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Jüdische Wochenschau · 1963-06-07 · 2015 (7.6.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2015 (7.6.1963)
Date
1963-06-07
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Año XXIV. — No. 2015 — 5 Viernes, 7 de Junio de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche (Fortsetzung e Ereignisse von Seite 4) Der neue Staatspräsident Israels, Salm in Shazar, leistet den Amtseid in der Knesset. Neben ihm Knessett Präsident Kadisch Lus. ’ fllÉPÔ;pl& .fc. V TV.». "C't/V-j*- 'i'w.ii'i; ra E. de Alexander, Marta J. de Schvartz, Ing. ‘Santia. go Diner. — Vocales Suplentes: Julia R. de Malamud, Ana Maria G. de Sercovich, Prof. Dr. José Schâvelzon, Isaac Jenik. — Revisores de Cuentr.s: Dr. Daniel Korin, Dr. David Fischberg. Damenkommission: Pre sidenta: Lia D. de Lapidus; Vicepresidenta: Betty S. de Jenik; Secretaria: Catalina J. de Lévinton; Tesorera: Sara S. de Jenik; Secretaria de Actas: Maria Esther de Beilin; Protesorera: Lidia Popritky. — Vocales Titularee: Marta J. de Schvartz, Regina de Diner, Susana de Hoffman, Maria E. de Reichenbach. Esther L. de Rabinovich, Julia R. de Malamud. — Vocales Suplentes: Esther de Volco, Frida N. de Jenik, Lucy de Boigen. Subcomisiön de Fiestas: Flora E. de Alexander. Neue Leitung der Kehilla Am 27. Mai fand wie vorgesehen die feierliche Uebergabe der Leitung der Ke hilla durch den scheidenden Vorstand nach dreijähriger Tätigkeit statt. Anwesend waren der Israel-Botschafter, Delegierte des Joint, der Jewish Agency, der DAIA und aller anderen Institutionen. sowie ein zahlreiches Publikum. Der scheidende Generalsekretär Friedmann eröffnete die Zeremonie. Er be glückwünschte die neue Leitung zu diesem Ehrenamt, das sie drei Jahre lang innehaben wird, und er dankte auch dem Personal für die geleistete Mitarbeit. Der scheidende Kassenverwalter Grosskop berichtete über die grossen Grundstückskäufe der Kehilla, die die Summe von 34 Millionen erreichten, zu deten Deckung die Ke hilla neue Wege zur Finanzierung und Erhöhung der Einkünfte gesucht hat. Er forderte die neue Leitung auf, weiter um die“ Vergrösserung der Einnahmen der Kehilla bemüht zu sein. Der scheidende Präsident, Dr. Kamenszain, gab einen Ueberblick über die Tätigkeit während der letzten drei Jahre und sprach von den Schwierigkeiten, die ee zu überwinden galt. Er betonte, dass noch viel getan werden müsse, um diejenigen, die noch immer abseits stehen, zur Arbeit heranzuziehen. Mit der Versiehe rung, dass die scheidende Leitung vollstes Vertrauen zu dem neuen Vorstand habe, wünschte er diesem viel Glück und Erfolg. Ansprache des Botschafters Israel-Botschafter General Awidar würdigte die Leistungen der Kehilla. Er berichtete von seinen Besuchen in den jüdischen Schulen und lobte die soziale Arbeit des Vorstandes. Er wisse, so führte er aus, dass die Kehilla schwere Probleme zu lösen und viele neue Aufgaben zu bewältigen habe. Als brennenste Frage bezeichnet« er die Ueberwindung der noch immer vor handenen Gegensätze zwi sehen der alten und der neuen Generation. Auch müsse die Jugend für die jüdische Gemeindearbeit wieder gewonnen werden. Des weiteren sei es von grösster Wichtigkeit, endlich Sefardim und Aschkenasim zusammenzuführen, da doch alle Kinder des jüdischen Volkes sind und eine Einheit bilden. Abschliessend sprach er die Hoffnung aus, dass der neue Vorstand die enge Zusammenarbeit mit Israel und dem jüdischen Volk in der ganzen Welt als seine Aufgabe betrachten werde. Nach dem Botschafter Is. raels sprachen noch Vertreter der wichtigsten Organisationen zu den scheidenden und neuen Vorstandmitgliedern und wünschten der neuen Leitung eine erfolgreiche Arbeit. Der neue Kehilla-Praesident Der neue Präsident der Kehilla, Zwi Feinguersch, dankte für das Vertrauen, das ihm mit seiner Ernennung entgegengebracht worden sei. Er verwies auf die Ziele der Kehilla-Arbeit und versprach, dafür zu wirken, dass diese’ Arbeit nicht nur fortgesetzt sondern auch noch erweitert werden solle. Er wolle nicht der Gewohnheit folgen, als neuer Präsident ein Programm zu entwickeln, denn unter den heutigen Umständen müsse man sich den Möglichkeiten anpassen, so dass er nur einige Richtlinien aufzeigen könne. Als wichtigste Aufga. ben bezeichnete er in diesem Zusammenhang die Sicherung und Erhaltung des jüdischen Lebens in Lateinamerika. Die Kehilla dürfe auch nicht nur eine Chewra Keduscha sein. Ihre Aufmerksamkeit müsse sich dem jüdischen Schul- und Erziehungswesen in erster Reihe zu wenden und eben so die Alija und Einordnung der neuen Olim im jüdischen Staat weitestgehend fördern. Er versicherte, dass die Jugend stets Gehör für ihre Probleme finden werde und dass man ebenso Jugendseminare zu schaffen plane, wie man Lehrerseminare eingerichtet hat. Der Redner unterstrich im weiteren, das man auch die Sefardim zur Gemeindearbeit heranzuziehen plane. Hierzu sei die Hilfe und Mitarbeit aller Geipeindemitglieder vonnöten. Man werde in jeder Weise bestrebt sein, die Arbeit in einer Form zu führen, dass sich das Gemeindeleben nicht nur im Hause der Kehilla sondern im ganzen Lande harmonisch entwickeln könne. David Elnecave s. A. In Buenos Aires verstarb der bekannte jüdische Journalist Don David Elnecave, der als Herausgeber der in spanischer Sprache erscheinenden jüdischen Wochenzeitung „La Luz“, Schriftsteller und Verfasser von Büchern jüdischen Inhalts allgemein geschätzt war. D^vid Elnecavö wurde in Konstantinopel geboren. Seit seiner Jugend gehörte er zu den Vorkämpfern für die zionistische Idee. Als einer der ersten gab er eine jüdische Zeitung in Ladino heraus und gründete 1909 „El Judio“, die das Sprachrohr der Zionisten in der Türkei wurde. Er trat zu einer Zeit für den Zionismus ein, zu der er in diesem Lande noch als staatsfeindlich bekämpft wurde, und gehörte zu den Gründern der dortigen zionistischen Organisation. Zusammen mit Jizchak Ben Zwi und David Ben Gurion studierte er an türkischen Universitäten und war Mitarbeiter von Wladimir Jabotinsky, Nachum Sokoloff u. a. Als er nach dem ersten Weltkrieg von Kemal Attatürk als Feind der Türkei angegriffen Wurde, verlegte er seinen Wohnsitz nach Bulgarien, das ihm politisches Asylrecht zugestand, und konnte dort seine Wochen zeitung „El Judio“ von 1922 bis 1930 weiter herausgeben. Daneben war er Mitarbeiter verschiedener Publikationen in Palästina und Europa und Vertreter der Jüdischen Teiegraphen- Agentur in Bulgarien. Im Jahre 1930 wurde er von Dr. Chaim Weizmann zum Delegierten des Keren Hajessod [ für Argentinien ernannt. j In Argentinien gründete; David Elnecavö die jüdische ' Wochenzeitung „La Luz“, i die weite Verbreitung fand, j und entfaltete auch eine re ge journalistische Tätigkeit. Als Delegierter zionistischer Organisationen besuchte er viele Länder Südamerikas, in denen er Vorträge hielt. Vor einigen Jahren übergab er die Redaktion von „La Luz“ seinem Sohn, der heute die Zeitschrift zusammen mit dem Enkel ihres Grün ders herausgibt. Der Verstorbene war u. a. auch leitend in den Organisationen „Freunde der Hebräischen Universität“. „Keren Hajessod“ und „Magbit“ tätig. Die sefardische Gemeinschaft in Lateinamerika hat in David Elnecave einen ihrer wertvollsten Vertreter verloren. Die Jüdische Wochenschau spricht der Familie des Verstorbenen, der an der Entwicklung unserer •Zeitung stets stärksten Anteil nahm, ihr aufrichtiges Beileid aus. MAON Auf einer Pressekonferenz in den Räumen der Foreign Trade Bank in Tel Aviv wurde in Anwesenheit von auf Finanzfragen spezialisierten Journalisten über die Tätigkeit der Gesellschaft MAON Loan and Savings Inc. anlässlich der Vorlage der er sten Halbjahresbilanz Bericht erstattet. Das Unternehmen leistet den Einwanderern durch ein ganz neuartiges Kreditsy. stem grosse Dienste, und es wurde darauf hingewiesen, dass viele Einwanderer sich diese Vorteile zunutze machten und auf diese Weise Häuser kaufen und ihre In dustrien errichten konnten. Aus der Bilanz' ist das Interesse ersichtlich, das Finanzkreise in Israel und anderen Ländern an der MAON nehmen. Die Gesellschaft plant nunmehr, ihren Wirkungskreis zu erweitern, um auch südamerikanische Länder in ihr System einzubeziehen. Liga Israelita de Futbol Der dynamische Präsident der neugegründeten jüdischen Fussball-Liga, Dr. Bernardo Goldstein, berief eine Pressekonferenz in der Hebraica, um über die Ziele der neuen'Sportorganisation, die bereits beachtliche Erfolge verzeichnen kann, zu berichten. Die Liga umfasst 16 Fuesballmannschaften und wendet sich an alle Sportfreunde und Organisationen, sich ihr anzuschliessen und Mannschaften zu bilden. In Argentinien ist der Fussball eine der beliebtesten Sportarten und bisher hat die jüdische Kollektivität keine Mannschaft aufweisen können. Es ist geplant, in Endspielen die beste Mannschaft zu klassifizieren und aus den besten Spielern eine jüdische Spezialmannschaft zußammeuzustellen. Die Jüdische Wochenschau publiziert als einzige jüdische Zeitung in Argentinien fortlaufend die Resultate der einzelnen Kampeonate, die ein nicht erwartetes Echo in den Kreisen der jüdischen Jugend gefunden haben. Es muss betont werden, dass es der Fußsball-Liga als erster Organisation gelungen ist, eine Einigung unter allen Sektoren unserer Gemeinschaft zu erzielen, so dass hier zum ersten Mal aschkeneeische und sefardische Jugendorganisationen, denen die Probleme der Sprache und Herkunft fremd sind, harmonisch zusam maiarbeiten. Die Liga will ihre Arbeit weiter ausbauen und versuchen, ein jüdisches Stadion zu schaffen, da es bisher keinen einzigen jüdischen Sportplatz für unsere Jugend gibt. Heute sucht man Mitglieder und Mäzene, um die Finanzierung dieser Liga zu sichern. Es wurde ein Programm der Spiele vorgelegt,. an denen auch fast alle unserer Jugendorganisationen teilnehmen. Der neuen Kommission gehören Mitarbeiter der deutschjüdischen Organisationenrn leitender Stelle an, die die weitere Entwicklung dieser Sportvereinigung sehr optimistisch beurteilen. Zur Pressekonferenz war von der jüdischen Presse ausser dem Vertreter der Jüdischen Wochenschau nur eia Repräsentant der sefardi. seben Wochenzeitung „La Luz“ erschienen, doch ai> gentinische Publikationen und TV-Stationen hatten Vertreter geschickt, die ih rer Sympathie mit dem neu, en Sportverband Ausdruck verliehen und ihm viel En folg wünschten. Wolf Bandurek- Ausstellung Am morgigen Sornabond wird um 7 Uhr in der Jim. cal 2573 eine Ausstellung der Bilder von Wolf Bandurek eröffnet werden. Die Schau steht unter dem Protektorat des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Weizmann-Institut und findet im Rahmen des erweitereten Kulturprogramms für dae laufende Jahr statt. Auf dieser Ausstellung werden 24 Bilder des bekannten jüdischen Malers sowie Plastiken argentinischer Künstler gezeigt, die in ihrer Mehrzahl dem Gru. po Litoral angahören, u. a. Julio Vanze, Juan Grela, Leonida Gambartes. De Ausstellung steht dem Publikum zwei Wochen offen und kann von Montag bis Freitag von 17 bis 21 Uhr besichtigt werden. INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatillas ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTQ - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 > £ •> 4- O- *. J. P. VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of, 550 T.E.: 3 0-1474 DE

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