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Jüdische Wochenschau · 1963-05-03 · 2010 (3.5.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2010 (3.5.1963)
Date
1963-05-03
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 3 de Mayo de 1963 Año XXIV. — No, 201« — 3 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche Trauergottesdienst In der grossen Synagoge der Congregación Israeita in der Libertad wurde eme Trauerfeier zum Andenken an den verstorbenen Präsidenten Israels, Jizchak Ben Zwi, abgehalten, zu der au die Behörden Argentinier s, das Diplomatische Korps und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens offizielle Einladungen ergingen. Jom Haatzmauth- Feiern In verschiedenen Verán '■staltungen wurde des 15. Unabhängigkeitstages Israels gedacht. Das festliche Ereignis, das durch die Trauer um Ben Zwi verd unselt wurde, bildete das Thema einer Ansprache, die Israel Botschafter Generäl Joseph Avidar über Radio Nacional hielt. Der Botschafter verwies auf die Errungenschaften seines Landes in diesem kurzen-Zeitraum von 15 Jah. ren, die besonders hoch zu werten seien, da Israel als kleines Land bemüht ist, die ihm zur Verfügung stehenden kargen Naturschätze intensiv auszubeuten, die sein Boden birgt. Gleichzeitig verfolge Israel das Ziel, das technische Niveau seiner arbeitenden Bürger zu heben und die Früchte der Forschungen seiner Wissen schaftler für das Wehl der Allgemeinheit zu verwenden. „Die Bürger des Landes, deren kulturellen Stand wir zu heben bemüht sind“, oetonte General Avidar. „sind in Wirklichkeit unser kostbarster Besitz.“ In seinen Ausführungen beleuchtete der Botschafter auch einige Aspekte des ar gentinisch-israeliseben Aiistauschs und versicherte, diese Beziehungen seien ein Ausdruck der freundschaftlichen Gefühle für sein Land, die er hier bei jeder Gele^ ihr Anzug - Ihr Botschafter ihr Anzug ist Ihr Botschaft ter. Er spricht für Sie. Ihm ist Ihr Prestige anvertraut. Deehalb entscheiden sich viele Herren, die sich das« Gefühl für solide Repräsentanz bewahrt haben, für den CARLTON-ANZUG. Tragen auch Sie CARLTON Kleidung, die Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teuier als gewöhnlich« Kleidung! 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April, wurde am Nachmittag um 4 Uhr aus einem vorbeif ehrenden Auto auf das Jüdische Krankenhaus Esra geschossen. Die Kugeln fielen in die Sala 7 im siebenten Stock. Glücklicherweise wurde niemand getroffen. Auch der angerichteta Sachschaden war gering. Man kann sich unschwer vors teilen, aus welchem Lager Menschen kommen,' die fähig sind, in ein Krankenhaus zu schiessen. Wie es hiess, habe die Polizei die Suche nach den Attentätern aufgenommen, die wie immer feige flohen. Tacuara in Rosario An dem gleichen Scontag hatten sich in einem Saal der Fakultät für Handelswiraenschaften der Universität in Rosario Studenten und Schüler zu einer Beratung versammelt, als sie plötzlich von einer Gruope von Schülern anderer Schulen, Mitgliedern der Tacuara, angegriffen wurden. Es fielen Schüsse, doch waren glücklicherweise keine Verwundeten zu beklagen. Die zwanzig Eindringlinge verübten ihren Ueberfall unter Geschrei und Drohungen, beschmierten die Wände mit beleidigenden Aufschriften und versuchten, auch Mobiliar zu zerbrechen. Den überfallenen Studenten gelang es, den An- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMiENTO 1147 T. E. 35 - 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Trinnvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung 1 griff mit Bänken und Stühlen abzusehlagen. Ein grosser Kandelaber, der durch Pistolenschüsse getroffen wurde, stürzte zu Boden. Die Tacuara-Heldtn flüchteten schliesslich in wartenden Autos. Einer der Burscheli konnte jedoch identifiziert werden. Es handelte sich um einen Jugendlichen, der kürzlich in einem militärischen Schulungslager der Tacuara in der Nähe von Santa Fe verhaftet und gleich wieder ireigelasson worden war. Zwei andere Strolch« wurden ebenfalls identifiziert. Allerdings wurde nicht mitgeteilt, ob irgendwelche Verhaftungen erfolgt sind. Kaete Luft s. A. Vor wenigen Wochen fiel Frau Kä-te Luft einem tragischen Unfall zum Opfer. Käte Luft war eine Frau, die im Dienst an ihrer Gemeinschaft, vor allem in der Fürsorge für die Alten rnd Schwachen, ihr? Lebensaufgabe erblickt hat. Sie war keine Fürsorgerin in dem üblichen Sinn. Sie war ein Mensch, der sich ganz einsetzte und mit und für diejenigen lebte, denen ihre liebevolle Betreuung galt. Was sie bedeutete, klang aus den Nachrufen, insbesondere der Vertretung des Eltern- und Altersheims in San Miguel auf: sie war wie eine Mutter, die für alles Zeit und für alle Geduld und Verständnis hatte. Sie war für jeden da und hatte für jeden einen Rat. Solche Menschen treten weniger in der Oeffentlichkeit auf, dafür aber umso wirksamer durch ihre stille und ständige Tätigkeit, die nur den anderen galt. Ihr Andenken wird in den Herzen der vielen bewahrt bleiben. die sie kannten und ihre Arbeit schätzten. — Ein Jubilar In diesen Tagen begeht Herr David Spiegel seinen 75. Geburtstag. Die meisten werden es gar nicht glauben wollen, dass der so rüstige und aktive Mann schon c-in 75-Jähriger ist. Sein tiefes Verantwortungsgefühl und seine unbegrenzte Liebe zum jüdischen Volk und zu allem, was jüdisch ist, Hessen ihn zu einem der Baumeister unserer Kollektivität werden. In den ersten Jahren widmete er sich vor allem der zicnistischen Arbeit. Er wusste, dass die Erziehung der Jugend die zentrale Aufgabe einer Gemeinschaft ist und war unermüdlich im Bar Kochba tätig, um hier der Jugend in einem jüdischen Milieu die Möglichkeit zu geben, sich in das neue Leben einzuordnen. Später finden wir David Spiegel als Sekretär der Nueva Comunidad Israelita, deren Vorstand er auch heute noch angehört. Aber auch in der THG. im Keren Hajessod, im Keren Kajemeth Teppichhaus - M. Höchberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKl’UPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN nJER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 TeL: 52-2993 4 Quader von Station Urquiza ist David Spiegel zur Steüe, immer bereit sich der Arbeit zur Verfügung zu stellen überall ein wichtiger und einflussretoher Mitarbeiter. Als einer der ersten erkennt Spiegel die Notwendigkeit, den „deutsch jüdischen Sektor“ aus seiner Isolierung » herauszuhoien und in den grösseren Zusammenhang des argentinischen Judentums einzugiiedern. Seine Lebensaufgabe sieht er in der AMIA, der zentralen Gemeindeorgani sation in Buenos Aires. Hier wird er zu einem unentbehrlichen Mitarbeiter, man darf sagen, zu einer zentralen Figur, hier beweist er vor allem »ein gutes jüdisches Herz, seinen klaren Blick für das Richtige und Notwendige, seine Bereitschaft zu jeder Stunde, ein wirklicher Diener und Wegbereiter seiner Gemeinschaft zu ^ein. Das ist der Inhalt sei i;es Lebens geworden und das wird auch de Inhal! seines Lebens bleiben. Mit der Jüdischen Wochenschau von ihren Anilin gen an freundschaftlich verbunden, ist es füt uns eine angenehme und selbstverständliche Pflicht, dem Freunde David Spiegel weiterhin eine erfolgreiche Arbeit und ein glückliches Leben an der Seite seiner Gattin zu wünschen, die ihn bei seiner Arbeit mit grossem Verständnis zur Seite stsht. David Spiegel ist totz seiner 75 Jahre ein innerlich junger, tatkräftiger Mensch; er soll es noch viele weitere Jahre bleiben. Pressskonferenz der ZIM Die israelische Schiffahrtsgesellschaft ZIM hatte kürzlich zu einer Pressekonferenz eingeladen, auf der Herr Menachem Rotstein, der Direktor für Südamerika, über dieses staatliche Unternehmen und die Pläne für den Verkehr der ZIM- Sehiffe interessante Mitteilungen machte. Er kündigte u. a. an, dass das Direktorium der ZIM die Einrichtung einer ständigen Linie nach den südamerikanischen Ländern in LA SEMANA ISRAELITA BIS KM ANA-RIO INDEPENDIENTE 8*. Aire* — PUEYRHEDON 2180, 1* k*q. — T. E. 86-261' 3. Mai 1963 9. Iyar 5723 Betracht zieht. Inzwischen ist vorgesehen, dass die „Theodor Herzl“ am 15. November und 27. Dezember dieses Jahres und auch im Frühjahr 1964 wieder Buenos Aires anlaufen soll. Heute besitzt die ZIM 47 Schiffe mit insgesamt 402.000 Tonnen, somit zwei Drittel der Gesamtzahl der Schiffe der israelischen Flotte, die über 69 Einheiten verfügt. Biß Ende 1964 sollen noch 20 Schiffe geliefert werden, deren Bau verschiedenen Werften in Auftrag gegeben worden ist, darunter das Passagierschiff „SHalom“ mit 23.000 Tonnen für 1.100 Passagiere, zwei grosse Frachter von je 33.000 Tonnen und 17 kleinere Laetdampfer mit insgesamt 191.000 Tonnen. Von den 176.000 Touristen, die im Jahre 1962 auf dem Seeweg nach Israel kamen, beförderte die ZIM ca. 57 Prozent. Die von ZIM-Schiffen transportierten Frachten rehmen mit jedem Jahr zu, und in diesem Jahr erwarte; man, dass ihr Gewicht 2 Millionen Tonnen übersteigen dürfte. Im vergangenen Jahr liefen ZIM-Schiffe 220 Häfen an. Ausser ih ren Zentralbürcß in Haifa besitzt das Unternehmen 33 Filialen und 200 Agenten in der ganzen Welt. Schon seit drei Jahren kann die Gesellschaft ihren Aktionären 8 Prozent Dividende zahlen. Abschliessend kam Herr Rotstein nochmals auf die Fahrten des schönsten Passagierschiffes der ZIM, der ,Theodor Herzl“ zurück, auf der zur Zeit Ausflüge nach Israel, u. a. die beliebte „Bar Mizwa-Reise“, veranstaltet werden, die an erster Stelle vom Argentinisch israelischen Kultur-Institut organisiert sind. Dieses Insti. tut plant, auf den nächsten Reisen* eine Neuigkeit auf diesem Schiff einzuführen, nämlich einen „schwimmenden Ulpan“, an dem alle die ieilnehmen können die ihre Kenntnisse in der hebräischen Sprache, der jüdischen Kultur und Geschichte des Staates Israel vervollkommnen wollen. Bequemer reisen Sie durch ALSINA 1418 . Bs. Aires f Tel. 38-1447/586», 37-2060 * J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART ' Bsne. MITRE 430 V. Of, 560 ‘ T.Ej 3 0-1474 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Last enausg leie h Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Ver waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. ★ PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HEftAS — T. E. 83-2613

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