Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2006 (5.4.1963)
- Date
- 1963-04-05
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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8 Viernes, 5 de Abril de 1963 L A AB® XXIV. — No. 200« SEMANA ISRAELITA Resolutionen des Aktions-Comités Jerusalem. — Nach eintägiger Debatte beschloss die Leitende Kommission des Aktions-Comitds mit 53:47 Stimmen, Repräsentanten der Cherut in die Exekutive der Jewish Agency aufzunehmen. Dr. Israel Goldstein schlug vor, dieser Partei statt der beantragten zwei Sitze einen Sitz in der Exekutive zu geben. Die Vertreter der Mapai, Mapam und Achdut Awoda erklärten in der Plenarsitzung formell ihre Ablehnung dieses Vorhabens. Sie begründeten dies damit, dass die Zusammensetzung der Exekutive das Resultat eines unter den Parteien der Koalition getroffenen Abkommens auf dem letzten Zionistenkongress sei, das jetzt nicht geändert werden dürfte. Offensichtlich jedoch hatten diese Parteien von ihrer Drohung Abstand genommen, aus der Exekutive auszutreten, falls man die Cherut auf nehmen würde. Zum Repräsentanten der Cherut wurde Dr. Josef Schechtman bestimmt. In der Schluss-Sitzung des A.C. wurde eine Resolution gefasst, die an einer Stelle der Besorgnis Ausdruck verleiht, welche das Aktions- Comitd über das Wiederauftauchen des von den Nazis geschürten Judenhasses in einigen Ländern Lateinamerikas empfindet. Man hoffe aber, so heisst es, dass die lateinamerikanischen Völker, treu ihrer demokratischen Tradition, die Gefahr erkennen würden, welche der Demokratie droht. Die Resolution spricht Befriedigung über die „steigende Alija“ aus Lateinamerika aus, die sie „als Ausdruck des nationaljüdischen Bewusstseins dieser Judenheiten betrachtet“, die auf diese Weise auf die antisemitischen Manifestationen und die Angriffe auf jüdische Gemeinden in zionistischem Sinne antworten. In diesem Zusammenhang wird die israelische Regierung ersucht, ihre Bemühungen zur Absorption von Einwanderern aus Lateinamerika zu verstärken. Im weiteren wendet sich diese Resolution auch an die bundesdeutsche Regierung mit der Aufforderung, der „verbrecherischen Tätigkeit“ deutscher Wissenschaftler ein Ende zu bereiten, die Aegypten helfen, Waffen für die Vernichtung Israels herzustellen. Gleichzeitig ergeht der Appell an die Regierungen und die aufgeklärte öffentliche Weltmeinung, gegen „diese neue Bedrohung der Vereinigung den jüdischen Volkes auf seinem Heimatboden“ Probest zu erheben. DIE RECHTE DER RUSSISCHEN JUDEN In einer anderen Resolution nimmt das A.C. auf die Erklärung Krutschews Bezug, der in einem Schreiben an den englischen Philosophen Bertrand Rüssel erklärt hat. dass der Ant'semitismus in der Sowjetunion imgesetzlich ist. Es wird festgestellt, dass bis heute keine greifbaren Beweine für ein Einschreiten der sowjetischen Behörden gegen den Antisemitismus vorhanden sind. Besorgnis von dem honen Prozentsatz der Juden, die wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen zum Tode verteilt werden, und unterstreicht, dass die Namen von in diesen Prozessen verurteilten Juden mit besonderem Nachdruck veröffentlicht werden. Die Resolution gibt auch ihrem tiefen Bedauern Ausdruck, dass schon zum zweiten Mal das Bakken von Mazzot in den Staatsbäckereien verboten wurde, und verweist auf die Schwierigkeiten, die es bereite, den russischen Juden Mazzot aus dem Ausland zu schicken. Unter Hinweis auf die systematische Schliessung der Synagogen durch die Sowjetbehörden behauptet die Resolution, dass die jüdische Minderheit im Gegensatz zu anderen religiösen Minoritäten diskriminatorischen Massnahmen unterliegt, und fügt hinzu, es sei kein Fortschritt gemacht worden, um die kulturellen und nationalen Bedürfnisse der sowjetischen Judenheit zu befriedigen. Abschliessend wird auch die Isolierung der rus sischen Juden von den übrigen jüdischen Gemeinden in anderen Ländern erwähnt und betont, dass ihnen sogar das „menschliche Recht versagt ist. sich mit ihren Familien zu vereinigen“, von denen sie durch die Ereignisse der letzten Jahrzehnte getrennt wurden. In seiner Schlussrede berührte Dr. Nachum Goldmann das Problem der deutschen Wissenschaftler, die in Diensten Nassers stehen. Er hob hervor, dass Westdeutschland mehr als jedes andere Land auf eine zufriedenstellende Beilegung dieser Affäre bedacht sein sollte und seinen Staateangehörigen verbieten müsse, sich an dieser sogenannten „wissenschaftlichen Arbeit“ zu beteiligen. Ausstellung in Washington Madrid. — Pläne zu einer Ausstellung historischer Do kumente über die sefardisehen Juden im Sitz der Bne Brit in Washington wurden hier vom Präsidenten dieser Organisation. Label Katz, angekündigt. Nach einem Geepräch im Prado mit General Franio berichtete Katz in einer Pressekonferenz, der Präsident Spaniens habe sich damit einverstanden erklärt, dass diese Dokumente für die Zeit der Ausstellung noch Nordamerika überführt würden. Die Sammlung, die das reichhaltigste Material über die Sefarden enthalten soll, wird nach ihrer Ausstellung in Washington auch in anderen nordamerikanischen Städten gezeigt werden. Die Urkunden, die vor zwei Jahren in Spanien ausgestellt wurden, werden der Bne Brit leihweise übergeben werden. Ein Sprecher der spanischen Botschaft in Washington gab der Hoffnung Ausdruck, dass von diesem Material vor seiner Rückgabe an Spanien in den USA Mikrofilme her gestellt würden, denn „es wäre schade, wenn man keine Kopien für die Erforschung dieser wichtigen historischen Unterlagen aufbewahren würde.“ (ITA) 45.000 PrlvatwagM Tel Aviv. — Auf Israels Strassen rollen gegenwärtig 45.000 Privatwagen. Das sind über 20.000 mehr als im April 1960. Die Landwirtschaft wurde im vergangenen Jahr um 1000 Traktoren im Werte von rund Her Millionen Dollar bereichert, (ITA) , _ Die Resolution spricht mit ISRAEL - BRIEFMARKEN A4 WIEDER VERRAÉUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bueno« Aires, ftop Argentina „0LAMENU rr TEL AVIV POB 3002 ISRAEL J NEUERSCHEINUNGEN * DES VERLAGES j Prof. Dr. H. Sternberg: | Zur Geschichte der Juden In Czernowitz Reich illustriert Kart. 3,— Prof. Kamilo Landmann: Israel und die Juden dar Welt Kart. 2 — SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN flerausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken ven Pro!. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen ....... 4 15.“ Nach Erscheinen.$ 20.— Alle Zuschriften u. Anfragen sind aussdhliess* lieh an den Verlag, Tel Aviv. P.O3. 3002 (Israel) zu richten. Die Preise sind in USA-Dollar angegeben. Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 5) té als Vizepräsident (Ped schersky) bzw. als 2. Sekre tär (Peist) angehört hatten. In das Zentralcomité, dem Mitglieder aus allen Kreisen und wichtigen Comités angehören, wurde Herr Egon D. Brosto für das Zentraleuropäische Comité delegiert. In grösster Harmonie und einer vom Arbeitseifer er füllten Stimmung, alle Kräfte für die heilige Sache einzusetzen, fand der Kinus seinen Abschluss. — Neuwahlen bei der NCI Auf der Generalversammlung der Nueva Comunidad Israelita fanden Neuwahlen statt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Don Alfredo Katz Vizepräsident: Adolfo Brück Sekretär: Walter Juda Stellvertr. Sekretär: Rudolf Ebel Schatzmeister: Rudi Schmul Stellvertr. Schatzmeister: Walter Rosenfeld Beisitzer: Sigfrido Bermann, Isidoro' Grebler, Guillermo Grünebaum, Martin Lichtenstein, Alejandro Wohlgemuth. — Stellvertr. Beisitzer: Máximo Günther Freundlich, Ueberschusslebensmittel für Israel Washington. — Israel wird innerhalb der nächsten drei Jahre überschüssige Erzeugnisse der amerikanischen Landwirtschaft im Werte von 68,8 Millionen Dollar erhalten. Es handelt sich in erster Linie um Weizen, Futtergetreide, Oele, Trokkenmilch, Reis und Tabak. Es ist das neunte Abkommen dieser Art, das zwischen den USA und Israel geschlossen wurde. Bisher haben die Vereinigten Staaten für 290,8 Millionen Dollar Lebensmittel an Israel geliefert. (ITA) Juan Marx und Adolfo Schmulewitz. — Kassenrevisoren: Bernardo Weinmann und Arturo Fleischer. — Stellvertr. Kassenrevisor: David Spiegel. — Die Wiederwahl des Herrn Alfredo Katz muss an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden, denn Herr Katz kann nunmehr auf eine zehnjährige Tätikeit als Gemeindepräsident zurückblikken. Unter seiner Führung ist die Gemeinde zu einer der wichtigsten Organisationen im gesellschaftlichen und religiösen Leben unserer Gemeinschaft ausgebaut worden. Was eine solche Arbeit bedeutet, wird häufig nicht richtig eingeschätzt, denn die Schwierigkeiten bei der Erfüllung der täglichen Aufgaben treten nach aussen selten in Erscheinung. Die stete Bereitschaft und der sich über eine Dekade erstreckende Eifer für den Dienst an einer gemeinsa men Sache verlangen die Anerkennung aller Kreise, auch derjenigen, die mitunter kritisch Erscheinungen und Entwicklungen gegenüberstehen. Dass sich die Gemeinde NCI auch weüer hin zum Segen der Gemeinschaft entwickele sei neben den Wünschen für das persönliche «Wohlergehen des Jubilars die Hoffnung, der wir an dieser Stelle Ausdruck verleiben. Auch eines zweiten Jubilars sei gedacht, des Herrn José Frank, der zwanzig Jahre unermüdlich an den Aufgaben und Arbeiten der NCI führend teilgenommen hat. Hierfür gebührt ihm Dank und Anerkennung. — Sitzung der Centra Die Centra, die Dachorganisation der Gemeinden und Organisationen unseres Sprachkreises in Lateinamerika, hat für Ende April eine Sitzung des Grossen Comités nach Montevideo zusammengerufen, auf der über die Tätigkeit seit der Tagung in Santiago de Chile berichtet werden soll. Man wird u. a. über das Rabbiner-Seminar, das Kulturprogramm sowie über Jugend- und Organisations-Probleme sprechen. — Ein Erfolg Auf eine erfolgreiche Tätigkeit während 25 Jahren konnte die Firma FORESTA zurückblicken, die in unermüdlicher Arbeit von ihren Inhabern aufgebaut worden ist. Es handelt sich hierbei nicht allein um einen persönlichen Erfolg von Menschen, die als Emigranten in dieses Land kamen, sondern um ein Beispiel dafür, dass wir Juden, die wir als Flüchtlinge gekommen sind und dem Land immer Dank für die Rettung unserer Leben zollen müssen, dem Lande auch Nutzen gebracht, zu seiner Entwicklung durch unseren Fleiss und unsere Kenntnisse beigetragen sowie sein wirtschaftliches Leben bereichert haben. — Baeume in Nazaret Nazaret. — 70 geistliche Würdenträger, darunter 30 Bischöfe und Erzbischöfe aus aller Welt, kamen nach Abschluss des ökumenischen Konzils in Rom nach Israel. Sie besuchten Haifa, Akko und Nazaret und pflanzten zur Erinnerung an ihren Besuch Bäume in der Nähe des Seminars des Erzbischofs George Hakim in Nazaret. Die Baumpflanzung ging bei herrlichstem Wetter vor sich, und die Feierlichkeit bot ein prächtiges Bild. Die geistlichen Würdenträger in ihren schwarzen Roben mit den violetten Schädelkäppchen erregten auch am zweiten Tag ihres Aufent. halts in Nazaret grosses Interesse. Unter ihnen befanden sich viele Würdenträger aus dem Fernen Osten, wie auch aus Lateinamerika. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE i ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung 8UER0STUNDEN: DIENSTAG» MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr, ★! Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen» ★ PUEYRRED0N 2190 »*q Av. US NENAS — J. E. 9I-2SI* .—..-«..i ...—.."JgjgfiF