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Jüdische Wochenschau · 1963-06-28 · 2018 (28.6.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2018 (28.6.1963)
Date
1963-06-28
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 28 de Junio de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2018 Man muss klarer sprechen (Schluss von Seite 1) sein, dase es ihre eigenste Aufgabe wäre, die Probleme der letzten kolonialen Verwaltungen in Afrika in einer würdigen Weise zu lösen und denjenigen Völkern die Freiheit zu gewähren die sie noch nicht erlangt haben. Dia englische und französische Haltung hat sich als ein kluger politischer Zug erwiesen, keine Positionen mit Gewalt zu halten, die einet unter ihrer Herrschaft gestanden haben. Auf diesem Wege kann eine unnütze und für den Westen stets verhängnisvolle Radikalisierung vermieden werden. In diesem Zusammenhang muss man darauf hinweisen, das sich die Lage in Südafrika ständig verschlechtert. Die unerbittliche Unterdrückungspolitik der Weissen in Südafrika bereitet eine nur noch grössere Katastrophe vor, als man ohnehin bereits erwarten muss. Der Westen hat, wenn auch sehr spät ver standen, dass die regierenden Schichten Südafrikas den Zorn und den Hase eines ganzen Kontinents gegen den gesamten Westen — und keinesfalls nur gegen die Südafrikaner — provozieren. Es fehl aber die erforderliche Kraft und Einsicht, um zu Entscheidungen zu ge’angen. die möglicherweise heute noch möglich sein könnten, sehr bald aber nur noch auf dem Wege der <> Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izo. aachm. 16—19 Uhr Neue Tel Nr.: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 I ♦♦♦♦♦i Jaime Liebling: S. A. 1 :;SPERRHOELZER } H O E L Z E R, : DIAZ VELEZ 5224; "Tel.: 89-9349, 33-9305. PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie Kostenlos und inverbindlicb beim Kauf oder Verkauf von GESCRAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN V1RREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 Gewalt erzwungen werden dürften. — Auf der afrikanischen Kon ferenz konnte ein weiterer Gegensatz kaum verheimlicht werden, der in der politiscnen Zielsetzung zutage trat. Die Wortführer dieser- Auseinandersetzung, welche politischen Massnahmen zur Vereinheitlichung der afrikanischen Welt getroffen wer. den sollten, sind Nascer und der abessinische Kaiser Haile Selassi, der ein absoluter Gegner aller radikalen Schritte ist und versteht, dasc Afrikaner zu sein, noch nicht die Isolierung vom politischen Weltgeschehens bedeutet. Jedenfalls konnte Nasser seine radikalen Auffassungen nicht durchset zen. Auch mit dem von ihm angestimmten Hassgesang gegen Israel hatte Nasser kei nen Erfolg. Seine Bemühungen um eine afrikanische Resolution in dieser Frage scheiterten. Als Brücke zwischen dem afrikanischen und asiatiechen Kontinent versuchte Nasser sowohl seinerzeit in Bantung, als die Asiaten tagten, —’ wie in Addis Abeba politisches Kapital zu schlagen Dem jungen S’aat Israel war eß jedoch inzwischen gelungen, gerade in Afrika Freunde zu gewinnen, die für die ägyptische Feindschaft gegen Israel kein Verständnis haben und auch nicht bereit gewe sen sind, eine anti-israelische Resolution zuzulascen. Immerhin sollte es sich deutlich zeigen, dass hier eine Gefahr für Israel besteht. Denn verschiedene afrikanische Republiken haben unter dem Druck Nasßers ge wisse Umstellungen in der Kooperation mit Israel vornehmen müssen. Diese nasseristischen Tendenzen, die ven einem Ben Bella gefördert werden, wären unschwei zu eliminieren, wenn die Grosiimächte eine klarere Position beziehen würden. Solange dies nicht ge schieht, muss Israel seine Kräfte zur Abwehr des Einflusses Narcers und seiner Bundesgenossen verschwenden anstatt gemeinsam mit einigen afrikanischen Ländern konstruktive Aufbauar beit zu leisten. III. Die deutsche Frage Der Besuch des früheren deutschen Verteidigungsministers Strauss hat eine Kettenreaktion ausgelöst, deren Auswirkungen noch nicht zu übersehen ist. Selbst wenn man den Rücktritt Ben Gurions nicht mit diecem Be such in Beziehungen setzen will, wurden andere schwerwiegende politische Fragen aufgeworfen, deren Erörtenmg in diesem Augenblick nicht sonderlich zweckmässig erscheint. Natürlich mag man darüber debattie ren, ob es richtig war, ausi »gerechnet Strauss in Israel | zu empfangen und seinem I Besuch eine grosse Bedeuj tung beizumessen, was in ' erster Linie wahrscheinlich i auf das Konto der Opposij tion zu setzen ißt. Denn; Strauss sp'elt heute inner halb der deutschen Poütik; keine erste Rollo, obwohl > man durchaus auch nicht in den Fehler verfallen sollte, seinen Einfluss gering zu schätzen. Da nun einmal verschiedene Fragen auf dießem Umwege in die Tagesordnung der politischen Auseinandersetzungen auf genommen worden sind kann man auch nicht über sie hinweggehen Es ist klar, dass es für jede Mache untragbar ist, die Entscheidungen über ihren Weg und über ihre Auesenpolitik von der Haltung anderer Staaten abhängig zu machen. Die Araber aber drohet, ganz offen, die ostdeutsche Regierung anzuer kennen, falls die Bundesrepublik diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen würde. Das Streitobjekt war der Regierung in Bonn nicht wichtig genug, um das Risiko der Anerkennung der Deutschen Demokratischen Republik durch die arabi seben Staaten einzugehen. Ob es nun — politisch betrachtet — für Israel glücklich war, diese Frage durch den Exminister Strauss aufrollen zu lassen, muss bezweifelt werden. Die Zwiespältigkeit der offiziellen deutschen Politik in ihrer Stellung zu den Problemen des Mittleren Ostens tritt noch auf einem anderen Gebiet mit Klarheit hervor: auf dem Gebiet der Rüstung und der allgemeinen militärischen Hilfe, die von den Deutschen heute für Aegyp ten und für Israel geleistet wird. Der Aufenthalt deutscher Atomwissenschaftler in Kairo hat zwar selbst in der Bundesrepublik Ablehnung erfahren; jedoch war man allgemein der Auffaesung dass irgendwelche gesetzlichen Handhaben nicht gegeben seien, um diese Tätigkeit zu unterbinden. Die. se Einstellung entspricht dem Weg des geringsten Widerstandes. Mit einer eol chen Haltung wird sich aber niemand abfinden, der sich ernsthaft um die Erhaltung des Friedens bemüht. Auch die Bundesrepublik hätte zahlreiche Möglichkeiten, hier energischer einzugrei- Í JUDITH i £ SCHENKOLEWSKI > ) KULTUSSTICKEREIEN Í Schabbosdecken - Taiiis-} J beutel Käppchen - Maz- zot-Taschen Hand- und \ J Maschinensticker« von J 2 Bett und Tischwäsche ¿ J Dr. P. I. RIVERA 2585 > (fr. Bebedero) t ÿ T. E. 73-9153 > i JACOB LARIDUS *. dip!. Mohel Í NEUE ADRESSE 5 VIAMONTE 2037. 46-1716 and 48-2E14 U : Israel zur Papstwahl Die Wahl des Kardinals Montini zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Johannes XXIII. bat in allen Kreisen Israels grosse Befriedigung ausgelöst. Johannes XXIII. erfreute sich in Israel allgemeiner Beliebtheit, und alle sind überzeugt davon, dass der neue Papst Paul VI. das von seinem Vorgänger begonnene Werk fortsetzen wird. Man hofft, dasß sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan während des Pontifikats Pauls VI. normal gestalten dürften, da die israelischen Repräsentanten während seiner Amtszeit a 1c Kardinal mit ihm die besten Beziehungen unterhielten. fen, denn die Hilfe zugunsten Aegyptens ist vielseitiger, ale dies allgemein bekannt ist. Damit wäre durch andere Massnahmen zu erreichen, wofür es angeblich keine „gesetzlichen Handha bea“ gibt. Nach den neuesten Mitteilungen werfen die Araber der Bundesrepublik ein doppeltes Spiel vor. nachdem ein Abgeordneter des Bundestages erklärt hat, das« die Bundesrepublik nicht nur einigen afrikanischen Ländern, sondern auch Isra el militärische Ausbfldungshilfe leisten würde. Auf dem Umwege über diesen Abgeordneten hat man erfahren, daes die Bundesrepublik zwar keine Waffen an Israel liefere, wohl aber israelische Soldaten ausbilde „speziell an modernen Geräten“. An diesen Meldungen kann man ermessen, wie verworren die Fäden der heutigen internationalen Politik lau fen. Es fehlt jede klare und einheitliche Linie. IV. Krisenstimmung Die heftigen Kämpfe um die de facto-Gleichbereehtigung der amerikanischen Neger haben unerwartete Ausmasce angenommen. Ernste nordamerikanische Politiker waren sogar der Meinung, Präsident Kennedy solle auch aus diesem Grunde seine jetzig-e Europa-Reise verlegen. Eine Stellungnahme zu diesem komplexen Problem soll im Au genbiiek unterbleiben. Ken nedy hat eich entschlossen, die Grundsätze der amerikanischen Verfassung zu verteidigen. Auf welche Schwierigkeiten er hierbei stösst, gibt zu ernsten Bedenken Anlass. Die USA sind die verant I; MOHEL N. PLAKSIN! - Superi 2719 T. E. 76-6784 n. 76-2312 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febre ro 2030 76 0"<56 Privat 52-7734 Dr. B. Sthwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52 8214 RAYOS X PARADENTOSE . TELEF. VORANMELDUNG Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 wörtlichen Verteidiger aller Freiheiten, die man unter dem Sammelbegriff Demokratie versteht, jener Rechte des Menschen und der Bürger, die einem Frontalangriff der kommunistischen Welt gegenüberstehen. Wenn aber in den USA selbst die Raseenfrage bis heute nicht gelöst worden ist und nicht geregelt werden konnte, so musß dieses Scheitern der Verwirklichung demokratischer Grundsätze betrübliche und negative Folgen auf die Einstellung solcher Nationen haben, die ,an sich* dem Westen zugehören, aber den ständigen Verlockungen des Ostens ausgesetzt sind, z. B. die afrikanischen Völker. Die Lösung des nord amerikanischen Negerproblems, die nicht einfach sein mag, ist zu einer unabdingbaren Notwendigkeit für den Westen und seine künftigen Perspektiven geworden. U SEMANA ISRAELITA Blsemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda V irantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky PaeyrredAc 2190. 1’ izq T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien. * 100.— pro Quartal Ausland $ 600 — jährl Diese Einsicht setzt eich glücklicherweise allmählich durch. Dabei sollte man nicht übersehen, dass sich die Lage im kommunistischen Block weiter zugespitzt hat, sodaes man von einer Ge schlossenheit dieser Front heute nicht mehr reden kann. Die russisch-chinesi. sehen Gegensätze haben sich erheblich verschärft. Man glaubt bereitß davon sprechen zu können, dass die Beziehungen zwischen diesen beiden Kolossen abge, brochen werden sollen. Die sich aus dieser Lage ergebenden Möglichkeiten für den Westen sind noch garniebt zu übersehen. Hier entßtand eine Chance, an die bisher niemand zu glauben wagte. Umso zwingender ist die Notwendigkeit, im westlichen Lager den Mut zu Konsequenzen aufzubringen und klarer zu sprechen. KINDERARZT Dr. SAMUEL CORN MEDICO DEL HOSPITAL DE NIÑOS VIRR. LORETO 1756, V SPRECHZEITEN T. E.: 93-0459 Montag, Mittw., Freitag 73-7661 von 15—20 Uhr ¡¿*s*äSHisssiwi**«i*iisäissiiäis5siM*MiisMs*s*Missj S I Dr. BERNARDO GOLDSTEIN i 5 M \ MEDICO 1 s Cardiofogia — Hospital Fernandoz s W p| S Radi« X — Durchleuchtung — Electrocardiogram)»« g 1 CUBA 2141 —' T. E. 73-8782 u. 73-6817 § ar S S Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr jjj 3 Sonnabend: 14—16 Uhr § 5 B VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UM AH SK Y Sarmiento 3M6 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach teleL Vereinbarung Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? 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