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Jüdische Wochenschau · 1963-05-31 · 2014 (31.5.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2014 (31.5.1963)
Date
1963-05-31
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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££S£ fZ — Viem«, 31 de Mayo de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. — No. 2014 Alle Menschen sind gleich d (Schluss von Seite 1? t an die USA beweist dies schon heute. Welche Macht der Erde ist imstande, diesen Faktor aiusserhalb der politischen Erwägungen zu lassen? 1 Der Westen kann an diesen Tatsachen nicht vorbeL sehen. Für die östliche Propaganda sind diese Zustände ein leicht gefundener Zündstoff. Die Kommunisten haben sich mit diesen und ähnlich gelagerten politischen Argumenten bereits tief in das befreite Asien hineingewühlt. Soll auch der schwarze Erdteil diesen Einflüssen unterliegen? Wird er weiterhin billige Argumente den Herren in Moskau oder Peking liefern? — Das sind Fragen, die alle angehen. Die Blicke der freien Welt sind nach Washington gerichtet. Es dürfte nicht zu viel gesagt sein, wenn man behauptet, dass das Schicksal aller auf dem Spiel steht. V iv. Vertrauenskrise r Wenn von einer Vertrauenskrise gesprochen wird, so geben die Ausschreitungen gegen die Neger hierzu genügende Veranlassung. Es soll nicht bestritten werden, dass Probleme des Zusammenlebens von Weissen und Schwarzen vorhanden sind, die in der verschiedenen Mentalität oder in anderen Lebensgewohnheiten — oder Aeusserungen bestehen. Jedenfalls versichern auch einsichtige Berichterstatter Dr. FREY ABOCADO PUEYRREDON 2190 1’ ixq. nachm. 10—19 Uhr T. E. 83 2613 i REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 1 Jaime Liebling! S. A. 1 SPERRHOELZER . H O E L Z E R* DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349, 33-9305 J PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und anverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 diese objektiven Unterschiedlichkeiten. Aber Freiheit und Recht sind nicht nur Wohltaten oder Ideale, die einseitig erteilt werden können. Freiheit und Recht verlangen auch Opfer und begründen Verpflichtungen. Jede Gemeinschaft, von der kleinsten (der Ehe) bis zur grössten (den UN), beruht auf der Notwendigkeit gegenseitigen Verstehens. Ohne diese Konzession gibt es eben keine Gemeinsamkeiten. In einer hochentwickelten Gemeinschaft sollte dieses Gefühl für die Erfordernis se der Koexistenz ebenso wie die Erkenntnis, dass es nur diesen Weg zur Befriedung von Gegensätzen in der Gesellschaft gibt, zum festen Bewusstsein staatsbürgerlicher Verpflichtungen geworden sein. Die Erfahrung zeigt, dass dies selten oder schwer der Fall ißt. Meist ist es umgekehrt. Einfache Menschen sind toleranter, Ihr Denksystem ist weniger kompliziert. Ihre Gefühlswelt ist unmittelbarer. Der Hauch der Kulturen hat ihr gesundes, natürliches Rechtsempfinden nicht negativ beieflusst. In den hochqualifizerten Völkern sollte Verstand und Erkenntnis zu der Ueberzeugung führen, dass die Gleichheit aller Menschen nicht nur ein prophetisches Ideal, sondern eine politische Notwendigkeit ist. Wenn diese Forderung nicht durchgesetzt wird, muss die Menschheit wieder zum Sklaventum zurückkehren. Bei der Unbedingtheit der in der modernen Gesellschaft auf tretenden Antithesen gibt es keine andere Alternative. Da keine Anzeichen dafür vorhanden sind, dass die ungelösten Probleme geklärt werden können, ist es zu einer Vertrauenskrise gekommen, die ernster sein dürfte, als manche meinen. De»an hierdurch wird die gesamte westliche Front geschwächt. V. Sie wittern Morgenluft Inzwischen ist es in dem New Yorker Stadtteil Yorkville zu antisemitischen Kundgebungen gekommen. Dass es auch in Nordamerika einen spürbaren Antisemitismus gibt, ist keine neue Erkenntnis. Strassen- Ausschreitungen aber hat es bisher kaum gegeben. Die Horden des Naziführers Rockwell haben zwar des öfteren von sich in übler Weise reden gemacht. Sie haben auch — meist in Städten der Südstaaten — Unruhe gestiftet, oder mit ihren Hakenkreuzbinden in Washington demonstriert. Dass sie mit ihren Aktionen in den Süden zogen, deutet darauf hin, dass sie dort ein Feld vorzufinden erwarte. ten, welches durch die rassische Agitation gegen die Schwarzen genügend vorbereitet war. um auch Stirn mung gegen die Juden zu machen. Schliesslich stellt die Parole „gegen Juden und Neger“ auch keine Neuigkeit dar. In New York hat es sich um eine richtige Nazi-Demonstration gehandelt. Uniformierte zogen durch die Strassen, bis sie auf Widerstand stiessen und auseinandergetrieben worden sind. Ein neuer „Führer“ der nordamerikanischen Nazis, namens James H. Madole, wollte sich auf einer Ver Sammlung in dem von vie len Deutsch-Amerikanern bewohnten Viertel vorstellen. Seine Partei hat den Kampf „gegen Juden und Neger“ proklamiert. Die Polizei wollte die Durchfüh rung der Versammlung garantieren. Als Madole zu sprechen beginnen wollte, durchbracheu Mitglieder der Organisation der jüdischen Kriegsveteranen die Polizeikette und verjagten die Nazis. Damit war diese Episode — jedenfalls vorerst — abgeschlossen. Aber es bleibt zu hoffeu, dass die gemachten Erfahrungen zu einer entschlossenen Aktion gegen jede nazistische Tendenz hinüberleiten mögen. Mit Strassenschlachten allein wird man diese Pest nicht ausrotten. Hier handelt es sich um eine politische Manifestation, die bedenklich stimmen muss. Wie lange werden Nazis in den USA noch mit Hakenkreuzfahnen und -binden herumlaufen können? VI. Gegen die Feigheit Die in Berlin erscheinen de, viel beachtete Zeitschrift „Der Monat“ hatte in ihrem J anuar-Heft einen Artikel „Plädoyer für die Feigheit“ j aus der Feder des be- I kannten Journalisten Klaus Harpprecht gebracht, der ein Referat widergab, das Harpprecht auf dem Kölner Kongress für die Freiheit der Kultur gehalten hat. Er sagte, dass im wesentlichen die Feigheit der Massen und ihr „Willen zum Ueberleben“ Hitlers Wüten ermöglicht haben. Er versuchte, diesen durch Feigheit ausgelösten Willen zum Ueberleben zum entscheidenden Mo tiv für die Mitläufer des Re- . «yWWbVlWWV“.■WV-.- i JUDITH £ SCHENKOLEWSK! } KULTUSSTICKEREIEN i Schabbosdecken Talllsf beutel - Käppchen - Maz-1 zot-Taschen - Handund1 Maschinenstickered von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9153 (Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel í NEUE ADRESSE £ VIAMONTE 2037, 4j. B. «¡ 46-1716 and 48-2104 > MOHEL N. PLAKSIN Superí 2719 I. E. 76-6784 u. 76-23H Ein Status quo in Mittelost Paris. — Die französische Regierung ist „entschlossen, einen territorialen Status quo“ zwischen den arabischen Staaten und Israel zu befürworten, so erklärte Aussenminister Maurice Couve de Murville vor der Parlamentekommission für auswärtige Angelegenheiten. „Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten befreit die westlichen Regierungen nicht von der Erfüllung gewisser Verantwortungen, die sie zur Errichtung eines Status quo zwischen Israel und den arabischen Ländern verpflichten“, führte er au«. Mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die Dreiererklärung aus dem Jahre 1950 unterbreitete der Französisch-Israelische Verband der Regierung eine Resolution, die die Aufforderung enthält, in Uebereinstimmung mit dieser Erklärung im Mittelosten zu intervenieren. (ITA) gimes plausibel zu machen. Seine Ausführungen riefen lebhaften Widerspruch hervor, die Wiedergabe der Re. de im Monat hatte zahlreiche Zuschriften zur Folge. Die Deutschen, so schreibt Rolf Schroers, waren „nicht feige, sie haben sich identifiziert. Sie haben mitgemacht. Man kann sie also nicht mit einem Begriff entlasten, der ihr Verhalten nicht erfasst“. Die übrigen Zuschriften widersprechen mit ähnlichen Argumenten. Obwohl sich Harpprecht mit seinen geistreichen Ausführungen die Analyse leicht gemacht hat, dürfte doch ein Funken Wahrheit in seinen Worten liegen, wenn auch nur eine halbe Wahrheit. Sie haben alle mitgemacht, viele aus Feigheit. Aber diese Feigheit kann das Verhalten noch nicht einmal erklären, geschweige denn entschuldigen. Da vielerorts, besonders von den Auslandedeutschen, das Gift des Judenhasses weiter getragen und verspritzt wird, wäre es an der Zeit, wenn durch klare Definitionen und Entscheidungen verhütet wird, das« es wiederum Deutsche sind, die den Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen verbreiten. An dieser Klarheit fehlt es. An dieser Entschlossenheit, gegen die schreckliche deutsche Vergangenheit aufzutreten, mangelt es, sobald nicht nur Worte erwartet werden müssen. In diesem Zusammenhang muss auch das unver stündliche Verhalten der Bundesregierung gegenüber den deutschen Atomwiesenschaftlern und Technikern in Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG -i ♦ ♦ ♦ « ♦ ♦ ♦■♦♦♦♦♦♦• Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sieh an Livia Neumann Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HEL6UERA 1915 T. E. 58-4052 Aegypten erwähnt werden. Es liegt auf der gleichen Linie. Muss man wirklich diesen Begriff der Feigheit auch auf die heutige deut sehe Politik und Haltung anwenden, wie dies einige der Autoren im Monat tun? VII. Nicht warten An allen Horizonten leuchten Flammenzeichen auf. Klar die Lage zu erkennen, ist das Gebot der Stunde. Es darf nicht wieder einmal gewartet werden, bis es zu spät ißt, vielleicht sogar zu spät, um einer Entwicklung Einhalt zu gebieten, deren Ziel nicht nur die Unterdrückung der Juden und Neger, sondern die Versklavung der freien Welt ist. U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece tOs Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Varantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredte 2190, 1’ izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien« 6 100.— pro Quartal Ausland 3 600 — jährl. Jüdische Flüchtlinge aus Kuba New York. — Unter den 5.775 Juden, die eich nach einer Aufstellung des Verbandes neuer Amerikaner im Jahre 1962 in New York niedergelassen haben, figurieren 1.700 jüdische Flüchtlinge aus Kuba. Diese Mitteilung wurde auf der alljährlich abgehaltenen Versammlung dieses Vereins gemacht. (ITA) Fundaminiski-Strasse Wien. — Der Stadtrat von Warschau benannte eine der Strassen der Stadt nach Efraim Fundaminski, um das Andenken dieses Mannes zu ehren, der zu den Organisatoren des Aufstandes im Warschauer Ghetto gehörte. (ITA) KINDERARZT Dr. SAMUEL CORN MEDICO DEL HOSPITAL DE NlNOS VIRR. LORETO 1756, 29 SPRECHZEITEN T. E.: 93.0459 Montag, Mittw., Freitag 73-7661 von 15—20 Uhr I Dr. BERNARDO GOLDSTEIN m § MEDICO 3 Cardiología — Hospital Fernández ¡S Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiograms« i CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-68IT ■ 5 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 5 Sonnabend: 14—IG Uhr B 5sSIl**ETSIESESÍi:5SZ2S:l:í!'SS!!S*St****S*SíílltISa*IIí.l*5iSíL^ VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telei. Vereinbarung XiaKSSZSSSSSS*iSS3iE3«S*iiÍllielIISBIi*SI*íMSSMiB»II«*S*MSW äDr. BENJAMIN LIPNIZKYS g ZAHNARZT | ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- ■ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- | LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG | Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend ■ nati: vorheriger Vereinbarung. S B B JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-86T3 und 7J-0500 "■SE*â*M£IiaSSIKMSÏS**K««*lâ*ÎSSSS»ï*SMIMISMM6»»MBSIlC Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPNBCBSTUNDEH: Montag. Dienstag, Mittwoch «. Freitag von 1*~W Uh» 8s wird geboten, sieh vorher telefonisch anaumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542

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