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Jüdische Wochenschau · 1963-04-26 · 2009 (26.4.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2009 (26.4.1963)
Date
1963-04-26
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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fiemes, 2(¡ de Abril de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. No. 2909 Entwicklung der Toten-Meer-Werke Richter in München Das münchener Verwaltunesserieht hat viel Ver- Wer vor wenigen Monaten die Landstrasse Sdom (Tote-Meer-Werke) — Ein Gfedi längs der Küste des Toten Meeres entlang gefahren ißt und dies heute tut, wird kurz vor den Schwefelbädern von Ein Boker sei* Auto plötzlich anhalten und verwundert um sich blicken. Was ist denn das für ein Haten mit seinen Werftanlagen hier, wird er sieh erstaunt fragen müssen, der war doch bisher nicht da? Der Mann hat recht, diesen Hafen, der noch auf keiner Landkarte eingrzeichnet ist. gab es vor wenigen Monaten noch nicht. Er wurde im Rahmen, der grossen Staudammarbeiten im Zuge des Erweiterungsprogrammes der Toten-Meer-Werke von Dr. KURT 0TTENS00SER (Israel; von der Chicagoer Firma ,,Construction Aggregates Corporation“ unter Leitung von Jakob Sensibar errichtet. Hier wird nicht weit vom Südende des Toten Meeren ein Gelände von über 3 100 Quadratmeter Fläche durch den Bau von Staudämmen in einer Länge von 45 km gewonnen, das der Errichtung von zusätzlichen Verdampfungsflächen zur Gewinnung des Karnallits, des Rohstoffs für die Pottasche- Erzeugung dienen soll. Der Kontrakt für diese Arbeiten, der von den Nerdamerikanern übernommen und zusammen mit Hollän- TEL - AVIV Vuele con nuestros veloces y modernos BOEING Jet 720 B en contadas horas hasta Zurich, desde donde dispone de conexiones inmediatas que lo conducen al mismo centro de Israel, joven país en pugna. Su agencia de viajes IATA o nuestras oficinas le facilitarán gustosas una información más detallada. Confíe también su carga aérea a LUFTHANSA. ZURICH TEL-AVIV % BS, AIRES LUFTHANSA ‘PREFERIDA por su servicio CORRIENTES 311/15 TEL 31-6063/6 BUENOS AIRES Organización Riegner Versicherungen S Bmé. MITRE 430, 3er. p. T. 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Da« hier angewandte Verfahren wurde von dem Gründer der Toten-Meer- Werke Ing. Novomeyski ent. wickelt und ist noch heute die Grundlage des Produktionsverfahrens, wenn auch eine Reihe wichtiger Verbesserungen vorgenomrr.en wurden. / DIE NEUEN PRODUKTIONSZIELE Neben den alten Anlagen der Toten-Meer-Werke wird jetzt eine völlig neue Fabrik von der Firma Steins and Rogers in Denver (USA! mit einem Aufwand von 16 Millionen Dollar errichtet. Sie ist für eine Jahresproduktion von rund 600.000 Tonnen bestimmt,, die ßpäter bis zu einer Mil- . lion Tonnen Pottasche erwei- ' tert werden soll. Die heutige Produktion beträgt rund 150.000 Tonnen im Jahr, und mit der jetzigen Anlage konnte auch keine grössere Produktion erreicht werden. Die erzielten Exporterlöse brachten der Staatskasse 1982 rund 6 Millionen Dollar ein. Nach dem abgeschlossenen Ausbau deß Werkes wird mit einem Exporterlös von 26 Millionen Dollar ansteigend bis im Jahre 1970 bei voller Ausnützung der Kapazität der Anlagen ein Export in Hohe von 35 Millionen Dollar realisiert werlen. Selbst bei einer Jahresproduktion von einer Million Tonnen braucht man sich wegen des Rohstoffes kerne Sorgen zu machen, denn die Salze des Toten Meeres reichen bei dieser Produktion für die nächsten 200 Jahre aus. Aber auch der Absatz dürfte kaum Schwierigkeiten bereiten, wächst doch die Nachfrage nach Pottasche Jahr um Jahr recht beträchtlich und beläuft sich heute auf rund 15 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Anteil I.sraels deckt nur et wa 1 Prozent des Bedarfs. Ausser der neuen Fabrik wird auch ein neues Kraftwerk gebaut, das mit Erdölgas, welches den neu erschlossenen Erdöi-Quelien von Rosch Zohar enüstammt. gespeist werden soll. Nicht nur, dass der erzeugte Dampf nach der Verwendung für die Kraftanlage der Fabrik zugeführt wird, werden dis Abgase auch weiteren chemischen Verwen dungsarten zugeführt. Neben den Pottasche-Werken wird auch in einem Werk zur Bromerzeugang eine Reihe von Bromiden für verschiedene chemische Produkte hergeotellt. Ferner i nimmt jetzt ein Werk die j Herstellung eines hochweri tigen Tafelsalzes auf. Und schliesslich will man die heute sehr stark benötigten feuerfesten Steine auf Basis von Magneßium Oxyd Herstellen, die allein de>n heutigen hohen Temperaturen bis zu 1200 Graden standhalten können. Es ist also ein weitgespanntes und’ vielseitiges Entwicklungsprogramm, das hier durchgeführt wird. Und ec kann als bezeichnend für die Bedeutung des Unternehmens angesehen werden, dass die Weltbank dafür dem Werk einen Kredit in Höhe von 35 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt hat. RENTABILITAET DES UNTERNEHMENS Die Toten - Meer - Werke konnten bei der bisherigen Jahresproduktion von rund 150.000 Tonnen zwar Abschreibungen und Zinsen verdienen, aber der übrigbleibende Nettogewinn blieb ein kleiner. Das Bild wird "ich aber bei einer Jahreßproduktion von 600.000 Tonnen und mehr wesentlich anders stellen, werden für die ver stärkte Produktion doch nur 200 Arbeiter zu den heute beschäftigten 550 Arbeitern benötigt. Das Werk rechnet daher damit, nach dem vollen Ausbau des Unternehmens, wie dieser jetzt vorgesehen ist, auf einen Net togewinn von rund 12 Prozent zu gelangen. Heute werden 75 Prozent der Produktion via Haifa verßandt und 25 via Elat, doch hofft man, dass das Verhältnis sich auf 50 zu 50 Prozent ändern wird, wenn der Hafen von Elat und der Hafen von Aschkalon voll ausgebaut sein werden, da ein grosser Teil des Exports nach Asien und Afrika geht. Um den Transport, wie das Ver- und Ausladen zu Das münchener Verwaltungsgericht hat viel Verständnis für ehemalige NS-Bonzen. Karl Fieler, ehemaliger SS-Gruppenführ:r und Nazi-Oberbürgermeister von München, hatte die Frechheit besorgen, vom münchener Magistrat eine Pension zu verlangen. Diese wurde dem. „Blutordensträger“ Fiehler, der schon 1923 beim Marsch Hitlers auf die Feldherrnhalle dabei war, mit Recht verweigert. Fiehler gab indessen die Partie nicht auf. Er hatte Vertrauen in eine gewisse Justiz, und sein Vertrauen wurde nicht getäuscht. Das Verwaltungsgericht war ofienbar der Ansicht, dass so viele Verdienste um den Führer einer Belohnung bedürften. Und um zu zeigen, dass es auch in der Republik noch Richter gibt, die die Kameraden aus grossdeutschen Tagen nicht im Stich lassen, haben sie die Stadt München verpflichtet, dem Manne mit dem Blutorden in Zukunft 450.— DMark Pens.oin im Monat zu zahlen. Das klingt wie ein schlechter Witz, ist indessen nur traurige bundesdeutsche Gegenwart. Mit der unbewältigten Vergangenheit wollen die münchener Verwaltungsrichter in einer sehr originellen Art auf ihre Weise fertig werden. Sie erzwingen die Wiedergutmachungßzahlung der Republik an die Paladine der Blut-Diktatur. Dass bei dieser Prozedur Moral und Logik Kopf stehen, ficht sie offenbar nicht an. Aber schliesslich lebt man jetzt in einem Rechts-Staat... was zu beweisen war... KURT KAI6ER-BLUETH verbilligen, müssen in den Häfen dis entsprechenden Speicher errichtet werden, da heute der Versand der Pottasche ’ in loser Form vorgenommen wird. Der Ausbau der Strasße Sdom— Elat, der seiner Vollendung entgegengeht, wird zu einer nicht unbeträchtlichen Senkung der Transportkosten führen. Sollte später noch die Eisenbahn Beer Schewa—Oron—Sdom — Elat gebaut werden, würden diese Ausgaben noch weiter redu ziert werden können. Die neuen Installationen ßollen in den Jahren 1964 und 1965 in Betrieb genommen werden können, und die Toten-Meer-Werke werden mit den neu investier- Neubau für die ZIM Haifa. — Für die israelische Schiffahrtsgesellschaft J ZIM in Haifa baute die jaj panische Werft Uraga Hea- | vy Industries Co. das Frachtl motorschiff ,,Sahar“. Der i Neubau trägt etwa 9.650 Tonnen und hat einen Antriebsdiesel von 6.600 PS für eine Geschwindigkeit von ca. 15,3 Knoten. (AWZ) ten 200 Millionen IL dann ein Werk darstelien, das auch in internationalem Rahmen gesehen als ein grosses und bedeutendes Unternehmen angespreehen werden kann und mit Recht die Bewunderung der Besucher erweckt. ""1 toA naiM to . .1 27400 TONELADAS AÍRE ACONDICIONADO TOTAL "ï\ 50 CELESTE es al LATEX; y es de ALBA! s» * ÍHELVETIA Cía. Suiza de Seguros contra Incendios \ AGENTES GENERALES PARA LA? REPUBLICA ARGENTINA S1MM0HDS & Cía. S. R. L *. i GUST / 7 DE MAYO 15 DE JUNIO GIUUO CES 24 DE MAYO - 10 DE Í5 RECONQUISTA 359/65 T. E. 46-077G i 16-0885 ÿ .w.v^.v.w.v.v.wnfla.-.w^ww.v« i

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