Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2015 (7.6.1963)
- Date
- 1963-06-07
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 7 de Junio de 1S63 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. Ereignisse der Woche No. 2015 Israel - Fussball Im April besuchte die 1. Mannschaft des bonaerenser Fussballclubs ATLANTA, einer Einladung folgend, Israel. wo drei Spiele ausge tragen wurden. Der israelischen Mannschaft gelang es. zu einem 1:0-Sieg zu gelangen, obwohl aus den Kritiken der israelischen Zeitungen hervorging, dass Atlanta besseren Fussball gespielt hat. Zwei Spiele wurden von Atlanta gewonnen, das im diesjährigen Kampeonat bisher einen viel beachteten 2. Platz einnimmt. Jeweils bis zu 20.000 Zuschauer wohnten den Spielen bei, die den „argentinischen Fuseballkünstlern“ pausenlos Beifall zollten. Wir hatten Gelegenheit, einen Herrn des Vorstandes von Atlanta zu sprechen, der berichtete, mit welchem Enthusiasmus die argentinischen Spieler das Land bereisten, das alle stark beeindruckt hat. Jetzt hat Atlanta die Ein ladung erwidert. Wahrscheinlich Ende dieses Jahres wird eine israelische Mannschaft nach Argentinien als Gast Atlantas kommen und gleichzeitig, ebenfalls von Atlanta organisiert, Wettspiele auch in Chile, Uruguay und Brasilien austragen. Man darf diesem Sportereignis mit Interesse entgegensehen. Besuch in Mittelamerika Der ständige Delegierte des Jüdischen Weltkongresses, Mark Turkow, ist vor einigen Tagen von einer Reise zurückgekehrt, die ihn in verschiedene zentral- und südamerikanische Länder geführt hat. Seine Berichte sind interessant und instruktiv. Sie zeigen ein farbenprächtiges Bild über die eigenartige Zusammensetzung der jüdischen Gemeinschaften in kleinen oder grösseren Republiken, von denai man im allgemeinen wenig weiss und wenig hört. Auf seiner Reise besuchte Turkow u. a. Venezuela, Guatemala. San Salvador. Honduras, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador und Peru. Wenn eir.er solche Reise tut, dann kann er natürlich etwas erzählen. Das Leben der kleinen jüdischen Gemeinden ißt gewiss von dem einer so grol ssen Gemeinde wie Buenos 1 eigene jüdische Integral-! schule, wie in manchen ani deren dieser Länder. Beina.; he alle Schulen dieser Län-! der sind private Unterneh | mungen. So haben sich die! Juden in Ermangelung einer | Staatßsehule ihre eigenen ■ Schulen geschaffen. Nach der Absolvierung der Israel und die EWG Brüssel. — Israels Hoff, nungen auf ein baldiges und umfassendes Handelsabkommen mit den sechs Ländern der Europäischen Wirtschafts Ge. meinschaft dürften sich wanrscheinlich nicht erfüllen, nachdem in einer kurzen Sitzung die zweite Phase der Unterhaltungen zwischen Ißrael und der EWG eingeleitet wurde. die jedoch wenig Aus sichten auf eine Einigung zu bieten schienen. (ITA) Die neuen Einwanderer werden sofort produktiv eingesetzt. Unser BiJd zeigt Frauen bei landwirU schaftiicher Arbeit im Emek Jesreel. Aires sehr unterschiedlich. In Honduras gibt es überhaupt nur 80 jüdische Seelen, aber sie haben doch ein eigenee jüdisches Leben, 1 wenn dies auch mit vielen | Schwierigkeiten verbunden! sein mag. In Costa Rica mit | seinen insgesamt 1.600 jüdi- 1 sehen Seelen, besteht eine Die unruhige Kugel Gerhard Bronner u. Peter Wehle Die bekannten Wiener Kabarettisten IM TEATRO ODEON mit ganz neuem Programm Mittwoch, den 26.. Donnerstag, den 27., und Freitag, den 23 Juni, um 19 Uhr 30. — Sonnabend, den 29. Juni, um 20 Uhr — Sonntag, den 30. Juni, um 15 Uhr 30. Vorverkauf ab 10. Juni nur an der Theaterkasse Esmeralda 367 T. E. 45-3635 Deutfriies Theater IN BUENOS AIRES „TEATRO CORRIENTES 1639 ASTRAL" — T. E. 46-9984 A. Roussin „WENN DER STCRCH KOMMT“ Komoedie in 4 Akten REGIE: Hedi Ciilla - Schlichte* MITWIRKENDE: Cissie Henckell — Elsa Moltzer — Irene Ree — Ines Schönberg — Lilly Wiehert — Karl Ewald — Frank Nelson — Max Wächter. Letezte Wiederholung^vorst“ llung: HEUTE, FREITAG, DEN 7. JUNI, UM 19 UHR Abonnemente- und Einzelv3rkauf an der Theaterkasse (werktäglich von 10—12 und 15—19 Uhr, Sonnaband von 10—12 Uhr). Vorverkauf für Nordstrecke: CUCARE, Av. Libertador Gral San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743 7663. II Schulen studieren die meisten Jugendlichen dieser Länder in den USA, wo sie sich in den verschiedensten Hochschulen einschreiben. Der Einfluss der Vereinigten Staaten ist in Mittelamerika ebsreo wie in den nördlichen Repuliken dieses Kontinents allgemein viel stärker als etwa in Argentinien. Mm kann beinahe sagen, dass diese Länder oder deren gebildete Schichten zweisprachig sind, mitunter dominiert sogar das Englische. Zusammensetzung der Gemeinden Das sefardrsche Element überwiegt eigentlich nur in Panama, wo es 1.800 Juden gibt. Auch dort besteht eine Integralschule. Bemerkenswert ist auch, dass in San Salvador (mit seinen nur 350 jüdischen Seelen) an der dortigen amerikanischen Schule jüdischer Unterricht erteilt w'ird. In den meisten Ländern, die ich besucht habe, so berichtet Turkow, ißt der Anteil der deutschen Juden sehr gross, mitunter überwiegend, wie etwa in Quito. In Guatemala gibt es deutsch-jüdische Familien, die dort schon über 70 Jahre ansässig sind. Die Beteiligung aller die ser kleinen Gemeinschaften an den allgemeinen jüdicchen Aufgaben ist erheblich. Ihr Verantwortungsgefühl tür die Probleme und Sorgen des jüdischen Volkes wie ihre Bereitschaft für die Aufgabenzwecke Israels ist jedenfalls proportionell weit höher als in vielen anderen grossen und grössten Jiechu wim. Sicherlich ist die wirtschaftliche Lage der meisten Familien in diesen Ländern nicht schlecht. Aber es bleibt doch ihre Verbunden heit mit dem jüdischen Volk zu loben. Die Frage der Mischehen spielt in diesen Ländern eine greese Rolle. In San Salvador z. B. sind 102 Familien Mitglieder der dortigen Gemeinde. 26 von ihnen sind Mischehen. Von den Kindern, der sogen, zweiten Generation jedoch sind es bereits 60, die in Mischehen leben. Dabei sind die nichtjüdischen Ehepartner mitunter emsige Gemeindemitglieder, was auch interessant genug ißt, um hier registriert zu werden. Natürlich lässt sich nichts Sicheres über die Zukunft dieser Gemeinden sagen. Heute jedenfalls entfalten sie eine rege Tätigkeit und sind für jede Anregung und Mitwirkung dankbar. Kontakte Auf seiner wichtigen Rei ce hat Mark Turkow auch interessante Kontakte aufgenommen. In Venezuela folgte Turkow einer Einladung der jüdischen Gemeinschaft und sprach als Hauptredner bei der Gedenkveranstaltung füs Warschauer Ghetto. In Caracas , besuchte er den dortigen Kardinal Luis Humberto Quintero, dem er eine Abschrift des Memonrandumß überreichte, das vom Jüdischen Weltkongress dem Kardinal Augustin Bea seinerzeit zugeleitet worden ist, um dem Papst und dem Oekumenischen Konzii vorgelegt zu werden. Bei diesem Besuch wurde TEATRO COLON Viernes 7 a las 21 horae: Fuñe, extraord.: “El Lago de los Cisnes“ Ballet en 4 actos (versión integral) de Tschaikovsky, versión de Jack Cárter seg. coreografa de Petipa e Ivanov. Escen. de D. Ortolani. Vest. Norman McDowell. Orq. Filarmónica de Bs. Airee. Dir.: Roberto Kinsky, con Enr. Lommi, Norma Fontenla, Hugo Guffanti, María del Villar Eleta. Sábado 8 a'las 17.30 hs.: Recital extraord. d; piano a cargo de Daniel Pollack. Sábado 8 a las 21 horas: 3a. fuñe. Ab. Sábad .noct.: “Carmen“ de Bizet. Dir. de orq.: Pierre Dervaux. Reg.: Louis Erlo. Decor. y vest.: Yves Bonnart. Dir. del Coro: Tulio Boni. Dir. coro de niños: V. Sciamarella, con Bizerka Cvejik, Lia Montoya, Carmen de la Mata, Jon Vickers, Ernest Blanc. Orq., coro y cuerpo de baile estables del T. Colón. Domingo 9 a las 17 horas: 5a. fuñe, del abon. doming. vespert.: “El Lago de los Cisnes“ de Tschaikovsky. Con el mismo reparto del día 7. Lunes 10 a las 21.30 hs.: 2da. fuñe, del Ab. noct. a 8 conciertos a cargo Orq. Filarmónica de Bs. Airee. Martes 11 a las 21 horas: 5a. fuñe, de Gran Abono: “La Boheme“ de Puccini. Dir. de orq.: Juan E. Martini. Reg. Enrique Sivieri. Escen.: Raúl Soldi. Dir. de Coro: Tulio Boni, con Raina Kabaivanska, Lia Montoya, Olga Chevaline, E. Fernándi, A. Mattiello. Nota: para esta función es obligatorio traje de etiquepa para damas y caballeros en platea y palcos. ~ Miércoles 12 a las 21 hs.: Fuñe, extraord.: “Carmen“ parto del día 8. Musik in Buenos Aires ZWEI ,,TEMPORADA“.ER- OEF FNUNGS-KONZERTE Asociación Wagneriana: Zum Beginn ihrer 51. Saison bot die älteste bonaerenser Konzertgesellschaft ein Symphoniekonzert unter Leitung von Lamberto Baldi, der das Wagneriana-Orchester zu überraschend gutem Klang brachte. Zur Ehrung des jüngst verstorbenen argentinischen Komponisten Gilardi Gilardi sang Noemi Souza mit voller ausgeglichener Altstimme „Triste estará mi alma hasta la muerte“ aus der Feder Gilardis. Alle anderen Werke bildeten ein „Festival Antonio Vivaldi“. Nach der sauber geböte nen „Sinfonía Al Santo Sepolcro“ (h-moll) erklang das reizende Oboekonzert, als dessen Solißt Pedro Di Gregorio brillierte. Der Hauptteh des Pro gramms bestand im berühmten „Gloria“ für Orchester, Solisten und Chor. Die Instrumental-Vereinigung gab eine erlesene Probe ihrer Kunst: der Chor der Gesellschaft — von Carlos Berardi sicher vorbereitet — hörte ßieh zwar sauber an, offenbarte jedoch besonders in den Bässen eine gewisse Rauhe. Maria Kallay (So , pran) und Noemi Souza (Alt) sangen prachtvoll ’and verhalfen dem - „Micro Oratorium“, dessen Einstudierung von Leo Schwarz ge wässenhaft vollzogen wurde, zu schönem Erfolg. Es gab viel Beifall. Nationales Rundfunk- Orchester: Das erste Konzert dieses schon zur -Tradition gewordenen, in der Aula der Rechtsfakultät stattfindenden Zyklus wurde von Ferruccio Calusio dirigiert, dessen Temperament mit zunehmeudem Alter seltsamerweise eher wächst. Der fast Achtzigjährige leitete eine dynamische, rhythmisch einwandfreie „Ouvertüre zur Verkauften Braut“ (Bedricb Smetana) und eine ebenfalls derart zu qualifizierende Symphonie Nr. 2 (h-moll) von Alexander Porfirewitch Borodin. Die reizende Suite „Gli Uccelli“ (Die Vögel) von Ottormo Respighi wurde graziös interpretiert. Der unseren Kreisen entstammende junge Komponist Werner S. Wagner war mit einer ausgezeichnet konzipierten und auf polytonaler, bis ins Atonale reichenden Basis geechriebenen „Rapsodia Argentina“ vertreten und er. langte einen spontanen Sonder-Applaus. Das Ovationen hervorrufende Konzert wurde mit der sprühenden „The Young Person‘s Guide to the Or. questa, Variaticns and Fugue on a Theme by Purcell" von Benjamin Britten glanzvoll beschlossen. Herr Turkow von führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gemeinschaft in Venezuela begleitet, — OSE-Argentina Auf der Generalversammlung der Mitglieder der OSE Argentina fanden Neuwahlen etatt. Die Leitende Kommission und die Damen- Kommissicu setzen sich wie folgt zusammen: Leitende Kommission: Dr. Bofis Malamud — Presidente; Sr. Mauricio Jenik — Vicepresidente 1*: Dr. Juan Guelar — Vicepresidente 2c; Dr. Ismael Liaßovich — Se. cretaiio; Contad. Abraham Schvartz — Tesorero; Arq. Nélida G. de Garcii — Prosecretaria; Dr. Arno Turovetzky — Protesorero; Itala E. de Volco — Secretaria de Actas. — Vocales Titulares: Betty S. de Jenik, Catalina J. de Lévinton, Lía D. de Lapidus, Sara S. de Jenik, Dr. Ioszpe Sindel, Flo- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) „OLAMENU rr ♦ TEL AVIV POB 3002 X NEUERSCHEINUNGEN ♦ ó ISRAEL DES VERLAGES l Prof. Dr. H. Sternberg: Zur Geschichte der Juden in Czernowitz * l Reich illustriert X ::: ¡Prof. Kamilo Landmann:; Israel und die Juden der Welt ♦ ¥ ♦ SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: Kart. 3,— Kart. 2.— : GESCHICHTE DER IUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen Nach Erscheinen $ 15- 20.— Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliess- ♦ lieh an den Verlag. Tel Aviv. P.O.B. 3UU2 (Israel/ « zu richten. « ♦ Die Preise sind in USADollar angegeben. *