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Jüdische Wochenschau · 1963-07-26 · 2022 (26.7.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2022 (26.7.1963)
Date
1963-07-26
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 26 de Juli» de 1963 LA SEMANA ISRAELITA A}~o XXIV. — No. 2G22 — 5 Ereignisse der Woche Escribano Abraham Maler Escribano Abraham Maler, der ein bekannter Notar und in jüdischen zionisti sehen Kreisen mitführend ist, hat eine Reise durch die lateinamerikanischen Länder angetreten, in deren Verlauf er Chile, Brasilien, Venezuela. Mexiko und andere zentralamerikanische Staaten besuchen und dort den Kontakt mit den jüdischen Ge meinden aufciehmen wird. Die Reise steht im Zusammenhang mit der Aktivität, welche die Gesellschaft MA- ON, die sich mit der Finanzierung des Kaufes von Eigentum und der Einrichtung von Industrien oder Handelsunternehmen in Israel befasst, in den genannten Ländern entwickelt. Bekanntlich ist es schon vielen Juden in Südamerika gelungen. durch die von der MA- ON gewährten Kredite ihre Alija nach Israel zu bewerkstelligen. Als Höhepunkt seiner Reise wird Escribano Maler Israel, besuchen, um dort über die Erfolge der genannten Finanzgesellschaft zu berichten, die schon heute in Lateinamerika einen guten Ruf geniesst. Bei dieser Gelegenheit wird er auch mit dem Direktorium der Foreign Trade Bank, die die Operationen der MAON fördert und garantiert, konfe-, rieren. Wichtige CENTRA-Besprechung C. W.: — Am 18. Juli trafen sich die argentinischen Centra-Delegierten mit den Mitgliedern des Präsidiums, die aus Montevideo gekommen waren, den Herren Hirschfeld, Leschnitzer und Rabb. Dr. Winter zu einer Beratung über aktuelle Fragen in den Räumen der Gemeinde ,,Culto Israelita de Belgrano“. Zur Diskussion stand u. a. ein Vorschlag des Londoner Councils bezüglich eines würdigen Gedenkens der 25. Wiederkehr der „Kristallnacht“, des 10. November 1938. Man kam darin überein, allen Mitgliedern zu empfehlen, sich dieses Tages in geeigneter Weise zu erinnern und den Fei ern einen entsprechenden äusseren Rahmen zu geben. Eine Diskussion über die von der „Centra“ geförderte Jugendarbeit ergab u. a. die allgemeine Anerkennung der von dem Schalich aus Israel. Mosche Amiran, durchgeführte Tätigkeit, die aber in etwa sechs Monaten zuende gehe, sodare rechtzeitig für einen Ersatz gesorgt werden müsste. besucht werde. Durch das Ausscheiden des dritten Partners (neben „United Synagogue“ und „Centra“», der Congregación, ist eine Lücke in der Finanzierung entstanden, und man hofft, dass dieses fehlende Drittel innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate durch die Opferbereitschaft von Menschen aus dem grossen argentinischen Jischuw, insbesondere aus Kreisen der neuen Gemeinde „Bet El“, aufgebracht werden wird. Für unsere argentinischen Centramitglieder werde eine Erhöhung des Anteils gegenüber dem Vorjahre vcu etwa 30 Prozent erforderlich sein. Eine Unterstützung von Seiten der AMIA stünde in Aussicht. Wiederum werde demnächst Prof. Simon Siegel aus New York als Gastdozent mitwirken. In diesem Kulturaustausch Schliesslich ergab sich eine grössere Diskussion über Kulturaustausch in Verbindung mit dem Besuch von Manfred George im kommenden August. Die Reisen der Herren Rabbiner Harf, Hirsch, Loewo;st;in und Winter in die verschiedensten Gemeinden des Kontinents zeitigten sehr gute Re sultate; der Anwesenheit von Manfred George in Buenos Aires in der Zeit vom 11. bis 18. August, wird allerseits grosses Interesse entgegengebracht; über die Einzelheiten hinsichtlich der Veranstaltungen wird eine kleine Kommission das Nötige vorbereiten. Für 1964 und den 4. Centra Kongress in Sao Paulo ist mit dem Besuch von Dr. Fritz Lachmann zu rechnen. Dagegen wird an eine Weiterführung Rabbiner-Seminar Besondere Aufmerksamkeit nahmen die Berichte über die Entwicklung des Rabbinerseminars in Anspruch, das heute von 14 Studenten in drei Klassen - JTÀ» Israels Schoenheitskoenigin: ein muselmanisches Maedchen. Zum ersten Mal vertritt eine Muselmanin Israel auf einer internationalen Schoenheitskonkurrenz. Zusammenhänge erwähnten die Herren Rabbiner die hervorragenden Leistungen der Dozenten. Schon an den diesjährigen Hohen Feiertagen könnten einige Seminaristen als Vorbeter und Prediger in Provinzgemeinden tätig sein. Die Tatsache, dass es gegenwärtig in Lateinamerika dreissig zu besetzende R abbin ats posten gäbe, zeige die ungeheure Bedeutung des sich gut entwickelnden Rabbinerseminars. Ein ernstes Problem bilde die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit ein eigenes Haus für seine Zwecke zu erwerben. JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 der unverbindlich eingeleiteten Verhandlungen über evtl. Besuche anderer hervorragender Persönlichkeiten, wie Prof. Alexander Altmanns und Dr. Max Grünewalds (USA) von Seiten der Centraleitung nicht gedacht. Vortrag Dr. Winter Rabbiner Dr. Fritz Winter (Montevideo), der zur Centra-Tagung nach Buenos Aires gekommen war, hielt im Auftrag der Centra einen Vortrag, der in den Räumen der NCI stattfand, deren Gemeiuderabbiner Harf die Anwesenden und die Gäste auß Montevideo begrüsste. Rabbiner Dr. Winter behandelte die Haltung, die von unseren Menschen der verschiedenen Lebensalter gegenüber den ewigen Fragen des Judentums eingenommen werden sollte. Schabbat-Feier C. W.: — Die ACIBA hat te die Gelegenheit einer erstmaligen Barmitzwafeier in ihrem neuen Heim mit dem damit verbundenen Schabbatvormittag - Gottesdienst dazu benutzt, um am gleichen Schabbat eine Freitagabend-Andacht durchzu führen. Diese war von mehr als 200 Personen besucht und verlief traditionsgemäss mit nur ganz wenigen liturgischen Kürzungen, die wegen der späteren Stunde erforderlich waren. In einer NACHRICHTEN AUS ISRAEL EXPORT VON KUEHEN Das staatliche Tierärztliche Institut von Persien wird in diesem Jahr 200 Kühe aus Israel für Kreuzungs verbuche einführen, um die minderwertigen persischen Rinderrassen zu veredeln. Dieser Schritt ist auf zwei Umstände zurückzuführen: erstens die günstige Aufnahme der beiden ersten, im Vorjahr erfolgten Sendungen von Kühen aus Israel, zusammen 30 Stück, und zweitens die an die Staaten des Mittleren Ostens gerichtete Empfehlung der Organisation für Nahrungsmittel und Landwirtschaft der Vereinten Nationen, sie mögen für die Veredelung des lokalen Rindviehs die israelische Kuh wählen, da. diese hier für am geeignetsten sei. ZITRUSERNTE Der Ertrag der Zitruspflanzungen in Israel belief sich dieße Saison auf 16 Millionen Kisten, von denen 12 Millionen für den Export bestimmt sind. Bisher wurden davon 7.600.000 Kisten zum Versand gebracht. Es ist bemerkenswert, dass der Ertrag der neugepflanzten Zitrusgärten die Schätzungen weit übertroffen hat. VERSTAERKTE BAUTAETIGKEIT Die Regierung Israels una die Jewish Hgency (Keren Hajessod) beschlossen den Bau von 2.500 Wohneinheiten für neue Einwanderer in Angriff zu nehmen und in den kommenden Monaten den Bau weiterer 2.500 Einheiten vorzubereiten. Dieser Beechluss wurde mit Rücksicht auf die in den letzten Monaten zu verzeichnende Steigerung des Tempos der Einwanderung gefasst. Heute befinden sich insgesamt 5.000 Wohneinheiten im Bau und man beabsichtigt, ihre Zahl im Laufe des Jahres auf 10.000 zu vergrößern. Zur Finanzierung dieser zu sätzlichen Bautätigkeit sind 50 bis 60 Millionen IL erforderlich. AUFLOESUNG EINER MAABARA Die Maabara (Uebergangslager für Einwanderer) von Charubit im Lachischgebiet wurde Mitte Mei endgültig aufgelöst, nachdem die Jew isch Agency den letzten dort Begrüssungsansprache wies Herr Manfredo Anßpach darauf hin, dass mit diesem Versuch nichts weiter getan werde, als die religiöse Ueberlieferung zu beleben. Nicht die familiäre Schabbatfeier abzuschaffen sei der Sinn, sondern dort, wo sie wirklich nicht mehr bestünde, den Familien Gelegenheit zu geben, nach ei nem Freitagabend-Spätgottesdienst noch in jüdischem Milieu ein wenig beisammen zu bleiben, um etwas von der wunderbaren Schabbatstimmung von einst spürbar zu machen. Kantor Ernesto Vogel trug die Schabbatgebete gemeinsam mit dem Kinderchor in seiner schlichten und würdigen Weise vor. Danach vernigte man sich zur Kaffeetafel, in deren Verlauf die bekannte jüdische Sängerin Raquel Zipriß hebräische und jiddische Lieder meisterhaft vortrug. Herr Gün ter Meyer erfreute die Anwesenden mit einer Darbietung auf dem Flüegl, und Herr Feldmann richtete herzliche Worte an den Barmitzwa Alfredo J. Schwarcz. Erfreulich war die Anwesenheit zahlreicher Jugendlicher und ferner die Tatsache, dass die grosse Mehrzahl der Besucher diese neuzeitliche und dabei absolut traditionelle Form der Freitagabendfeier dankbar be grüsst hatte. . _ BLICK IN DIE WELT von HAROLD SCHWARCZ In den Vereinten Nationen wurde ein neuer Verbuch gemacht, die Südafrikanische Union aus den UN auszuschliessen. Sicher ist, dass die Haltung der Südafrikaner in der Rassenfrage einen ständig wachsenden Widerstand der Afrikaner, Asiaten und anderer Länder auslöst. — In den letzten Tagen besuchte der £ra zösische Premierminister G. Pompidus die Türkei, um die freundschaftlichen Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern zu verstärken, was auch durch eine Serie neu.r Abkommen geschah. Das türkisch-französische Bud.iis ist bei der Haltung der beiden Länder zu Israel auch für den jüdischen Staat von einer beachtlichen Bedeutung. Der Tod des früheren englischen Kr.cgs- und Versor gungsminioters John Strachey hat die Erinnerung an dis Zeiten der .austerity“ wachgerufen. Ilja Ehrenburg, der vor Jahresfrist von Krutschew angegriffen wurde und offensichtlich in Ungnade gefallen war. nahm wieder an einer offiziellen Feierlichkeit teil, was bedeutet, dass ihm .verziehen“ sein dürfte. — Zwischen Westdeutschland und Jugoslawien fanden Verhandlungen über Wirtechaftsfragen urd Reparationen statt, die aber ven den Jugoslawen abgebrochen worden sind, weil auf deutscher Seite der gute Willen fehlen würde. — Einen umfassenden Bericht über die internationale Lage erstattete der Generalsekretär der UN, U Thant, der seinen Wunsch hervorhob. in einen eugeren Kontakt mit dem Papst treten zu wollen. — Nasser schickt Kohlten in den Himmel, in Syrien werden Rebellen im Standgerichtsverfahren erschossen, im Yemen probieren die Aegypter Waffen mit Giftgasen aus, in den mittelamerikanischen Staaten löst eine Revolte die andere ab, in Vietnam herrschen chaotische Zustände, Südafrika treibt die Rassen-Hasspolitik weiter, China droht... Wo bleiben die UN? verbliebenen Insassen. neue permanente Wohnungen an verschiedenen Orten im Lande zur Verfügung gestellt hat. Die im Jahre 1955 gegründete Maabara diente als erste Unterkunft für 470 Familien. die dann zum grössten Teil in den Gebieten von Lachisch und Adulam angesiedelt wurden. Heute gibt es im Lande noch insgesamt 50 Maaba rot, die von etwa 3.000 Familien, meist soziale Fälle, bewohnt werden. Auch diese Ma abarot werden liquidiert werden und ihre Insassen in ständige Wohnungen übersiedeln. 'OCH FRANKORQ DIE ERSTEN HAEUSER IN KARMIEL Das Wohnbauministerium wird in diesem Jahr 10 Millionen IL in der neuen Stadt Karmiel in Westgaliläa investieren, hiervon 6 Millionen für den Bau von Strassen und die Konstruktion der Wasserleitungs. und Kanalisationsanlagen und 4 Millio- ............. nen für den Bau der ersten 350 Wohneinheiten und ver schiedener öffentlicher Gebäude im Zentrum der neuen Stadt. 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