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Jüdische Wochenschau · 1963-04-05 · 2006 (5.4.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2006 (5.4.1963)
Date
1963-04-05
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Afio XXIV. — No. 2006 — Viernes, 5 de Abrol de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU DIE FREIHEIT VERTEIDIGEN Mazzot ™d Verhaftungen 1 (Schluss von Seite 1) freie, Unterdrückte, Verfolgte, Gejagte sehnen sich nach Freiheit. Sie ringen danach, befreit zu werden. Freie Männer haben die selbstverständliche Verpflichtung, ihre Freiheit zu verteidigen. Da es auch heute noch Juden gibt, die nicht frei sind, fällt unserem Volk in dieser Zeit die doppelte Aufgabe zu, für einige Teile um die Freiheit zu kämpfen, die es für andere Teile zu verteidigen gilt. Das ist unsere jüdische Position heute, nachdem wir mit Stolz auf Israel verweisen dürfen. Gerade in den Augenblicken, wo wir uns anschicken, das hohe Lied der Freiheit ertönen zu lassen und die Werte der Freiheit zu preisen, sollen wir uns auch der konkreten, in diesem Augenblick gestellten Aufgabe bewusst sein. Der Staat Israel hat begonnen, -das jüdische Freiheitsideal zu realisieren. Wir Juden haben unsere Pfhch’- ten unter den Völkern niemals leicht genommen. Wir waren immer darum bemüht, uns anvertraute Missionen genauestens zu erfüllen. Wir haben lange genug als Unfreie gelebt, um jede Form der Ungleichheit in Israel zu verbannen. Es ist kein Zufall, dass Israel seit dem ersten Tage seines Be Stehens ein Master für Demokratie gewesen ist. Bereits bevor wir den Staat hatten, war daß Leben der jüdischen Gemeinschaft im alten Mandatsland Palästina streng nach demokratischen Gesichtspunkten geordnet. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* i*Q. aacbm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 REAL PEN! Füllhalter t REPARATUREN l Spezialgeschäft J CORRIENTES 569 * T. E. 49-5850 ♦ Jaime Liebling: S. À.! SPERRHOELZER? ho elzer; DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349, 33-9305Î PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von SESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 In einer Welt der brutalen Machtkämpfe, wie sie für den Mittleren Osten geradezu bezeichnend sind, in Ländern, die von Diktatoren beherrscht werden, in denen sich die Machtcliquen gegenseitig auszurotten versuchen, bildet das kleine Israel mit seinen nur 15 Jahren eigenstaatlicher Existenz eine Insel der Demokratie, der bürgerlichen Freiheiten, der Bürgerrechte, der Recht lichkeit, des Parlamentarismus. Israel ist das einzige Land, das seine Regierung in garantierten Wahlen bestimmt, das durch ein frei und gesetzmässig gewähltes Parlament die Regierung kontrolliert, das trotz seiner grossen Armee keinen aktiven Militär in seiner Führung hat, während rings um Israels Grenzen die Willkür regiert .. Aber diese gelebte Freiheit ist keineswegs auf das politische Gebiet beschränkt. Jedem israelischen Bürger sind alle Möglichkeiten der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit gegeben. Privilegien des Standes oder der Herkunft sind unbekannt. Freie E-ahn dem Tüchtigen, lautet die Parole, die jedem jungen Israeli die Chance einräumt, den „Feldherrnstab im Tornister“ zu tragen, während in den arabi sehen Nachbarländern der Kastengeist dominiert, die Freiheit geknebelt wird, Militärregime die Parlamente verjagen und eine Revolte die andere ab!cot. Man soll nicht annehmen, dass die arabische Feindschaft gegen Israel nur auf politische Gründe zurückzuführen sei. Das ist nicht richtig. Die Juden haben den Arabern niemals „Land weggenommen“. Die Ländereien, die sich heute in jüdischer Hand befinden, und die früher Arabern gehörten, sind ihnen entweder abgekauft, oder von diesen Arabern verlassen worden. Soweit es sich hierbei um eine haftpflichtige Kriegsmassnahme handelt, werden die früheren arabischen Besitzer entschädigt werden. Die arabischen Führer wis sen also selbst sehr genau, dass ihre Behauptungen über die „zionistischen Imperialisten“ lediglich Sand in die Augen der nichtsahnenden oder nichtswissenden WWWWiWW Eisschranki und Waschmaschinen* Reparaturen ¡I nach bester eurotpaeischer Ausführung]; < A. Schuster | T. E. 73*7834 i JUDITH < SCHENK0LEWSK! 5 KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Taliisbeutel - Käppchen - Maz- J zot-Taschen ■ Handand i ' Maschinensticker« von J Bett und Tischwäsche / Dr. P. L R1VERA 2585 J (fr. Bebedero)? T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE ¡ 76-0286 73-1049 westlichen Politiker sind. Den Russen können sie schon nichte mehr vormachen. Die arabischen Politiker wissen sehr gut, dass sie nicht verlangen können, die auf israelischem Territorium liegenden arabischen Ländereien 'brachliegen zu lassen, bis vielleicht einmal ein „rechtmässiger“ Besitzer zurückkehren würde. Neben den politischen Gründen, die vor allem Nasser gegen Israel hetzen lassen, sind es die ßoziaLpoiitischen. Nasser und seinesgleichen wissen natürlich, dass ein demokratisches und sozial vorgeschrittenes Israel zum Vorbild für die eigenen Volksmassen in den arabischen Ländern werden jvird und muss. Trotz aller Abschirmung von Israel erfahren doch die arabischen Massen von der Entwicklung der israelischen Wirtschaft und der Hebung des Lebensstandards. Nasser und seinesgleichen unternehmen alles, um zu vermeiden, dass solche Nachrichten aus Israel in ihre Länder gelangen. Aber Funk und Ideen kennen keine Grenzen. Vor allem zur Festigung seiner eigenen Position hat Nasser in der letzten Zeit seine antiieraelische Tätigkeit verstärkt. Die Affäre der beiden Agenten, die angeblich im Aufträge Israels arbeiteten und von der schweizerischen Polizei arrestiert wurden, hat neues Licht auf das unerfreuliche Kapitel der Konzentrierung deutscher Nazis in Aegypten geworfen, die dort alle ein Asyl gefunden haben. Dort sitzen manche Kriegsverbrecher, die ihre verhängnisvolle Tätigkeit aus dem Dritten Reich ins Paradies Nassers hinübergerettet haben. Nasser hat es aber auch verstanden, deutsche Wissenschaftler, deren politische Profilierung nicht feststeht, für seine finsteren Ziele und aggressiven Absichten zu gewinnen. die heutedamit beschäftigt sein sollen, Raketengeschosse gegen Israel zu entwickeln. Für Israel gilt es jetzt, seine Freiheit zu verteidigen. Das ist ein allgemeines Gebot politischer Staatßführung, aber auch ein Ruf aus unserer Geschichte. Der israelische Aussenminister, Frau Golda Meir, hat von der deutschen Regierung eine energische Intervention gegen die Teilnahme von deutschen Wissenschaftlern MWWMWVHMWW “ WOHEL N. PLAKSINÍ Superi 2719 i! T. E. 76-6784 u. 76-2311 < > ,> JACOB LAPIDUS Jipi. Meh«I NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037, Ij. B. 46-1716 und 48-2124 fJWWVW1 London. — In Moskau sind acht Juden verhaftet wor den. weil sie in ihren Wohnungen Mazzot gebacken halben, wie der moskauer Berichterstatter des „Daily Telegraph“ meldete. Wie die Zeitung mitteilt, gelangte die Nachricht von den Verhaftungen schon in der Vorwoche an die jüdischen Organisationen in England. In dem Bericht heisst es ferner, dass die moskauer Polizei auch die Backöfen und die Maschinen zum Schneiden der Mazzot beschlagnahmt haben und die verhafteten Juden angeklagt worden sind, „illegal Lebensmittel zu Spekulationszwecken herzustellen“. Unter der jüdischen Bevölkerung Moskaus hätten die Verhaftungen grosse Besorgnis hervorgerufen. und 'fechnikern an der Herstellung der Todesraketen gegen Israel verlangt. Dass die deutsche Regierung solche Tätigkeiten verurteilt, ist selbstverständlich. Eine entsprechende Erklärung genügt aber nicht, um über diese Tatsachen zur Tagesordnung überzugehen. Sollen Wieder deutsche Techniker oder Wissenschaftler an der Vernichtung der Juden arbeiten? Kann die Regierung in Bonn sich mit Worten zufrieden geben, wo sehr energische Taten am Platze sind. Wilwisßen doch alle, dass die westdeutsche Regierung sehr reale und grosse Möglichkeiten hat, diese Giftmischerei im ganzen zu unterbinden, ganz abgesehen davon, daos sie entschlossen gegen die eigenen Staatsbürger vorgehen könnte, wenn sie es nur wollte. Pessach ist das Fest der Freiheit. Es erinnert uns an den Auszug aus Aegypten. Wieder einmal schickt sich Mizrajim, mit einem neuen Pharao an der Spitze, an, Israel zu unterdrücken, aber es ist nicht mehr das geknechtete, sondern ein freies Israel, gegen das sich Pharao wendet. Israel, das seine Freiheit erkämpft hat, wird sie auch erfolgreich und würdig verteidigen. Das ist die Forderung, das Gebot und die Hoffnung dieser Stunde. Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE nrpt TTTP VORANMELDUNG Gasheizungen Installationen IN BEQUEMEN MONATSRATEN SOWIE REPARATUREN VON BADEOEFEN UND KUECHEN ALLER MARKEN 52-7438 Den Julie BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN Wie erinnerlich kündigte am 16. März der moskauer Oberrabbiner Jehuda Levin seiner Gemeinde an, dass die Staatsbäckereien keine Mazzot (ebenso wie im Jahre 1962) backen würden und auch den Gemeinden das Backen von Mazzot verboten worden sei, so dass er den Juden den Rat geben würde, sich die Mazzot selbst zu backen. APPELL AN MOSKAU Stockholm. — Zwei angesehene Abgeordnete, der liberale Politiker und religiöse Führer Einar Rimmerfors und Pastor Ake Zetterberg von den lutheranischen Sozialisten wandten sich schriftlich an den sowjetischen Botschafter in Schweden. Sie ersuchten ihn, bei seiner Regierung darauf hinzuwirken. dass das Verbot, Mazzot zu backen, widerrufen würde, da die Herstellung dieses Produkts in Privathäusern wegen der hierzu erforderlichen maschinellen Einrichtungen unmöglich sei. „Ihre Regierung hat erklärt, keine Absicht zu hegen, die religiöse Freiheit zu beschränken, aber die Tatsachen stehen mit den proklamierten Grundsätzen nicht in Einklang“, heisst es in diesem Appell. U SENARA ISRAELITA Bisemanario — aparece •os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Vsrantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky PueyrredAo 2190, 1« izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien» $ 100.— pro Quartal Ausland 6 600 — jährl. Jüdische Einwanderer Toronto. — Offiziellen Statistiken zufolge hat die kanadische Regierung in den Jahren 1946 bis 1961 insgesamt 1963 Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten — mit Ausnahme Israels — die. Einwanderung nach Kanada erlaubt. Allem 937 kamen aus Marokko, die übrigen aus dem Libanon, Syrien und Saudiarabien. (ITA) Kultivierte Person bis 50 Jahre zur Betreuung von 2 Kindern von 15 und 11 Jahren und zur Vertretung der Hausfrau während 3 monatl. Abwesenheit derselben gesucht. T. E. 40-8691 Psychologische Beratung HABEN SIE EIN PROBLEM? TRAGEN SIE AN EINER SEELISCHEN LAST? Dann wenden Sie sich an Livia Ncumann Verlangen Sie Sprechstunde: 32-0684 zwischen 9 und 11 Uhr «BSHwsaHniiunHnaHBKHUUuHHSHHuannaasaaBHSsa^! Dr. BERNARDO GOLDSTEIN I ¡ MEDICO ¡ ¡ Cardiología — Hospital Fernández | H Radie X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme ■ I CUBA 2141 - T. E. 73-8782 u. 73-6817 § i a 5 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uh* S S Sonnabend: 14—16 Uhr S 5 ■ 5B8S*SKK«ae»*3SBiSSe3Si5B«ISI£I£I3SSS5*SiSSSiBlSiaatiB§*I*SS*’* 0 i- VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telef. Vereinbarung o 0 0 0 0 0 0 0 ■ 0 , 0 0 0 0 . 0 0 0 Ü 0! 0 ' 0 '■ -- - - _ ' MHinmiuimntisinminsianiinHiSiRicisinnHus *Dr. BENJAMIN LIPNIZKY§> g ZAHNARZT Bi 1 ROKNTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN — NEg B HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REOU- ■ \ S LXERUNG DER ZAHNSTELLUNG g Sprechstunden: Dienstag - Donnerstag — Sonnabend m B nach vorheriger Vereinbarung, B \ JOSE HERNANDEZ 2518 T. E, 7«-MT3 und 73-Osoojj iRSEBSiHRisiEsiEaiiCsiBBiiiisesiicuiHRaiHNaenauRESsainC1 < HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPHBCHBTUNDKN: Montag, Dienstag. Mittwoch «. Freitag von 1*-« Es wird gebeten, «ch vorher telefonisch anaumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542

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