Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2022 (26.7.1963)
- Date
- 1963-07-26
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viem“6, 26 de Julio de 196!! LA SEMANA ISRAELITA Aß« XXIV. — No. 2622 MUSIK IN BUENOS AIRES Literarische DURCH DIE KONZERTSAELE i Instrumentation erfolgte für I Schlagzeug, Blaser - Kammerorches,er und Piano, Vor wenigen Jahren machi dessen schwieriger Part von le im gähnend leeivn Colón Yvonne Loriod hervorragend der Negerbariton McHenry gemeistert wurde. Der Er- Boatwright sein argentinisches Debut; vor wenigen Tagen besuchte uns dieser aussergewöhnliche Künstler wieder und abermals sang er vor klaffend leerem Saal. Unsere Musiksnobs wissen noch immer nicht, das Gute vom Sensationellen folg: Hochinteressant und völlig inkohärent. Frühbeck zeigte sein grosses Können nicht nur hierbei sondern auch in der 1. Symphonie (d-moll) von Gustav Mahler, die er gross angelegt und vom Orchester sauber sekundiert bot. Er ist ein zu unterscheiden. Boat j noch junger, disziplinierter, , äusserliche Effekte ver | schmähender, tief in die Materia eindringender Diri- I gent, der grossen Beifall | hatte. Einen völlig entgegenge- I setzten Eindruck hiiiterlieos j der andere, hier weilende I sps.ni.3che Orchesterleiter , Odón Alonso. Aeusserliche i überflüssige und o.'t lächer liehe Effekte suchend und produzierend, dirigierte der temperamentvolle Tänzerdirigent drei Konzerte mit dem Orchester von Radio Nacional. Wenn auch das enthusiastische und völlig kritiklose Publikum jener wund irvollen E urichtung. der LRA-Gratiskonzarte in der Rechtsfakultät, donnernde Applaus Salven abschoss, so darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Alonso lediglich bei den spanischen Tonschöpfern .Turina. ,.procesión del rocío“ iv.d Da Falla. ..Sombrero de los tres picos“ und ,,amor brujo“) einigen Ernst offenbar te, jedoch Tschaikovsky (Fünfte), Beethoven (Siebente). Mozart (Haffner- Symphonie) „Knall - Effek ten“ opferte. Einige Mühe gab er sich bei Werken von Rattenbach (Sinfonietta), García Morillo (Variacicnes Olímpicas) und Ginastera (Pampeana No. 3), während es bei Strawirvskys „Petrouschka“ zu bösen Entgleisungen kam. Mozarts Klavierkonzert KV. 488, Nr. 23 a dur. wurde von Lia Cimaglia Espinosa glanzvoll, aber vergeblich gegen den Orchesterleiter ankämpfend, interpretiert. vvright gehört in die erst Kategorie. Damals wie heute bestach der grosse Sänger durch ideale Tongebung, fülliges und geschultes Organ und fehlerlose Diktion während der Interpretation des viersprachigen Programms. Der Bariton ist nicht nur urmusikalisch sondern er weiss auch, was er singt; und so wurden die „Vier ersten Gesänge“ von Brahms angesichts des Todes geschrieben wie auch die drei Chansons „Don Quichotte a Dulcinee“ — von Maurice Ravel als Film-Musik für Chaljapine komponiert — zu Erlebnissen. Auf demselben Niveau bewegten sich Stradella, Bach, Lully die modernen Nordamerika ner Dello Joio. Copland. I Barber, und, last not least, I vier Negro-Spiritualß. dej ren spontaner Erfolg Boat-! wright zu mehreren Zuga- I Iben zwang. Der spanische Dirigent Ra j fael Frühbeck de Burgos j hatte mit dem Philharmonischen Orchester ein ausgezeichnetes Debüt. Zwei Erstaufführungen für hier: Die viersätzige „Partita (1958)“ seines Landsmanns Xavier de Montsalvadge positiv in rhythmischer Handhabung und negativ bezüglich Invention, und: „Oiseaux Exo tiejues“ von Olivier Meßsiaen. Der kürzlich nach Paris zurückgek.hrte Komponist hat versucht, — wir betrachten es als Experiment, welches er schon anderswo machte — die Stimmen exotischer Vögel mittels indischer und griechischer Metrik auf daß Pentagramm zu bannen. Die Notizen Prof. S. Levy 80 Jahre Professor Salomon Levy beging in London seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar war vor der Hitlerzeit Dozent für Mathematik und Physik am Mannheimer Polytechni kum. Zugleich war er Präsident der Jüdischen Gemeinde Mannheim. Als ihm. der über ein grosses Jüdi sches Wissen verfügte, der Status eines ..Ohower“ übertragen v. orden war, wurde er auch ehrenhalber Dajan. Nach dem Kriege beriet er Hunderte bei der Erlangung ihrer Restitutionsansprache. Orientalische Studien! Die bisherige Fakultät für; orientalißche Studien an der Hebräischen Universität hat ihren Namen geändert und heisst seit Beginn dieses Jahres Institut für asiatische und afrikanische Studien. Eß handelt sich dabei, wie der Leiter des Instituts, Professor Uriel Hed, auf einer Pressekonferenz in Jerusalem darlegte, um mehr als nur eine Namensänderung. Bis vor kurzem hat das ßeit 1926 bestehende InsLtut sich vor allem mit Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der islamischen Zivilisation, der Geschichte der mohammedanischen Länder und der arabischen, persischen und türkißchen Sprache und Literatur befasst. In den letzten Jahren wurden noch Kurse über die Religionen und philosophischen Richtungen in Indien und im Fernen Osten, moderne chinesische Geschichte, Geographie und moderne Geschichte Afrikas und die Kulturgeschichte Abessiniens hinzugefügt. Acht Absolventen des In- HABIMA: Eine Szene aus einer Generalprobe. stellt ein Scliijj dar. Das Buehnenbild stituts befinden sich im Aus- | I land, um ihre Studien zu | vervollkommnen. Sie sollen . | später in den Lehrkörper |; der Universität aufgenomj i men werden. Das Institut ] hält in diesen Jahren neben 1 seinen Mittelostlehrgängen noch elf Kurse für asiatische und zehn für afrikanische Studien ab. Für Londons Bürgermeister Ein goldenes Emblem der Stadt Jerusalem mit dem Löwen von Juda wurde dem Lord Mayor von London Sir Ralph Perring, von Rabbi S. Y. Cohen, einem Mitglied des Stadtrats von Jerusalem, überreicht. Jüdische Künstler stellen aus Die Juden in Los Angeles Curt B. M. Weissstein OLÄMENU TEL AVIV rr POB 3002 ISRAEL « NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES | Prof. Dr. H. Sternberg : ♦ Zur Geschichte der Juden in Czernowitz Kart. 3.— « Kart. 2 — Reich illustriert Prof. Kamilo Landmann: Israel und die Juden der Welt SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG; GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Los Angeles ist mit seinen 450.000 Juden die zweitgrösste jüdische Gemeinde Amerikas und hat damit Chicago überflügelt. Die Stadt hat bereitß sieben Millionen Einwohner. Der Staat Kalifornien mit den Städten Los Angeles und San Francisco ist daran, den Staat New York an Bevölkerungszahl zu überflügeln. Die jüdische Gemeinde wurde im Jahre 1840 gegründet. Im Jahre 1942 hatte sie bereits 100.000 Mitglieder, und seither ist sie rasch gewachsen. Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der ♦ Geschichte der Wiener Juden. ♦ ERMAESSJGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: t VOR Erscheinen.. $ 15. Nach Erscheinen. $ 20.— Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich an den Verlag. Tel Aviv. P.O.B. 3002 (Israeli richten. zu Die Preise sind in USA-Dollar angegeben. ♦ i TEATRO COLON Viernes, 26 a las 21 horas Función extraordinaria: .“Tríptico“, 3 óperas de Puccini. Dir. orq.: Bruno Bartoletti. Dir. del Coro: Tu lio Boni. Rcg.: Dino Yannopoulos. 1) “II Tabarro” con Sofía Bandín MacNeil, Cossutta, Cubas 2) “Sour Angélica“ con: Luisa Maragliano, Oraba Domínguez Casey, Burello; 3) “Gianni Schicchi”, ccn Garbarini, Chelavine, Bartoletti. Giuseppe Taddei, Sassola, Carleo Felbr. Sábado 27 a las 17.30 hs.: Recit. extraord. a cargo del coro “Sursum Corda“. Sábado 27 a las 21 horas: fuñe, extaord. “La Boheme“ ópera de Puccini. Dir. orq. Ant. Tauriello. Reg.: Enrique Sivieri. Domingo 18 a las 17 hs.: 8a. fuñe. ab. doming. vesp. “Triptico“, 3 óperas de Puccini. Dir. erq.: Bruno Bartcletti. Reg.: Dino Yanno poulos. Dir. coro: Tulio Boni, con el mismo reparto del día 26. Lunes 29 a las 21.30 hs.: 2a. fuñe. ab. 12 conc. einf. Orq. Sinfon. Nacional. Dir. Orq.: Paul Kletzki. Ciclo compl. 9 sinf. de Beethoven. Miércoles 31 a las 21 hs.: fuñe, extaord. “Triptico“, 3 óperas de Puccini, con el mismo reparto del día 26. In der Filmindußtrie gibt es zahlreiche Juden, aber auch an den beiden Univer sitäten und den anderen Bildungsanstalten. Etwa 1.000 Israelis befinden sich in der Stadt, in der Israel ein Generalkonsulat mit einem Generalkonsul und vier Konsuln unterhält. Juden sind in zahlreichen liberalen Berufen, so alß Professoren. Lehrer, Aerzte, Rechtsanwälte, Architekten uswu zu finden. Mit der Entwicklung der Schwer Industrie in dieser Region haben sie auch hier Einzug gehalten. Die Gemeinden von Los Angeles sind in einer Föde ration vereinigt. Das Ergebnis der Sammlungen für die lokalen Institutionen macht jährlich sieben Millionen Dollar aus, wobei die einzel nen Synagogen für ihre Bedürfnisse weitere Sammlungen durchführen. Dis Spitäj ler „Cedars of Lebanon“ j und „Mount Sinai Hospital“! haben sich vereinigt. Sie er j hielten von der Föderation ein Darlehen von 700 000 Dollar, nachdem sie für den Betrieb eine Million und für den Baufonds 7,5 Millionen j aufgebracht haben. j Die jüdischen Tagesschu- . len sind nicht gross, sie ha j ben nur einige hundert Schü-; ler; der Religionsunterricht wird in der Regel durch die Synagogen an den Sonntage-, schulen erteilt. Die beiden Altersheime führen eigene Sammlungen durch und bringen für ihren Betrieb jährlich 300.000 Dollar auf. Abgesehen von den Sammlun gen für den United Appeal werden jährlich etwa drei Millionen Israelbonds abgesetzt. Die Freunde der Universität haben im letzten Jahre 250.000 Dollar gesam melt, dazu kommen noch die Sonder-Kampagnen des Jüdischen Nationalfonds, des Keren Hajeasod und für das Technion in Haifa. Die private Besichtigung der Sommer-Ausstellung in der „Royal Academy“ durch besondere Gäste ist der Hö hepunkt des londoner Gesell, schaftsleben. Alle, die einen Titel haben, Staatsmänner, Arißtokraten, Schauspieler und Ordensträger, sind da, nicht um die Bilder zu bewundern, sondern um andere zu sehen und gesehen zu werden. Die eigentliche Aus Stellung, um die Bilder anzusehen, erfolgt erst am nächsten Tage. Etwa 6.000 Gäste erschienen zur privaten Besichtigung der Sommer Ausstellung in diesem Jahre. Frauen selbstverständlich in verschwenderischen Hüten, Männer in Gala und natürlich auch die Exzentriks beider Geschlechter. 1.332 Bilder waren ausgestellt, hauptßächlich von anerkannten Künstlern der londoner Gesellschaft, von Mit. gliedern der Königlichen Akademie, von modernen und abstrakten Artisten. Auch Bilder von Künstlern, die keine Berufsmaler sind, wurden angenommen. Es ist der Ehrgeiz fast aller Maler, ihre Bilder in der Royal Academy ausgeßtellt zu haben, und wer auch nur ein einziges Mal dort vertreten war. w'ird diese Auszeichnung bei jeder Gelegenheit erwähnen. Einige der Artisten sind Juden, so Alfred Daniels, Ghisha Koenig. A. Ziegler. Georg Ehrlich und Hanna Weil. Auch ein Bild von Dr. Phoe'bus Tuttnauer, der im Jahre 1938 aus Wien nach London kam, wurde in diesem Jahr — zum dritten Male — von der Royal Academy angenommen. Dr. Phoebus Tuttnauer, der vor acht Jahren — im Alter von 65 Jahren — zu malen begann, gehört heute zum londoner Kreiß der Künstler. Er hat keine Malerakademie besucht, ist ein Autodidakt, und seine Bilder — nach den Kritiken der londoner Zeitungen — zählt man zu den „Neo-Primitiven“. Er hatte schon einige Ausstellungen, und seine Bilder wurden gleich verkauft. Im Jahre 1962 hat er Israel besucht, und bei seinen letzten Aufteilungen zeigte er auch Bilder, in denen die Landschaft'Israels festgehalten wurde. Die Royal Academy hat im Jahre 1963 nur ein Bild über Israel ausgestellt, nämlich Tutt. nauers „The Mines of King Solomon — Elath“. Dr. Tuttnauer, der in Wien als aktiver Zionißt bekannt war, ist auch in London für Israel tätig. Im Jahre 1962 begleitete er Lord Mountbatten zu der offiziellen Eröffnung des „Lady Mountbatten-Waldes“ in Israel. Dieses Projekt wurde auf Initia. tive von Dr. Tuttnauer, zur Erinnerung an Lady Mountbatten verwirklicht, die so viel für die Jugend-Alija leistete. DORA FRAENKEL Lehrer in Israel Eine israelische Untersuchung hat ergeben, dass 25 Prozent der israelischen Lehrer für Elementarunterricht weder Universtätsgrade noch Lehrerzertifikate besitzen. M " 2 Wir laden unsere Freunde und Bekannten zu der s.G.w. am „Schabbos Nschamu“ (3. August) in der Synagoge „Aehdus Jisroel“, Moldes 2449, stattfindenlen BARMl'ZWA-Feier unseres Sohnes J E H U D A lerzlich ein. Droscho des Bar Mizwa: 17 Uhr. Zuhause: Sonntag, den 4. August, 17—20 Uhr. JOSEF OPPENHEIMER und Frau MARGARETE geb. CAHN Buenos Aires. Mendoza 2285. Allen unseren Freunden geben wir bekannt, dass die BARMIZWA unseres Sohnes EDÜARDO MARIO s.G.w. am Schabbat den 3. August 1963 um 8 Uhr 30 im Bet Israel, Conde 1345, stattfindet. ROBERTO PLAT und Frau FRIEDA geb. LIFKA