Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2021 (19.7.1963)
- Date
- 1963-07-19
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
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Viernes, lit de Julio de m3 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2D21 Eine Fahrt durch Ost-Berlin Nachrichten aas aller Welt (9. Fortsetzung) H. Sw.: — Wenn man von der westlichen Insel dee zweigeteilten Berlin in den Osten reisen will, stösut man im Augenblick nicht auf irgendwelche grösseren Schwierigkeiten. Nur ,.Personen“, wie die Amtsspra che lautet, die in Westberlin ansässig eind. können in den östlichen Teil der Stadl nicht hinüberwechseln. Aber es ist nicht einfach, sich aus dem Durcheinander der Vorschriften ein Bild zu machen. Da fährt sichtbar für alle die Berliner Stadtbahn, ein schnelles und angenehmee Verkehrsmittel. Aber die Verwaltung liegt im Osten, und aus diesem Grunde benutzt der Westberliner nicht das „kommunistische“ Verkehrsmittel. Während sich das Publikum in Stra ssenbahnen und Omnibussen, Hoch- und Untergrundbahnen drängt, gähnt Leere aus der S-Bahn herüberdenn die Kommunisten werden nicht unterstützt. Gewiss pflegt die westdeutsche Republik einen lebhafte« Handel mit den Oststaaten, aber in Berlin ist man eben konsequenter... Der Gegensatz zwischen Oet- und Westberlin ist scharf; krasser kann er sehon nicht sein. Im Westen ist die Polizei freundlich, so lange sie nicht einzuschreiten hat, in Westberlin herrscht eine relativ sogar grosse Freiheit, man darf sprechen worüber man will, man darf sich über Adenauer und sogar über Willy Brandt kritisch äussern. — Ein erbitterter Gegner der Nazis meinte allerdings, sag’ aber nichts laut gegen Hitler..., jedoch dürfte diese Formulierung für den Augenblick noch übertrieben sein. Dagegen empfehle ich niemandem, trotz aller Freiheiten des goldenen Westens, Auffassungen zu äussern, aus denen geschlossen werden könnte, dass man Sympahien mit den Herren vom Kreml hat. Solche An sichten darf man nicht laut werden lassen, trotz Freiheit in Wort und Schrift. Aber selbst wenn man im Wceten überall unter einer konditionellen Freiheit lebt, gibt es keine Vergleichsmöglichkeiten mit den Zuständen im Osten, in dem ein Polizei- und Diktatur Staat jede freie Meinungsäusserung unterdrückt. Eigentlich hat sich im Osten ERLEBNISSE UND ERKENNTNISSE EINER REISE , nur das Vorzeichen des al , ten Regimes geändert, man int nicht mehr nationalsozialistisch, sondern kommunistisch geworden. Auf der ostdeutschen Schwarzrotgol denen Fahne prangen Hammer und Sichel, die Insig- I nien der Sowjets. Auch sor.ot hat sich nicht viel verändert: Geheimpolizei, Volks armee. Arbeitsdienst, Schulungskurse. Massenaufmärsche auf Befehl und mit „Hand- oder Armzeichen" (einst Hitler — dann Stalingrusß), Obmänner für alle Lebensbezirke usw. Das alles entspricht der typischen Organisation des Polizei- und Machtstaates, in welchem der einzelne Bürger nur Schraube ist, die einge setzt oder aucgedreht wird, wie es seiner Majestät, dem Staat, gefällt. Dabei ist man offiziell in Ostberlin sehr höflich, noch höflicher als im Westen, wo die allgemeine Bereitschaft zur Servilität gegenüber Fremden in einem krassen Gegensatz zu früheren Erfahrungen eteht. Man fährt zum „Uebergang Friedrichstrasse“ in Berlin, der für die Ausländer bestimmt ist. Die Ost- und Westberliner betrachten sich übrigens un tereinander noch nicht als Ausländer; das kommt er«t. Am Uebergang ist zwischen der Mauer und den ersten Häusern ein recht breiter freier Gürtel; ob es sich dabei um Häuser handelt. die seinerzeit bei der Eroberung Berlins durch die Russen bombardiert, zerstört oder niedergerissen worden sind, oder ob diese Häuser jetzt im Zuge der gegenseitigen strategischen Massnahmen der Ostgegen die Westberliner verschwunden sind, war nicht festzuctellen. Die blutjungen Polizeibeamten, die meist aus anderen Gegenden Ostdeutschlands an den ,Grenzübergang' gebracht worden sind, wissen nicht Bescheid sind zwar äusserst zuvorkommend, aber doch auch sehr misstrauisch und reserviert. Am Uebergang wurden einige lange Baracken aufgebaut, die wie ein Heerlager mitten in einer Stadt merkwürdig anmuten; sie strecken sich langsam und träge hin. Sie tragen den Stempel des Provisorischen, aber man hat sich schon daran gewöhnt. Der Ein¬ JETZT AUCH Kindler-T aschenbücher Band 1 John Braine: DENN DIE EINEN SIND IM DUNKELN 2 Leonhard Frank: DIE RAEUBERBANDE 3/4 5 Leon Uriß: EXODUS 6 Leo Perutz: DER MARQUES DE BOLIBAR 7 Vladislav Vancura: DER BAECKER JAN MARHOUL 8/9 Joyce Cary: AUF GNADE UND UNGNADE 10 Milovan Djilas: DIE NEUE KLASSE 11 Bertrand Rüssel’: HAT DER MENSCH NOCH EINE ZUKUNFT? 12 Peggy Guggenheim: VON KUNST BESESSEN 1314 Bernard Baruch: GUTE 88 JAHRE Es kosten: Einfachband DM 2.50: Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Kindler Verlag G.m.b.H., München druck, den der Fremde gewinnt, ist der einer gedrückten Atmosphäre, zumal man plötzlich nichts anderes sieht als Polizei-Beamte, die noch halbe Kinder sind. Man geht durch die erste Barackentür, gibt seinen Pass ab, macht gewisse Er klärungcn über die voraussichtliche Dauer des Aufenthaltes usw. Ob man will oder nicht, man gewinnt den Eindruck, nicht ¡n einen anderen Stadtteil hinü'berzu wechseln, sondern in eine andere, ganz fremde Welt. Die Prozedur dauert eini- 1 ge zehn Minuten. man j schreibt die Devisen auf, de- | ren peinlich genaue Angabe i viele Unarnchmlichkeiten beim Rückmarsch erspart. Während man gelangweilt aus dem Barackenfenster blickt, sieht man zur grössten Ueberraschung wieder anders uniformierte Grenz , Zoll- und Polizeibeamte mit langen Geräten, grossen t Stangen, an denen vorne Spiegel angebracht sind, und ähnlichen Instrumenten die draussen auf ihre Besitzer wartenden Automobile von allen Seiten und vor allem von unten abtasten und ableuchten und abspiegeln, als wenn unter dem Volkswagen eine ganze Armee in den Osten geschmuggelt werden sollte. Wer Berl.n gut kennt, ist über den Grad der Zerstörung, der auch heute noch im östlichen Sektor der Stadt angetroffen wird, erstaunt. Das ehemalige Re gierungsviertel bietet ein Bild der gähnenden Leere und der Hoffnungslosigkeit. Nicht« ist davon geblieben, wo der .Führer“ gehaust, befohlen, den Untergang von Millionen und zuletzt auch seinen eigenen Untergang vorbereitet hat. Man biegt in die ehemalige Prachtstrasse Berlins ein, Unter den Linden, die grossenteils wiederaufgebaut ist, da sie so Zusagen die Verbindungestrasse zur westlichen Seite sein könnte, wenn die Mauer nicht die Zufahrt versperren würde. Dort ist die sowjetische Regierung im ehemaligen Hotel Adlon unter ge bracht. Die Friedrich Wilhelm- Universität ist unverändert, die Brüder Humboldt sitzen noch immer nachdenklich auf ihren (steinernen Plätzen und grübeln über den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen ihren humanistischen und kosmopolitischen Gedanken und den Postulaten eines 20. Jahr hunderts mit seinen rassistischen Hassideen und kom munistischen Experimenten nach. Wo einst das Berliner Schloss stand, ist ein freier Platz, der für die grossen Aufmärsche dient. Ob das Schloss zerschossen oder abgerissen oder '.«eides wurde, weiss ich leider nicht. Jedenfalls ist von der Kaiserzeit und ihrem Glanz, von ihren Paraden und Spiegelfechtereien nichts übrig geblieben. Schnell komm: man zum alten Berliner Rathaus, das schon immer rot angestrichen war. Ueberall, je mehr wir in die Stadt hineinfahren, fällj die Verlas senheit vieler Gebäude und der traurige Zustand auf. in dem sich Häuser Geschäfte und auch die Menschen befinden. Hieran ändert auch nichts die kommunistische Pracht - Strasse die alte Frankfurter Allee, die dann Stalin Allee hiess und heute wieder einen anderen Namen, trägt. Dort sind^gewaltige Häuserblock.? errichtet worden, die allerdings bereits jetzt erhebliche Schäden aufweisen, ohne dass re pariert wird. So geht es durch die meisten Viertel, die allen Arteiterbizirke des Berliner Nordens und Ostens. In jedem Quader, würden wir sagen, stehen drei bis vier, manchesmal auch mehr Geschäftslokale leer oder zum Vermieten. Auch wer ohne jede Animosität durch diese Strassenziige fährt, muss diese trübe Atmosphäre bemerk:«. Wir fahren über Rum melsburg nach Treptow, das einmal ein grosser Park war, mit Spielwiesen und Sportplätzen, auf der wir uns als Kinder getummelt haben. Die grosse Treptower Wiese ist e’n nationales oder internationales, in ein deutsches oder in ein russisches HeldenmaJ verwandelt worden. Die Anlage ist grandios. Ob sie schön ist* mag jeder selbst beurteilen, denn der Ge schmack ist verschieden Ich halte diese reichlich pompöse Anlage für eindrucksvoll. Dort liegen tausende russische Soldaten beerdigt, die bei der Erobe rung Berlins ihr Leben lassen mussten. Ueberall sieht man russische Irschriften. meistens Zitate ¿ us den Re den Stalins. Wahrscheinlich ist hier einer der wenigen Plätze, wo die Erinnerung an den russisch:« Zaren von seinen Nachfolgern noch nicht ausgelöscht worden ist. Gerade an dieser Stelle wurde mir wieder klar, dass wir Juden ohne Stalin wahrscheinlich die Katastrophe ebenso wenig wie die tibri ge frei« We t überlebt hätten. Und ohne einen Hitler wäre auch Stalins Geist niemals in die Treptower Wiesen eingezogen. Auch das haben die Deutschen ihrem Führer zu verdanken. Nur am Alexanderplatz wird lebhaft gebaut. Im Vorbeifahren besuche ich Berlins oder besser gesagt Köllens ältestes Gymnasium, das Köllnische Gymnasium, auf dem ich viele Jahre meiner Jugend verbracht habe. Die Plakette, die man seinerzeit meinem Klassenkameraden Horst Wessel zu Ehren angebracht hatte, ist inzwischen wieder abgenom men worden. Aber nicht nur die Plakette ist verschwunden. Im Viertel Wallstrasse, Spittelmarkt, Dönhoffplatz, Hausvogteiplatz und Leipziger Strasse, einst das grosse Geschäftsviertel einer pulsierender. Millionenstadt, ist nichts geblieben, aber auch nichts. Strassen, — selbstverständlich zahllose Verkehrcampein, vereinzelte Fussgänger, mitunter auch ein Haus, das ist alles. So ist es heute. Die Perspektiven sind nicht besser. — Ostberlin enthält für uns Juden einen besonderen und heiligen Platz, den grossen alten Friedhof der einst blü-1 henden Jüdischen Gemeinde zu Berl.n, mit ihren mehr als 175.000 Seelen. Der Tag. an dem ich: zum Friedhof fahre, ist düster; unfreund üches, etreng-kaltes und feuchtes Wetter. Schnee, aber kein fester Schnee. Der Friedhof bietet auf diesem, an sich schon traurigen Panorama ein Bild der Verzweiflung, des Untergan ges, der Hoffnungslosigkeit und der Verwahrlosung. Ich bin allein auf diesem riesigen Friedhofsgelänce. Weder findet man einen Wächter noch einen Gärtner. Kei ne lebendige Seele stört den Frieden der ungezählten Toten. Dort liegen einige Widerstandskämpfer wie Herbert Baum, die von den Nazis aus Rache, Repressalie oder als Geisel erschccsen worden sind. Dort ist der Ehrenfriedhcf unserer Gefallenen des Ersten Weltkrie- , ges. doft sind die Kindergräber, die Ehrenreihe, die Fa-! miliengrabstätten. I Das alles findet man an, aber ki welchem beklagencwerten Zustand! Nichts ist! renoviert worden. Man sieht : die ausgebrochenen Bruch- I stellen in den Grabsteinen, Wahlen in der J.A. Jerusalem. — Die Exekutive der Jewish Agency wählte anstelle der ausgecchicdenen Mitglieder Sal man Shazar, der inzwischen Präsident Israels wurde, md Levi Eshkol. der zum [ Ministerpräsidenten ernannt I worden ist, den früheren j Botschafter Israels in Uruj guay. Jizchak Arcavi, und Dr. Raanan Weitz, den Generaldirektor der landwirtschaftlichen Abteilung der J. A., zu Exekutiv Mitgliedern. (ITA) Wer ist Jude? Jerusalem. — Dr. Chaim Cohen, Mitglied des Ob:r sten Gerichtshofes, hatte in einem Vortrag Ausführun bracht, ob dre Justizm'nisterium Ermittlungen über einige der Aeusserungen angestellt habe, die von einem Mitglied des Obersten Gerichtshofes gemacht worden seien. HTA) Nur noch 2000 Juden in Aegypten Wenngleich das Vermögen der jüdischen Bevölkerung vom Nasser-Staat beschlagnahmt wurde, bestehen immer noch zwei Synagogen in Kairo und Alexandrien, die auch offengehalten werden, offenbar um zu zeigen, dass die jüdische Restgemeindc von Nasser nicht angetastec wird. Für die Gemeinde in Kairo gibt es anlässlich der Hegen zum Thema „Wer ist 1 h«n Feiertage sogar Glückein Jude“ gemacht, die in j wtusche von Seifen der Reweiten Kreisen Israel« auf | g>ei'ung. Widerstand gestossen s.nd. Dr. Cohen meinte, die offiziellen Stellen Israels würden bei der Beurteilung dieser Frage biologische Ge sichtspunkte berücksichtigen. In Zeitungsartikeln, Leserbriefen i.nd anderen Zuschriften wurde zu den Ausführungen Dr. Cohens Stellung genommen. Das Oberrabbinat kritisierte in einer sonst nicht bekannten Schärfe einige der Ausführungen Dr. Cohens. Im Parlament wurde eine Anfrage eingeaus denen die Nazis eiserne Ketten, kupferne Platten oder sonstige Metallutücke für ihre Rüstungen herausgerissen haben. Umgeworf-ene oder umgefallene, nicht, wieder hochgestellte Grabsteine sind überall anzutreffen. Die Hauptwege halten noch, sie sind gepflastert, i die Nebenwege sind unbe | echreitbar, sie liegen unter , einer Mischung ven Schnee. Sand, Schmutz usw. | Schliesslich komme ich zur j .Neuen Halle“ deren Kuppel! am 10. November 1938 auch j in Brand gesteckt worden I Den offiziellen Statistiken , zufolge leben in Aegypten | noch 3.000 bis 4.000 Juden, I doch geht man nicht fehl, | wenn man die tatsächliche i Zahl auf 2.000 schätzt. i In der Provinz gibt es kei-; ne Juden mehr, nur noch in! Kairo und Alexandrien. In j Kairo verfügt die dortige : Gemeinde sogar über eine i eigene Schule, während die j Schule in Alexandrien auch; moslemische Kinder aufnimmt. Diese scheinbare Toleranz hat -wohl den Zweck, aller Welt vor Augen zu führen, wie gut cs den ägyptischen Juden geht. Tschechoslowakische Anklagen Düseldorf — Die tschechoslowakische Botschaft in Ostberlin und die Militärmission der CSSR in Wcstberl’n erhoben kürzlich auf Blättern! Pressekonferenzen neue Beschuldigungen gegen Einwohner der Bundesrepublik, die während des Krieges in der Tschechoslowakei an Kriegsverbrechen beteiligt ist. Ich trete ein. Durch das; gewesen sein sollen. Wie Gebälk sieht man in den düi auf der Pressekonferenz in steren Himmel. Das Bild dar Trostlosigkeit wird verstärkt, denn unter den Fü- «sen ur.d in allen Wänden kracht und knackt es, Westberlin mitgeteilt wurde, hat das „Zentralcomile des Verbandes der antifaschisti. sehen Widerstandskämpfer“ in Prag im Bundesgebiet dass man den Eindruck gej Strafanzeige gegen den Miwinnt, das letzte Reste dieses einstigen Trauerhauses das von stolzen Juden ernisterialrat a. D. Dr. Robert Gies, den von seinem Amt beurlaubten Bürgermeister baut worden ist. werden zuvon Westerland auf Sylt, sammenkrachen. j Heinz Reinefarth, den che- Als ich nach Westberlin ™aügsn Gerichtsrat in Prag, zurückehrte, war mein eri ster Weg zum Vorstand der j neuen Berliner Jüdischen Gemeinde, deren Prachtbauten in der Fasanenstrasse und anderswo, deren neuer geschmackvoller Friedhof an der Heerstresse, in einem unbeschreiblichen Ken trast mit dem steht, was ich auf dem Friedhof in Berlin- Weissensee gesehen habe. Ich gebe meiner Ueberzaugung Ausdruck dass die über die Welt zerstreuten, ehemaligen Berliner Juden jeden Betrag aufbringen würden, der erforderlich Dr. Paul Mitraga, den früheren Leiter des Presseamtes beim ..Reichsprotektor“ in Prag, Wolfram von Wolram. gegen Lina Ileydrich, die Frau des in der Tschechoslowakei bei einem Attentat umgebrachten frühere« Chefs des Reichroieherheitshauptamtes, und den angeblichen früheren Leiter des Kulturamtes in Pilsen, Richard Viktor Pozorny erstattet. Wie der tschechoslowakische Sprecher mitteilte ist Prag bereit, den zuständigen Staatsanwaltschaften in der isein sollte, um den Friedhof! Bundesrepublik „ausreichen- :n Stand zu setzen und in Ordnung zu halten. Ich erfahre von langen Bemühun gen. die am Mangel von Ar beitskräften in Ostberlin sowie an politischen Erwägungen scheitern würden. Ich versuche klar zu machen, dass die Grenzen der Poli tik dort laufen, wo uns Tradition und Verpflichtung ein klares Handeln gebieten. Man bittet mich, um niemanden zu gefährden, keine weiteren Schritte einzuleiteu. Aber man sollte den noch überlegen, ob doch werden kann um au« dem Berliner Friedhof Weissensee eine würdige Erinnerungsstätte an die einstige Grösse des deutschen Judentums zu schaffe«. de Belege“ für die erhobenen Anschuldigungen beizubringen. (AWZ) Zeugen gesucht Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Hamburg führt ein Ermittlung?- verfahren wegen der an jüdischen Bürgern m Riga und näherer Umgebung während des letzten Krieges begangenen Massen - Verbrechen Personen, die während des . letzten Krieges in Riga ver , - nicht | folgt wurden und über die etwas unternommen Vorgänge in Riga aussagen können, . werden gebeten, sich bei dem Leitenden Oberstaatsanwalt, Landgerieht in Hamburg. 2 Hamburg 36, Sievekingplatz, zu dem Aktenzeichen 141 ’ Js 534, 60 zu melden. (Fortsetzung folgt)