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Jüdische Wochenschau · 1963-05-03 · 2010 (3.5.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2010 (3.5.1963)
Date
1963-05-03
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 —¿(Viernes, 3 de Mayo de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. — No. 2910 Das traurige Kapitel (Schluss von Seite 1) Jahren in den schrecklichsten Willkürakten neue Höhepunkte erreichte, bis eie in ein hemmungsloses Morden ausartete, das ins Chaos geführt hat. Man braucht nur die Akten durchzuser.en oder die Berichte zu lesen, mit welchen Mitteln gegen den deutschen Widerc-tar.d vorgegangen wurde, um s/ch eine Vorstellung davon zu machen, wie man mit Juaen umgegangen ist. Das Schicksal der Mitglieder einer studentischen Widerstands - Organisation — wahrscheinlich ist das Wort Organisation für die Studenten, die sich damals zusammengeschlossen hatten, ein viel zu weit gefasster Begriff —, die sich den Namen „Weisee Rose“ gegeben hatten, ist nur eines von vielen Beispielen. Die erbarmungslose Hinrichtung der Geschwister Scholl von der Münchener Universität und einiger Gleichgesinnter ist eine der vielen Schandtaten, die auf dae Konto des Naziregimes kommen. Das Wüten der Nazis gegen die Männer und Frauen, die im Juli 1944 — also recht spät — den Versuch einer Wendung unternahmen, spiegelt die Brutalität einer herrschenden Clique wider, in der es keinen Respekt vor dem Leben gab. Das oolite man vergessen? Unter diese Verbrechen sollte man .endlich' einen Schluss-Strich ziehen? Im Kulmho-f-Prozess. der vor wenigen Wochen in Bonn zum Abschluss kam, sagte Dr. FREY ABOGADO PUETRREDON 2190 < I* izq. < nachm. 16—19 Uhr « T. E. 83 2613 * REAL P Füllhalter t REPARATUREN t Spezialgeschäft * CORRIENTES 569 : T. E. 49-5850! Jaime Liebling: s. a.; SPERRHOELZER ♦ H O E L Z E R; DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349. 33-9305, PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 der Staatsanwalt, dass alle 12 Angeklagte an den Tö.ungen der 150.000 Juden im Vernichtungslager Kulmhof beteiligt gewesen seien. (Das Gericht sprach einige frei). Er bemerkte u. a.: Während Hunderttausende Deutsche an der Frcnt oder in der Heimat ihr Leben einsetzten, haben die Angeklagten den Krieg wohlbehalten im Vernichtungslager Kulmcof überstanden. Ihre Schuld können sie nur vor Gott verantworten. Jahrelang haoen sie dazu beigetragen, dass der deutsche Name für Jahrhunderte in der Weit befleckt ist“. — E,s war ein Deutscher, der dies« wahren Worte aussprach. Diejenigen aber, die nicht dazu Beiträgen, dass die Verbrechen wenigstens eine späte Sühne erfahren, erhöhen diese Schuld, indem eie die Augen schliessen und Schlussstriche ziehen. Durch Prozesse werden ebenso wenig wie durch andere Massnahmen die Toten wieder zum Leben erweckt. Durch die Verhängung von Strafen über die Schuldigen werden die Tränen derer nicht getrocknet, die grausam .vernichtet' worden sind, wie dies in der hsute üblichen Redewendung bei Historikern und vor den Gerichten heisst. Alle diese späten Vergeltungen sollen nur dazu beitragen, der Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen und sichtbar vor der Welt einer neuen Generation zu beweisen, dass nicht ungestraft gemordet, geraubt, geplündert und gehetzt werden darf. — Noch sind nicht alle Verbrecher ihrer Strafe zugeführt worden. Vielen ist die Flucht in ferne Länder geglückt. wo sie untertaueben konnten. Viele werden gesucht, aber konnten bisher nicht dingfest gemacht werden. Einige von ihnen ha ben andere Namen angenommen oder ihr Aeusseres verändert. Manche konnten sich durch geheime Verbindungen immer wieder der Verhaftung entziehen. Sie wurden rechtzeitig gewarnt, ziehen ven Ort zu Ort und von Land zu Land, manche verfügen über erhebliche Mittel, die ihnen ihr Fluchtdasein erleichtern. Nicht wenige haben sich in unwirtlichen Gegenden ansässig gemacht in der Hoffnung, dass der Arm der Gerechtigkeit Gie nicht erreichen werde. Vor wenigen Monaten wurde in Südchile em Mann namens Rauff gefangen genommen. gegen den ein deutsches Gericht einen Haftbefehl erlassen hatte. Die Bundesrepublik verlangte seine Auslieferung, nachdem er von der chilenischen Polizei festgenommen und nach Santiago gebracht worden war. Die besten Verteidiger wurden engagiert; gosofort wurde eingewandt, dass die zum Vorwurf gemachten Verbrechen 'wrjährt seien, dass es keinen Auslieferungsvertrag gäbe, der sich auf solche Fälle bezieht. dres es sich hier um politische und nicht um gemeine Straftaten handele usw. Der frühere höhere SS- Offizier Rauff bestritt die ihm vorgeworfene Beteiligung an der.Ermordung tausender Juden. Er sei unschuldig. sagte er. Der zuständige chileniseha hohe Richter gab dem Auslieferungsereuchen statt, die Appeliationsinstanz verweigerte nach wochenlangen Diskussionen die Auslieferung aus Rechtsgründen. Diese Entscheidung ißt unanfechtbar. Herr Rauff beeilte sich bei seiner Entlassung der Presse Erklärungen abzugeben: er habe immer an die Ge- 1 rechtigkeit der chilenischen Justiz geglaubt; er freue sich über eeine Befreiung, denn er werde bald die Geburt eines chilenischen Enkelkindes feiern.. Auf alle diese Dinge haben wir nicht einzugehen. Für uns blieb nur eine einzige Frage unbeantwortet. Warj um hat sich der frühere SS- Offizier nicht selbst den Justizbehörden gestellt, die eeine Auslieferung verlangten? Wo bleiben die grossen Worte, die von diesen Leuten immer im Munde geführt wurden? Wo bewies er seinen Mannesmut, wie verteidigte er seine angegriffene Ehre, warum gab er nicht ein Bei spiel dec braven Mannes, - der unschuldig ist und sich nicht scheut, seine Unschuld zu beweisen? Rauff machte das Gegenteil. Er verschanzte sich hinter Formalitäten und erging eich später in leere Schmeicheleien für die chilenische Justiz, die zum Fall selbst, zu den behaupteten Verbrechen und der Anklage gegen ihn überhaupt nicht Stellung genommen hat und auch nicht Stellung nehmen konnte, sondern zur Freilassung aus formalrechtlichen Gesichts-* punkten gelangt war. Wenn Rauff wirklich unschuldig iet, so kann es doch für ihn überhaupt keinen Hinderungsgrund geben, sich der deutschen Justiz zur Verfügung zu stellen und jenen furchtbaren Vorwurf zu entkräften, ein gemeiner Mörder zu sein! Rauff hat dies — wenig- Katholiken und Juden Rom. — Aus gutinfermierten Quellen verlautet, daßs bei Wiederaufnahme der Beratungen des Oekumenischen Konzils am 18. September wahrscheinlich Massnahmen erwogen werden dürften, um die katholisch-jüdischen Beziehungen zu verbessern. Es sei allerdings kaum zu erwarten, d£ßs eine besondere Erklärung abgegeben werden dürfte, in der der Antisemitismus verdammt wird. Es ist auch angeregt worden, dass die 2.000 Bischöfe- Vorschläge für eine positive Erziehung zur Toleranz unterbreiten sollen. Wie man weißs, hat das Sekretariat für die Einheit des Christentums schon im Juni 1962 ein hierauf bezügliches Memorandum vorbereitet. Das Gefühl des Konzils, so heisst ec, ist gegen eine Verurteilung, aber für eine Bekämpfung des Antisemitismus durch positive Belehrung. In Vatikankreisen glaubt man nicht, dacs die Bischöfe irgendetwas tun werden, was die verbesserten Beziehungen zwischen Katholiken und Juden gefährden könnte, die sich seit dem Pontifikat des Papstes Johannes XXIII. freundschaftlicher gestaltet haben. (ITA) JUDITH SCHENK0LEWSK! KULTUSST1CKEREIE N Schabbosdecken Tallisbeute) Käppchen - Mazzot-Taschen Hand- und Maschinensticker«: von Bett und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9153 Confitería NIZA \ M0HEL N. PLAKSIN | I Sitperi 2719!| I. E. 76-6784 a. 76-2S12 * JACOB LAPIDUS < dipt. 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(AWZ) Besucher in Auschwitz Wien. — Die Gedenkstätte Auschwitz ist jm vergangenen Jahre von 400.000 Menschen, darunter 80.000 Ausländern, besucht worden. (AWZ) Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwär« ZAHNARZT ESTOMRA 2283 52-8214. RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Gasbeizungen — Installationen IN BEQUEMEN MONATSRATEN SOWIE REPARATUREN VON BADEOEFEN UND KUECHEN ALLER MARKEN 52-7438 Don Julio Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T* £• 58-4052 legten Taten übergehen worden ist. Jeder Formalismus findet seine Grenze dort, wo die Gerechtigkeit beginnt. Es mag nicht wichtig sein, ob ein Verdächtigter mehr oder weniger dem Richter zugeführt wird. Aber es ist wichtig, dass das Bewusstsein für Recht und Unrecht überall intakt bleibt. Hier hat offensichtlich wieder einmal der alte Satz seine Bestätigung gefunden: summum jus, summa iniuria. Das höchste Recht, dem nach geltenden formaljuristischen Prinzipien in Chile zum Siege verhelfen wird, bedeutete andererseits eine tragische Ungerechtigkeit. IA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Virantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrreddn 2190, U lzq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien. $ 100.— pro Quartal Ausland $ 600 — jährl. Bericht über Eichmann-Prozess Bonn. — Die deutsche Bundesregierung ist bereit, die Berichte der deutschen Beobachterdelegation beim Eichmann-Prozess in Jcru. salem den zuständigen Ausschüssen des Bundestages vorzulegen. Staatssekretär Professor Carstens vom Auswärtigen Amt teilte in der Fragestunde des Bundestages mit, dass die Regierung auch eine Aufstellung der Kosten für die Be-- obachter - Delegation dem Bundestag vorlegen werde. (AWZ) Syrischer Botschafter Paris. — Der erste syrische Botßchafter seit dem Abbruch der diplomatiscnen Beziehungen zwischen Syrien und Frankreich im November 1956 ist kürzlich in Paris eingetroffen. (AWZ) Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRÄGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sich an Livia Neumann Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr «K*BSÏiïSÉÏ3S5S*SSSSÏSi;ïasisga**sasiiBsseseasaBiâcs3Mïsaïïâ*» Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO a 8 f Cardiologia — Hespital Fernandez jjj 3 Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme 5 1 CUBA 2141 — T. E. 73-8T82 u. 73-6817 | s s k Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr jjj | Sonnabend: 14—16 Uhr 8 « m VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ÄRTERIOSCLERGSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 X* E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. Vereinbarung jJHSMa*SS*MB*MSSBrBWMM«BS31SnB*l«iSBS*S*aM«aM*6Sa*SJ| |Dr. BENJAMIN L1PNIZKY« 5 ZAHNARZT | I ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- B S HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REÇU* S » LŒHUNG DER ZAHNSTELLUNG S S Sprvchitunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend 3 3 naeh vorheriger Vereinbarung. g g JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-8973 und 73-0500 jjj Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: > Montag, Dienstag, Mittwoch o. Freitag von 15—19 Uhr;; [Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden,. [ SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542:

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