Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2008 (19.4.1963)
- Date
- 1963-04-19
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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: « 2 — Viernes, 19 de Abril de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Deutsche Experten in Kairo r (Schluss von Seite 1) die den Auftrag hierzu gegeben hatte. Heute ißt das ganz anders. Niemand zweifelt daran, dass die Regierung der Bundesrepublik derartige Vorgänge verurteilt, dass sie niemanden beauftragt hat, für die Aegypter diese Arbeit zu leisten, und dass sie irgendwelche Angriffsabsichten gegen Israel weit zurückwoist. Aber genügt diese ablehnende Haltung, die von der Bundesregierung in dieser Frage eingenommen wird? Ben Gurion hat ebenfalls zu diesem Konflikt Stellung genommen und eich weit vorsichtiger gegenüber der Bundesregierung verhalten, als dies manchem israelischen Politiker zweckmässig oder verantwortlich erscheint. Der Chef des israelischen Geheimdienstes ist im Zusammenhang mit dieser politischen Lenkung der ganzen Affäre zurückgetre. ten. Die arabischen Diplomaten haben die Gelegenheit ergriffen, die sich ihnen durch die angeblich .entlarvte“ Tätigkeit des israej lischen Geheimdienstes bot, um einen Vorstoes in Bonn zu unternehmen, der gleichzeitig eine Spitze gegen die Bundesregierung enthielt. Der ägyptische Botschafter hatte angefragt, ob wirklich beabsichtigt sei, die diplomatischen Beziehungen zu Israel herzustellen. Er bezog sich dabei auf Erklärungen, die der Präsident der, deutschen Bundestages, Dr. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izq. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83-2613 I REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling) S. A. J '; SPERRHOELZER $ HOELZER; DIAZ VELEZ 5224 : £ Tel.: 89-9349. 33-9305 j PROPIEDADES FRANKENBERG 8. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim-Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 Eugen Gerstenmaier, nach einem Besuch in Israel abgegeben hat. Gerstenmaier, der durch seine Israel-Reise stark beeindruckt war, hatte d;e Aufnahme diplomatischer Beziehungen gefordert. Auf die Rückfrage des Aegypters stellte die Bun desregierung allen arabischen Diplomaten, die bei ihr akkreditiert sind, Noten zu, aus denen sich ergab, dass an eine ßolche Aufnahme der Beziehung in zur Zeit rieht gedacht sei Die Bundesregierung fand eine noch vorsichtigere Formulierung: „dass die deutsche Regierung im Augenblick nicht die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel zum Gegenstand einer Prüfung gemacht“ habe. Eß ist verständlich, dass diese Erklärung der deutschen Regierung über die „Prüfung der Lage der deutschen Wissenschaftler in Aegypten“ und über die diplomatischen Nicht-Bezie. hungen mit grosser Reserve aufgenommen worden eind. In keinem Fall sollte man zulassen, dass die beiden Fragenkreise verknüpft werden. Denn auch dann, wenn keine diplomatischen Beziehungen bestehen, dürfte die deutsche Regierung mehr als die moralische Verpflichtung tragen, alles zu tun, um die weitere Mitwirkang deutscher Experten an ägyptischen Angriffswaffen zu verhindern. Das Problem der Aufnahme diplomatischer Beziehungen hat mit der anderen, im Augenblick akuten Frage nichts oder nur sehr entfernt zu tun. Eine Vermengung dieser beiden politischen Komplexe kann nur die an sich schon beßtehende Verwirrung erhöhen. Wenn man die schwierigen politischen Verhältnirse und Konsequenzen berücksichtigen will, die sich gewiss auch für die Bundesrepublik aus der Tätigkeit der deutßchen Experten in Aegypten ergeben, und wenn man sich ferner darum bemüht, eine sachlich-objektive Position einzunehmen, so wird man dennoch immer zu dem Ergebnis gelangen, dass — bisher wenigstens — die Bundesregierung nicht diejenigen Schritte unternommen hat, die man von ihr erwarten kann. Mit Bedauern und Verlrößtungen ist in dieser Angelegenheit reichlich wenig gemacht. Gewiss übersehen wir nicht, dass vielleicht die routinemässige Behandlung der Sache Zweifelsfragen administrativer, vielleicht auch rechtlicher Natur aufwirft. Denn ein aktiveß Einschreiten der Bonner Regierung gegen die Teilnahme ihrer Bürger an Arbeiten in Aegypten würde zu einer Begrenzung oder formellen Einschränkung der im Grundgesetz garantierten Freizügigkeit führen, die es u. a. jedem Bürger gestattet, sich dorthin zu begeben, wohin er will. Es ist jedoch zu erwägen, ob diese formellen Einwendungen wirklich stichhaltig sind, da jedes Recht, auch das, welches in der Verfassung verankert ist, seine gesetzlichen Grenzen hat, die dort verlaufen, wo die nationalen oder internationalen Interessen gefährdet oder andere gesetzliche Beetimmungen verletzt werden. Da die Vorbereitung zum Angriffskrieg sowohl nach den nationalen deutschen Gesetzen wie nach internationalem Recht eine strafbare Handlung ist, besteht ohne weiteres, d. h. ohne den Erlass neuer ober ergänzender Gesetzesbestimmungen für die deutsche Bundesregierung nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, diejenigen Massnahmen zu ergreifen, die zum Schutze des Friedens geboten sind, z. B. also die Rückberufung der deutschen Wißsenschaftier aus Aegypten anzuordnen. Wie bekannt gegeben wurde, soll eine deutsche Sonderkommission den Erlass eines Spezialgesetzes erwägen. durch daß die Tätigkeit deutscher Experten im Dienste fremder Rüstungsbetriebe von einer besonderen Genehmigung der Bundesregierung abhängig gemacht wird. Durch eine solche Regelung würde sicherlich der Sachverhalt klargestellt werden. Nach unserer Auffasßung jedoch reichen die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen aus, um die Tätigkeit der Aegypten-Deutschen bereits jetzt zu untersagen. In ähnlichem Sinn hat sieh der nordamerikanische Deputierte Samuel S. Stralton im Zusammenhang mit einem von Prof. Measerschmidt gebauten Düsenapparat mit doppelter Schallgeschwindigkeit, geäussert, ein Unternehmen, das nach der Meinung des US-Deputierten gegen das deutsche Grundgesetz venstösst. Die deutsche Regierung braucht keinen Zweifel daran zu haben, — und sie kann es auch nicht, — wes Geistes Kinder die in Aegypten arbeitenden deutschen Experten sind. Denn diese Herrschaften ßind ihrerseits zum Angriff gegen die Boniwvwkwwwvwwyr JUDITH SCHENKOLEWSK! KULTUSSTICKEREIEN | Schabbosdecken - Talils-, \ beute] Käppchen - Maz-! 1 zot-Tasehen Hand* und1 Maschinensticken« von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 j Confitería NIZA S ' Servicios de lunch de categoría j SALON DE FIESTAS î ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE jí 76-0286 •WV5, MOHEL N. PLAKSIN Superí 2719 I. E. 76-6784 u. 76-2312 g L REPUBLIKANER PROTESTIEREN Washington. — Der Präsident des republikanischen Nationalcomites, William E. Miller, erklärte, eeine Partei werde sieh neuen Zuwendungen an die VAR im Rahmen der Finanzhife widersetzen, da „Nasser aus den USA-Fonds genügend Gelder abgezweigt hat, um grosse Waffenmengen aus Russland und anderen Ländern den kommunisischen Blocks zu beziehen, ein teures kriegerisches Abenteuer im Jemen und die Entwicklung von Raketen zu finanzieren“. Miller fügte hinzu, offensichtlich „gestatten die amerikanischen Dollar der VAR, nicht nur Israel zu bedrohen sondern auch andere Staaten im Mittelostraum, in denen die USA erhebliche strategische, politische und wirtßchaftliehe Interessen besitzen“. Er betonte, Nassers Beteuerungen könnten über die Tatsache nicht hinwegtäuschen, dass „unser Geld zur Schwächung der Stabilität im Nahen Osten und des Weltfriedens benutzt wird und in Wirklichkeit die Kriegsgefahr erhöht“, so dass es „an der Zeit sei, dieser anßtössigen und unsinnigen Politik einen Riegel vorzuschieben.“ Andere republikanische Parteiführer äusserten sich in ähnlicher Weiße und kündigten an, sie würden diesen Fall in der Debatte über das gegenwärtig zur Beratung stehende Gesetz für Auslandshilfe zur Sprache bringen. (ITA) l JACOB LAPIDUS dipl. Möbel 5 NEUE ADRESSE IMONTE 2037. ß. >, 4&-1716 and 48 -2124 \> .WftAftWiWWWUV ner Regierung übergegangen, der sie gedroht haben, weiterhin keine Steuern zu zahlen, wenn Bonn nicht feine Israel-Politik ändert. Die zur Begründung dieses Standpunktes benutzten Argumente lassen unschwer deren Quellen erkennen. Inzwischen haben US-Politiker verßueht, ¿en Präsidenten Kennedy zu einer intervention in dieser Angelegenheit zu bewegen. Sie weisen nicht allein auf die Notwendigkeit hin, die Sicherheit Israels zu garantieren, sondern unterstreichen auch d;e Angriffslust Nassers gegen andere arabieche Staaten. Davon, dass solche Waffen in Nassers Hand auch die Bedrohung anderer als mittelöstlicher Länder bedeutet, ist allerdings keine Rede. Diese Gefahr zu bestreiten, würde aber zu einer Fehlberurteilung der gesamtpolitischen Lage führen. Obwohl die Haltung der ■bundesdeutßchen Regierung, die sie anfänglich einnahm, enttäuschend war, — sie bedauere die 'Tätigkeilt so], eher Experten, könne aber hiergegen nichts unternehmen. — dürfte Ben Gurions Standpunkt richtig sein, man solle aus einer anti-ägyptischen Haltung nicht zu einer antideutßchen Politik übergehen. Diese klare israelische Position in dieser Frage kann aber nicht dazu verleiten, sich nunmehr mit jedem politischen Schritt abzufinden, der von der deutschen Regierung in dieser Frage unternommen wird. Seihet wenn man einräumen wollte, dass gewisse Schwierigkeiten für die deutsche Aussenpolitik in dieser An gelegenheit bestehen, ändert •dies nichts daran, dass klare Entscheidungen verlangt und die deutschen Experten aus Aegypten zurückgerufen werden müssen. Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo.. Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwär« ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE ffFT PF VORANMELDUNG Gasheizungen Installationen IN BEQUEMEN MONATSRATEN SOWIE REPARATUREN VON BADEOEFEN UND KUECHEN ALLER MARKEN 52-7438 Don Julio 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Año XXIV. — No. 2008 LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredftn 2190, l9 Izq T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien. $ 100.— pro Quartal Ausland * 600 — jährl. 100 Jahre Rotes Kreuz Genf. — In der gesamten Welt wird in diesem Jahr das 100jährige Beßtehen des Internationalen Roten Kreuzes gefeiert werden. In Genf dauern die Veranstaltungen der verschiedensten Art, die bereits jetzt intensiv vorbereitet werden, vom 15. August bis zum 15. September 1963. (AWZ) ZU VERMIETEN 1 grosses luftiges ZIMMER zur Strasse u. mit gro ssem Garten. Evtl, mit bester Verpflegung für 1—2 Personen. In der Gartenstadt Pa I o n a r Auskunft: 795-8878 Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sich an Livia Neumann Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr EMlSiSÍSS«MMS*ilS885I85SKS3«8S«iaiSíiIiEBIi«íSSSilBKSgte-Sj¡ Dr. BERNARDO GOLDSTEIN! M MEDICO S m Cardiología — Hospital Fernández ¡ g Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme g B CUBA 2141 — T. 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