Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1963-05-10 · 2011 (10.5.1963) · p. [Seite 2]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2011 (10.5.1963)
Date
1963-05-10
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9613667-9613868--2748-9613870
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

2 — Viernes, 10 de Mayo de 1563 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV N». 2411 Gibt es keinen Frieden? (Schluss von Seite 1? en Satelliten. Sein Einfluss wuchs. Als nächste Aktion wurde eine Revolution — die wievielte eigentlich in den letzten 15 Jahren — durch die pronasserißtischen Elemente in Syrien angezettelt, denen es gelang, wenigstens vorübergehend die Oberhand zu gewinnen. Immerhin genügte dieser Erfolg der Nasser- Partei, um neue Verhand lungen über eine Zweite Arabische Republik aufzunehmeu. Es trat dann aber noch ein Ereignis ein, das sensationellen Charakter trägt: nach mehreren Versuchen, Kassem zu beseitigen, fiel der irakische Difetator einem Attentat zum Opfer, und plötzlich übernahmen auch in Bagdad pronasseristische Offiziere die neue Regierung. Hiermit nicht genug, traten diese neuen Männer mit Nasser in Verhandlungen, um den Anschluss des Irak an die Zweite VAR zu beschliessen. Vor einigen Wochen wurde dann bekannt gegeben, dass die 2. VAR von Aegypten. Irak und Syrien gebildet werde, und dass Nasser die oberste. Führung dieses neuen Staates oder dieser Föderation übernommen hat. Die Nachricht war nicht nur für Israel überraschend, sondern auch für alle übrigen Regierungen. In den arabischen Ländern schlug sie wie eine Bombe ein. Selbstverständlich war Zurückhaltung in der Urteils- Dr. FREY ABOSADO PUEYRREDON 2190 1* izo. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling j s. a. : SPERRHOELZER ♦ HOELZER, DIAZ VELEZ 5224 * Tel.: 89-9349. 33-9305 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos and inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 bildung geboten, denn die Erfahrung«.) mit ('er 1. VAR hatten gezeigt, dass solche arabischen Verbrüderungs aktici.en nicht von langer Dauer sein müssen. Im übrigen war auch der Umschwung für den Irak zu ra dikal, als dass er reibungslos vor sich gehen konnte. Nach neuesten Meldungen sind noch recht grosse Schwierigkeiten vorhanden, die vcn Nasser vor der Verwirklichung seines grossarabischen Traumes überwunden werden müssten. Immerhin genügten diese neuen Kombinationen Kairos und die Wirkungen, die diese politische Neu-Orientierung Aegyptens, Syriens und Iraks auf die arabischen Massen ausübten, um die ohnehin vorhandenen Probleme der anderen, bisher von Nasser unabhängi gen Staaten zu komplizieren. Hiervon wurde Saudi Arabien betroffen, vor allem aber Transjordanion unmittelbar berührt, wo Nassers Agenten seit Jahren wühlen, um König Hussein zu stürzen und dieses für Nasser wichtige Land entweder unter eine Nasser hörige Re gierung zu zwingen oder ganz seinem Territorium einzuverleiben. Hussein sah sich veranlasst, eine Regierung zu entlassen, offensichtlich in der Hoffnung, die Wogen der Begeisterung zugunsten Nassers auf diese Weise zu beschwichtigen. Ob ihm das bereits gelungen ist, erscheint recht zweifelhaft. Blutige Unruhen wurden zwar unterdrückt, aber zu welchen Konzessionen Hussein sich noch bereit finden wird, ist ungewiss. Offensichtlich wül er den Weg des geringsten Widerstandes bei seinen Untertanen beschreiten und die proägyptische Stimmung weiter Bevölkerungskreise Transjordanieus in eine Kampfstimmung gegen Israel umschmieden. Hierbei dürfte er ■auf keine Opposition im eigenen Lande stossen. Angeblich sollen die Engländer auf den Plan getreten sein, um ihre alte transjordanische Bastion zu stützen. Dies war im Laufe der letzten Jahre bereits einmal der Fall, als die Nasserschen Gelüste auf Transjordanien zu deutlich hervorgetreten waren. Sicherlich erfreuen sich die Briten auch in Transjordanien keiner übermässig grossen Sympathien, für Israel sind sie gewiss schwierige Part ner, da England in seiner Geschichte immer bereit war. auf Kosten anderer Zugeständnisse zu machen, um hierdurch eigene Positionen zu retten. Zur Zeit unternimmt Nasser eine Reise nach Algier, wo er mit grossem Enthusiasmus aufgenommen wurde. Dieser neue Staat will i JUDITH S SCHENKOLEWSK!;‘ < KULTUSSTICKEREIEN \ •I Schabbosdecken - Taills- £ beutej Käppcbeü - Mazf zot-Taschen Hand- und *t> i Maschinensticker-: von c 5 Bett und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 1; > (fr. Bebedero) i T. E. 73-9153 t j Confitería NIZA í Servicios de lunch de categoría \ SALON DE FIESTAS í ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE f 76-0286 73-1049 sogar der 2. VAR beitreten, was wahrscheinlich nur deklaratorische und keine praktische Bedeutung hat, immerhin aber das Prestige Nassers und seiner politischen Unternehmen erheblich steigern wird. Diesem Spiel sehen die Grossmächte mit Interesse zu, ohne bisher irgendeine klare Position bezogen zu haben. Russen wie Amerikaner warten ab, wie sie sich wohl am besten einschalten können, um diesen Marathonlauf um deu Einfluss auf den Mittleren Osten am sichersten zu gewinnen. Aus dieser Rivalität hat Nasser seit Jahren erhebliche Vorteile zu ziehen verstanden. Man geht nicht zu weit, wenn man be hauptet, dass auf diesem gewaltigen Konkurrenzkampf zwischen Ost und West die Nassersche Macht gegründet ist. In Israel hat man diese Entwicklung mit offenen Augen verfolgt. Der Ernst der neug-esehaffenen Lage wurde durchaus nicht verkannt. Ben Gurion hat die Nation bei seiner Proklamation zum 15. Unabhängigkeitstag zur Einheit angesichts der politischen und militärischen Lage aufgerufen. Er hat gleichzeitig gesagt, dass die israelische Verteidigungsarmee stark genug ist, um jede Attacke abzuwehren. Die Bereitschaft aller sei jedoch erforderlich. Einem Journalisten gegenüber hatte Ben Gürion kurz zuvor erklärt, dass ein Frieden zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn möglich wäre. Hierzu wäre es allerdings notwendig, dass endlich demokratische Regierunggen in den arabischen Staaten eingesetzt werden. Die Perspektiven für diesen grundlegenden Strukturwandel in den Araberländern sind aber gering, sodass auch die Aussichten auf einen solchen Frieden in weiter Ferne liegen würden, es sei denn, dass Nasser durch demokratische Kräfte in seinem eigenen Land gestürzt werden würde. Bisher haben sieh solche Anzeichen jedoch nicht bemerkbar gemacht. Sicherlich gibt es auch ausserhalb Israels einige Stimmen. die für einen Frieden im Mittleren Orient plädieren. Die britische Arbeiterpartei hat sich für direkte V" M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 I. E. 76-6784 n. 76-231Î >, JACOB LAPIDUS;• dipl. Mohol •f NEUE ADRESSE < VIAMONTE 2037. 4s. H. Í 46-1716 and 48-2124 Verhandlungen zwischen Israel und den Arabern ausgesprochen, um eine friedliche Beilegung der bestehenden Konflikte herbeizuführen. Allerdings ist die britische Arbeiterpartei nicht an der Macht und hat bereits früher bewiesen, dass solche Deklarationen schnell vergessen werden, sobald die Labourparty an die Regierung gelangt. Jedenfalls tut man gut daran, derartigen Aeusserungen keine allzu grosse Bedeutung beizumessen. — Israel bemüht sich seit längerer Zeit, die bestehenden Probleme auf grösserer internationaler Ebene zu lösen. Das hierfür gegebene Forum sind die Vereinten Nationen, deren Aufgabe es ist, drohende Explosionen zu vermeiden und in Krisen einzugreifen. Die UN aber blieben bisher unbeweglich, offensichtlich deswegen, weil die beiden Blockmächte diese Diskussion und spätere Verhandlungen nicht wünschen. Die eigenen Ost- und Westinteressen stehen solchen Beratungen und UN- Interventionen hinderlich im Wege. In Israel ist man offenbar der Meinung, dass Nasser den Krieg sucht, um auf diesem Wege zugleich seine Herrschaft über alle arabischen Staaten zu errichten und die zweifellos bestehen den Oppositionen in fast allen Ländern zu zerbrechen. Vielleicht hat er heute noch nicht die Absicht anzugreifen, wird aber hierzu durch seiie eigene Politik gezwungen, um deren Scheitern zu verhindern. Diktatoren werden häufig zu Instrumenten ihrer eigenen Maclitpolitik. Insofern ist seine Lage nicht viel anders als die, in der sieh König Hussein befindet, der möglicherweise in einem Angriff auf Israel den einzigen Weg zur Rettung seiner Dynastie erblickt. Inzwischen hat David Ben Gurion ein Interview gegeben. Israel, so führte Ben Gurion aus, müsse eine von den Russen und den Amerikanern gegebene Garantie für seine Grenzen erhalten. Nur auf diese Weise sei der Frieden im Mittleren Osten aufrecht zu erhalten. Solange Nasser auf dem Standpunkt stehe, dass sich Ae- Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Piravano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Sfhwara ZAHNARZT ES TOMBA 2283 - 52-821« RAYOS X PARADENTOSE TELEF VORANMELDUNG Gasheizungen — Installationen IN BEQUEMEN MONATSRATEN SOWIE REPARATUREN VON BADEOEFEN UND KUECHEN ALLER MARKEN 52-7438 Don Julio BERNARDO STERN Ausfuebrung saemtlicber MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 gypten im Kriegszustand mit Israel befände, solange könne es auch keinen Frieden geben. Die Haltung Nassers verstosse eindeutig gegen den UN - Charter. Russland und die USA sollen jede Hilfeleistung an Nasser davon abhängig machen, dass er von seinem bisherigen politischen Stand Punkt abrücke. Sollte sich das nicht als möglich herausstellen, erstrebe Israel einen Bündnisvertrag mit den USA. — Diese politischen Nahziele Ben Gurions sind klar. Sie sind auch nicht ausserhalb der gegebenen Realitäten. Haben sich doch schon einmal, — allerdings unter ganz anderen Auspizien, — die USA und die Sowjetunion zusammengefunden um die Schaffung des Staates Israel zu ermöglichen. Es wäre nur konsequent wenn sie endlich diese politische Linie zuende führen und Frieden schaffen würden, einen Frieden, der sicherlich nicht Israel allein begünstigen würde, sondern gleichermassen ein Segen für die arabischen Länder wäre. Vor allem aber würde ein ständiger Unruheherd für die ganze Welt beseitigt werden, durch den in periodischen Abständen immer erneut die Kriegsgefahr heraufbeschworen wird. An der Pflicht der UN, Frieden zu stiften, kann ein Zweifel nicht bestehen. Es waren die UN, die im No- U SEMANA ISRAELITA Bise manarlo — aparece »os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V irantwortlich: Dr. Hardi Swarstnsky PueyrredAn 2190, 1* izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien. 100.— pro Quarta) Ausland » 600 — jährl. vember 1947 die Schaffung eines jüdischen Staates beschlossen haben. Es waren die UN, die dann die Waffenstillstände abschlossen, die zu einem endgültigen Frieden hinüberleiten sollten. Bisher ist es aber noch nicht einmal zu solchen Verhandlungen gekommen. Ben Gurion hat einen gangbaren Weg aufgezeigt, um einem unhaltbaren und ungerechten Zustand endlich ein Ende zu bereiten. Die Kraft der israelischen Diplomatie und Politik muss sieh auf dieses Ziel konzentrieren, das den Einsatz der Besten aller Völker lohnt. Koschere Pension GESUCHT. Angebote mit Preis für ganze Pension unter S.R. an die Administration. Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? t TRÄGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? J' Dann wenden Sie sich an t Livia Nenmann * * * 4 m Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr '-'5ÏS3SISïSSIlS*ÏSSIi3ÏB55ISiIIJÎI5*SSI13S31SS31âïS«S!$SliSSââS'4 1 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN ¡ I MEDICO 1 en m 3 Cardiología — Hospital Fernández | * Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme S i CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 | 5 5 ■ Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr g S Sonnabend: 14—16 Uhr S S S ¡îsM5fBâiISSSSS5ÎSSÉÏÏISSSÎi3IÊI*ÏI3SSlSïiiâ*MSS;E£TSraB!I.n. - VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiente 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach teleL Vereinbarung .ïBÏÏÏÏH*H*»*EE*i*E5S3ï3iSÎBÏÎiïEEia*ï*S*ïï3FSÏÏ5îSS5SI3SiîS< §Dr. BENJAMIN LIPNIZKY| I ZAHNABZr : S ROENTGENSTBAHLEN — ZAHNZIEHE!« — BE- § 5 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REÇUg S LISRUNG DER ZAHNSTELLUNG S 5 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend B g nach vorheriger Vereinbarung. g § JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. n und w-isoo g Î*ZEa»ï3*»ss*M*ssssiïsia**isïEïïîiasariïi»»ïs*aaaaa|MS1B*^ Dr. L. KLEIN - Médico Magren, und Darmkçanklieiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ► Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—14 Uh* ¡Es wird gebeten, sach vorher telefonisch anzumelden ¡SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542; ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ f-4 ♦♦♦♦

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.