarter Verlages Cotta hier untergebracht worden. Huldigungen für Buber „Professor .Erscmus“ Buber“ überschrieb der in Amsterdam erscheinende katholische „Volkskrant“ seinen ausführlichen Bericht über die Verleihung des Eraßmus-Preises an den greisen Gelehrten aus Jerusalem. Auch die übrigen Amsterdamer Zeitungen gaben dem Ereignis breiten Raum. Aus allen Pressa - Mitteilungen klang die gelöstfestliche Note, von der der feierliche Akt der Preis - Ueberreichung, aber auch die übrigen Veranstaltungen zu Ehren des „Brückenbauers zwischen Asien und Europa“ getragen waren. Bei der offiziellen Aus Zeichnungszeremonie sprachen ausser dem Prinzen Bernhard und Martin Buber Dr. Paul Rijkens, der Vorsitzende der Stiftung „Praemium Erasmium“, Dr M. A. Beek, Profeßsor für Bibelexegese an der Universität Amsterdam, und der Direktor der Stiftung, G, Siuizer, die beiden letzteren als die eigentlichen Festredner, die die Persönlichkeit und das Werk Bubers würdigten. Professor Beeks Laudatio trug den Titel „Der Mittler und sein Dienst“. Keine Geringeren als Yehudi Menuhin und ßeine Schwester, die Pianistin Hephzibah, gaben der Feierstunde das ihr entsprechends musikalische Gepräge; sie spielten Werke von Ernest Bloch (nach einem ehassidischen Motiv) und Beethoven. Unter den Anwesenden befanden «ich der Gesandte Israels, die Botschafter der Bundesrepublik und Belgiens sowie zahlreiche Vertreter des geistigen und religiöse« Lebens des Landes. An den Feßtakt schloss sich ein Empfang an, während am Abend im Amstel- Hotel ein, wie es heisst, informelles Diner zu Ehren des neuen Erasmus-Preisträgers stattfand. Eines der dort aufgenommeuen Fotos zeigt Prinzecsin Beatrix, die niederländische- Thronfolgerin im animierten Gespräch mit Professor Buber. An dem Essen nahmen auch die Bürgermeister von Jerusalem und Amsterdam teil. Zu einer weiteren Huldigung Bubers gestaltete sich eine öffentliche Versammlung, zu der die Theologische Fakultät der Amßterdamer Universität und die Zionistische Vereinigung Hollands gemeinsam eingeladen hatten. Nicht weniger als 600 Personen waren in der Aula der Universität erschienen, an ihrer Spitze der Rektor, Professor Dr. J. Kok, der Buber herzlich begrüsste. Die Profecsoren Dr, W. Banning und Dr. J. A. Osterbaan zollten der sozialen bzw. religiösen Seite in Bubers Werk und Wirken Tribut. Für die Juden Hollands sprach Professor Dr. I. Kisch in Hebräisch; er schloss mit den Worten: „Ihre schönste Arbeit ist der Geist, den Sie in den jungen Menschen geweckt haben.“ E. G. L. Liturgisch* Musik J U E D I S C H E BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg.) LUACH 5724, Neujahrs- Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredön 451 T. E. 89-3431 Rom. — Eine zweitägige Konferenz der Sachverständigen für die liturgische Musik der verschiedenen Religionen fand in Rom UDter dem Protektorat der weltberühmten Musik - Akademie „Santa Cecilia“, des Vati, kans und der römischen Jüdischen Gemeinde, sowie der Armenischen Kirche in Italien statt. Nach dem musikalischen Teil wohnten die Teilnehmer, darunter viele katholische Prkßter-, dem Abend, gottesdienst in der Synagoge bei. Ein Abendessen im Saal des jüdischen Gemeindezentrums beschloss die Versammlung. .(ITA) Es war ein glücklicher Gedanke des Herausgebers der Stuttgarter Zeitung, Professor Josef Eberle, die gesamte Korrespondenz des Vertagte Cotta zu erwerben und an diesem besonders geeigneten Ort in Marbach zu deponieren. Er hat sie inzwischen in Form einer Stiftung dem Museum überlassen. Hier findet sich also, u’as Geist und Namen hat. aus den letzten Jahrhunderten zusammen. Alle, die den Ehrgeiz hatten, ihre Werke bei Cotta zu verlegen, sind hier mit ihrer Korrespondenz vertreten. Es ist ein eigenartiges Gsfühl, Briefe in Händen zu halten, die von ganz Grossen eigenhändig geschrieben und eigenhändig unterschrieben sind. Aber nicht diese Grossen interesßieren mich sondern die zumeist weniger bedeutenden Juden, die mit Cotta korrespondiert haben. Sind sie ehrliche Juden, die ihr Judentum offen betonen, oder gehen sie mit ängstlichem Schweigen darüber hinweg? Vor kurzer Zeit habe ich dieses Museum besucht und konnte bei der mir dort zur Verfügung stehenden Zeit ungefähr die Hälfte des alphabetisch geordneten Kataloge durchsehen und dann in die betreffende Korrespondenz Einblick nehmen. Das Ergebnis gibt in mancher Hinsicht zu denken.' Ueber die wirklich aufrechten Juden braucht nicht berichtet zu werden. Berthold Auerbach, der schwäbische Dichter, hat nie ein Hehl aus seiner jüdischen Verbundenheit gemacht; er ist in der Sammlung mit nicht weniger als 757 Briefen und Telegrammen vertreten. Von seinem Nachlaßspfleger Anton Bettelheim s in d mehr als 400 Briefe und Postkarten vorhanden. Im Gegensatz dazu steht Heinrich Heine, der Abtrünnige, der seinem Volk den Rücken gekehrt hat und doch nie von seinem Golusjudentum frei werden konnte. Er ist mit 31 Briefen vertreten. setalich s!< Gesu Ludwig Boe Loeb Bar«1 Briefe vorbe; Wie istes Heineren. " ten Schriftste eben ist es i sie überbaup Sprungs eind _ ob sie Jl sind. Da ira Siegfried . “ sieb als Mitg. tages bezeic Posttarte ü sterlaid <Syl iebichtliches „König Kar verlegt wert ser, einer 1 hinter Farm de Mann w; Schlestrig-H Reichstag S aber er iiai gendwelcheu lassen. Das erspiel ist w Kreioen un bea. Georg Ebe Nachkomme ’ Ephraim ist und Postkai die sich sein« Echen Keigui teilweise mit gen beschäf ein Manuskr ülle’s Ausgi and die Hist enthaltes d( gypten“. Di« ist in der Au meinen Zcitv Einige l schrieben so Frieden) ihr Yen Kempner. i Kritiker, mi kiym Alf« Georg Hirsi Xorresponde Kechtsanwali beiliegen, I haenke. i Frankl.' Rit ¡rart, Lazart fite von AI das Recht Ausgabe Se: (gross Uscher Art *»> Verlag . ®e Erinne ®>g verstört JETZT AUCH Kindler-T aschenli Band 1 John Braine: DENS m» t DUNKELN SB» 2 Leonhard Frank: Dir ¿/4/5 Leon Uris: EXODl's 6 Leo Perutz: DER 7 Vladislav Vancura. _ «ARHoi 8/9 Joyce Cary: AUF GKAD{; ü} 10 Milovan Djilas: DIE , 11 Bertrand Russel’: E1Se2CKiS 12 Peggy Guggenheim: Vqk 1314 Bernard Baruch: Gljpj, Es kosten: Einfachband DM Isj Dreifachband Boppe i80. Bestellungen durch alle g ¡an Kindler Verlag G.m|j|

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