Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2009 (26.4.1963)
- Date
- 1963-04-26
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
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2 — Viernes, 2C de Abril de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIV. — No. 2009 Israels 15. Unabhacngigkeitstag (Schluss von Seite 1? des jüdischen Staates zu vereiteln. 15 lange und schwere Jahre hindurch haben die UN nicht die Möglichkeit gefunden, zu einer Befriedung der Lage im Mittleren Osten zu gelangen, obwohl sie kompliziertere Probleme zu lösen imstande waren. Der tiefere Grund für diese enttäuschende Haltung und die unzureichenden Interventionen der Vereinten Nationen ist in den Auseinandersetzungen zu suchen, die rings um den Mittleren Osten von den Grcßsmächten ausgetragen werden. Die USA und die Sowjetunion ringen um die Vormachtstellung in einem Gebiet, das heute noch für die Oelversorgung der Erde von höchster Bedeutung ist. Nur in dieser Atmosphäre der schärfsten Spannungen zwischen den beiden führenden Weltmächten, zu denen die Ambitionen der Engländer und FranzOien neben den weitreichenden Träumen Nassers hinzukommen, konnten die ständigen Revolten und dauernden Unruhen wuchern, von denen dieser geographische Raum seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten erschüttert wird. In den letzten Wochen sind neue Veränderungen und Verlagerungen der Kräfte durch die Beseitigung des Imam vom Yemen. durch die blutigen Revolutionen in Irak und Syrien und die Versuche Narr-ers zur Gründung eines panarabischen PUEYRREDON 2190 1' iztj. nachm. 16—19 Ubi T. E. 83 2613 REAL PEN: « Füllhalter f REPARATUREN J Spezialgeschäft ¿ CORRIENTES 569 ' T. E. 49-5850 Jaime Liebling: S. A. : SPERRHOELZER j HOELZERí DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349, 33-93051 ♦ PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und rnverbindlicb beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN UAEU. SERN VIRREY DEL PINO 2232 T. E. 73 7887 Reiches hinzugekommen, die allein nur durch den Kal'en Krieg und seine unglückselige Entwicklung ermöglicht worden sind. Ob und inwieweit die USA in diese Entwicklung eingreifen werden, bleibt abzuwarten. N’emand sollte trügerische Hoffnungen auf Washington setzen, zumal die amerikanische Politik sich gern von fertigen Tatsachen, die andere geschaffen haben, treiben lässt. Die an den Staat gestellten Anforderungen dürften in der nächsten Zeit erheblich wachsen, um jede Angriffslust der ägyptischen Machthaber im Zaum zu halten. Aber die arabischen Länder sind nicht die einzigen, die aus der etwas konfusen Weltlage und den Konsequenzen des Kalten' Krieges j Profit zu ziehen versuchen. Die Antisemiten der ver-! schiedensten Schattierungen zeigen eine erhöhte Aktivität, um unter allen möglichen Vorwänden ihre alte Hetz- und Hasskampagne gegen die Juden wiederaufzunehmen. Selbst in dieser neuen, veränderten Welt spekulieren sie darauf, mithilfe des Antisemitismus als einer bewährten politischen Waffe für ihre alten Pliine der Welteroberung und Unterwerfung der westlichen Hemisphäre unter das faschistische Joch Einfluss und Terrain zu gewinnen. Obwohl dis Welt eigentlich durch ihre eigenen Erfahrungen in den Jahren 1933 bis 1945. von Hitlers Machtergreifung bis zum Ende des zweiten Weltkrieges hinreichend gelernt naben Gollte, dass der Totalitarismus — in welcher Form er sich auch immer präsentiert — zum Untergang aller freien und demokratischen Einrichtungen führt, können dennoch die antisemitischfaschistischen Tendenzen neue Anhänger, vor allem unter einer irregeleiteten Jugend, finden. Hierin liegt eine Weltgefahr, die erkannt werden sollte. Nur muse man wissen, dass mit Reden und allgemeinen Deklarationen das Problem nicht gelöst werden kann. IV. Israel bedeutet Fortschritt Trotz des Kalten Krieges und trotz der Gefahren, die aus der feindlichen Haltung der mächtigen arabischen Nachbarn und ihrer Helferehelfer entstanden sind, führt der kleine Staat Israel sein Werk des Aufbaus und des Friedens fort. Unbeirrt geht ein Land seinen Weg des Fortschritts, der jedem sichtbar wird, der dieses Land bereist. Aus Sümpfen und Wüsten wurde fruchtbares Ackerland geschaffen, Städte entstehen, Handel und Industrie entwickeln sich, die Künste und Wissenschaften blühen, ein Staatowesen wird unter Mitwirkung aller Bevülkerungsteile aufgebaut, das bereits heute vielen anderen, älteren wie jüngeren Völkern ein Vorbild geworden ist. Aus dem weiten Gebiet dieses konstruktiven Werkes sollen nur einige Beispiele angeführt werden. Bereits Weizmann hatte vor einigen Jahrzehnten erklär*, dass das kleine Israel so gross sein wird, wie es durch die Wissenschaft gemacht werden wird. Schon im Jahre 1918, mitten im Kriege, war der Grundstein für die Hebräische Universität gelegt worden, für deren Schaffung sieh bereits Herzl interessiert hatte. Weizmann sagte damals: „Hier wird die umherirrende Seele Israels ihren Hafen finden und nicht mehr in rastlosen, nutzlosen Wenderungen sich verzehren.“ Die wissenschaftlichen Me-, thoden bei der Erschliessung des Landes haben die Wüste in blühendes Land verwandelt. Hierher gehören alle wissenschaftlichen Arbeiten und Versuche, neue Wege für die Bewässerung und Süss wasser-Gewinnung zu erschliessen. Wenn in einer hoffentlich nicht fernen Zukunft dieses grandicee Unternehmen gelungen sein wird, wenn in einem nicht komplizierten und nicht zu kostspieligen Prozess aus dem Meerwasser Siisswaeser zur Wiederbelebung der toten, ausgetrockneten Erde gemacht werden kann, dann hat die Wissenschaft das israelische Territorium ohne Expansion und ohne Krieg vergrössert. Dann wird Raum für weitere Millionen Einwanderer geschaffen sein. Einen wesentlichen Anteil am Fortschritt in Israel hat die Medizin. Die Malaria, die einst in verschiedenen Gegenden des Landes die Bevölkerung an jeglicher Arbeit hinderte, kt verschwunden. Trachom, eme typisch orientalische Krank heit, gibt es in Israel nicht mehr. Die medizinische Fürsorge für die Einwohner des Landes, vor allem für diejenigen, die aus orientalischen Ländern in Maseen einströmen, hat zu überraschenr wwvwvwvwvvwvwvv«. :j JUDITH SCHENK0LEWSK! t KULTUSSTICKEREIEN / Schabbosdecken - Tailiss, beutel Käppchen - Maz- 5 zot-Taschec Hand- und «J Maschinensticker« von S Bett und Tischwäsche \ Dr. P. 1. RIVERA 2585 i (fr. Bebedero) I; T. E. 73-9155 I M0HEL N. PLAKSIN Î Superi 2719 T. E. 76-6784 n. 76-2312 } JACOB LAPIDUS Í Í dipt. Mohel 5 \ NEUE ADRESSE j!* VIAMONTE 2037, 4j. B. I 46-1716 und 48-2124 J den und glänzenden Ergebnissen geführt. Auf allen Lebensgebieten wird nach wissenschaftlichen Prinzipien verfahren. Botaniker, Geologen, Agronomen, Soziologen und alle anderen Gelehrten in den verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen Israels,. im Technikum, in der Universität, im Weizmann- Institut und den vielen sonstigen staatlichen Laboratorien, sie alle arbeiten gemeinsam an dem grossen Ziel, Israel zu einem Hort des Fortschritts und des Friedens zu machen. Allen Menschen und Völkern soll gezeigt werden, w-as durch den menschlichen Geist, durch Forschung und Energie, durch friedlichen Eifer und unermüdliche Arbeit geschaffen werden kann. Schon entsendet Israel seine Wissenschaftler und Techniker, seine Experten der Landwirtschaft und auf anderen Gebieten in fremde Länder, um ihnen beim Aufbau ihrer neuen Staaten behilflich zu sein. Hunderte ausländische, besonders viele afrikanische Studenten kommen nach Israel, um dort zu lernen. Aber nicht nur junge Menschen besuchen das Land, auch Minister und Fachleute kommen, um ihre Kenntnisse zu bereichern und neue Wege zur Hebung des Wohlstandes ihrer Bevölkerungen zu suchen. Unter diesen Ländern, die Israels Hilfe in Anspruch nehmen, befinden sieh viele alte und sehr großse Länder auch dieses Kontinents. die Israels Experten zur Mitarbeit bei der Suche nach neuen Wassercpiellen oder für die Lösung’ anderer Probleme eingeladen haben. So vollbringt der kleine Staat Israel, der selbst nur über geringe Bodenschätze verfügt, ein Werk des Aufbauß, das die Bewunderung der zivilisierten Welt gefunden hat. Aber in diesen nur 15 Jahren seiner staatlichen Existenz hat Israel die Kraft entwickelt, über seine eigenen Sorgen hinaus auch zum Fortschritt anderer beizutragen. Israel hat bewiesen, dass Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. 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Wenn endlich die Grccsmächte dafür Sorge tragen würden, dass diesem mit ungeheuren Energien geladenen Land ein dauernder Frieden gewährleistet wird, dann könnten weit grössere, schöpferische Kräfte gelöst werden, die ohne Zweifel imstande wären, einen "wichtigen und richtunggebenden Beitrag für die Klärung der schwierigen Weltprobleme zu liefern. Die grossen Ideale unseres Volkes, Freiheit und Frieden, haben bereits in Israel''selbst den Fortschritt gesichert. Würden die Mächte dieser Erde, würden die Vereinten Nationen die Kraft aufbringen, allen Staaten Frieden und Freiheit zu bringen, dann wäre der Weg für ein fortschrittliches Leben für alle Menschen auf unserer gequälten Erde geöffnet worden. — LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece' .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V^rantwortlich: Dr. Bardi Swarsensky Paeyrredrtn 2190. 1? izq. T. E. 83-2613 80 6930 Abono- Preise: Argentinien, i 100.— pro Quartal Ausland $ 600 — jährl DEPARTAMENTO de categ. 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