Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2019 (5.7.1963)
- Date
- 1963-07-05
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
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: 4 — Viernes, 5 de Julio de 1963 Jüdische Wochenschau Año XXIV. — No. 2619 Sensation im Weizmann- Institut Ein ganzer Konvoy näherte sich vom Flughafen Lod dem Weizmann-Institut in Rechcwot. Zwölf Lastautos, schwer beladen mit hundert riesigen Kisten, welche gerade mit einem Sonderflug zeug aus Amerika eingetroffen waren. Unmittelbar nach der Ankunft des Geleitzuges in Rechowoi wurden die Kisten in einem grossen Saal des Instituts ausgepackt. Es waren dies die einzelnen Bestand'eile des neuen gewal figen Elektronenhirns, daß den Namen 16.04 trägt und von der Rothschild-Stiftung geschenkt wurde. Es kostet, in israelischer Währung umgereehnet. rund vier Millionen Pfund, aber im Ver gleich zu seinem riesigen Arbeitspotential erscheint dieser Preis fast billig. Das Elektronenhirn, das zu den modernsten in der Welt gehört und von dem bisher nur ganz wenige Mo.! delle über die Grenzen der | Vereinigten Staaten hinaus-! gelangt sind, wird in einem j stets luftgekühlten Saal auf geetellt, — dies vor allem i wegen der ständig brennenj den zahllosen Lampen bzw. j Transistoren. Die Montage wie vor allem die Verwendung dieser modernen Wundermaschine erfordert ganz besondere Kenntnisse, und wie man scherzhaft sagt, müssen die Wissenschaftler und Techniker, die mit dem Elektronenhirn arbeiten, selbst geradezu ein kleines elektronisches Gehirn be sitzen. Der neue Riesenapparat arbeitete mindestens zehn Mal so schnell wie derjenige, der bereits im Jahre 1955 im Weizmann Institut installiert w’urde und damals grosses Aufsehen erregte. Inzwischen ist dieser fast altmodisch geworden und kann in keiner Weise mehr mit dem 16.04 konkurrieren. Das neue Elektronenhirn kann infolge seiner gewaltigen Schnelligkeit naturgemäss eine ungleich grössere Zahl von „Operationen“ ausführen als der bisher im Gebrauch stehende (in derselben Zeit). Der neue „Clou“ des Weiz mann-Institutß ist in der Lage — um nur eines von vielen Beispielen zu nennen —, in einer Sekunde 32.000 Wor te zu lesen und zu verarbeiten. Der Mensch — jeden, falls mit Durchschnittsverstand —, liest rund 10 Wor te in der Sekunde .. Aus diesem Vergleich kann man ungefähr ersehen, zu welchen „übermenschlichen“ Leitungen die modernen elektronischen Hirne fähig sind. Natürlich können dies« Apparate oder Maschi nen oder Roboter oder „Golem“ wie man sie nennt, addieren. multiplizieren, subtrahieren, genaueste statistische Berechnungen ma chen. Sie werden mit den technischen Unterlagen und Angaben „gefüttert“, und „speien“ das mathematische Ergebniß aus. Der 16.04 arbeitet vor allem mit transistorähnlichen Batterien. In dem Saal, in dem er sich befindet, nört es sich wie in einem Art Schrejbmaschinen-Wald an, das heisst: es sind die Geräusche wahrnehmbar, den moderne, gut funktionierende Schreibmaschinen machen, — aber ein ganzes Heer solche*- Maschinen. — Doch mit all diesem Fortschritt. mit diesen gewaltigen Leistungen, diesem phantastischen Tempo will man sich noch keineswegs begnügen. Neue Sensationen stehen uns im Weizmann-In stitut bevor, und zwar wahrscheinlich schon nach einem Jahr. Bis zu diesem Zeitpunkt nämlich soll ein ande res Elektronengehirn fertiggestellt sein das im Institut selbst zusammengestellt und installiert wird. Dabei nun soll es sich um das Wunder der Wunder handeln, um einen Roboter, der noch gewaltigere Möglichkeiten und Fähigkeiten aufweist — als der jetzt in Benutzung genommene. Die umfangreichen Arbeiten, welche in dieser Forschungsstätte betrie. ben werden, erfordern auch besondere technische Hilfs mittel und müssen jeweils dem modernsten Stand angepasst sein. In der Welt wird übrigens allgemein anerkannt, dass Israel über einen relativ grossen Stab von Fachleuten auf dem Gebiet der Eiektronen-Technik verfügt. Das Landwirtschafts-Ministerium braucht Ernteaussichten - Berechnungen; das Innenministerium Schätzungen der zukünftigen Bevölkerung, beetimmte wissenschaftliche Abteilungen be nötigen Aufstellungen, welche, von Menschen ausgeführt, Monate oder Jahre dauern würden — all das erledigen die neuen Wunder maschinen in Rechowot in allerkürzester Zeit. Musik in Buenos Aires „SAMSON ET DALILA“ IM COLON Subsidien der Regierung Jerusalem. — Um eine Steigerung des Lebensmittelindex zu verhindern, beschloss die Regierung, eine Million IL für Subsidien auszugeben. Von den dreizehn Opern aus der Feder von Camille Saint Saens ist als einzige „Samson und Dalila“ auf internationalen Spielplänen erhalten geblieben, die er übrigere vor nahezu fünfzig Jahren in unserem Musentempel selbst dirigierte. Durch wiederholte Unterbrechung der Komposition, die sich jahrelang hinzog, ist die Partitur keineswegs aus einem Guss, ihr haften die verschiedenen Evolutione- Etappen ihres Schöpfers merkbar an. Diese Auffüh rung gehört zu den gelungensten der laufenden Saison. Wenngleich Pierre Dervaux hier wie bei „Carmen“ kein Hehl aus seiner Vorlie I be für geräuschvolle Klangj effekte machte und leider I auch hier die gerade in die- | sem romantischen Werk so I überreich enthaltene lyri-; sehe und zarte Stellen! „überspielt“, so wollen wir ihm doch die tiefe Kenntnis i des W’erkes und die unbedingt grosse Linie, die er durchhielt, ausdrücklich ak kreditieren. Jen Vickers, kraftstrotzend stimmlich wie darstellerisch — er sang die Rolle Dimtfttes?Mer IN BUENOS AIRES „TEATRO CORRIENTES 1639 ASTRAL“ — T. E. 46-1316 BEATRICE FEROLLI ,Wunschtraeume“ Regie: Lustspiel in 3 Akten HEDI CRI LL A-SCHLICHTE R Mitwirkende: Rosemarie Allers — Hanna Dansky — Verena Hailau — Maria Hollmann — Lilly Wiehert Helmut vom Hofe . Frank Nelson - Marie Porstner. PREMIERE: Mittwoch, den 10 Juli, 21 Uhr WIEDERHOLUNGSVORSTELLUNEN: Donnerstag. 11. Juli, Freitag. 12. Juli, jeweils 19 Uhr; Samstag, 13. Juli, 17 Uhr: Sonntag. 14. Juli, 15 Uhr. Die Theaterkasse ist werktäglich von 10-—12 und 15 bis 19 Uhr sonnabends von 10—12 geöffnet. Vorverkauf für Nordstrecke: CUCARE, Av. Libertador Gral. San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743 7663. Hebraeischer Unterricht des jüdiechen Helden mit entblösstem Oberkörper — kämpfte erfolgreich gegen die noch immer auftreten den Effekte klimatisch bedingter Indisposition an. Sein Simson war hervorragend in musikalischer und interpretativer Hinsicht. Seine Gegenspielerin Biserka Cvejik zeigte ihren volumi nösen. genchulten und kulti. vierten Alt von ihrer besten Seite, offenbarte jedoch darstellerisch eine offensichtliche visuelle Divergenz zwi sehen ihrem Konzept der Delila und der biblischen Verführerin; dazu kamen die jeglicher Sensualität abträglichen Kostüme von Jean Janoir, der in der gesamten Sparte ein ge schmackloseß Entrée machte. Angel Mattiello: grossartiger Hohepriester des Dagon, Victor De Narké mit immer fülliger werdendem, sono rem Bass ein erschütternder alter Hebräer, und Carlos Feiler — Treppenwitz: einziger jüdischer Sänger auf den Brettern — ein hervorragender Abimelech. Dem Chor — die Oper war ursprünglich alß Oratorium gedacht — fällt der Löwen anteil bei „Samson et Dalila“ zu. Tullio Boni nutzte diese Chance und liess den Colön-Chor erklingen wie wenige Male zuvor. (Das alizuhörbare interne Bühnenharmonium zur Chor Stütze sollte ganz verschwinden! Siehe Partie in Form eines gregorianischen Chorals). Jean Janoir schuf ausgezeichnete die ganze Bühne mit Treppen und Schrägen ausfüllende Bühnenbilder und löste szenisch den Zu sammenbruch von Säulen und Saal in bisher ungekannter Drastik und Aufregung. In diesem Rahmen bewegte sich die Regie von Louis Erlo durchaus positiv wenn auch die Bewegung der Maesen manche Wünsche nicht befriedigte. Schlecht und irreführend dagegen die Lichteffekte am Schluss ds zweiten Aktes, die an Nebelheim, Wolfs Schlucht oder Walkürenritt gemahnten, aber nicht an die aus ihren Verstecken herauseilenden Philister, welche Simson nach dem Verlußt seiner Haare über wältigen. Das Bacchanal war uneinheitlich; gegen einen geschlossenen Gesamteindruck arbeitet auch die jvt 3? ¡3 njsn (342) 'xünn ]nt?sT)n m n’paw nö'an p pirn-xV .^“nn nsoö im ,jo¡? $a ntfa^n mns nsma TT;- -; -; v : * “ y .□•upntfV (12) rntosrmfitf p-iD^ri1? mpîsn Vnp1? o^opo nrntf onaatf (9) rwtfm r : t v t : t;; .nnoa (8) naiatf1? man; v t; - ■ misai n^ia um» ansrato t; v v - s t; - .lonni K1? arn Tsn “rra nrvn oraron Va *,dV .. T; T . T . - T . J *rn .naitfm n^na vy jxtf niaitfnn aomn Vs? na1?# “ * t; - - t; t jTvn nnyya *?yi -ñma Va Vs? p&V#*? tarn nrrm nip-flyn nnfr .nmaon "Vy arnx n^aia i^p'-rra mtfJDs isKi miocnn -sb t: Ts ■*; j - : n^Bsan bti D*?S7S» nntia “ v t T; ..... »cirrn anirrn -Vssrn D^boisn ,mxarin t - T T .am Gvb Vis îv-ds ma nssina) T (• * U ■* 1 EL TEATRO ROMANO DE BET-SHEAN (Columna derecha) El teatro romano que se encontró en Bet Shean, será inaugurado con un drama griego, — escribió la prensa israelí. En la remoción de la tierra que cubría al antiguo teatro que los romanos construyeran hace, más o menos, mil setecientos años, trabajaron ochenta obreros durante, aproximadamente, tres meses. Esta fué la primera vez en la historia de la Arqueología que ee utilizaron excavadoras mecánicas. Generalmente estos trabajos se realizan por medio de... cepillos de dientes y azadas. De esta menar les relatará a Uds cualquier especialista. Se puede observar que en el teatro de Bet-Shaen había lugar para diez mil espectadores. Tiene muchas semejanzas con un anfiteatro de nuestros días. Los asientos están distruídos en un semicírculo, son como escalones, aunque más anchos que los que se utilizan en nuestra época. (Columna izquierda) No lejos del escenario se descubrió una pequeña construcción con una cantidad respetable de habitaciones, que, se supo ne, fueran utilizadas como camarines. El teatro poseía doce filas de asientos y nueve portones de entrada, cuya altura se aproxima a los ocho metros. Estos fueren construidos en basalto y aún se conservan intactos. De acuerdo a todo lo expuesto, se de duce que Bel-Shean era una ciudad grande e importante. Dominaba los caminos vitales de la zona y los vados del río Jordán. Era el centro del gobierno regional. Las antiguas reliquias de Bet-Shean nos conducen a través de la historia a la vez que nos traen testimonios de las épocas de los canancos y filisteos de los hebreos y griegos, de romanos, musulmanes y cruzados. “Tpysí? •’Kann pnex-rtn , nana ,rnr na*na ^¡v jkbj ./r^xifcpn íwiiwn m nneatf nanxn pnoa t : v t t-: t » i crxanntf ^nyn pnoirnn nix¡o rain «p?x vp'? inua nay ^nya na# (1700) nnr onyíB (so) onap as?sn ít .o'ttñn (3 ) ntffrtfa - - - . TT; t . * "mxn andina njitfxnn : - t s : t t nTsna rnV?1x t -; - 1 t: Dtls VVa-^Yra .anpnaa -aa...mí»a nanean nt 5 -;v j t t; ip - c-nsíai D’JBrniBh .D^naan na1? nso^; \ “ v t 5-2 13 rn jay-rra pnexn rntesft niaipa nxnaa xvi .D’six (10.000) ctdVx * T “J jnDinrpax*? nan nnaa nan^n niaipa .nrn trän cm ,Viay ’ -ana >nn ia niam rima1? í.tí* tí :¡m DAS ROEMERTHEATER IN BET SCHE’AN (Rechte Spalte) Das römische Theater in Bet Sehe’en wird mit einem griechischen Drama eröffnet werden, — so zeigte die Israel- Presse an. Am Wegschaffen der Erde, die das antike Theater bedeckte, das die Römer vor ca. 1700 Jahren erbaut hatten, arbeiteten 80 Arbeiter üi>er drei Monate. Zum ersten Mal in der Geschichte der Archäologie benutzte man Bulldozer. Sonst macht man die Arbeit mit... Zahnbürsten und Hacken, — werden die Fachleute erzählen. Im Theater von Bet Sche’an waren wohl an die 10.000 Plätze für Zuschauer. Es ähnelt dem heutigen Amphitheater. Die Sitzreihen sind im Halbkreis angeord net, als wenn es aussergewöhnlich breite Stufen wären. (Linke Spalte) Nicht weit vc-n der Bühne wurde ein kleines Häußchen mit einer Anzahl von Zimmern blossgelegt, die anscheinend den Schauspielern als Ankleideräume dienten. Das Theater hat 12 Bai.kreihen für die Zuschauer und 9 Tore, deren Höhe bis zu 8 Metern reichte, aur Basalt exakt gebaut und die bis heute nicht zerstört wurden. Allen Anzeichen nach war Bet Sche’an eine wichtige grosse Stadt. Sie beherrschte die wichtigsten Wege im Bezirk und die Jordan-Furten. Sie w-ar Regierungszentrum für die ganze Gegend. Die antiken Ruinen von Bet Sche’an führen uns in die Vergangenheit. und wir treffen auf Reste der Tä. tigkeit der Kanaanäer und der Philister, der Juden und der Griechen, der Römer, der Muselmanen und der Kreuzfahrer. Choreographie von Vassili Sulich (Debüt am Colön), der durch Laszivität der Bacchantinnen erfolglos mangelnde Bewegungskoor dinatien und allgemeine Disziplin zu überdecken versuchte. Ein Unstern, der über dieser .Premiere“ leuchtete — falsch aufleuchtende Schein werfer am Beginn der Oper und aufgeregtes, dem Auditorium voll vernehmbares Bühnenarbeiter . Geschrei während der Verwandlung wird hoffentlich in kommenden Aufführungen verlö sehen! Eine freundlich aufgenommene Vorstellung mit sich laufend steigerndem Ap. plaus, an welchem Dervaux das glanzvoll spielende Colón - Orchester teilnehmen liess. Curt B. M. Weisssteia! | Hocherfreut zeigen wir die Geburt unseres Erstgeborenen NATAN GABRIEL an. LILIANA und JACOBO GITTER Buenos Aires, 24. Juni 1963 - Z. Zt. Clínica Marini