Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1963-04-05 · 2006 (5.4.1963) · p. [Seite 9]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2006 (5.4.1963)
Date
1963-04-05
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9613667-9613811--2698-9613820
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Viem e*, 5 de Abril de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2006 —!» '/andrer aus STEIGERUNG DER AUSFUHR Was die jüngste Entwicklung der israelischen Industrie vor allem kennzeichnet, ist der Umstand, dass sie in wachsendem Masse für den Export arbeitet. So entfiel denn auch von der Exportsteigerung im Jahre 1962 — rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr — 85 Prozent auf zusätzliche Exporte von Industrieprodukten und nur 15 Prozent auf die Agrarausfuhr. Damit setzte sich eine Tendenz fort, die bereits in den letzten Jahren sieh abzuzeichnen begonnen hatte. So konnte sich zwar in den Jahren 1955 bis 1962 die Agrarausfuhr rund verdop peln. der Export an Industrie Produkten aber stieg in der gleichen Periode um nahezu das Vierfache an. Von der Gesamtausfuhr im Jahre 1962 in Höhe von 279,2 Millionen Dollar entfiel auf die Industrie 211,5 Millionen Dollar, aber auf die Landwirtschaft nur 67,7 Millionen Dollar (hiervon fast 50 Millionen Dollar für Zitrueexporte ). Die Diamantenindustrie, wie die Textilindustrie hatten an der Exportsteigerung des Jahres 1962 den stärksten Anteil. Die Diamentenjndustrie konnte ihren Anteil um 19 Millionen Dollar erhöhen, die Textilindustrie um 5,3 Millionen Dollar. ABWERTUNG UND EXPORT Man muss sich natürlich die Frage vorlegen, welchen Einflus« die Abwertung des Israel Pfundes im Februar vorigen Jahres auf die Exporte hatte. Aber man wird schnell zu der Erkenntnis kommen, dass der Nutzen, den die Exportindustrie daraus ziehen konnte, nur von Dr. KÜRT 0TTENS00SER (Israel) ein beschränkter war und die kleine Spanne, den die Abwertung der Industrie gegenüber dem alten Kurs plus Exportprämien gewährte, inzwischen durch die Teuerungszulagen, die die — beträchtlichen Preissteigerungen für industrielle Produkte in vielen westeuropäischen Industrien zugute. Auch hat sich die Industrie Israels durch die gute Qualität ihrer Produkte einen j te sich dieser Prozentsatz j noch erhöhen. I Die Erschliessung neuer Märkte ist nicht immer einfach, und man ist sich in allen zuständigen Kreisen dessen wohl bewust. Die Regierung hat daher auch eine besondere Unterstützung für ü‘3S : Die Städte und Siedlungen in Israel werden nach modernsten Plänen erbaut. Bild zeigt die kreisförmige Anlage des Moschaw Nahal im Tal Jesreel Unser! Industrie den Arbeitern zahlen und auf sich nehmen musste, reichlichst ausgeglichen wurden. Dagegen kamen der Industrie Israels zweifellos die guten Namen zu machen ge-f solche Massnahmen vorge Im Januar dieses Jahres trafen weit über 100 Einwanderer aus Südamerika in Israel ein. Es handelt sich meist um Gewerbetreibende und Angehörige der freien Berufe, von denen ein grosser Teil Kibbuzim beitritt, während andere in ,,Ulpanim“ aufgenommen werden, damit sie sich dort die heräiseh? Sprach? aneignen. Man nimmt an, dass im Laufe eines Jahres etwa 7.000 Juden aus Südamerika einwandern werden. die sich bereits in den dortigen Büros der J-ewish Agency registrieren lie^sen. Jetzt erwartete man die Ankunft einer sechsten Gruppe junger Aerzte aus Südamerika, 30 an der Zahl, die sich in Entwicklungsgebieten und Grenzsiedlunger. im Negew niederlassen wo'len. mit den fünf vorhergehen den Gruppen ist aus diesem Erdteil eine grörcere Anzahl Aerzte nach Israel gekommen. die zum grossen Teil im Negew blieben, nachdem sie sich eine gewisse Zeit beruflich weiter ausgebi det und die hebräische Sprache erlernt hatten. WOHNBAU- UND SIEDLUNGSPLAENE Das Wohnbauministerium hat einen ausführlichen Plan für die Behausung von 2.000 Einwandererfamilien aus Südamerika fertiggestellt. Dieser Plan soll mit Geld?rn der Regierung und der Jewish Agency durchgefi.hrt werden. Die Koionisations - Abteilung der Jewish Agency hat einen neuen Wirtschafts¬ und Siedlungsplan ausgearbeitet. der die Ansiedlüng ßüdamerikanischer Einwanderer in drei Moschawim (Genossenschafts - Dörfern) zum Gegenstand hat. u z. Kfar Nechemia. Kochaw Niwa und ein neues Dorf, das eine Art Vorstadt der zukünftigen Stadt Basor bilden soll. Nach Ansicht der Fachleute der Kolonisation!-- HOTEL ARMON i ISRAELS SCHOENES TOURISTENHOTEL Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. WUßSt. Nach wie vor ist Europa der grösste Abnehmer für die israelischen Produkte. So gingen 61 Prozent (Vorjahr 62 Prozent) der Gesamtausfuhr in die Länder Europas, 17 Prozent nach Nordamerika, 12 Prozent nach Asien. Der Anteil der EWG Länder (Europäische Wirtschafts - Gemeinschaft) am Gesamtexport sank von 28 Prozent auf 25 Prozent. Der Anteil der EFTA-Länder (Europäische Freihansehen. die geeignet sind, Is rael neue Märkte zu eröffnen. Israel beteiligt eich auch in wachsendem Masse an internationalen Messen und j Ausstellungen und konnte dabei im vorigen Jahr gute Erfolge für sich buchen. Trotzdem muss mit Bedauern festgestellt werden, daes es noch nicht gelungen ist, die nötigen Instrumente für einen erfolgreichen Exporthandel zu schaffen. Versuche der Regierung, eigene delszone) belief sich auf 26 \ Exporthandels - Gesellschaf- Prozent (27 %). ten aufzuziehen, scheiterten Das grösste Abnehmer j mit nicht unbeträchtlichen land waren im Jahre 1962 j Verlusten. Man sucht nun, die USA, dann folgten Grossgemischte Unternehmungen ¡britannien und Westdeutsch- 1 zu gründen, bei denen sich land. Diese drei Länder nah- : auch halböffentliche Gesellmen zusammen 39 Prozent j schäften wie ZIM, Solei Bo- (41 %) des Geßamtexports 1 ne und andere Institutionen Israels auf. beteiligen. Man errichtet im Ausland, besonders in Afrika, Filialen mit Konsignationslagern und konnte dabei auch bereits gewisse Erfolge erzielen. Auf jeden Fall aber ist auf dem Gebiet der Organisierung des Absatzes noch viel zu tun. Letztlich aber ist im Export die Preisfrage auf vielen Gebieten das ausschlaggebende Moment, wenn man nicht mit Hilfe von Patenten, oder anderen besonderen Fabrikationsmethoden eine Art von Monopol besitzt. Die Exportindustrie arbeitet daher auch mit aller Energie daran, die Produktionskosten zu senken und dabei doch auch die Qualität der Erzeugnisse zu verbessern. Abteilung wird man die reuen Siedlungen auf drei Kategorien von Einwanderern stützen können: 1. Jugendliche und junge Ehepaare, die Bindungen zu Siedlungsgruppen aus den Jugendbewegungen haben; 2. bemittelte Einwanderer die über ein grosses Kapital verfügen, und 3. Einwanderer, dis gewisse Mittel, Fachkenntnisse und ein kleines Einkommen haben- Die Fachleute verlangen, dass man den neuen Siedler aus Südamerika bis zu 10 Dunam Zitvusgärten zur Verfügung stellt, um ihnen ein Minimaleinkommen von 200 IL zu sich?y.. bevor die verschiedenen Industriezweige Einnahmen abweiten können. Die für die Ansiedlung jeder Familie erforderliche Investition entspricht dem üblichen Kolonisaticns-- budget. Ferner ßoll jede Familie ein Stück Boden bei ihrem Haus in der Fläche von 2 bis 3’- Dunam erhalten. damit sie dort einen Garten anlegen und Haus und Wirtschaft aus'bauen kann. Zur Schaffung und Entwicklung einer Famihen- Wirtschaftseinheit im Rahmen der siidamerikanischen Siedlung sind 39.000 IL aus öffentlichen Mitteln er;orderlich, hiervon 12 000 IL für das Wohnhaiß. 15.000 für 10 Dunam Zitrus bis zur ersten Ernte, 2.000 IL Investitionen für öffentliche Zwecke und Bauten und 10.000 IL Anteil an den Industrie-Investitionen. Die Jugendalija, die bekanntlich eine Abteilung der Jewish Agency ist, trifft jetzt Vorbereitungen zur Aufnahme jugendlicher Einwanderer aus Südamerika; es wurde auch ein umfassender Plan zur Einordnung junger Flüchtlinge auc Algerien ausgearbeitet. Zur Zeit werden im Rahmen der Jugendalija 12.000 Zöglinge in 250 Anstalten. Jugendzentren und landwirtschaftlichen Siedlungen erzogen. In den 29 Jahren des Bestehens der Jugend Alija sind von ihr insgesamt 110.000 Jugendliche betreut worden. Israel und EWG Brüssel. — Der Ministerrat der Europäiechen Wirtschafts - Gemeinschaft, der über die Politik der gemeinsamen Europamarktes zu befinden hat, trat zu einer zweitägigen Sitzung zusammen. Wie verlautet, sollen die Verhandlungen mit Israel über ein irgendwie geartetes Abkommen zur Herstellung von Handelsbeziehungen zwischen der EWG und Israel fortgeführt werden. (ITA) <’ <’ <1 < > < ' j: 4 > 4 ' 4 > 4 ► 4 > :: 4 > > 4» 4» 4» :: 4 * 4» 4» 4» 4» :: 4 » 4 > 4* 4* 4» 4* :: 4> 4» 4» 4 * 4 ► 4 J Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israc \ — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliof Sfr. EROBERUNG NEUER MAERKTE Selbst aus diesen wenigen Ziffern ist ersichtlich, dass Israel sich um die Erschlieesung neuer Märkte für seine Industrieprodukte intensivst bemühen muss. Israel muss exportieren, will es eeine Handelsbilanz, die mit 330 Millionen Dollar (Vorjahr 338 Millionen Dollar) passiv ist, zum Ausgleich bringen. Heute sind nur 45,2 Prozent (Vorjahr 41,4 Prozent) der Importe Israels durch den Export gedeckt. Die Reihe der Industrieprodukte, die Israel ’m Aus land abzusetzen vermag, wird ständig länger, und die Eröffnung neuer Industriebetriebe. die von vornherein auf den Export eingeßteiit sind, setzt sich ständig fort. So sieht denn auch die Voraussage der Bank Israel für das Jahr 1963 (Nationalbudget) eine weitere Steigerung der Exporte um 13 Prozent vor. Sollte aber die starke Nachfrage am lokalen Markt endlich nachlassen, eo könn- INCOBA INVESTMENT & TRUST. Co. L(d. INDUSTRIAL & COMMERCIAL BANK (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. «* BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL INCOBA INVESTMENT & TRUST Cia. (GALEPIA DEL OBELISCO) Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8586 7255

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.