Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2011 (10.5.1963)
- Date
- 1963-05-10
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXIV. — No. 2011 — 5 AEí;®L's«r mis. SEe5ei>;< und AW 'fgelegt , ir Erfolg: i "en aus df ‘d und leiä, > Boac] de in die..« iVy Kritik anten Koait er mit {¡jj fwgezeiohne ohf“ war ai gekehrt u *' gutem E kum vor. c de Schule g S klincrl U zu Gehör, ses. ant.'m- *■ das von Beifall auf. le. Mit viel ■te er auch Me 1 von ilLSngtr, tviv erikanisclie j zu vermiti sehe, sind j (kr zusam- J heraus w nungen des «• die le. 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April vom Präsidenten Argentiniens unterfertigt und vom Innenminister gegengezeichnet wurde, besagt in seinen Begründungen, dass es „Ziel und Aufgabe der Regierung bildet, die öffentliche Ruhe, den inneren Frieden und die Achtung vor der mensch liehen Persönlichkeit und den Rechten des Individuums zu sichern”, Es wird hinzugefügt, dass die von den Tacuara und Guardia Restauradora Nacionalista benannten Gruppen entwickelte Aktivität, die. sich durch persönliche Angriffe und wiederholte Gewaltakte kennzeichnet, diese Grundprinzipien der Nation ernstlich gefährden“. Weiter heisst es in diesem offiziellen Dokument, es sei .unvorstellbar dass in ebner juristisch organisierten Gesellschaft Attentate gegen den ideologischen, politischen oder religiösen Pluralis mus verübt werden, der die Basis einer demokratischen Struktur darsteilt.“ Das Dekret verbietet in ganz Argentinien die Aktivität der Tacuara und Guardia Restauradora Nacionalista und verfügt die sofortige Schliessung der Lokale dieser Organisationen durch die zuständigen Behörden. Wie mehrere Blätter der Bundeshauptstadt berichteten, hat das Innenministerium die Sicherheitsbehörden angewiesen, die Bestimmungen des Dekrets durchzuführen und die Schliessung der Lokale der beiden nazifaschistischen Organisationen vorzunehmen. Sharett unermüdlich Eine umfangreiche Tätigkeit entfaltete der Präsident der Jewish Agency, Moshe Sharett, während seines kurzen Aufenthaltes in Argentinien. Eine dynamische Kraft strahlt von Sharett aus, dem früheren Minister Präsidenten und langjährigen Aussen minister Israels. Ueberali, wo er sprach, fand er sofort den Kontakt zu seinen Zuhörern, die gekommen waren, sein Wort, seine Auffassungen und Mahnungen zu hören. Sharett war ununterbrochen unterwegs. Er war in Buenos Aires. Rosario, Cordoba und Mendoza, unterbrach seinen argentinischen Aufenthalt, um zwei Tage Uruguay zu besuchen, wo er mit dem gleichen Enthusiasmus empfangen worden ist wie hier. Inzwischen ist er einige Tage in Brasilien gewesen und nach Israel zurückgekehrt. Einen der Höhepunkte reiner Reise bildete die Rede Sbaretts vor den Askanim, den ständigen, treuen Mitarbeitern der Vereinigten Kampagne, zu denen er in einer meisterhaften Form gesprochen hat. Aber jeder bedauerte, dass Sharett nicht noch mehr sagte, noch mehr berichtete, aoeh mehr nformierte. In einem kurzen Ueberblick schilderte Sharett bei dieser Gelegenheit die Entwicklung von den ersten Picnieren, die in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Palästina gingen, über die Schwierigkeiten der ersten kolonisatorischen Versuche und des Ersten Weltkrieges bis zur Balfour-Deklaration, die das erste politische Do kument gewesen ist,;u welchem das Recht des jüdischen Volkes auf sein Land von der Welt anerkannt wurde Die Zeit zwischen den Kriegen, die furchtbaren Verfolgungen und der heroisehe Kampf um das jüdische Lebensrecht führte schliesslich aufgrund der überzeugenden Leistungen c!er kleinen jüdischen Bevölkerung des ehemaligen Mandatslandes zur UN Resolution, aufgrund deren dann der Staat proklamiert worden ist. Erreichtes und Erwartetes Sharett schilderte in der ihm eigenen lebendigen Art die gewaltigen Anstrengungen, die von der kleinen Bevölkerung des jungen Staates gemacht worden sind, um den Staat und das Land zu entwickeln. Man zog Experten heran die ihre Meinung über die Entwicklungsmöglichkeiten und die Auf nahmefähigkeit Israels äussern sollten. Man wodte wissen, ob der Staat imstande sein werde, innerhalb von 5 oder 10 Jahren noch einmal die Zahl seiner Einwanderer aufzunehmen. Die Experten waren skeptisch, hielten diesen Plan für illusorisch, gaben Erklärungen über die Armut des Landes, wiesen auf die Wüsten hin, sprachen Bedenken wegen des Wassermangels aus und gaben noch weitere Begründungen, die ihre Skepsis erläutern sollten. Sie meinten, die Bevölkerung mii;se ihren Lebensstandard senken und vieles andere mehr. Israel hatte keine Zeit, sich auf Expertisen zu stützen und ging ans Werk. Die Wirklichkeit zeigte, dass Huuderttausende an die Tore des Landes pochten und Einlass begehrten. Die Wahrheit ist, dass mehr als dreimal die Zahl der Einwohner des Landes vergrössert worden ist. Der Lebensstandard der Bevölkerung brauchte nicht gesenkt zu werden. Im Gegenteil, das Lebensniveau konnte erheblich gehoben werden. Auf allen Lebensgefahren hat sich Israel entwickelt, überall ist Forsch: itt zu beobachten. Immer mehr Menschen strömen ins Land, und erstmalig kommen sie auch aus südamerikanischen Ländern in einer nicht unbeträchtlichen Zahl. Für alle diese Einwanderer, die kamen und kommen, und die noch in Zukunft ins Land strömen werden, kann aber nicht nur die Bevölkerung des Staates die Sorge übernehmen, um sie unterzubringen, um Häuser für ¿ie zu bauen, um ihnen Arbeitsplätze zu geben, um die vielen Kinder und Jugendlichen, die kommen, zu erziehen und auf produktive Berufe vorzubereiten. Um ein solches Werk zu vollbringen, ist die Anstrengung des ganzen jüdischen Volkes erforderlich. Denn es sind doch Juden, die aus aller Welt nach Israel kommen, und für die auch das jüdische Volk and die Gemeinschaften zu sorgen verpflichtet sind, aus denen sie stammen. Für eine so grosse Aufgabe, wie sie die Einwanderung von tausenden Men sehen darstellt, ist Geld erforderlich, das alle Juden aufbringen müssen. Es handelt sich nicht um eine m,ldtätige Gabe oder den Aus druck philanthropischer Gefühle. sondern um einen ernsten Beitrag, um eine Selbst - Besteuerung, die gleichzeitig den Wert der Menschen widerspiegeln, die sich hieran beteiligen. Das argentinische Judentum ist aufgerufen, endlich zu be weisen, dass es nicht nur mit Israel und dem jüdischen Volk fühlt, sondern dass es auch verstanden hat, dass Opfer verlangt werden können. Mitarbeiten — Mitbauen Die an jeden einzelnen Juden gerichtete Forderung, diese von ihm zu tragende, selbstverständliche Pflicht zu erfüllen, muss immer wieder hervorgehoben werden. Jeder soll mitarbeiten an dem grossen Werk der Renaissance unseres Volkes und dem Wiederaufbau unseres Landes. Aber jeder soll auch wissen, dass für ihn das Land bereit steht ihn aufzunehmen, wenn er kommen will, um im jüdischen Lande zu leben, oder wenn er kommen muss, weil ihn die Verhältnisse hierzu veranlassen. Jeder soll aber auch wissen, dass diese, heute erforderlichen und ver langten Beisteuerungen konstruktiv angewandt werden um neuen Platz für neue Menschen zu schaffen Jeder Neueinwanderer wird sofort an der Stelle, wohin er mit seiner Familie gebracht wird, zur Arbeit ein gesetzt. Alle Fälle werden vorher überprüft, um die Eignung, die Lebensgewohnheiten, die Erziehung und Vorbildung der einwandernden Familien festzustellen und sie an solche Plätze in Israel zu bringen, wo sie die Möglichkeit einer schnellen Einordnung und Eingliederung in das Land, seine Notwendigkeiten und seine Entwicklungspläne finden. Die Kinder lernen vom ersten Tage an Hebräisch und gehen in Senulen. die Jugendlichen werden in vorbauenden Kräften. Hierin liegt die grosse Chance, nicht nur neue Böden zu erschlossen, sondern sofort wieder Raum und Arbeit für diejenigen zu schaffen, die morgen ins Land gelangen. Das ist Israel — ein Land der Arbeit und des Bauens, ein Land, in dem jeder Reissig sein und daöei heden muss, das grosse Ziel der Rückkehr der Kinder Israels in seine neue, uralte Heimat zu verwirklichen. Es ist aber auch ein Land des Stolzes und der Zukunft, ein Land, in dem der Jude als Jude frei leben und sei.ve Kräfte nach seinen Fähigkeiten entfalten kann. —, Der von Moshe Sharett hinterlassene Eindruck war ein starker; sein kurzes Wirken hier wird dazu anspornen, alle zu veran'assen, die historische Aufgabe unserer Generation zu erfüllen und mitzuadbeiten und mitzubauen an einer besseren Zukunft unseres Volkes, Abschied von Sharett Organisiert vom Damencomite der Vereinigten Kampagne fend eine schlichte Abschiedsfeier für Moshe Sharett im Club Americano statt, auf der Frau Ester Maler für das Damencomite und Dr. Hardi Swarsensky für das Präsidium der Kampagne einleitend sprachen. In einer geistreichen Rede in französischer Sprache zeigte Sharett, der gerade von einem Besuch in Cordoba und Mendoza und einem kurzen Aufenthalt in Santa Fe zurückgekehrt war, die ausserordentliche Bedeutung der Kampagne für die jüdische Zukunft auf, in der die Grundlage der gesamten Arbeit erblickt werden müsse. Die sprühende Rede wurde begeistert aufgenommen. Die Uebertragung ins Spanische nahm Dr. Leon Lapaeö vor, dem die Anwesenden wegen seiner schönen Uebersetzung ebenfalls Beifall spendeten. Es war ein würdiger Abschied von einem Menschen, der dem ar- INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatillas AN DON AEG UI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 . 4810 ._t PESCAfttSgr, lA TTTTT LA FORESTA LA FORESTA I bereitende Kurse oder Arbeitsplätze eingewiesen, damit sie alle einmal nützliche Bürger des Landes sind. Die Erwachsenen müssen arbeiten und schaffen, mitbauen jeder einzelne im Rahmen seines Könnens und seiner Möglichkeiten. Die Menschen werden sofort aus armen Einwanderern zu mit- (Fortsetzung auf Seite 8) AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Sivarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaítssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. ★ PUEYRRE00N 2190 ««| Av. LAS HEftAS — T. E. 63-2613