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Jüdische Wochenschau · 1963-04-26 · 2009 (26.4.1963) · p. [Seite 10]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2009 (26.4.1963)
Date
1963-04-26
Page
[Seite 10] (sequence 10)
Language
German, Spanish
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I 1® — Viernes, 26 de Abril de 1963 LA SEMANA ISRAEL ITA Año XXIV. — No. ma 80 Jahre jemenitische Alija Die jemenitische Landsmannschaft in Israel kann jetzt den 80. Jahrestag des Beginns der jemenitischen Einwanderung begehen. In jener Zeit gab es keine Schlichim, die jüdische Gemeinschaften in der Diaspora für die Ansiedlung in Zion begeisterten. Es war eine spontane Alija. Zweihundert jüdische Familien in Sana, der Hauptstadt des Jemen, schlossen sich zusammen, packten ihre bewegliche Habe und begannen, einige zu Fuss, andere auf Eseln, eine trübselige und mühevolle Wanderung durch die Wüste, bis schliesslich nur fünfzehn der ursprünglich 200 Familien so glücklich waren, nach Jerusalem, der Stadt ihrer Träume, zu gelangen. Diese Einwanderergruppe bildete den Grundstein für die späteren grossen Einwanderungs wellen aus dem Jemen. EIN EINZIGER UEBERLEBENDER In Jerusalem findet sich noch ein einziger Ueberlebender dieser Gruppe, der sich deutlich an die Mühen und Leiden erinnert, die sie unterwegs durchmachten. Es ist der 86jährige Raw ron JAKOB EDELSTEIN Schalom Kassar, der geistige Führer der jemenitischen Landsmannschaft im Heiligen Land, von Beruf Thoraschreiber. Im Laufe seines langen Lebens hat er Hunderte von Thorarollen geschrieben, die in den Synagogen der ganzen Welt benutzt werden. Er war erst sechs Jahre alt, als seine Eltern den Jemen verliessen, aber er erinnert sich noch deutlich und gibt eine lebhafte Schilderung von allen Ereignissen der langen und mühevollen Wanderung. Es war ein® zehntägige Ueberlandreise bis zu dem jemenitischen Hafen Hudeida. ,,Wir ritten auf Kamelen und Eseln, und es waren viele kleine Kinder dabei. Aber als wir in Hudeida ankamen, war uns die Ausreise versagt, denn der türkische Gouverneur verbot uns, nach Suez zu fahren. Vier Monate lang sassen wir in Hudeida fest und warteten auf ein Wunder, aber der Gouverneur wollte seinen Sinn nicht ändern. Inzwischen ging vielen Familien das Geld aus, und da sie keine Mittel mehr hat- Das Landes-Direktorium des \ Keren Kajemet Lejisrael begrüsst herzlich Medinat Israel zum 15. Jahrestag und sendet seine Segenswünsche für weiteres Gedei- «J hin, Entwicklung und Sicherheit. JOM JIM» des K.K.L. j Am Sonntag, den 28. d. M. um 9.30 Ohr verm. findet im Saal der Congregaciön in der Liberiad 769 ein Join Jun, ein Tag des Nachdenkens, zur Beratung wichtiger Fragen mit der Beteiligung aller Untercomites statt. Zum 15. Jahrestages Israels begruessen wir Regierung und Volk Israels 1 1-VWWAWWWWWWWäV, w |V.^W^WWWW.WJV.V.WVWWWWVW Ï ten, um die Reise fortzusetzen. entschlossen sie sich, nach Sana zurüekzukehren. Andere beschlossen, nach Indien zu fahren. Die überwiegende Mehrheit jedoch hielt unbeirrt an ihrem Entschluss fest, ‘nach Erez Israel zu gehen und wartete weiterhin auf eine günstige | Wendung. Schliesslich erhielten sie die Erlaubnis zur Abreise. Als die Gruppe in Aegypten ankam, hatten die meisten kein Geld mehr. Nur fünfzehn Familien besassen noch die Mittel für die Weiterreise nach Erez Israel und betraten schliesslich den Boden Jerusalems.“ DAS ERSTE OPFER Als sie in Jaffa das Schiff verliessen, suchten sie ihre letzten Pfennige zusammen, um Esel für den Zweitageritt nach Jerusalem zu mieten. Kaum war die Gruppe in Moza angekommen, einem Dorf nahe Jerusalem, so forderte das Land das erste Opfer. Einer von ihnen, getrieben von dem Wunsch, als erster die Heilige Stadt zu betreten, ritt voraus, um die Ankunft der Gruppe den Juden Jerusalems anzukündigen. Doch als er den Gipfel des Berges erreichte, fiel er vor Erschöpfung tot zu Boden. Die übrigen stiegen von ihren Eseln hinunter und, mit ihren Kindern auf dem Rücken, hoben sie die Leiche auf und setzten traurig ihren Weg nach Jerusalem fort. DIE VERLORENEN ZEHN STAEMME Am Abend langten sie an den Toren der Heiligen Stadt an. Als sie im jüdischen Viertel ankamen, wollte ihnen niemand glauben, dass sie Juden seien, da 6ie nur arabisch sprachen und wie Beduinen gekleidet waren. Die jerusalemer Juden verlangten Beweise ihrer Zugehörigkeit zum Judentum. Die Jemeniten mussten das „Schema“ hersagen. Viele trugen auch Abschnitte aus dem Sohar und dem ML drasch auswendig vor. Einer von ihnen bat, dass man ihm den Weg zu der Drukkerei Friedmann zeige, die einzige ihm bekannte Adresse in Jerusalem. Es stellte sich heraus, dass eines der in dieser Druckerei hergestellten Bücher nach dem Jemen gelangt war. In der Druckerei trug er ganze Ab schnitte des Buches auswendig vor. Es gab keinen Zweifel mehr, dass die Ankömmlinge Juden waren. So verbreitete sich das Gerücht, dass Angehörige der verlorenen zehn Stämme von jenseits des Sambatjonflusses angekommen seien, wohin sie vor Tausenden von Jahren vertrieben worden waren. Die Jemeniten wurden in eine der Synagogen geführt, wo man ihnen die Frauensynagoge als Unterkunft zuwies. Zu jener Zeit gab es weder Maabarot noch fertige Häuser für Einwanderer. Sie mussten lange Zeit mit der provisorischen Unterkunft in Synagogen und Lagerräumen vorliebnehmen. Es war auch nicht leicht, Arbeit in Jerusalem zu finden. Endlich, nach vielen Leiden, fanden sie Arbeit als Steinmetzen und Bauarbeiter und wurden so die ersten jüdischen Pioniere im Baugewerbe, das bis dahin ganz in den Händen der Araber war. Daher haben die späteren Chaluzim das Steinmetzhandwerk und den Strassenbau von den Jemeniten gelernt. Dießen ersten Ankömmlin gen aus dem Jemen folgten weitere Gruppen, die mit Unterstützung des Baron de Hirsch-Fonds und einheimischer Wohltäter die jemenitischen Viertel gründeten, die noch heute in Jerusalem bestehen. 1611 gingen nach Israel New York. — Die Jewish Agency teilte mit, dass im Jahre 1962 insgesamt 1617 nordamerikanische Bürger nach Israel auswanderfen. Das sind 320 mehr als im vorhergegangenen Jahr. Rund die Hälfte der Auswanderer waren Facharbeiter. Ausserdem befanden sich unter ihnen 166 Studenten, die sich nach ihrem Studium an der Hebräischen Universität oder am Haifaer Technion in Israel niederlassen wollen. (AWZ) Der MOUCHE WELTKONGRESS drückt seine Verbundenheit ZUM 15. JAHRESTAG DER STAATSGRUENDUNG ISRAELS aus. Zum 15, Jahrestage Israels begrüssen wir Regierung und Volk Israels mit dem J Wunsche für Frieden und Wohlergehen ACIBA J. K. G. ^.wwvv.v Forum Sionista Bar Kochba VORSTAND und MITGLIEDER erklären am 15. JOM HAAZMAUT, DEM UNABHAENGIGKEITSTAG ISRAELS \ ihre Solidarität und Verbundenheit mit dem \ Volk und der Regierung Israels Beth Hamidrasch , VWWJWWW 15708 - 5. IJAR - 57231 \ Unser Gruss!; dem Jischuw ISRAELS \ i Unsere Bereitschaft > mm Einsatz für den Aufbau \ j Unsere Solidaritaet mit dem jüdischen Volk — ★ — Unser Ruf an alle nr Mitarbeit an den gemeinsamen Aufgaben der Zukunft THEODOR HERZL GESELLSCHAFT \ zum 15. Jahrestag der Gründung der l MEDINATH JISRAEL J v ZUM ~1 Jom Haazmaut |eRETZ ISRAEL Symbol der Ehre und Sicherheit für alle Juden der Welt NUEVA COMUNIDAD ISRAELITA! l JOINT Büro Mir Laleinamerika Das Büro des JOINT für Lateinamerika schliesst sich der Feier der Unabhängigkeit des Staates Israel an und wünscht dem- Staat Israel ein Tahr des Friedens und Aufbaus und den Juden in der Welt alles Gute. HENRY LEVY. Direktor Dr. JOSEPH SCHWARTZ VTZE PRAESIDENT DER AMERICAN DEVELOPMENT CORPORATION FOR ISRAEL BEGRUESST MEDINAT ISRAEL seinen Botschafter in Argentinien und edle Freunde Israels in Argentinien anlaesslieh des 15. Jahrestages der Staatsgrün düng. Jahrtausende alte Bande verknuepfen uns mit dem Staate Israel. Aus \ dieser Verbundenheit erwaechst £ uns eine Verpflichtung, die wir zu erfueüen trachten. Asociación Filantrópica Israelita JvuVVVWM/VVVWWVVVM^WMMWJ BET ISRAEL entbietet zum 15. Jahrestage des? YOM HAATZMÄ'UT dem Volke Israel in Zion uad in der Zerstreuungf unseren nationalen und religioessn Institutionen in Argentinien seinen Graes. “ * J t Jl

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