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Jüdische Wochenschau · 1963-05-17 · 2012 (17.5.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2012 (17.5.1963)
Date
1963-05-17
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Vitrntg, 17 de Mayo de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. — No. 2012 Was bedeuten Garantien? i (Schluss von Seite 1) nicht klar zu erkennen wie weit die sowjetischen Einflüsse in Algerien reichen, vor denen Nasser Angst hat, seitdem seine Delegierten eines Tages von Krutschew wie Schuljungen ahgekan zeit wurden. Ben Bella hatte, bevor er sein Amt in Algier antrat, in Kairo einen Besuch abgestattet und die Gelegenheit zu einer wüsten Hetzrede gegen Israel benutzt. Unter dem niederdrückenden Eindruck, den seine Worte damals gemacht haben, wurde später von einer falschen Wiedergabe gesprochen, um die Lage in Algier nicht zu komplizieren. Jetzt, im Be, sitz seiner Macht, kam Ben Bella auf das gleiche Thema zurück, um wenigstens mit Worten die Propaganda und politischen Bemühungen Nassers zu unterstützen. Nach einer Veröffentlichung erklärte Ben Bella, Israel sei „der imperia listische Polyp, der in den afrikanischen Kontinent infiltriert“. Israel müsse man „deswegen zunächst in Afrika zerdrücken, bevor es in Tel Aviv vernichtet werden kann“. In seinen weiteren Ausführungen meinte Ben Bella, Israel würde Botschafter in die afrikanischen Länder entsenden, die in Wirklichkeit Sendboten des imperialistischen Zionismus seien. „Israel versucht in die afrikanischen Länder mithilfe seiner politischen Organisationen und mithilfe seiner Syndikate einzudrin- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izo. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83-2613 REAL pen! Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 . T. E. 49-5850 j Jaime Liebling; S. A. 4 SPERRHOELZER t hoelzer! DIAZ VELEZ 5224; Tel.: 89-9349. 33-9305 ♦ PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 gen“. Dieser Situation müsse man schnell md energisch begegnen, meinte Ben Bella. Der algerische Ministerpräsident wird noch in diesem oder im nächsten Monat einen Gegenbesuch in Kairo machen; ausserdem werde er seinen Standpunkt auf der panäfrikanischen Konferenz vertreten, die in Addis Abeba stattfinden wird. — In das Konzert der arabischen Kriegshetzer ist Ben Bella nun zum zweiten Mal mit seinen Drohungen gegen Israel eingefallen. Natürlich stört es die Araber, die Israel unerbittlich und feindlich gegenüberstehen, dass eine Reihe junger afrikanischer Staaten die besten Beziehungen mit Israel pflegt. Israel bringt diesen Ländern Erfahrungen und Erkenntnisse, wi&senschaftli che und wirtschaftliche Hilfe bei der Entwicklung ihrer jungen Staatßökonomien, insbesondere auf dem Gebiet der Agrarwirtschaft. Man kann den Gegensatz der arabischen zur israelischen Politik an diesem Beispiel einmal mehr mit aller Schärfe erkennen: die Araber hetzen, aber sie tun nichts. Sie versuchen, die afrikanischen Völker mit leeren Parolen und nationalchauvinistischen Redensarten aufzuwiegeln. Sie wärmen alte, abgenutzte Begriffe wie Imperialismus auf, um sie mit einem gehörigen Mass an Gift zu mischen. Demgegenüber treibt Israel eine konstruktive Friedenspolitik, um jungen, unerfahrenen Völkern bei ihren Bemühungen der Stabilisierung ihrer Wirtschaft, beim Aufbau ihrer staatlichen Institutionen, bei der Entwicklung ihrer Landwirt, cchaften zu helfen. Dass es sich hierbei nicht um Phrasen, sondern um Tatsachen handelt, ist von den Vereinten Nationen und den entsprechenden Kommissionen wiederholt anerkannt worden. Wenn man Ben Bellas Deklarationen genau studiert, wird man hieraus den Eindruck gewinnen, daes er selbst die Fakten als solche nicht leug net, sondern mit einer primitiven Begründung Israel imperialistische Motive unterstellt. Die panafrikanische Konferenz wird zeigen, oft) der politische Druck, den Nasser mit Unterstützung von Ben Bella und anderen auszuüben vermag, einmal mehr ausreicht, um die Wahrheit zu verachtetem. Inmitten dieses unruhig hin- und herschlagenden Meeres arabischer Illusionen und politischer Manipulationen, inmitten eines sich ständig verändernden Panoramas versucht Israel, festen Boden unter seinen Füssen zu schaffen. Das bedeutet die Bemühung Ben Gurions um Garantien. Soll man das Sä- «nr» f; JUDITH \ / SCHENKOLEWSKI $ KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken TalHs- N beutet Käppchen - Maz-? zot-Taschen Hand- und i Maschinensticker« von J •, Bett und Tischwäsche t j Dr. P. I. RIVERA 2585 J J (fr. Bebedero) £ T. E. 73-9155 ,• í Confitería NIZA \ 5 Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE; 76-0286 belg2rassel Nassers und jetzt auch Ben Bellas überhören? Darf Israel sich in Sicherheit wiegen, obwohl die numerische Ueberlegenheit der arabischen Länder und deren wirtschaftliches Potential Israel gegenüber erdrückend ist? Hat Israel denn ein Recht, einfach mit einem Achselzucken die ägyptischen und anderen Drohungen nicht zu beachten? Das sind Fragen, die im Angesicht der allgemeinen Unsicherheit im Mittleren Osten und der schwierigen inneren Lage der arabischen Länder nur noch bedeutsamer werden. Die Groscmächte nehmen eine ausweichende Position ein. Auch sie können das Spiel der arabischen Kräfte nicht übersehen, das keineswegs von einem Gehirntrust, sondern vom blinden Zufall geleitet wird. Die divergierenden Interessen der Blockführer, der USA wis der Sowjetunion, «tehen einer klaren Politik auch der UN im Wege, die naturgemäss von der Haltung dieser beiden Wortführer zweier Welten abhängig sind. Kennedy hat sich zu diesen Fragen auf Drängen einiger Journalisten geäussert. Seine Antworten, wie weit die USA bereit wären, die von Ben Gurion gegebe nen Garantien zu gewähren, waren trotz ihrer liebenswürdigen Form ausweichend. Es hat keinen Zweck, sich hierüber irgendwelchen Zweifeln hinzugeben. Amerikas Präsident sagte, dass sich die USA gegen jede Aggression wehren würden. Auch deren Vorbereitung würde man zu verhindern wissen. Eine Grenzgarantie, von der Ben Gurion gesprochen hatte, gab Kennedy nicht. Er bezog sich auch nicht auf das Grenzversprechen, das die drei westlichen Grossmächte im Jahre 1950 gegeben hatten. Vielleicht hätte man eich mit einem solchen Hinweis begnügen können. Die jetzt von Kennedy gegebene Antwort dürfte aber allgemein als unbefriedigend aufgefasst worden sein, weil sie äusserst weit gefasst und dehnbar ist. Bleiben wir bei der Erklärung Kennedys, man würde auch die Vorbereitungen einer Aggression verhindern. Muss man die Begriffe interpretieren, die doch klar sind und durch irgendwelche Auslegungen nur verwischt werden würden? Was will man unter einer .Aggression', was unter den Vorbereitungen hierzu verstehen? Sind die ständigen Drohungen Nassers und eeine Beschimpfungen, ist die unaufhörliche Propaganda des Kairoer Senders, sind die Herstellung von Angriffswaffen, vor allem durch die deutschen Atomwissen * WOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 I. E. 76-6784 u. 76-2312 Ï JACOB LAPIDUS ï 5 dipl. Mohel 5 < NEUE ADRESSE *, VIAMONTE 2037, 4j. B.l Í 46-1716 und 48-2UA ¡¡ Zwischenfall in Los Angeles Los Angeles. —- Vier Mitglieder der amerikanischen Nazipartei wurden nach einer Schlägerei festgenommen, die auf einer Jom Haazmaut-Feier ausbrach. Zehn Personen wurden bei dem Zwischenfall verletzt, der nach polizeilicher Aussage dadurch verursacht wurde, dass auf der Strasse postierte Nazis einen Juden tätlich angriffen. — Ausser diesem Juden wurden vier Nazis, drei Polizisten und noch zwei weitere Juden verletzt. Die Feier fand in einem Saal statt, und das dort versammelte Publikum bemerkte nicht einmal, dass sich draussen Nazis mit Polizisten und zufällig dort anwesenden Personen schlugen. Die vier Nazis kennten identifiziert werden, während ein fünfter Naziheld die Flucht ergriff. (ITA) schaftler in Aegypten, ißt der Aufmarsch ägyptischer Truppen in der Sinai-Halbinsel und der Syrer am Tiberias-See Angriffshandlungen? Muss man hierin Vorbereitungen zu späteren Attacken erkennen? Für uns stehen die Antworten auf diese Fragen fest. Kennedy aber erörtert das Problem, als wenn es einen rein theoretischen Charakter tragen würde. Auch die Erklärung Ben Bellas über den „imperialistischen Polypen“ hat keinen westlichen Politiker veranlasst, diesen Drohungen und Hetzen Einhalt zu gebieten oder klar zu erklären, dass solche Kriegstreibereien mit der UN Charter in Widerspruch stehen und nicht geduldet werden können. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen bleibt inaktiv. Worauf warten all diese grossen Herren, die verpflichtet sind, über den Frieden wachen? Gewiss haben die Erklärungen Kennedys oder U Thants keinen grossen praktischen Wert. Aber als eine politische Stellungnahme könnten sie, wenn sie nur eindeutig und klar formuliert werden, wichtig sein, weil sie den Arabern zeigen würden dass Vorsicht geboten ist. Bisher haben die Amerikaner nur die Aegypter oder, genauer gesagt Nasser gestützt. Sie sind ee doch gewesen, und sie sind es auch heute noch, die ihn an der Macht halten. Hierdurch ermuntern sie ihn in. direkt dazu, seine Politik weiterzutreiben. Die UN haben keine ihrer Sicherheitsrats-Resolutionen ernsthaft durchzuführen verßueht. Sie haben gegen Aegypten ent schieden, aber ihre Entscheidungen nirgends durchgesetzt. Nur diese nachlässige, von politischen Sonderinteressen diktierte Politik hat bis heute den Ab Schluss eineß Friedens verhindert. Man braucht nicht daran zu zweifeki, dass ein neuer Abwehrfeldzug Israels gegen die ägyptischen Kriegsvorbereitungen von den USA Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz : ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 missbilligt werden würde. Aber soll Israel zuseben, wie man den Angriff auf sein Territorium vorbereitet? Die Zeiten sind vorbei, wo Juden warten, bis ihre Henker erscheinen. Weiss man das in Washington noch nicht? — Sollten wir noch einmal die Erfahrungen machen, die wir in der Hitlerzeit gesammelt haben, als die Alliierten zugesehen haben, wie man Juden in Gaskammern verbrannte. — Auf daß Verlangen Ben Gurions nach Garantien, das klar ist, gehört eine klare Antwort und kein Orakel. Das Jonglieren zwischen den Fronten hat nur zu einer Verschärfung der Zustände und nicht zu einer Erleichterung der Lage geführt. Israel hat ein Recht auf internationale Garantie. Die USA sollten sich deswegen intensiver mit der Frage der ägyptischen U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Virantwortllch: Dr. Hardi Swarsensby Pueyrredén 2190, 1’ izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien. 6 100.— pro Quartal Ausland * 600 - jährl Kriegs - Vorbereitungen und ßonstigen Machenschaften im Mittleren Orient beschäftigen. Sie sollten einmal die Tätigkeit der deutschen Wissenschaftler in Kairo untersuchen, nachdem man in Bonn in dieser Hinsicht — offensichtlich aus innenpolitischen Rücksichten — nichts unternommen hat und eich hinter formalistischen Gesichtspunkten verschanzte. — Israel sollte jedenfalls mit ungebrochener Energie von den Grossmächten — und nicht nur von den USA, sondern auch von der Sowjetunion — verlangen, dass politische Garantien gerade im Hinblick auf die wachsende Unsicherheit im Orient gegeben werden. Dabei weiss jeder, und besonders gut weiss dies Israel dass die beste Garantie in uns selbßt liegt, in den Menschen Israels sowie in der Bereitschaft des jüdischen Volkes? — Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sich an Livia Neumann Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr gSSSaiISaSBBäMIMIiiäei53S*5SS3SS*iSSSS*SESilMSMIS3I*S8B*SS | Dr. BERNARDO GOLDSTEIN 1 MEDICO § s * £ Cardiologie — Hospital Fernändez | ■ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme 5 1 CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 1 W M 5 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr £ £ Sonnabend: 14—16 Uhr £ M « m « SninniniHininnnnninninnimniiinHmnimi^ VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. Vereinbarung Ulimail)IRnilH9IMHMIHIIIHHHnM3IHiH!Uiansnt sDr. BENJAMIN LIPNIZKYS £ ZAHNARZT | 5 ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- 5 5 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — ltEGU- - S LISRUNG DER ZAHNSTELLUNG S «j Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend 5 £ nach vorheriger Vereinbarung. S I JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E. 76-8673 und 73-6500 5!iiinnniminniiiiiRiii:nHiuiniii»HiiimnniiiHii< Dr. L. 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