Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2024 (9.8.1963)
- Date
- 1963-08-09
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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1 ÍEHR SEINES TODESTAGES BOSCHS MARETT lm?. genia- I'd zu hoher ■ Bewegung Stolz zu Me jüdische all ihren 3 Parteien r aus ihren treten war, zu führen, ersetzte den Monistischer as der Dia : Israel, le war ein ionierhafter die grösstmöglkhan Ansprüche geltend zu machen, damit sie, wann die Zeit kä me, in Betracht gezogen werden könnten. Und dies rettete ihn von zwei Geiah reu, die die zionistische Führerschaft vor und in seinen Tagen bedrohten: die eine, von den Schwingen der Vision in alle Höhen getragen und der Wirklichkeit entfremdet zu werden, sich an hochgespannten und trotzdem kraftlosen Schlag- Worten zu berauschen — und der anderen, in alltäglichen Geschäften begraben T" T ’ msæimm ir*r' ¡¿X4: "■*. ,. y*-:-*«;-K- * -* si*»*»»-* wm hebraeischen Zeitschrift mit der ’>er die Ermordung von Arlosoroff efer sozial!’ ws zu eligen Unterein« glühe.imrde g’'au rssen Ei er, e joden Autäglieb5" ns. Da *ge:steriing 'denen ver den Zi'ii*' VVirklicbkeit rm0Chte VnT , und Ent dem GA* rung. Ji Ansiediung. , der Wirtidigungjlf einzuscbai ■hte ihn z®1 ind n Fusäbieit eue P»slU0” Recht anin‘J«sS? w realistie^ Kampf $ le Und bei um;feerr bshli\ue“eVtes Sf^S -en von den g&r a£uer^ ihteer 61 zu werden und sie als das wesentliche anzusehen ohne daran zu denken, die Ziele weiter zu spannen, der Notwendigkeit steten Fortschreitens zu gedenken und den Charakter und Endzweck des Unternehmen zu vergessen. Es war dieser täglich» Kampf um jeden Fussbreit, jener endlose Hader, der mit den täglich strenger werdenden Gesetzen an Intensität zunahm; e.s war diese verzweifelte Anstrengung, sich aus der Umklammerung zu befreien, die manchmal hoffnungslos schien — dies alles war nicht imstande, den Flug seiner Vision einzudämmen und der Grösse seiner Idee Hemmungen aufzuerlegen, (sondern gerade dies erweckte in ihm kühne Gedanken eines messianischm Durchbruches zum erstrebten Ziel. Sein historisch gewordenes Schreiben an Dr. Weizmann, in welchem er die Erfahrungen seines ersten Amtsjahreß in Jerusalem zusaramenfasste, wäre in unseren historischen Dokumenten als ein Schrei der Verzweiflung verblieben, wenn nicht seitdem bedeutsame Geschehnisse stattgefunden hätten. Heute lesen wir diesen Brief nicht ah; Schrei aus den.Tie fen, sondern als Prophezeiung voller Feuer des verhaltenen Glaubens an die grosse Sache, als kühnen und doch realistischen Plan, der bald Wirklichkeit werden sollte — nicht auf Grund logischer Berechnung und Ueberzeugung allein, wie sein Urheber es beabsichtigt hatte, doch im Betreten jene,3 Pfades, den er vcrzeichnete, sondern durch den Ausbruch einer giganti sehen, weltweiten Katastrophe und die Leiden und den Kampf der jüdischen Bevölkerung von Eretz Israel und des ganzen jüdischen Volkes der Zerstreuung. Niemand und damit auch nicht Chaim Arlosoroff hät te die Weltereignisse und den Weg der jüdischen Geschichte voraussehen können, Die drei grossen Geschehnisse im jüdischen Leben unserer Zeit fielen auf die Zeit nach seinem Tode — auf die letzten zwanzig Jahre. Zuerst ereignete sieh der Zusammenbruch der eu ropäischen Judenheit, die das jüdische Lehen der ganzen Welt zu vernichten drohte; dann brach in Eretz Israel der Vernichtungskrieg der arabischen Welt gegen die jüdische Bevölkerung aus, der mit den Unruhen von 1938—39 begann und mit ihrem vereinten Einmarsch bis zu ihrem Fiasko im Befreiungskrieg von 1948 endete; als dritter Fak tor ist die vollständige Auflösung der britischen Oberherrschaft in Palästina zu nennen und die Gründung des jüdischen Staates in einem vier Fünftel umfassenden Terrain des Landes mit einer jüdischen Mehrheit von ungefähr neunzig Prozent. Die Visicn, die Chaim Arlosoroffs Seele so sehr erschütterte — eine Vision die damals so unwirklich schien und doch einen praktischen politischen Plan darstellte — diese Vision wur de bald greifbare Wirklichkeit und bildet heute den festen Grund, auf dem unser neues Leben steht und unsere Anstrengungen und Kampfe sich abspielen. Es war ihm gegeben, sowohl die Machinationen des Teufels als auch das Nade* Messias zu ahnen. Er fühlte, dass das jüdische Leben der Diaspora in Gefahr war, er selbst war Zeuge der ersten nazisti sehen Vorgehen gegen die Juden Deutschlands, seines Herkunftslandes, und diesen Schrecken begegnete er voller Mut, Standhaftigkeit und praktischer und schöpferischer Initiative. Er schätze auch die Schlagkraft und Gelahr der arabischen Opposition richtig ein und er wusste genau dass keine Hoffnung auf einen jüdisch arabischen Frieden bestand wenn die arabische Welt nicht wirklich jüdische Kraft zu fühlen bekäme. Klar erkannte er die Tiefen britisch-jüdischer Feindseligen, solange die britische Verwaltung Eretz Israels ind cer ganzen Region un ler wachsendem arabischen Druck ständen. Aus seinen eigenen Erfahrungen, Kümo len und ,sein cm Bück fifr dis politische Konstellation wusste er, dass man sich Schenkt Euren Kindern BÜECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Neue israelische Briefmarken i ~r 3LT, n> n/m Briefmarke zur Ehrung des Chalitz (37 Ada rot), sowie der neue Satz zu Rosch Haschona bestehend aus drei Werten mit Motiven aus dem Buch Jona. Hebraeischer Unterricht CH Dirn Dî^ d"7?tpx popo *757 npiDrrnpp vftpn jnx dj .niTj?n •p.x1? -Dp v!Dpr rrn xS Dpi“) rn -itöpi ,no333 rn ,minn-“)D03 nip1? t t v " : ' : ■ninx “nno inix oppa DJ nxi .nopn-np t*?# np-ss? rpon “Dp rnxn nnx3 monn nnix .d^W?^ ptânojpn npsn xp ,nojD-np ít nom Tia *?«? “inra n¡rnun V VS “ T V : I T - T -pX3 Dppa «mxtf .*?x“iizr .. t : V» Dpaa Dpnw Dip DJ an .nt npp-np ppö? .npp ]X3 JJ3 (n"aVi» rvnas? nna rKsina) l nnarn n:sn S T T * ** “)DD .DDppp nnp-D^ nx npir DpDp pi *?nx ZW DUD XSDJ inn'3D3î!? - - t : * t : v n^D rn rrn .teP " ... TT * T - Dipan D2? .^n 2?“i<an .DinrnpD 3J7 D'x^pj Dim-nDpa npp np W Dppö? Dip pD*? }XD D*[? npl? ^ilj a^^önan’ snaö d'q^xd Dppu rn pi npp npa nb1?1? “i^px nxi - Dpinj Dpnn Dpp DpTtspn )a 'iw frpn •’pxa DpsQjtz? Dp^j?3 .noasn-np man nVx ni“)D pDiiÿ pninn “idd1? bx“iè?ppx ana .nijn nijji KFAR NACHUM (Rechte Spalte) Den Kineret-See kennen alle, doch nur wenige wissen, dass in seiner Nähe sich einst eine wohlhabende Siedlung beiard. Das war zur Zeit des zweiten Tempels, Der Name des Ortes — Kfar Nachum. In Kfar Nachum befinden sich bis heute Reste einer grossen Synagoge, die hier vor ca. 2000 Jahren stand. Die Beter in dieoer Synagog^waren sehr reich. — das kann man am* oen vielen schönen Ornamenten erkennen, die an den Steinen des Gebäudes (der Synagoge) zu finden sind. Unter diesen Ornamenten gibt es die Form einer Heiligen Lade für die Tora, eines Schofars und die von Früchten durch die sich Erez Israel auszeichnet, und vieles mehr noch. (Linke Spalte) In jenen Zeiten sareen die Beter in der Synagoge auf S'.einbänken, die sich an den W'änden entlangzcgen. Auch die Heilige Lade wer nicht fest (eingebaut) in der Synagoge; wenn man in der Tora lesen wollte, brachte man sie aus einem Hinterzimmer neben der Synagoge. Das ist auch der Grund, warum die auf einem der Synagogen-Stcine eingemeissel te Heilige Lade auf Rädern ruht Diese Synagogenform ist die älteste uro bekannte unter den Synagogen von Er:-z Israel. Heute hüten Mönche die Reste dieser Synagoge. Sie bauten hier auch e.ne Kirche. KFAR NAJUM (Columna derecha) Todos conocen el Lago Kineret. pero sólo pocos saben que en su cercan'a se halló una vez un pueblo rico. Eso era en los días del ,segundo templo; el nombre del lugar: Kfar Najum. En Kfar Najum se encuentran hasta hoy día ruinas de una sinagoga que existía hace más o menos dos mil años. Los fieles de esta sinagoga eran muy aeaudelados. Esto puede reconocerse por los muchos monumentos hermosos grabados en las piedras (del edificio) de la sinagoga. Entre estos ornamentos se ve la firma de un Arca Santa para la Tora, de, Shofar, y la de las frutas exceUntes de Eretz Israel y mucho más todavía. (Columna izquierda) En aquellos tiempos los fieles se sentaban en la sinagoga en los banccs de piedra a lo largo de las paredes. Tampoco había un Arca Santa fija en la sinagoga. Cuando querían leer la Tora, la traían de una trastienda cerca de la sinagoga. Esto es también el motivo porque la forma del Arca Santa —grabada en una de las piedras de la sinagoga— estaba armada cobre ruedas. Esta es la furnia de sinagoga más antigua de las que ccr.ocemos en Eretz Israel. Actualmente, algunos monjes cuidan las ruinas de esta sinagoga. Ellos construyeron allá también una igl-fiia. Literarische Notizen Studienfctgung An einer Studientagung des Jewis.i Theological Seminary in New York nah. n Oberrichter Earl Warren teil. Studienthema war „Das Gesetz hinter dem Gesetz“. Juden in USA In den USA leben 5.510.000 Juden. Allein in New York- Brooklyn leien 750.000, in Queens 400.000, in Bronx 400.000, Manhattan 250.000. Die Zahl der Juden in Los Angeles beträgt 455.000, in Philadelphia 330.COO, in Chicago 285.000, in Boston 250.000 und in San Francisco 70.000. Emet-Welfakadsmia , Die Emet-Weitakademie, die die talmudische Enzyklopädie beherbergen soll, wird zugleich als ein Zentrum für alle Talmud-Lehrprojekte dienen. Für die Akademie arbeiten bereits 200 Rabbanim und Gelehrte; sie soll schliesslich eine Lehrstätte für Richter an rabbinischen Gerichtshöfen werden. Sie wurde kürzlich in Gegenwart von Sir Isaac Wolfson, der 500.000 IL zum Bau beitrug, eingeweiht. Die Akademie wird den Namen des früheren Oberraobiners Herzog tragen. Die übrigen 500.000 IL wurden durch die Harry-Fischel-Stiftung aufgebracht. Hotelfachschule 83 Absolventen der Hotel faschule im Hotel Tadmor in Herzlia erhielten kürzlich ihre Zertifikate aus den Händen von Arbeitsminister Jigal Alton. Dieser betonte die Wichtigkeit der Hotelindustrie für dac Land als eine Devisenquelle und als ein Gewerbe, das ständig mehr Personen beschäftigt. Tod eines Rechtsgelehrten In London starb Sir Robert Drayton, ein bekannter Verfassungsrechtler, der viele der palästinensischen Gesetze geschaffen hat. Sir Robert war von 1920 an ,,Solicitor General“ der Mandate- Verwaltung und wurde dann Recht^beistand für die Ge. setzentwürfe der Regierung bis 1934. Während dieser Zeit publizierte er eine Ausgabe der Gesetze Palästinas in drei Bänden. Viele der Gesetze sind noch in Kraft. Erinnerungsmünze an Ghetto-Aufstand Am 27. Nissan, 21. April, wurde in Ierae: eine Erinne. rungsm:uze anlässlich des 20. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto herausgegeben. Die Münze ist in Bronze ausgeführt. Der Entwurf stammt von Mosche Zipper. Eine Säite trägt das Bild der Statue von Mordechai Anielewicz, eines der Führer im Ghetto, nach dem Denkmal in Jad Mordechai. Im Hintergrund sicht man eine zerstörte Mauer. Auf der Rück Seite ist die Ernnerungsflamme des Jad Waschern geprägt. auf den Lauf der Dinge nich: verlassen, konnte, sondern dass sie entschieden und präzis geführt werden mussten. Vor allem machte er sich in tiefster Seele klar, dass jüdische Souveränität die einzige und vollständige Garantie fiir die zionistische Verwirklichung wäre — vollständige jüdische Souveränität — nicht halbe und geteilte Herrschaft, und dass die ses Werk nicht das En.de eines Entwicklungsprozesse« sein würde, eine reife Frucht, die eine Hand zu ihrer Zeit pflöcken könnte; — nein, das Herannahen dieses Ereignisses müsste bsechtounigt werden, als Mittel zur Erreichrng des Endziels, zur Eroberung der Zukunft. Solche Visionen leiteten Chaim Arlosoroffs Stern am Firmament unserer Bewegung und unserer Zeit. Doch der Stern erlosch so plötzlich, wie er erschienen war, getilgt von Mörderhand. Nun mussten wir oh ne .ihn eie schickßalsvollen Kämpfe bestehen. Die Gnade des Lebens Arlosoroffs und das Unglück seines Hingangs sind ein Teil unseres Schicke,als; sie sind flammende Fanale — hell und verzehrend — auf dem Pfade unserer Bewegung.