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Jüdische Wochenschau · 1963-07-19 · 2021 (19.7.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2021 (19.7.1963)
Date
1963-07-19
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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YlaStiM, A de JhHo de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2621 — 3 ]%[t§&&er& Oríe né » P&titifc shingtou, Abdel Nasser den ke nicht an Expansion durch Gewalt. Die arabische Einheit wolle er auf dem Wege der Verhandlungen und Kompromisse erzielen. Sein Streben gehe vor allem dahin, die zivile Wirtschaft zu ent wickeln, um den allgemeinen Riickstaid aufzuholen. Die Parolen der Vernichtung Israels seien nicht ernet gemeint, man denke nicht an ihre Durchführung, sondern erhebe sie nur zu Zwecken der inneren Propaganda. Am liebsten also würde Washington Israel raten und ans Herz legen: doch ebenfalls Nasser zu untemßtüt zen... Nur befindet sich Israel in allzu unangenehm naher Nachbarschaft mit Washingtons Helden, als dass es sieh leasten könnte, sich auf psychologische Spekulationen zu verlassen. Wendet Nasser keine Gewalt bei der Durchführung seiner Politik in der arabischen Welt an? Die Tatsachen bekunden, dass er sowohl zur offenen militärischen Intervention greift, als auch anonyme Wühlarbeit gegen die ihm unerwünschten Regierungen in anderen arabischen Ländern betreibt. Im Jemen hat Nasser ganz offen vor aller Welt militärisch eingegriffen, und erst als er sein politisches Ziel gesichert wusste. fasste er den Beschluss, seine Streitkräfte zurückzuziehen. Sein nächstes Komplott gegen Transjordanien spinnt er allmählich. Schritt für Für meine Kunden und i Schrit„tr mlt Unterbrechungen. Muss man Israel dar- Abdel Nasser ißt ein talentierter Politiker, dynamisch, elastisch, versteht sich Sympathien zu erwerben. Er hat es zuwege gehracht, zwei militärische Niederlagen — Suez 1956 und Jemen 1963 — in politische Siege zu ver wandeln. Er erlangte weitgehende Hilfe von seiten der Vereinigten Staaten, ohne es sich mit den Sowjets zu verderben. Er weiss, dass vernünftige Politik eine gute Basis der Sicherheit ist. Nun wir dies alles vorausgeschickt haben, wollen wir untersuchen: Mit welchen Absichten trägt sich Nasser weiter? Gelingt es ihm, einen positiven Eindruck auf die Führer der Grossmächte zu machen? NASSER UND DIE KENNEDY-REGIERUNG Klar, dass Abdel Nasser auf Kennedy und seine Berater einen pcsitiven Eindruck gemacht hat. Sie behaupten : seine Regierung stehe auf stabilem Grund; jede andere an ihrer Stelle werde labiler sein. Nun, innere Stabilität ist vom internationalen Standpunkt nicht immer ein ahsolutes Plus. Manches Mal bedeutet sie nichts anderes ate eine effektive Diktatur. Hitler und Mussolini hatten sehr stabile Regime errichtet, dass jedoch Amerika daran profitiert hätte, lässt sich schw?rlieh behaupten. Zweitens eagt man in Wasolche, die es werden wollen aus Anlass meiner Lokalzusammenlegung Anzüge. Mäntel. Regenmän. tel, Hasen usw zu stark reduzierten Preisen. Wenn Sie kaufen, tun Sie sich und mir einen Gefallen. Ab 10. 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Stimmt es, dass der Herrscher von Kairo vor allem die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes und die Hebung des Lebensniveaus der notleidenden ägyptischen Volksmassen im Auge hat? M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gesehnt te mit der grösste* Auswahl. SARMIENTO 1147 T. «. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleicht erunger Zuvorkommende fach miinaisebe Bedienung Höchst zweifelhaft. Nasser investiert jahrein, jahraus hunderte Millionen Dollar in die militärische Ausrüstung, dem Ausbau der Waffenindustrie und braucht für diese Zweeke das Gros der ihm erteilten Aussenhilfe auf. Mit diesen Beträgen Hesse ßich ein entscheidender Fort schritt in der ägyptischen Landwirtschaft erzielen, würde man sie ihr zuführen. Warum also das Geld nicht dafür verwendet wird? Nun, Nasser schwört, Israel bedrohe ihn. Es soll nicht ohne Vorbehalte behauptet werden, Israel habe immer eine vernünftige Politik gegenüber Aegypten betrieben, doch was die Gegenwart und Zukunft anbetrifft, so kann Kairo von israelischer Seite volle Sieherheitsgewähr erlangen: einen Friedens vertrag, ein Abkommen über gegenseitige Rüstungsbeschränkungen ahschliesisen und Garantien für ein israeliseh-ägyptisches Uebereinkommen von allen Grossmächten erhalten. Das will Nasser aber bekanntlich nicht und aus diesem Grunde rüstet er auf. Er braucht den Kriegszustand mit Israel auch für seine innerarabische Politik: bis an die Zähne ausge rüstet zu sein, das ißt ja die Voraussetzung zur Unterwerfung der übrigen arabischen Länder. Washington stellt ihm die hierzu nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung und hilft ihm. aus seinen militärischen Schlap pen politische Zinsen zu ¿schlagen. WORTE UND TATEN Vielleicht sollten sich die Berater Kennedys fragen: steckt hinter Nassers gemässigten Reden vor den Politikern des Weissen Hauses nicht die Absicht mit ihrer Hilfe zuerst die arabischen Staaten unter seine Botmässigkeit zu zwingen und dann einen Angriff auf Is rael zu starten? Wie sollte er denn anders reden, wie sollte, wie könnte er wohl einen anderen als gemässigten Ten anschlagen, wenn er sich des bedeutenden amerikanischen Beistands zur Erlangung seiner Ziele verge wissern will? Man müsste Washington daher eines klarmacben: wenn Nasser die arabischen Staaten nicht mit Gewalt bezwingen will, wenn er die Parolen der Vernichtung Israels nur für den Hausgebrauch lanciert, warum rüstet er so fieberhaft auf? Weil es keinen Frieden mit Israel gibt? Aber warum will er ihn denn nicht schiie wen? Weil die arabische Einheit erst unter Dach und Fach sein muss? Nimmt Washington das ohne Garantien hin, dann hat Nasser durchgesetzt, was er durchsetzen will. Mag sein, die Politiker de« Weis.sen Hause« haben guten Grund, Nassers Reden für bare Münze zu nehmen, aber warum begnügen nie sich damit, bloss auf Worte Ernst Koppel Hr rrr «lekkiduag M«ïpû 484 L TE. 31-7845 HerrenaassUitiing Mcripú 982 TE. 31-0357 Teppichhaus - M. Hochberg JNERREICHTE AUSWAHL AN HANBGEKTOPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN *TJER JEDES GEMUETL1CHE HEIM. Eigen« Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichlerungen MASCHINENTEPPICHE IR ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Suutag uad Sraataf von 9—1B Uhr im Auesteiletngshaus CaUe ANDONAEGU1 2083 Tel.: 52-2993 4 Quader von Station Urquiza zu bauen, wenn sie darauf ihre Politik gründen wollen? Geht es ihnen an den Kra gen, geht es um lebenswichtige amerikanische Interessen, so pflegen sie sich doch nicht mit Versprechungen abspeisen zu lassen? In Kuba musste Krutschew seine Worte durch Taten bestätigen. Gibt es denn keine Möglichkeit, auch Nassers Kabinett - Versicherungen durch Taten zu belegen und ist ihr Unterlassen nicht negativer Beweis genug? Liegt es in NaSßers Ab sicht, eine Verschärfung der Beziehungen mit Israel zu vermeiden, dann stimme er eben dem Verzicht auf nichtkonventionelle Waffen zu, dämpfe seine antiisraelische Propaganda und höre auf, die Vernichtung Israels auf seine Fahne zu schreiben. Die positive Reaktion israeliseherseits wird nicht ausbleiben. Erstrebt Nasser die arabi sehe Einheit auf friedlichem Wege; warum die Panik, das hektische ungeduldige Treiben? Die fieberhafte Wühlarbeit in Transjordanien, Saudi Arabien, Libyen, Tunesien? Sollte er den arabischen Staaten nicht ein paar ruhige Jahre gönnen? Sie bedürfen ihrer dringend. Auch diesbezüglich hat Nasser gar keine Garantien gegeben, und sein Vorgehen steht in krassem Widerspruch zu seinen schönen Worten. EINE SICHERHEITS¬ FRAGE EUER ISRAEL Warum die Amerikaner Nasser glauben, oder tun, als ob sie ihm glauben würden, ist schliesslich ihre Sache. Israel hat keinen Grund, ihm zu trauen. Seine öffentlichen Erklärungen I sind so. dass sie gar nicht ' schlimmer sein können, seine Handlungen zweierleisowohl mittelbar als auch unmittelbar gegen Israel gerichtet. Die Verwandlung Transjordaniecß in einen ägyptischen Satelliten, ganz gleich LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDÍENTE 8s. Aires - PUEYRREDO« 2190, 1* teq. — T. E. 93-261* 27. Tamas 5723 19. Juli 1963 in welcher Form bedeutet ■ eine Gefährdung der Exi-; stenz Israels. Israel hat keij ne Ursache, gegen eine arabische Föderation oder Vereinigung anderer Art zu sein. Anders ist es jedoch mit einem pro-ägyptischen Umsturz in Transjordanien Solange Aegypten nicht be-! reit ist, Frieden mit Israel j zu schliessen, solange kann Israel dem Entzug der Selbständigkeit Transjordaniens nicht ruhig Zusehen. Zumindest in diesem einen Punkt muss der Frieden mit Israel der arabischen Einheit vorausgehen. Es ist nicht bekannt, was Präsident Kennedy Schimon Peres zu sagen hatte, als er ihn zu sich zitierte. Israel würde seine Sicherheit ungeheuer gefährden, liesse es di« Verwandlung Transjordaniens in einen ägyptischen Satelliten zu. Die Unabhängigkeit dieses Landes ist die Voraussetzung für den relativen Frieden in dieser Zone. FINANCIACION PARA INDUSTRIA -• ’ EN ISRAEL? SIGNIFICA SOLUCION SCHECKS ODER UEBERWEISUNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch CASA PIANO s.A 347- SAH MARTIN 128 mrmm ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T.L'83-2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. T. E.: 80 - 6930 ★ PUEYftREDON 2ISO esq. Av. LAS HERAS

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