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Jüdische Wochenschau · 1963-07-19 · 2021 (19.7.1963) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2021 (19.7.1963)
Date
1963-07-19
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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í 4 — Viernes. 19 de Jnii© de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. — No. 2021 Ereignisse der Woche „Andorra“ im Teatro San Telmo Sitzung der Exekutive * Die sogen, kleine eüdamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, die sich aus den in Argentinien ■und Uruguay lebenden Mit gliedern zusammeusetzt, hielt am vergangenen Sonn- | tag Beratungen über eine Reihe aktueller Probleme ab. Berichte erstatteten der Vorsitzende Dr. Moices Goldman über seine lange ' Reise, die ihn über die USA in die Länder des Fernen Ostens führte, der Sekretär lind ständige Delegierte des JWK in Lateinamerika, Mark Turkow, über die Situation und die geplante Arbeit, Dr. Gorbat für die DAIA, J. Weinstein und Her bert Treitel über die Tätigj keiten und die Situation in j , Uruguay, Dr. Davidovich 1 über die Sitzung der CEPAI. | in Mar del Plata, Cont. Guelman über die von der jüdischen Universitätsjugend entfaltete Tätigkeit sowie Dr. Ha: di Swarcensky über seine Besprechungen, Verhandlungen und Eindriik ke seiner Reise nach Westdeutschland. Besuch aus Amerika Wie die Leitung der CEN- TRA aus Montevideo mitteilt, soll der bekannte Journalist Manfred George verschiedene siidamerikanisehs Länder, unter diesen auch Argentinien, im nächsten tmm; Von der Israel-Botschaft Der israelische Botschafter, General Avidar und seine Gattin, veranstalteten ein Essen zu Ehren des argentinischen Nobelpreisträgers Prof. Dr. Bernardo Houesay. der auch der Präsiden^ des Argentinischen For schungs-Instituts für Wissenschaft und Technik ist Prof. Housßay war kurz zuvor ven einer Reise nach Israel zurückgekehrt. Eine Reihe von argentinischen Wissenschaftlern und füh renden Herren des Aussenministeriums sowie einige Diplomaten nahmen an die- . Sem Esse« teil. — Kebraeische Universitaet Wie von der bonaerenser Freundtß - Vereinigung der Hebräischen Universität zu Jerusalem mitgeteilt wird, kommt in diesen Tagen Professor Gabriel Stein zu Be such nach Argentinien. Im Rahmen des Kulturaustausches wird der bekannte Physiker Prof. Stein, der Vorsitzende der Nationalen Kommission Israels für Atom-Energie, verschiedene Vorträge halten. Prof. Stein ist auch der Präsident der Chemischen Gesellschaft in Israel. In seinem ersten Vortrag wird sich Prof. Stein mit dem Thema ,.Wissenschaft und Technologie in Israel“ beschäftigen; dieser Vortrag findet am 29. 7. um 21 Uhr im Konferenzsaal Ayacucho 318 statt. In ein-em weiteren Vortrag unter den Auspizien der Argentinischen Nsticnalen Energie- Kommission wird Prof. Stein am 30. Juli in den Räumen der genannten Kommission, Av. Libsrtador 82-50. Fragen seines speziellen Arbeitsgebietes behandeln. — Dr. M oises Gold man I Der langjährige Präsident ■ der DAIA und heutige Eh- I renpräsident der zentralen jüdischen Organisationen in j Argentinien, Dr. Moises Goldman, der seit einigen i Jahren der Präsident der | lateinamerikanischen Exe! cutive des Jüdischen Welt- : kengresses ist, wurde 60 I Jahre alt. Die ausserordent | lieh vielseitige Tätigkeit, die ’ Dr. Goldman seit Jahrzehn- | ten ausgeübt hat, ist bei anderen Gelegenheiten gewürdigt worden, go das wir heute dem Jubilar nur unsere! besten Wünsche iibermiti teln. E.s ist zu hoffen, dass Dr. Goldman mit der glei | chen Dynamik und dem glei- , chcn Erfolg noch viele Jahre der jüdischen Arbeit wid- . met, um die er sich die I grössten Verdienste erwor-! ben hat. — Neues ZIM-Schiff Die israelische Sehiffsgesellschaft ZIM teilt mit, dass das erste einer Reihe von acht Küotensehiffen so eben .getauft“ worden sei. Diese Küstenschiffe werden Max Friisch.s mutiges und 'bedeutendes Schauspiel „Andorra“, einer der grossen Theater - Erfolge Europas, wurde von der „Gruppe des Südens“ im Teatro San Telmo in einer sehenswerten Aufführung geboten. Die aus gezeichnete spanische Uebersetzung, knapp geformte Sätze mit einfachen prägnanten Worten, stammt von Nicolas Costa. „Andorra“ richtet sich nicht, wie vielfach irrig be hauptet wird, gegen den Antisemitismus, sondern gegen die üblen Vorurteile. Menschen handeln dem göttli chen Gebot zuwider uhd machen sich ein Bildnis von Mitmenschen, die sie nicht kennen, über die si.e aber bös urteilen. Sie halten ihre aus der Phantasie gebildete Meinung für unbestreitbare Wahrheit und sind davon nicht abzubringen. Frisch hat den Antisemitismus nur als Beispiel ßo unholder Vorurteile erwählt. Andri, der jun^e Held des Werkes, ist ein Nichtjude der in einer Umwelt lebt, die ihm einredet, er sei Jude, an ihm vermeintliche niedrige Charaktereigen schäften feststellt und ihn als verächtlichen Juden beschimpft. Wie Andri diese Stimme des Volkec immer mehr als wahr empfindet, wie er sieh anders fühlt, verschieden von seinen Mitbürgern und genau so wenig wie die von ihren festten. Die Taufe wurde von Frau Senta Josephsthal, der Gattin des verstorbenen israelischen Arbeitsminißters Dr. Giora (Georg) Josephsthal in Amsterdam vorgenommen. Das Schiff, das Sara heisst, verdrängt 3.000 Tonnen. Weitere fünf Sebwe sternschiffe werden auf holländischen Werften gebaut, zwei auf der Werft in Haifa. Musik in Buenos Aires Monat besuchen, um bei die ser Gelegenheit auch Vorträge über verschiedene aktuelle jüdische wie allgemeine Probleme zu halten. Manfred George ißt ein alter Journalist, der vor dem Krieg bei Ullstein und Messe in Berlin gearbeitet hat und seit 1940 der Chefredakteur des in New York er scheinenden „Aufbau“, der Zeitung des New World Club, ist. Man darf dem Besuch die “LA ZAPATERA PRODI- GIOSA“ IM COLON Anlässlich der argentinischen Erstaufführung im Jahre 1958 6er einzigen komischen Oper und eines der ganz wenigen tonal konzipierten Werke des zweifei los bedeutendßten argentinischen Komponisten Juan Jose Castro brachten wir seinerzeit eine ausführliche Kritik über das ungekürzt die Dichtung von Federico Garcia Lorca aufs Pentagramm bringende Werk. Es ist graziös, melodiös, eze nisch ansprechend und problemlos. j Die jetzige „Premiere“ wurde vollkommen von arj gentinischen Künstlern bej alsbald ihren Dienst antreverwurzelten Vorurteilen Be sessenen als Wahrheit anerkennen will, daßs er ein Nichtjude sei. ein Zwiespalt, an dem er tragisch zugrunde geht, bildet die Handung dieses vornehmen gut gesehenen Schauspiels. Wir Juden sollten uns „Andorra“ ansehen. Nicht nur Juden, die gleich dem Nichtjuden Andri Komplexe wegen ihres Verschieden Ssirß haben, auch aufrechte Menschen, die ihr Judentum begeistert bejahen. „Andorra“ bietet Stoff zum Nachdenken, man lernt manches über die Entstehung von Antisemitismus und die Mög lichkeit oder Unmöglichkeit seiner Bekämpfung. Der Regisseur Juan Carlos Gene schuf eine interesßanfe Aufführung mit scharf charakterisierten Typen und Gegensätzen. Mit unter übernahm er sich damit sogar, viel Scheinwerfer und zuviel Lärm, der die Stimmung andeuten sollte. Doch übertönten die Trommeln manch wesentliches Wort. Das Bühnenbild von Luis Diego Pedreira ist hohen Lobes würdig: hohe eti lisierte Steinwände, die mit einem Minimum von Möbeln alle Schauplätze bilden. Augusto Fernandes spielte den Andri zuerst zu blass und ohne Konturen, bis sieh seiner Brust der erste tief eißchütterndc Aufschrei seelischen Schmerzes entringt Danach, wenn er sieh als minderwertiger Jude fühlt, wird er gut .sogar sehr gut und schafft eine haftende Leistung. Unter seinen Gegenspielern, den Bürgern Andorras, gab es einige hervorragend gezeichnete Ge stalten. Sußana Lanteri. die Andri liebende Braut, war beson ders im Schmerz und in'der Wahnsinnsszene höchst eindrucksvoll, mit weit aufge rissenem Munde und unbeweglich starr geöffneten Augen. Carlos Gandolfo als Stadtarzt, der stetß den Weg des geringsten Widerstandes wählt, manchmal gegen sein besseres Wissen, war ein lebender Kleinbürger und Spiesser. Meme Vigo gab den Soldaten nicht alß bru tale Bestie, sondern mit feinem Humor als Realisten, der sein Fähnchen stets nach dem Winde richtet und deshalb kämpfender bösartiger Antisemit wird. Eine überragende Gestaltung. Von den schwatzhaften Waserleitung Kinneret-Bet Schean Das erste Stadium der Konstruktion der Wasserleitung Kinneret-Beth Schean, von Degania nach Aschdod Jaakov, wurde zu Ende geführt und die Gesellschaft „Mekorot“ mit der Instandhaltung betraut. Diese Wasserleitung, welche als Ersatz für den von den Transjordaniern abgeleiteten Jarmuk- Fluss gedacht ist, wird jährlich 43.000.000 Kubikmeter Wasser zur Bewäßserung von 30.000 Ltnam Land zuführen. Bürgern seien hervorgehoben Cipe Lincovsky alß fremde Dame und Francisco Rullan als leicht betrunkener Tischler, die beiden einzigen, die der Wahrheit zum Siege verhelfen wollen gegen die kompakte Masse der vom Vorurteil Besessenen, sowie Miguel Narciso Bruse als komischer Hotelwirt. Alberto Roy als fröhlich lächelnder Irrer und José Canossa als kluger und menschlich mitfühlender Geistlicher. Die Uebrigen Enrique Mario Escope, Roberto Duran, Zulema Sanda und die Vertreter der ganz kleinen Rollen fielen nicht aus dem Rahmen. Ein wesentliches Schau spiel, das die Zuschauer von Beginn bis zum Schluss gefangen nahm und mitgehen hiess. Dr. Karl Koet Zuschrift aus dem Leserkreis haftet ist. Juan José Castro , persönlich am Pult bot ,.a priori“ eine Gewähr authen- I tischcr Interpretation. Tullio I Bonis Chöre sangen meister- | haft. Die Bühnenbilder und , Kostüme von Hector Basal-! dua, eines hohen Exporten ten argentinischer Kunst, j gefielen damals wie heute. 1 Und das wiederholt in die Handlung eingreifende Bai- , lett (Jorge Tomin) durchaus! dem iberischen Genre ent- | sprechend. Myrtha Garbarini sang die , Titelrolle mit grossem techj nischen Können und ehar-; mant bestrickender Bühnenj erscheinung. Angel Mattiello. der Schuster mit schon einigen grauen Haaren, in; In Ihrer Ausgabe vom 5. ds. Mts. bringen Sie unter „Ereignisse der Woche“ einen Artikel über Nationales Jüdisches Theater, in welchem Sie über die Auffüh rung des Dramas „Ketten“ von dem Dichter Leiwik berichten. Ich möchte dazu Ihnen mitteilen, dass das Drama „Ketten“ vor etwa 50 Jahren, geschrieben von dem Hamburger Kaufmann und Bankier Hermann Reiehenbach im Hamburger Schauspielhaus uraufgeführt wurde. Es handelte sich in diesem Drama um einen jü. dischen Soldaten, der. um Offizier zu werden, dio Taufe nahm, aber die Ketten zu seinem Judentum nicht sprengen konnte und nach vielen zum Teil antisemitischen Anfeindungen zum Judentum und in das streng religiöse Hauß seiner Eltern zurückfindet. Den Original- Text des Dramas habe ich in meiner Jugend des öfteren gelesen. Herbert Nissensohn JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-II48 BLANCO ENCALADA 1646 TEATRO COLON Sábado 20 a las 17.30 hs.: 5ta. fuñe. ab. grand. solistas: Recital de piano. Alicia de Larrocha. Sábado 20 a las 21 horas: 6ta. fuñe. ab. noct.: “La Zadieisem Jahr besser in Form j patera , , T i -vto»- ' uieis^m ümu mi n»m | paw;ia Prodigiosa“, Opera ses hervorragenden Journastritten wenn man von Mar- 18ast mich vermu-! de Juan Jose Castro. Direc. listen mit greesem Interesse garita Xirgu, der spanischen J - entgegensehen. — (Weitere | Artistin, absieht, die ein Einzelheiten werden zur gej Menschenleben unter uns gebenen Zeit bekannt gege! weilt und dem Gesamt foen werden.) — j Oeuvre Lorcas intim ver L U A C H (KALENDER) Freitag, den 19. Juli Sonnabend, den 20. Juli Parschat MATOT-MASS'E 4. B.M. XXX2 - Haftara Yirmeyahu II 4 — 28. IV Neumondankündigung AW Sonntag, den 21. Juli Montag, den 22. Juli Rosch Chodesch Aw Dienstag, den 23. Juli Mittwoch, den 24. Juli Donnerstag, den 25. Juli Freitag, den 26. Juli Sonnabend, den 27. Juli Schabbat Chason Parschat DEWARIM 5. B. M. I 3 — III 22 Haftara Yeschayahu II — 27 Sonn tag, den 28. Juli Montag, den 29. Juli Dienstag, den 30. Juli Faßten Tischa den 31. Juli 27. Tamus 28. Tamus - XXXVH3 4 b’Aw Mittwoch, 29. Tamus 1. Aw 2. Aw 3. Aw 4. Aw 5. Aw 6. Aw III 22 7. Aw 8. Aw 9. Aw 10. Aw ten, dass er die andere, die grosse Sehusterpartie der Opernliteratur sicher ebenfalls hervorragend verkörpern dürfte: Hans Sachs. Victor De Narke, seit Jah ren feste« Mitglied des Zürcher Sfadttheater.s, liess gerade in der von ihm vor fünf Jahren kreierten Rolle das „Alcalde“ seine enormen Fortschritte offenbar orqu.: el compositor. Reg.: Margarita Xirgü. Dir. de! coro: Tullio Boni. Esc. y vest.: Hector Baßaldua, con Garbarini. Mattiello. De Nar ké, Cossutta, Slivskin, Rouco. Domingo 21 a las 18.30 hs. últ, func. ab. 8 conc. sinf. 1 Orq. Filarm. de Bs. As., Dir. R. Frühbeck de Burgos. Sol. Alicia De Larrocha. AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroc) T. E. 51 - 2205 werden. Die andere Zentrali Lunes 22 a las 21.30 hs.: figur „el niño“, wurde von i. func. ab. 12 conc. sinf. dem kleinen Carlos Slivskin | Orq. Sinf. Nacional. Dir.: gegeben, der dank Castros i paúl Keltzki, ciclo compl. 9 väterlichen Leitung die sehr dankbare Rolle frei und unbeschwert geßtalten konnte. Alle anderen Mitwirkenden waren durchaus auf der Höhe ihrer Kunst, und das Or chester gab sich mit Liebe der dankbaren Partitur hin Der grose Beifall, der den Komponisten und alle Mitwirkenden belohnte, bewies wieder einmal, dass das Teatro Colon auf dem be sten Weg Yt. autarke „Produktionen“. wie ~s im Theater-Jargon heisst herauszu bringen. Curt B. M. Weissstein sinf. de Beethoven. Martes 23 a las 21 horas: 8a. función Gran Abono: .“Triptico“, 3 óperas de Puecini. Dir. orq.: Bruno Bartoletti. Reg.: Dino Yannopoulos. 1) “II Tabarro” con Sofía Bandín MacNeil, Cossutta, Cubas 2) “Sour Angélica“ con: Luisa Maragliano, Oralia Domínguez Casey. Bureilo; 3> “Gianni Schicehi”, ern Garbarini, Chelavine, Bartoletti. GiuseDpe Taddei, Satrola, Carlos Feller. Nota: para esta función es obligat. traje de etiqueta en plat. y palcos. .HWMWWWbWWWWMHVMVWVttWVWVWMHCJ SCHWEIZER KORTEN e, > Sales, Guthaben usw. von Personen, die durch | J Krieg oder Verfolgung ums Leben kamen, deren £ j Kontonummer nicht bekannt und für die Bsvoll-$ | maechtigte nicht vorhanden sind. $ e Nach neuem schweizerischen Gesetz ist Sonde rf Regelung vorgesehen. Erben oder sonstige (ver- «meintliche) Berechtigte können sich Jetzt melden. Information erteilt Büre Dr. Hardi Swarsensky (Dienstag, Mittwoch, Freitag von 16 bis 18 Uhr) PUEYRREDON 2190. 1. Stock links Telefonisch werden keine Auskünfte erteilt. A.nrufe zwecklos. WWW

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