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Jüdische Wochenschau · 1963-04-19 · 2008 (19.4.1963) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2008 (19.4.1963)
Date
1963-04-19
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 19 de Abril de 1983 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2008 — 3 Die Enzyklika des Papstes Pariß. — Die Enzyklika „Frieden auf Erden“, die Papst Johannes XXIII. erlassen hat, wurde von Ilr. Jacob Kaplan, dem Oberrabbiner von Paris, als eine „den Lehren Israels würdige Botschaft“ begrüsst. Rabbiner Kaplan bezeichnet die Enzyklika als ein „entscheidendes Dokument“, das die wichtigsten und drängendsten Probleme unserer Zeit, zu denen der Weltfrieden zählt, behandelt. Besonderes Gewicht misst Dr. Kaplan dem Teil der Enzyklika bei, der „Das Recht zur Verehrung Gottes nach dem Gewissen eines jeden einzelnen“ betitelt ist. Darin heisst es, dass „jeder Mensch das Recht hat, Gott nach den Befehlen seines aufrechten Gewissens zu ehren, und daher däß Recht, im stillen und öffentlich zu Gott zu beten.“ f „Was ich vor allem hervorheben möchte“, erklärte Dr. Kaplan, „ist die entschiedene Haltung, welche die Katholische Kirche in der Frage einnimmt, dass alle Menschen die Religion ihrer Wahl bekennen dürfen, wie auch die Wichtigkeit, die sie dem Begriff der Ge- Nur noch 500 Juden in Eiisabetiiville New York. — In der Haupstadt Katangas, der umstrittenen Kongo-Provinz, wo 1961 noch über 1250 Juden lebten, gibt es heute nur noch eine Gemeinde von 500 Mitgliedern. Der Rabbiner erklärte, das Hauptproblem sei der Wiederaufbau der bei den Kämpfen zerstörten und beschädigten Gebäude, wozu auch die Synagoge zähle. (ITA) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO II47 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. rechtigkeit in den Beziehungen unter den einzelnen Gruppen beimisst, einer Gerechtigkeit, die auch die Barmherzigkeit einschließst. Die gleichen Gedanken finde ich gerade in den Lehren der Thora und bei den Propheten Israels.“ New York. — Rabbiner Maurice Eisendrath, der Präsident der Reformsynagogen in USA, nannte die Enzyklika des Papstes „Frieden auf Erden“ ein „wunderbares geschichtliches Dokument“. Er rühmte den Papst Johannes XXIII., der wisse, sich üoer die „starren Prinzipien und die Schlagworte des Kalten Krieges“ zu erheben und in seiner Botschaft „an alle Religionen zu appellieren, damit sie ihre Glaubensunterschiede überwinden und sich zum Aufbau einer Welt des Friedens und* der Sicherheit zusammenschliessen.“ Zahlreiche jüdische Beobachter, aus religiösen und Laienkreisen, legen die päpstliche Enzyklika als eine Abwendung von den alten kirchlichen Prinzipien der Inquisition aus. Die Enzyklika wird als Ausdruck der Ideale des Papstes bewertet, die dieser von der unzertrennbaren Einheit aller Menschen auf dieser Erde hegt, wie er dies durch die Einberufung des letzten Oekumenischen Konzils bewiesen habe. KEINE VERRAETERI- SCHEN JUDEN Rom. — Papst Johannes XXIII. — bemerkte die irrtümliche Erwähnung der „verräterischen Juden“ während einer Liturgie am Karfreitag im Sankt Peters- Dom und befahl die Unierbrechungjder Gebete und ihre Wiederholung. Vor vier Jahren hatte der Papst angeordnet, dass aus dem Gebet, in dem die Juden als „verräterisch“ bezeichnet werden, dieses Eigenschaftswort ausgelassen werden sol le. Während der Papst auf seinem schwarzen Stuhl vor dem Hauptaltar des Doms sass, sprach ein Domherr die Gebete um die göttliche Gnade für die Kirche, ihr Oberhaupt und ihre Bischöfe, die Staatslenker, die Ketzer und diejenigen, die nicht im Schoss der Katholischen Kirche weilen. Als der Domherr das siebente der acht Gebete auf lateinisch sang, gebrauchte er. ohne dass dies von den 8.000 anwesenden Personen bemerkt wurde, den alten Text, der lau- Boykott der Olympischen Spiele? Die Mitgliederländer der Arabischen Liga wollen die Olympischen Sommerepiele 1964 in Tokio boykottieren, wenn der vom Internationalen Olympischen Comité (IOC) verfügte Ausschluss Indonesiens nicht zurückgezogen wird. Wie das Generalsekretariat der Arabischen Liga erklärte, haben sieh alle Mitgliederländer mit einem entsprechenden Boykott einverstanden erklärt. Das Internationale Olympische Comité ist davon unterrichtet worden. Das IOC hatte auf der letzten Sitzung seines Exekutiv-Comités am 7. Febru, ar in Lausanne die Mitgliedschaft Indonesiens suspendiert, weil Indonesien bei den vierten Asien-Spielen in Djakarta die Sportler Formosas und Israels durch Verweigerung der Einre.sevisa an der Teilnahme hinderte. Noch am gleichen Tage hatte auf Anordnung des indonesischen Staats chefs Sukarno das Olympische Comité Indonesiens offiziell seinen Austritt erklärt. Sukarno gab ausserdem zu verstehen, dass sich Indonesien um eine engere Gemein- JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEM 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGElCrOPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. EiflWM Fabrikation — Unverbindlich« Vorfiihrana Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag and Sonntag von 9—10 Uhr im Ausstellungshaue Calle ANDONAEGUI 2083 TeL: 52-2993 4 Qu ¡Mer ven Station Urquiza schaft mit den jungen Völkern in Asien, Afrika und Lateinamerika sowie mit den kommunistischen Ländern bemühen wol'e. Gleich, zeitig sollte eine neue Sportföderation geschaffen wer den, die schon im Laufe dieses Jahres in Djakarta ihre eigenen sportlichen Wettkämpfe veranstaltet. Mit einem Boykott der arabischen Staaten wäre der befürchtete Riss quer durch die internationale Sportwelt vollzogen. Nicht umsonst hatte sich gerade Japan we. gen der Olympischen Spiele 1964 um die Beilegung des Konflikts zwischen dem IOC und Indoneeien bemüht Man befürchtet, dass sich nunmehr auch zahlreiche andere Länder anschliessen und die Sommersp'ele in To kio ernsthaft gefährdet sind, wenn diese in Djakarta teilnehmen und dafür Tokio •«•bleiben. Die Wünsche aller zu erfüllen, das Vertrauen aller zu erhalten vom modernen Anzug für die „Zwanzigjährigen“ bis zum eleganten Anzug der „reiferen Jugend“ das war, das ist und das bleibt der Ehrgeiz Ihres Kleiderberaters. Das werden Sie immer in den Verkaufsräumen von Carlton feststellen, daßs von jeder Altersstufe ungefähr gleichviel Herren bei CARLTON kaufen. Ob es sich um Fertigkleidung oder feinste Massarbeit handelt. Carlton - Kleidung ist Kleitung guten Stils! Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CAflLTON-MANTEL Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 l TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 tet: „Wir beten für die verräterischen Juden, damit unser guter Herr den Schleier von ihren Herzen entferne... Höre, Herr, unsere Gebete für die Blindheit dieses Volkes, damit es aus der Dunkelheit erlöst werde.“ Der Papst gab seinem Zeremonialchef, Rev. Moneigno Enrico Dante, ein Zeichen und liess das Gebet unterbrechen. Der Domherr musste mit dem ersten Gebet wieder neu beginnen. Dieses Mal sprach er das siebente Gebet ohne das Adjektiv „verräterisch“, das von den Juden seit.langem beanstandet worden ist. (ITA) OBERRABBINER NISSIM Jerusalem. — Oberrabbiner Jizchak Nissim schloss sich dem von Papst Johann XXIII. in seiner Enzyklika „Frieden auf Erden“ enthaltenen Aufruf zum Verbot der Kernwaffen mit dem Ziel einer allgemeinen atomaren Abrüstung an. Der Oberrabbiner nennt diese Ziele würdig der Förderung durch das jüdische Volk und unterstützt die Erklärung des Papstes, dass die Zeit gekommen sei, da die geistign Führer de Welt die Initiative ergreifen miiesen, um die Menschheit vor der vollkommenen Vernichtung zu bewahren. LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE 0«. Air«« — PUEYHREDOW 2198, 1* Uq. — T. E. »3-2612 25. Nissan 5723 19. April 1963 Buckausstellun^ in Jerusalem Jerusalem. — Die Fahne der Deutschen Bundesrepu blik, eines der 21 Länder, die an der ersten internationalen Buchausstellung in Jerusalem teilnehmen, wird nicht während der Ausstellung gehisst werden, die ab 21. April für eine Woche eröffnet werden soll, wie hier enthüllt wurde. Dieser Entschluss wurde gefasst, um möglichen Demonstrationen gegen Bonn vonseiten derer vorzubeugen, die mit der politischen Taktik der Regierung um die schrittweise Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern, nicht einverstanden sind. Aus dem gleichen Grunde werden die deutschen Bücher in einer Weise gezeigt werden, als seien sie von privaten Verlagen und nicht von staatlicher Seite ausgestellt. Die Frage der westdeutschen Teilnahme an der Ausstellung bedeutete sowohl für das israelische Aussenministerium wie für die jerusalemer Stadtverwaltung ein Problem, dae durch den Streit um die deutschen Wissenschaftler, die für Aegypten arbeiten, nicht geringer geworden ist. Der formelle Beschluss lautet, dass nur die Fahnen der Länder, mit denen Israel diplomatische Beziehungen unterhält, über der Ausstellung wehen sollen. 2.400 Verleger zeigen ihre Bücher, und unter den teilnehmenden Ländern sind die USA, Grossbritannien, Kanada, Frankreich Russland, Argentinien, Japan, Spanien, Portugal, Irland, Iran, die Schweiz, Mexiko, Venezuela, Ceylon, Italien, Belgien, Zypern, Dänemark und die Vereinten Nationen. Der Bürgermeister von Jerusalem, Mordechai Isch Schalom, gab öffentlich der Enttäuschung der Veranstalter Ausdruck, dass die Verleger jiddischer Bücher und Zeitschriften sowie rein jüdischer Bücher nicht in dem Masse an der Schau Anteil genommen haben, „wie wir dies vorausgesehen hatten.“ (ITA) i /MAS AUN CUANDO \ \SE ESTA DE VIAJE ) Aprovechando al máximo su tiempo y dinero. Venga a vernos y elabore con nuestros técnicos su plan de viaje, para que todo esté dispuesto desde el momento de su partida hasta el regreso. 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