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Jüdische Wochenschau · 1963-08-02 · 2023 (2.8.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2023 (2.8.1963)
Date
1963-08-02
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 2 de Agosto ce 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2023 Der grosse Schauprozess (Schluss von Seite 1) in Hamburg erklärte ,,Blink füer“ - Herausgeber Aust: ,,Was hier als Staatsgefährdung bezeichnet wird, das ist die politische Meinung von Millionen von Staats bürgern der Bundesrepublik“. III. Zum Prozess ermuntert? In einer anderen westdeutschen Zeitung war zu lesen: „Die Initiative des DDR Generalstaatsanwaltes wirft die Frage auf, ob die zuständigen Justizorgane der Bundesrepublik durch ihre Zurückhaltung gegenüber Globke nicht Ostberlin geradezu zu dem Prozess ermuntert haben. Erinnern wir uns, dass di« in Wiesbaden op-c-heinende Illustrierte „Weltbild“ in ihrer Ausgabe Nr. * vom 3. Februar 1961 über eine in Aussicht genommene Beförderung des damaliger, Ooerregierungsrates Globke zum Ministerialrat ein Dokument veröffentlichte. Es handelt sich um einen Brief des ehemaligen NS-Reichsinnenministera Frick vom 25. April 1938 an den ,,Stellvertreter des Führers“ Rudolf Hess. In dem Schreiben heisst es unter Ziffer 3: „Obdrregierungsrat Dr. Globke gehört zu den befä higsten und tüchtigsten Beamten meines Ministeriums. In ganz hervorragendem Mfßse ist er an dem Zustandekommen der nachstehenden Gesetze beteiligt gewe sen: a) des Gesetzes zum Schutz des deutschen BIr-tes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935 (RGBl. I S. 1146), b) des Gesetzes zum Schutze der Erbge»3undh:it des deutschen Volkes (Erbgesundheitsgesetz vom 18. 10. 1935 (RGBl. I S. 1246), c) des Personenstandsgesetzes vom 3. 11 1937 (RG¬ Bl. I S. 1146), d) des Gesetzes zur Aenderung der Familiennamen vom 5. 1. 1938 (RGBl. I 9). Globke nicht den Beweis antreten konnte, dass er an den Gesetzen nicht miigearbeitet habe. Das Landgericht in Wiesbaden hat also gegen Globke entschieden...“ IV. Er wusste es „Er war bei Seyss-Inquart im Haag, bei Bürckel in Metz, bei Wagner in Strassburg, bei Förster in Danzig, bei Neurath und Karl Hermann Frank in Prag, in Paris, bei Antonescu in Buka S. 1 reet und bei Tiso, Mach und Karmasin in Pressburg. Das Er gibt den Kampf auf von HORST WINCKLER Ausserdem verdient seine > sind nur einige dieser Rei- Miiarbeit bei der Wiederver-, sen. Ueberall, wo dieser einigung Oesterreichs mit: Koreferent für Judenfragen dem Deutschen Reich anermit dem SS-Obergruppen- Dr. ABO FREY GADO PUEYRREDON 1' izu. 2190 oacbm. 16—19 IJhr Neue Tel Nr.: 80-6930 REAL PENI * Füllhalter ♦ REPARATUREN $ Spezialgeschält X CORRIENTES 569 x T. E. 49-5850 ^4 4 #♦♦ ♦ 4 ♦ 4 »44« ♦ ♦ 444 ♦ ♦ ♦ 44-44 444 4 ^^4 ♦ ♦ t Jaime Liebling : S. A. X SPERRHOELZER * HOELZER : DIAZ VELEZ 5224 X Tel.: 89 -9349. 33-9305 kennend bervorgehoben zu werden... Bei seiner seit der Machtergreifung der NSDAP bewiesenen Loyalität und steten Einsatzbereitschaft halte ich eß aber dringend erforderlich, ihm durch die Beförderung zum Ministerialrat eine Anerkennung für seine ganz vorzüglichen Leistungen zuteil werden zu lassen .. “ Unter dieses Dokument schrieb „Weltbild“: „Dieses Dokument enthält nach Auskunft eines Bonner Regie I rungssprechero nichts, was! nicht schon seit längerer ' Zeit bekannt wäre. Im Ge-! gensatz zu den bisherigen i Aeusserungen Globkes heisst j das also, daso von ihm oun- : mehr auch die Mitautorenschaft an den Nürnberger Gesetzen nicht mehr bestritten wird.“ Die „Welt" schrieb am 28. 1. 1961: „Das Landgericht Wiesbaden hat es... ,aus mehreren rechtlichen Grün den* abgelehnt, eine von Globke gegen eine in Wiesbaden erscheinende Illustrierte (Anm. „Weltbild“) beantragte einstweilige Ver fügung zu erlassen. Globke hatte beantragt, der Illustrierten aufzutragen, jede Veröffentlichung zu unter lassen, die den Eindruck erwecken könnte, dass er — Globke — beim Zustandekommen der sogenannten .Nürnberger Gesetze*, insbesondere des .Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der Ehre* aus dem Jahre 1935 mitgearbeitet habe.“ Dass der einstweiligen Verfügung nicht stattgegeben wurde, besagt doch wohl, dass Staatssekretär PR0PIEDADES FRANKENBERG g. R L. OeräT Sie Kostenlos und lnverbindlicb oeim Kauf oder Verkauf vod GES» HAEFTEN WOHNUNGEN H4EUSERM FIRRF.Y DEL PINO 2262 T. E. 73 7887 ÜEBERSETZUNGEN Alle Sprachen — Beschallung v. Urkunden LAURA THIEBERGER DE STEINHÄUSER Traductora Pública Belprano: Obligado 1906 6* B — Te!. 76-8797 Stadt: Suipaeha 472 4? of. 413 (vormittags) führer Stuckart erschien, soll natürlich von Juden — ausser in Strassburg, wofür ein Dokument vorliegt, aas ist Pech! — nie gesprochen worden sein und soll das Reichsinnenministerium nur als Hort und Hüter der Jo den in Erscheinung getreten sein. Aber alle Welt weiss, dass ven diesen Plätzen aus und nach diesen Bespre chungen sich die Blutspuren der gemarterten und gemordeten Juden in die Vernichtungslager nach Auschwitz und Maidanek zogen. Und Herr Dr. Globke wusste um diese Greuel...!“ (Dr. Arndt am 12. Juli 1950 im Bundestag) „Es ist uns unbekannt, dars durch irgendwelche Kommentare zu den Nürnberger Rassengesetzen je jüdische Menschenleben gerettet worden sind. Bekamt ist uns dagegen wohl, dass diese Gesetze zum verbrecherischen Mord an sechs Millionen Männern, Frauen und Kindern geführt haben. („Berliner Allgemeine Zeitmg der Juden in Deutschland“, vom 8. Juni 1951) Dass Globke gewusst hat, welches Schicksal die Juden gefunden haben, kann und wird er nicht leugnen. Dass er zusammen mit dem spä teren Staatssekretär Dr. Wilhelm Stuckart den fraglichen Kommentar zum „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ und des „Gesetzes zum Schutz der Erbgesundheit des deutschen Volkes“ geschrieben hat, ist ebenso wenig abzustreiten, wie die Tatsache, dass er beinahe während der ganzen Der Würzburger Nervenarzt Dr. Elmar Herterich i der durch seine '.um Teil er folgreichen Anzeigen gegen hohe Würzburger Justizbeamte wegen deren politischer Vergangenheit während des Dritten Reiches be kannt geworden ist, hat in einer Erklärung das Ende seines Kampfes gegen politisch belastete Rich'.er und Staatsanwälte angekündigt. In einem Schreiben, das er kurz vor seiner Abreise nach Ungarn an Journalisten verschickte, vertritt Herterich die Auffassung, dass er seinen Kampf in Wurzburg nicht gewinnen könne. Herterich weist dar auf hin, dass sich zwar für ihn, aber nicht für die von ihm angezeigten hoben Per sönlichkeiten in Würzburg Kläger und Richter gefunden hätten. Dr. Herterich war in einer Berufungsverhandlung von einer Strafkammer des Landgerichts WürZburg wegen Verleumdung und übler bei Tokay. Dr. Herterich Nachrede zu zehn Wochen Gefängnis verurteilt worden. Vor kurzem reiste er mit seiner Familie nach Ungarn. Während er selbst dort einen Urlaub verbringen will, soll seine Familie bis auf weiterem in Ungarn bleiben. ..Wichtiger als die Reinigung einer korrupten Justiz muss mir doch bleiben, dass meine Familie etwas zu essen hat und etwas anzuziehen“. heisst es in der Erklärung des Mediziner,;; gegen den sich in letzter Zeit die anonymen Morddrohungen gehäuft hatten. Herterich JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE V1A.WONTE 2037. 4>. B. 46 1716 und 48-2 U4 JUDITH? SCHENKOLEWSKI!; ■¡ KUl TUSSTICKEREIEN } \ Schahbosderken Ta ilsj- > Deutet Käppchen - Maz- J : zot-Tascnec Hand- und' ¡ Masi hicensticker von ¡ Bet» und Tiscnwascoe;.; Dt. P. I. RIVERA 2585 j (fr Bebedero) T. E. 73-9155! ConfiLería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. 760286 CONDEJ 73-1049 i £WV%V\»WVWVWWWWV^ - MOHEL N. PLAKSIN ' Superí 2719 I. E. 76-6784 u. 76-2S12 gab an, der Würzburger Rechtsanwalt Vocke habe gegen seine Frau wegen einer Kostenschuld von ganzen 51 Mark einen Haftbefehl beantragt. Wie berichtet, war Frau Herterich schon einmal inhaftiert wor den, weil sie eine Kostenschuld von 237 Mark nicht bezahlen konnte und den Offenbarungseid verweigerte. Katalin Herterich, die Frau des 36jährigen Arztes, i ißt eine gebürtige Ungarin. I Ihre Eltern leben in Balsa will seine Familie so lange bei seinen Schwiegereltern lassen, bis er nach Schweden auswandert. Den Zeitpunkt seiner Auswanderung bezeichnete er als noch unbestimmt. Der Leidensweg dieses Würzburger Arztes ist kein Ruhmesblatt in der Nachkriegsgeschichte der Deutschen Bundesrepublik. Warum sträuben sich die ,inter essierten* Kreise. Klarheit zu cchaffen und greifen denjenigen an, der den Mut hatte, auf bedauerliche Missstände hinzuweisen? Diejenigen, die ihre trostlose Vergangenheit zu verschleiern haben, erscheinen schon wieder als die Stärkeren. Man sollte an dieses Kapitel nicht vergessen. Vielleicht findet sich doch ein Ankläger, der die Behauptungen des Würz- LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V ^rantwortlich: Or. Hardi Swarsensky PueyrredAn 2190. ls izq. T. E. 83-2813 80 6930 Abono-Pretse: Argentinien. * 100 — pro Quartal Ausland * 600 — Jährl Hitlerzeit Sachreferent in der zuständigen Abteilung des Reichsinnenministeriums gewesen ist. die jene Schandgesetze fabrizierte. Um aber unser Urteil einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen, werden wir in einem folgenden Artikel zu nächst eine Pressestimme zu Worte kommen lasten, die Globke verteidigt und dann nach Prüfung einiger, uns zugänglicher Dokument-3 noch einmal unsere Auffassung zusammenfassen. — (Wird fortgesetzt) Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 /WWWWMWWWW Dr. B. Schwanz f ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 ♦ RAYOS X X PARADENTOSE t TELE F. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN KELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sich an Livia Neaman» Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr Budget-Ueberschuss Jerusalem. — Die Regierung hat das Fiskaljahr 1962/63 mit einem Budget- Ueberschuss von 100 Millionen IL abgeschlossen. Wie bekamt gegeben wurde, war es auch das erste Jahr in der Geschichte dee Landes, in dem keine Zusatzposten im Budget notwendig waren. (ITA) Jüdische Schulen in Brasilien Rio de Janeiro. — Wie Mosche Relnik, der Präsi dent der Kultur-Abteilung der Zionistischen Föderation Brasiliens mitteilt, besuchen 8.450 jüdische Kinder die 43 jüdischen Schulen im Lande. (ITA) burger Arztes einer so ernsten Prüfung unterzieht, wie sie offensichtlich notwendig wäre. — KINDERARZT Dt. SAMUEL CORN MEDICO DEL HOSPITAL DE NIÑOS VIER. LORETO 1756, 2? SPRECHZEITEN T. E.: 93-0459 Montag, Mittw., Freitag 73-7661 von 15—20 Uhr 1 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN 1 M Hl § MEDICO S M a» § Cardiología — Hospital Fernández 5 «0 M 3 Radio X — Durchfeuchtung — Electrocardiogramme ■ a m 5 CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 | «I M «r « 3 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr g ■ Sonnabend: 14—16 Uhr 5 'i B * 3 VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. Vereinbarung ¡ör. BENJAMIN LIPNIZKYg 3 ZAHNARZT S “ ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- 3 3 HANDLUNG MIT GA3BETAEUBUNG — REGUg S LISRUNG DER ZAHNSTELLÖNG 3 S Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag - Sonnabend 3 3 nach vorheriger Vereinbarung. 3; [OSE HERN ANDEZ 2518 T. E 7g-«*rj und 73-asoo 3 iiHHmMiHiiiminmHiiiiniuiniinmimiHinnnn!1 Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darinkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag. Dienstag, Mittwoch «. Freitag von 15—M Uhr; Ea wird gebeten, »eh vorbei telefonisch anaumekten ,, SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542!

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