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Jüdische Wochenschau · 1963-06-28 · 2018 (28.6.1963) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2018 (28.6.1963)
Date
1963-06-28
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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7 4 — Viernes, 28 de Junio de 1963 L A 4fio XXIV. — N*. 2«18 Musik in Buenos Aires!Lustiges Kabarett DURCH DIE KONZERTSAELE Die ,,AMIGOS DE LA MU¬ SICA“, die zum ersten Mal die Anzahl ihrer jährlichen Orchesterkonzerte von zehn auf zwölf erhöht haben, begannen ihre Saison unter Leitung des schweizer Diri genten Peter Lukas Graf, der ein ,,Festival Mozart“ korrekt, aber ohne mozartsche Wärme leitete. Im darauffolgendem zweiten Abend überwältigte der gleiche Graf ale Flötist. Wir kennen den jungen und ernsten Künstler in seinen beiden Eigenschaften bereits lange, und stets sagte er uns als Instrumentist mehr zu. Die Flötenkonzerte von Gluck und von Frank Martin (Ballade) gelangen ausgezeichnet. und die Leitung jenes Konzefts hatte der junge und dynamische argentinische Dirigent Pedro I. Calderón inne, der gerade im internationalen Wettbewerb den Mitropulos Preis gewonnen hat, der ihn als „Assistent Conductor“ für ein Jahr an die Seite von Leonard Bernstein vor die New t'orker Philharmoniker stellt Calderón brachte ausserdem stilvolle und ausgewogene Interpretationen der „Italienerin in Algier“-Ouvertiire von Rossini und eine ganz hervorragend „hingelegte“ Haydn-Symphonie (Nr. 99 es-dur) sowie das Bartok - Divertimento für Streicnorchester. Derselbe Caldeión hatte kurz vorher im Colón mit dem recht gut spielenden Philharmonischen Orchester die Freischütz-Ouvertüre ebenfalls ausgefeilt wie die stets dankbare „Harry J -¡nos“-Suite von Zoltan Kodaly konzertiert und begleitete Alfred Brendel im Klavierkonzert opus 42 von Arnold Schönborg sehr umsichtig. ALFRED BRENDEL, der schon von früher her auf den bonaerenser Podien bekannt ist, spielte (mit Noten) dieses austseordentlich komplizierte aten ale Opus blass, aber korrekt. Man muss dem jungen Künstler hierbei zugute halten, dass er durch streikbedingte Terminverlegung eine knappe Stunde vorher unter Grafs Leitung bei den „Amigcß“ das Mozart-Klavierkonzert K. V 595 b-dur und das entzückende Rondo K. V. 382 d dur einwandfrei aber nicht farbenfreudig interpretiert hatte. Dennoch wollen wir ihm die Bewältigung dieser unvorhergesehenen Sisy. phus-Arbeit zugute halten. Alljährlich wird unser Musikleben von einer Unzahl neugebackener „internationaler“ Pianisten überschwemmt. Fast alle sind »it untadeligem technischem ^Rüstzeug ausgestattet, aber; die Mehrzahl von ihnen j scheint das „non plus ultra“ I künstlerischer Expression in t atemlosen Dahinrasen zu erblicken; sie vergessen dabei,; dass bei dieser Himmels j stürmerei die Seele so man- I chen Meisterwerkes zer; schmettert wird. Alle spie-! len sie Klavier nur manche! fesseln, aber einige wenige i übertragen den göttlichen Funken, ohne welchen kein 1 Studium taugt, j MICHEL BLOCK macht j hier eine rühmliche Ausnah I me; er errang den war-; schauer Rubinetein - Preis ■ und den newyorker Lewent- I ritt-Preis und verrät Genie. I Ohne Pose, aber mit uner- I schütterlicher Selbstsicherj heit spielte er bei seinem j Debüt in der „Wagneriana“ das Tschaikowsky-Klavier konzert Nr. 1 op. 23 bdur (warum hört man niemals in Buenos Ai rer, das reizvolle Zweite?). Beeinträchtigt wurde sein Erfolg durch das nicht ausreichende Spiel des Wagneriana Orchesters unter Lamberto Baldi — die Gabrieli-, Frescobaldi- und Bach-Werke gelangen nicht besser, — aber trotz man gelnder Begleitung wurde Blocks Souveränität sofort offenbar. Seine eigentlichen Charakteristika kamen voll erst im eigenen Rezital im „Mozarteum Argentino“ zur Geltung. Hier erwies sich der Pianist als überlegener Beethoven-Interpret (glanzvoll durchdachte und gebotene es dur-Sonate Nr. 13 op. 27 Nr. 1) und einfühlsame Schumann - Wiedergabe (2 Noveletten und Arabesque Nr. 18), und die technisch schweren „Funerales“ von Liszt besitzen für Block ebenso wenig Schwierigkeiten wie die Arthur Rubinßtein von Strawinsky gewid mete Transkription der drei ..Petrouschka“ - Fragmente. Lediglich vier Chopin-Impromptus erklangen allzu elegisch. Block dürfte bald in aller Welf in der ersten Reihe erscheinen. An Chopin scheiterte auch RONALD TURIN! (im Co Ion und in der “Wagneriana“). der eine allzubehende Beethovensche „Appasionata“ spielte, jedoch bei Clementi (fis-dur-Sonate op. 26 Nr. 3) und in drei Lisztlnterpretaticoen bedeutend vorteilhafter beeindruckte. Und derselbe Chopin erlitt auch durch den jungen Pianisten DANIEL POLLACK Einbusse (Ballade op. 38, Nr. 2 f-dur und drei Etüden). Der junge nordamerikanische Künstler zeigte mehr musikalische Reife bei Brahms (ausgezeichnete Intermezzi) und Scarlatti (2 Sonaten) und triumphierte sowohl in der Samuel Barber Sonate op. 26 als auch in Werken von Szymanovski und Liszt. Curt B. M. Weissstein Gerhard Bronner und Peter Wehle, Wiener Kabarettisten von Rang, haben ihre vorjährige Welttournée zur Grundlage ihres Programms gemacht. Beide sitzen im Flugzeug und reisen und re. den über das fremde Beobachtete und erzählen dauernd Witze, gute und von den anderen, neue und ältere. Zwischendurch machen sie Station in Israel, Teheran, Japan, Australien, Hawai, USA, Argentinien und Brasilien. Dann singen sie einzeln oder im Duett, oft witzig, über die fremden Länder. Ober sie treffen dort einen Wiener und können ihr wiener Herz ausschütten. Beide sind grosse Könner, Wehle präziser im mimisenen Ausdruck, die nur unterhalten wollen und verstehen, ihr Publikum zum Lachen zu bringen. Es gab grosen Beifall, bei wienei Liedern, etwa den Variationen über das Fiakerliea, doppelt starken, der sich so errechnet. Ein Drit tel verstand den Dialekt schlecht und klatschte kaum anstandshalber. Die Wiener vernahmen Heimatklänge und fühlten sich trotz Winterhitze zu dreifacher Anstrengung im Klatschen ver. pflichtet. Alle Anwesenden amüsierten sich, für die Wiener war es ein Volksfest. Dr. Karl Kost Deutfdies Theater h IN BUENOS AIRES „TEATRO ASTRAL“ CORRIENTES 1639 — T. E. 46-1316 BEATRICE FERELLI „Wunschtraeume“ Lustspiel in 3 Akten Regie: HEDI CRILLA-SCHLICHTER PREMIERE Montag, den 8. Juli, 21 Uhr WIEDERHOLUNGSVORSTELLUNEN: Donnerstag, 11. Juli, Freitag. 12. Juli, jeweils 19 Uhr; Samstag, 13. Juli, 17 Uhr: Sonntag. 14. Juli, 15 Uhr. Die Theaterkasse ist werktäglich von 10—12 und 15 bis 19 Uhr, sonnabends von 10—12 geöffnet. Vorverkauf für Nordstrecke: CUCARE, Av. Libertador Gral. San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743 7b63, TEATRO COLON Viernes 28 a las 21 horas: 6ta. fuñe, de Gran Abono: “Sansón y Dalila“ ópera de Camille Saint-Saens. Direct. orq. Pierre Dervaux. Regisseur Louis Erlo. Nueva present. escénica de Jean Janoir, con Cvejic. Vickers, Mattiello, Feller, De Narké. Coreogr. Antony Tudor. Dir. de coro: Tullio Boni. Orq. y coro estable del T. Colón. — Nota: para esta función es obligatorio traje de gala para damas y caballeros en las plateas y palees. Sábado 29 a las 17.30 hs.: 4.a fuñe, del ab. Grandes Solistas: Trio de Trieste. Sábado 29 a las 21 horas: fuñe, extrard.: “La Boheme“, ópera de Pucini. Dir. de orq.: Juan Emilio Martini. Regisseur: Enrique Sivieri. Domingo 30 a las 17 he.: 6ta. fuñe, del ab. doming. vesparl.: “Sansón y Dalila“ ópera de Camille Saint- Saens. Dir. de orq.: Pierre Dervaux. Reg.: Louis Erlo,. con el mismo elenco del día 29. Lunes 1 de Julio, a las 21.30 hs.: 5ta. fuñe, del ab. noct. conc. Orq. Filarmón. ce Bs. As. Dir.: P. I. Calderón. Sol.: Trio de Trieste. Miércoles 3 a las 21 hs.: fuñe, extraord.: “Sansón y Dalila“ de C. Saint-Saens, con el mismo reparto del día 28. Dir. de orq.: Pierre Dervoux. Reg.: Louis Erlo. Neue Briefmarken Jerusalem. — Das Kabinett beschloss, eine Briefmarke mit dem Bild Jizchak Ben Zwis als Ehrung des Andenkens des verstorbenen Präsidenten herauszugeben. Zur Erinnerung an die 25. Wiederkehr des Tages, an dem der junge Revisionist Schlomo Ben Josef als erster Jude in Palästina für ein politisches Verbrechen durch Erhängen hingerichtet wur. de, ist in Rosch-Pinna und Akko eine Sonderbriefmarke zum Verkauf gelangt. Ben Josef wurde von einem Militärgerichtshof für schuldig befunden, zusammen .mit zwei Kameraden von Beter als Vergeltung für Angriffe gegen einige jüdische Siedlungen auf einen Omnibus Schüsse abgefeuert zu haben. (ITA) Hebraeischer Unterricht rvnnrn man <37*).7.tJB3.; .ODJ bv onsan iw (mpfta) öipaa «ipp p/i “2^ nnino Taan1? n»3 iinxp? ,n,?nax ntfa -an pni - pnn nx nnino nisna nVw ainxn j . . - : TT ♦pxn nna *?k npaa mn jçt inixa ,tf03x 8 nppa opi niaa arn niap anra pnntf oan .tfpix 16 nnr nniaa np? ,nVxa axtfan *ßx W nai1? *iy niaxtfo ,aaan nnaa ,“>dö Mtoi ,s?ap-*ixa Vx niasa Vx ,nDnS nar nintfx in V t ** : TT : - 1 V V opana Vina pbn na nnx /pxpfin1? xsr» ixxatf ooan .nona ipni xin ^xnfcr nnaa na na? *• t; - : * ~ tfnntf nao nana 7%_a xaa5? ni(nn p ,mnp .nia? (rraVw mas ma nsaina) PETROLEO... PETROLEO... (Columna derecha) ’ Los médicos dicen que la cosa más importante es la sangre humana. La gente asegura que el agua es para ellos lo más necesario y los políticos sostienen: el factor más valioso es el petróleo y por él hoy día estallan todas las guerras... En una época no existió en la tierra de Israel, ningún problema petrolífero ya que el mismo llegaba en gran cantidad, a tra. vés del amplio oleoducto que partía de Kirkuk (Irak), hasta las refinerías que se encuentran en Haifa. La situación cambió radicalmente con el comienzo de la Guerra de Liberación, en 1947-48 (5708). Las árabes nos cerraron el oleoducto, por lo que intentamos traer pe. tróleo por vía marítima desde Irán (Persia), pero los egipcios nos impidieron el paso a través del Canal de Suez. En la época de la “Acción Sinaí”, (año 1956-5717), Israel rompió el bloqueo (Columna izquierda) que mantenían los egipcios sobre las rutas maritimas a Eilat. En lugar de traer mer. caderías circunvalando el continente africano, se acortó obstensihlemente el camino. Por la puerta del Mar Rojo y Eilat, llega, ron efectos de todas clases a todos los centros económicos del país. Al mismo tiempo fué instalado, provi. sionalmente, un oleoducto con capacidad para 8 pulgadas, el que pronto s’rá reemplazado por uno mucho más amplio que lo doblará en volúmen. El petróleo descargado en Eilat, es llevado hasta el centro del Ne. guev donde es elevado con ayuda de varias bombas a la altura de mil metros. Luego prosigue, siempre a través de amplios ca¬ ños, hasta Beer Sheva, de donde se hace llegar hasta las refinerías de Haifa. Gran parte del petróleo luego de refinado, es ex. portado. Si bien el petróleo que hasta el momento se descubrió en el Estado de Israel representa solamente un 7 % de lo que consume el mercado interno, existen grandes esperanzas de encontrar nuevas fuentes, que ampliarán en mucho dicha ca_ pacidad. wntf anaïx a^xainn t t t V * : : T bti Din xin nnva aitfnn V T - : T V *9 anaix mxn ‘aa .anxn *: T T T ** : TTT an1? aitfmn an ann anpn^ian V?xi nnra anian xin asan - anaix -nía iPPiai nnin aitfnrt; T : : t V .nian^an nñ irte t; * ~ -fixa nrrn x1? ,iaan /T»a ^xafc*’ : : V t t : ” t : a-anx nnííxa xa xin : t pípnp# o^an-n (onran) piptn Tía *?x ,¡n .narrias? t; Vas? ¡Wjtfn asan inn^n-nan^a pa —ian .(n-ttfn) 1948—1947-a; - T T - 3 aaan ninias nx nía a'a aai x^an1? i3"sn .iriaa : 5 •* T i * T '• T s 17X #(o*ia) |Txa nnxa nx iría1? nao ansan .pío psn nat^a ^To-asaa^ |aia -visan paa /t^n) 1956 PEROLEUM .. PEROLEUM... (Rechte Spalte) Die Aerzte sagen, das wichtigste (Ding) sei das Blut dee Menschen. (Gewöhnli che) Menschen sagen, dass das Wasser ihnen am nötigsten wäre. Indessen sagen die Politiker: Petroleum ist der wichtigste Faktor. Um seinetwillen brechen die meisten Kriege aus. Seinerzeit gab es in Eretz Israel kein Oelproblem, denn es gelangte in langen breiten Rohren direkt von Kirkuk im Irak in die Raffinerien von Haifa. Die Lage änderte sich gründlich beim Ausbruch unseres Befreiungskrieges im Jahre 1947—48 ( 5798). Die Araber sperrten uns die Oelleitung. Wir wollten Oel in Tankern aus dem Iran (Persien) bringen, doch die Aegypter blockierten uns den Suez-Kanal. W'ährend der Sinai-Aktion im Jahre 1956 ( 5717) wurde die Blockade gesprengt, (Linke Spalte) die die Aegypter über den Suez-Kanal nach Elat verhängt hatten. Anstelle des Transportes von Waren rings um den afrikanischen Kontinent verkürzten wir nun den Seeweg, und durch das Rote Meer über Elat gelangen die Waren ins Landesinnere. In jenen Tagen wurde im Lande eine Oelleitung von 8 Zoll Durchmesser gelegt die inzwischen schon mit einer grö sseren von 18 Zoll ausgewechselt wurde. Das Petroleum, das in Elat gelöscht wird,, steigt mittels Pumpen bis zur Höhe von 1000 m im zentralen Negew und fliesst dann weiter in der Leitung nach Beer Schewa und von da über Aschdot direkt nach Haifa in die Raffinerien. Ein beträchtlicher Teil des Petroleums wird nach seiner Raffinierung in Haifa exportiert. Das bis jetzt in Israel gefundene Petroleum deckt nur ca. 7 Prozent vom Bedarf des Landes. Doch es besteht Hoffnung, (mehr) noch zu finden. Neues Hotel Tel Aviv. — In Bat Jam wird ein neues vierstöckiges Grosshotel mit 120 Zimmern „Malkat Hajam“ von den Besitzern des Hotels „Malkat Schwa“ in Elat erbaut. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 2 Millionen. IL Jugendinternat Tel Aviv. — In Kfar Abraham bei Petach Tikwa wurde der Grundstein für ein Jugendinternat Bet Jehuda in der Jeschiwa „Tora und Melacha“ gelegt. Das Haus wird 21 Zimmer für 100 Zöglinge haben. Studien in Israel Tel Aviv. — Aufgrund eines Abkommens zwischen der Türkei und Israel über landwirtschaftliche Unterstützung kommen 100 Landwirte aus der Türkei zu Studienzwecken nach Israel.

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