Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2022 (26.7.1963)
- Date
- 1963-07-26
- Page
- [Seite 6] (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Begegnungen und Gespraeche I ITFR ATI IR iCHLUSSBETR ACHTUNG) ERLEBNISSE UND ERKENNTNISSE EINER REISE tätig. Wahrend zum Bezirk A W Jl V (SCHLUSSBETRACHTUNG) H. Sw.: — Mit den folgen den Zeilen soll dieser Reisebericht abgeschlossen werden. Wie olt hört man die Redensart, „Ich könnte ein Buch schreiben“ wenn jemand von einer Reise zurückkehrt oder andere in feressante oder erregende Erlebnisee gehabt hat. Da ich nicht die Absicht habe, ein Buch zu schreiben, werde ich also mit diesem letzten Artikel den Bericht über eine Reise _,b.=chliessen. die Gelegenheit zu vielen Erlebnissen und Erkenntnissen geboten hat. Hier wurden ernste Themen angeschnitten und Fragen behandelt, die in uns Juden unendli chen Schmerz und Trauer auslösen. Fragen, die unser Schicksal bedeuten, die unserem Leben die entscheidende Wende gaben und nicht nur unserem Leben. Menschen. Städte, Landschaften, riefen die Erinnerung wach an Kindheit und Schule, an die Jahre des Studiums und der unbeeehwerten Jugend, aber auch an Kampf, an Hass, an Verfolgung. Obwohl hier zehn lange Berichte veröffentlicht wurden, konnten sie nur einen Teilausschnitt aus dem Gesehenen und Gehörten bilden sicherlich sub jektiv betrachtet, sicherlich subjektiv ausgewählt, wie sie dem .Interessengebiet und der Weltanschauung des Berichterstatters entsprechen. Dennoch war ich bemüht, das Gesehene und Gehörte in winer objektiven Form darzustellen, wie ich die Aufgabe aufgefasst habe, die mir von denen gestellt worden ist, die mich einluden, und von denen, in deren Einvernehmen ich reiste. Rückblickend muss ich sagen, dass es keine einheitlich? Meinung über das Deutschland von heute geben kann. Vielleicht mag cs gewagt sein, das Schiller- Urteil über Wallenstoin auf ein Land anzuwerden: „Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt. — schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“. — Dass das heutige Bild über das neue Deutschland bereits ,schwankend* geworden ißt. zeigt den Fortschritt: denn noch wenige Jahre zuvor kennte das Urteil nicht schwankend, sondern nur eindeutig negativ sein. — Aber selbst dann, wenn man alle jene aufstrebenden Kräfte berücksichtigt, die mit der schrecklichen Vergangenheit gebrochen haben und die darum bemüht sind, ein freies und demokratisches Land auf zubauen ist jede Zurückhaltung bei der Urteüobildung geboten, weil die destruktiven Erscheinungen nicht vollends verschwunden sind, die Tendenzen von einst nicht vollends ausgeschaltet wurden und die Vergangenheit durchaus nicht bewältigt worden ist. — Wenn ich über Begegnungen mit einzelnen berichte, so kann ich nur einige herausgreifen. Zunächst möeh te ich den unentwegten Vorkämpfer für den „Frieden mit Israel“, den ehemaligen Hamburger Senator Erich Liith erwähnen, dessen offenes Herz und freier Sinn ihn aus der Masse selbst derer heraushebsn die mit einer inneren Empörung das den Juden geschehene Unrecht nicht nur als Schande, son dern als Schuld empfinden. Lüth iiit einer der ganz we nigen. die unermüdlich in Wort und Schrift auch heute noch mahnen und im wahren Wortsinne gutzumachen versuchen. was geschehen ist. Im Gegensatz zu anderen, die sich gute Demokraten nennen, glaubt er nicht, dass es eine ,Sühne ohne Ende* wäre, wollte man die deutsche Schande nicht vergessen; er ■•uft seine Lar.cßleute auf. jede aus dieser Vergangenheit sieh ergeben de Verpflichtung — u:d keinesfalls nur materielle — zu übernehmen. Dass er beinahe zu einem Rufer in d?r Wiiste geworden ist, muss bedenklich stimmen. — Dass es ein Kreis öffentlicher Ankläger (Staatsanwälte) ist, der in sich die moralische Pflicht empfin det. das Recht wiederherzustellen, wurde in Einzelheiten von mir geschildert. Männer wie Bauer, Krüger, Grossmann und vor allem Schuel-e mit seinem Mitarbeiteiistab sind Persönlichkeiten, die durch ihre Arbeit und durch die Lauterkeit ihrer Gesinnung praktisch dazu beitragen, das geschändete Antlitz der Menschheit wiederherzustellen. — Nur wenige Worte über die ganz offiziellen Bsgegnu'.gen, die lehrreich und interessant gewesen sind. liier will ich i.i «roter Linie den Vortragenden Lcgaticnsrat Erster Klasse, Herrn Dr. Sim-on, den persönlichen Referenten des deutschen Aussenministers Dr. Gerhard Schröder erwähnen. Beide Herren habe ich in Buenos Aires kennen gelernt. Der Außenminister war nicht in Bonn. Mit Dr. Simon hatte ich eine lange Unterhaltung über viele Fragen, die ich hier im einzelnen nicht wie- ¿ergeben kann. Jedenfalls war die Einladung, meinen Namen ins Goldne Buch des Aussenm'nisteriums einzutragen. eine Ehrung, die ich zu schätzen weiss. — Es folgten Besprechungen mit Dezernenten im Außenministerium (Frage Bundesrepublik und Deutschland) und im Wirtschaftsministerium (Beziehungen zu Lateinamerika) sowie mit anderen Stellen. Ueber die Unterhaltung mit dem Vorsitzenden des parlamentarischen Ausschuß ses für die Wiedergutmachung. Herrn Rechtsanwalt Martin Hirsch, ist von mir bereits ausführlich berichtet werden. In all diesen Amtsstellen tnd denen, die ANLAESSLICH DE3 150. JAHRESTAGES SEIT DEM JUDENEDIXT VOM 10. JUNI 1813. dem Beginn der Emanzipation des bayerischen Judentums. erscheint in Kürze im Dr. Olzog-Verlag tvorm. Isar Verlag) München und Wien das Werk von: STEFAN Juden in Bayern SCHWARZ: im Wandel der Zeiten mit einem Vorwort des bayerischen Ministerpräsidenten ALFONS GOPPEL. Es ist ein Buch, welches die Geßchichte der Juden in Bayern aufgrund bis jetzt unveröffentlichten Ak tenmaterials schildert. Namhafte Professoren und Historiker schreiben nach Ueberprüfung des Manuskripts: „Schwarz kann Anspruch darauf erheben, die erste erschöpfende Gestaltung das Judenedikts geschaffen zu haben“. — „Das Buch verdient ein Standardwerk zur Geschichte der Juden in Bayern zu werden. , Das Werk ist nicht nur lesenswert, sondern auch zum Nachdenken anregend.“ „Das Werk verdient die weiteste Verbreitung.“ ich hier aus technischen Gründen nicht erwähnen kann, bin ich mit grosser Liebenswürdigkeit und Bereitschaft empfangen wor-, den, um Antwort auf meine nicht immer einfachen und angenehmen Fragen zu erhalten. — Beim Axel Springer Ver lag in Hamburg hatte ich Gelegenheit, mit einem der leitenden Herren dieses Mammut-Betriebes zu sprechen, dessen freimütige Rede angenehm war, der Kri tik übte und Licht wie Schatten ven einander zu trennen verstand. Dort traf ich den Literaturhistoriker Willy Haas, einen Geist sprühenden, ungewöhnlich klugen Schriftsteller des alten Prager Kreises, zu dem u. a. Max Brod und Franz Werfel gehörten. Was er zu berichten hatte. war nicht nur interessant, sondern spannend. Er schenkte mir seine Autobiographie „Die literarische Welt“, ein Buch voller Erinnerungen an Zeiten, die so lange entschwun d-en sind, obwohl er und wir sie doch selbst erlebt haben. — Selbstverständlich nahm ich Kontakt mit einigen der führenden Männer des heutigen jüdischen Lebens in Deutschland. Der Vorstand der Berliner Jüdischen Ge meinde hatte mich eingeladen, sodass ich Gelegenheit hatte, mit meinem alten Bekannten Heina Galinski, dem Vorsitzenden dieser einst so blühenden Gemeinde zu sprechen. Man muss die- Tatkraft und den Mut bewundern, mit denen Galir.ski an seine schwierige und — undankbare — Aufgabe heranging. auf den Trümmern von einst neues Leben schaffen zu wollen. Ich sprach mit Jeanette W’olff, einer wunderbaren Frau, die Mitglied des Bundestages gewesen ist, jetzt aber mit Rücksicht auf ihre jüdischen Aufgaben (und auf ihr hoheo Alter) ihren Sitz als Abgeordnete aufgegeben hat Sie erzählt mir ihr eigenes schweres Verfolgungsschick sai, sie berichtet erschütternd vom Tode ihrer Angehörigen, sie schildert die grossen Aufgaben, vor allem auf sozialem Gebiet, dig sie erfüllt. — Natürlich stattete ich auch der „Allgemeinen Zeitung der Juden in Deutschland“ mit Sitz in Düsseldorf einen — leider nur sehr kurzen — Besuch ab. Der Herausgeber Karl Marx war nicht anwesend, da er aus gesundheitlichen Gründen meist zurückgezogen im Schwarzwald lebt. Sein Vertreter Hermann Lewy spricht über die Probleme, denen die Juden in Deutschland gegenüberstehen, klar und ruhig in einem besondere angenehmen Gespräch zwischen zwei Menschen, deren Kommen und Wirken, deren Standorte und Meinungen mitunter weit auseinnndergehen, und deren Hoffnungen und Tätigkeiten doch der gleichen Sache dienen. In Hamburg und in Stuttgart traf ich auch die Rabbiner, die d„rt hsute wirken, und ¿ie beide den Titel .Landesrabbiner* führen. Herrn Dr. Gruencwald und Dr. Bloch. Der Hamburger Grünewald, der aus Israel kam, ist ein junger Mann, der sich auf einem isolierten Posten fühlt. Dass er den Mut zur Wahrheit hatte und er klärte, dass nach seiner Auffassung die Juden in Deutschland keine Zukunft haben, wurde ihm übelgenommen. sehr zu Unrecht, denn es ist die Wahrheit und jeder Mensch hat ausserdem das Recht zur freien Meinungsäusserung was häufig übersehen wird. Dr. Bloch, der gerade seinen 60. Geburtstag feierte, war schon im vorhitleristischen Deutschland als Rabbiner tätig. Während zum Bezirk von Rabb. Grutnewald 1.500 Juden in Hamburg, 400 in Hannover und 200 in Lübeck und anderen kleinen Plät zen, insgesamt also 2.100 Seelen (nicht Familien) zählen, gibt es in Württemberg-Hohenzollern. wie das Amtsbereich des Herrn Dr. Bloch offiziell heisst, nach seinen Angaben 700 Seelen plus ein oder zwei Personen in Hohenzollern. Die Synagogen, die wieder aufgebaut wurden, sind schön, gross und eindrucks voll. Die Berliner Synagoge Fasanenstrasse bildet nur einen Teil des vom Berliner Senat aufgebauten Gemeindehauses. eines der schönsten, die es überhaupt gibt. Die Synagogen in Köln (sehr gross), in Stuttgart und Hamburg, um nur einige zu nennen, sind würdige Got tes- und Gemeindehäuser mit einer Wochentagssynagege, mit Schulräumen, Sälen und vielen Ncb.nräumen, aber «ie stehen meist leer. Selbst in Düsseldorf ist es schwer den Fraitag- Abendgottesdienst abzuhalten, wie mir berichtet wird. Dies gilt natürlich in verstärktem Mass von den vielen kleinen Synagogen, die in Städten aufgebaut worden sind, in denen es sehr wenige Juden gibt, wie Bremen, Münster usw. Gerade über dieses Kapitei gäbe es noch manches zu berichten und noch mehr zu diskutieren ., In München hatte ich eine mir sehr interessante Be gegnung mit dem Verleger Helmut Kindler und seiner Frau, die mir ganz neue Aspekte der Betrachtung aller Problems, die mich beschäftigten. eröffneten. Hier treffe ich zwei ungewöhnlich gebildete und kultivierte Menschen mit festen Kriterien, zwei Menschen, die wirklich nicht mitgemacht haben, die keine Mitläufer, sendern echte Rebellen gegen die Unmenschlichkeit gewesen sind. Voi dar Aera Hitler Dramaturg, der auch mit einer Reihe journalistischer Beiträge liervcrtrat (u. a. Artikel im Berliner Tageblatt und der Frankfurter Zeitung veröffentlichte), gehörte Kindler während der Nazizeit einer Berliner Widerstanasgr’jppe an, wurde 1943 von der Gestapo in Haft genommen 1944 vor den Volksgerichtshof gebracht und 1945 befreit. Im gleichen Jahr erhält Helmut Kindler — gemeinsam mit Heinz Ullstein — eine amerikanische Lizenz für einen Zeitschriftenvarlag, der heu te zu den grössten zählt (u. a. Revue mit 1.500.009 Exemplaren Auflage). 1951 wird ein Buchverlag angegliedert. In allen seinen Unternehmungen ißt Kindler und seine Frau, die seine engste Mitarbeiterin ist. seiner Linie treu geblieben. Man hat ihn nicht gern. Als er die Autobiographie Ilja Ehrenburgs herausgibt, wird er vor allem zur Zielschei be rechtsradikaler Kreise, die eine Hetze gegen ihn beginnen. Es gehört eben auch im heutigen Deutschland Mut dazu, ein unbedingter .humanistischer Demokrat* zu sdn. — (Im Kindler-Verlag erschien auch der „Exodus“). — Berlin ist (und blieb) die Stadt der Theater und der Antiquariate. Da ich ver schieden« Bücher suchte, die man nirgends bekommen kann, ging ich in eine der alten Buchhandlungen, die in erster Linie Antiquariat sind. Ich wollte die Judaica sehen, die man mir bereitwilligst zeigte. Bevor ich die Leiter hinaufstieg, Sinnbild des Nation* Nicht weniger als fünf Male, so erzählt die Ueberlieferung, brachen am 9. Tage des Monats Aw traurige Ereignisse über das jüdische Volk und das jüdische Land herein: Es sei ein 9. Aw gewesen, an dem über das aus Mizrajim befreite Volk jene Strafe verhängt wurde, nach der nicht die aus Aegypten selbst Herausgezogenen, mit zwei Ausnahmen, das Land der Verheirsung würden betreten dürfen, sondern nur das in der Wüste geborene Geschlecht. Es war ferner ein 9. Aw im Unheilsjahre 586 (vor der tibi. Zeitrech.), als der salomonische Tem pel in Flammen aufging, nachdem sich der babylonische König Nabukadnezar Jerusalems bemächtigt und damit der nationalen Unabhängigkeit des ersten jiidisch'n Staates ein Ende bereitet hatte. Und abermals ist es ein 9. Aw gewesen, im Jahre 70 (n.dü:Z.). als der zweite Tempel zerstört wurde und damit Zicn und Jerusalem der Weltmacht Rom zum Opfer fielen. Die einstige Grösse war dahingesunken, und Titus, der Eroberer, durfte über da« ohnmächtige Judäa triumphieren. Doch Splitter des Volkes hatten damals den Freiheitskampf fortgesetzt, und wiederum gab es einen Zusammenbruch: Am Tage des Verhängnisscß, am 9. Aw im Jahre 135 (n.d.ü Z.), kapitulierte die Festung Betar, und der heldenhafte Bar Kochba-Aufstand war zuende. Die Tradition fügt hinzu, dass, um das Mass des Schmerzes zu vervollständigen, das Volk habe mitarxehen müssen, wie an einem 9. Aw die Umwandlung Jerusalems uni des Tempelplatzes auf Morijah in ein Ackerfeld vor sich gegangen wäre. Diesen Katastrophen der biblischen und nachbibli sehen Epoche fügt sich der traurige 9, Aw des Jahres 1492 an, an welchem die Juden Spaniens nach anderthalb Jahrtausenden jüdischer Geschichte in diesem Lande, seelisch zerbrochen, den Weg in die unbekannte Fremde antreten mussten. Und vielleicht war es k:in blosser Zufall, das in der neueren Menschhcits - Ge- Es TI SCH A BE’AW — HohsAnitt aus d Birkat Hamason aus km Jahre 1 schichte ein sehr folgenschweres Ereignis auf einen Tischa beaw fiel: Der Kriegsausbruch. Sonntag. 2. August 1914. erfolgte an diesem Tage. Von ihm ausgehend wurde das jüdische Volk im Laufe der Entwicklung von einer ganzen Kette unsäglicher Leiden heimgesucht, die sich über rund vier Jahrzehnte erstrecken sollten. Das religiöse Genie des jüdischen Volkes wusste etets, in Stunden der Freude und in solchen der Trauer, das richtige M_ass zu finden. Mit der gebotenen Trauer um Zion und Jerusalem verband sich zu allen Zeiten der Schmerz um die Millionen des Volkes, die im Ablauf von fast zweitausendjähriger Galutgeschichte als Märtyrer für „Kiddusch Haschern“, für die Heiligung deo göttlichen Namens und die Ehre des jüdischen Volkes ihr Leben hatten lassen müssen. Sie alle, die Märtyrer von Jahrhunderten, in jedem Zeitalter und in jedem Lande, sind in den nationalen Schmerz eingesclilossen, und Sirne ist es gleic! die jüdische Eins einelnen jüdisc seta gewesen nichts unterstre ehr diese Auffa: re: grossen Ge die Tatsache, da EU verlangte ich ein Exemplar von Alfred Rosenbergo „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“. Man rief den Chef, einen älteren Herrn, der mir eröffnete, dass er ein Exemplar habe, es aber nicht verkaufen dürfe, da .die Verbreitung nationalsozialistischer Literatur* verboten sei. Mein Begleiter war ein wenig aufgebracht, erklärte, wer ich sei usw. Aber der alte Herr blieb fest. Also ging ich zu den Judaica. Wie erstaunt war ich. inmitten eines Riesenschatzes von vielen Tausenden alter Bü eher aus allen Wissensgebieten die Abteilung Judaica zu sehen, die vielleicht aus 10 bis 15 Büchern und Broschüren bestand, darunter einen der drei Bände der kleinen Grätzschen Jüdischen Geschichte. Die mei sten der als Judaica angebotenen Bücher waren die übelsten Hetzschriften gegen die Juden wie di« „Weisen von Zion“ u. a., die ich sämtlich kaufte, um sie ,aus dem Verkehr* zu ziehen. Der Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Chef erwartete mich, bodauerte nochmals, dare er mir das gewünschte Buch nicht verkaufen könne Ich fragte ihn, ob der Verkauf der Nazibibel an einen Juden wirklich Verbreitung nationalsozialistischer Literatur sei. Er dachte nach. Als ich ihm dann versicherte, dass Rosenberg mich nicht überzeugen würde, hatte ich das Buch .. Zum Schluss noch ein Wort des Dankes an die - Bundeopressestelle, an Inter-Nations und an meine Begleiter, junge Frauen und Männer, die mir bei meiner Suche nach Wahrheit und Erkenntnis behilflich gewesen sind. Sie gehören einer neuen Generation an. die hoffentlich ihr Gesicht als freie Menschen von demokratischer Gesinnung trotz aller nationalistischen Tendenzen und trotz der keineswegs bewältigten Vergangenheit bewahren werden. Ich kann sagen, daes wenigstens diejenigen, mit denen ich Kontakt aufnehmen konnte, von Vorurteilen frei sind. Insoweit dürfte man trotz aller Vorbehalte berechtigt sein, von einer neuen Jugend zu sprechen, die so ganz anders ist als diejenige, mit der wir zusammen gross geworden eind. — (Schluss) Inst Hoferricl ehu, erschienen le- Ausser dem Kr'er »schrie beieht über Beri die Ausgabe übe ernhiit, die di stidt zeigt di» ■ ab erfahren häb "bene Sradt d urd der Theater deseiäne Autos inaktiven Tex die Geschiente uni!uri einer Stadt. in! irischen L< gnsse Sofie gespi fifrei Kantoron Tagebuch •k-äer-Vedas 1SR _ laguSi'" c ÄoraSni SP geschieh "'«ter j ■■reitau »nnabe] &n 26. H den Tarsehat Ha: fisi*» Parschat V. . Bail üieiisi?’d6n 5 Ä? fiooneroi fiïi<!’ s> 9,