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Jüdische Wochenschau · 1963-03-29 · 2005 (29.3.1963) · p. [Seite 11]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2005 (29.3.1963)
Date
1963-03-29
Page
[Seite 11] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Viernes, 29 de Marzo de 1963 L A SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2095 — 11 COMITE CENTEOEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 UNSERE GENERALVERSAMMLUNG Charakter-Skizzen aus Israel MARTIN BUBER Die Generalversammlung, die über eine zweijährige Tätigkeit unseres Comités zu berichten und das neue Arbeitsjahr einzuleiten hatte, fand am 21. März ordnungsgemäes statt und war von fast allen Mitarbeitern besucht. Dagegen fehlten fast vollständig die eingeladenen Vorstände der angeschlossenen Gemeinden und Organisationen mit Ausnahme der ACIBA, des „Culto Israelita de Belgrano“, Achdus Israel, Misrachi Frauengruppe Belgrano. Theodor Herzl Gesellschaft und den „Bar Kochba“, die offiziell vertreten waren. Der Vorsitzende unseres Comités, Chawer Curt Wilk, eröffnete die Versammlung mit einigen Begrüssungsworten, insbesondere der erschienenen Repräsentanten des Landeßdirektoriums des Keren Kajemeth; er gedacht te der heimgegangenen Freunde des KKL, vor allem der unvergesslichen Chawerim Abraham Fisch, Hermann Laus, Walter Wind und Ja cobo Greif. Nachdem Chawer Nadelreich den Kassenbericht erstattet hatte, der eine durchschnittliche Einnahmeerhöhung von 40 Prozent für die Jahre 1961/62 gegenüber den Jahren 1959/60 aufweist, gab der Sekretär, Chawer Kurt Zimmerspitz, einen Ueberblick über die Tätigkeit des Comités, seine Aufbringungsaktionen (Blaue Büchse, Festbücher, sonstige Sammlungen), die Veranstaltungen bei besonderen Anlässen (DiplomüberreL chungen, Jom Haatzmaut- und Herzl-Feiern etc.). Er dankte insbesondere den Ehepaaren Neumann und Korn, die ihre Wohnungen bei festlichen Gelegenheiten in den Dienet der Sache des KKL gestellt hatten. Dieser Bericht wurde durch Chawer Wilk ergänzt, der die grosse Bedeutung jeder KKL-Ai-beit gerade in dieser Epoche hervorhob, allen Mitarbeitern und dem Büro herzlich dankte und kritisch auf das Verhalten der meisten der angeschlossenen Gemeinden und Organisationen hinweisen musste, deren Vorstände selten Interesse und Anteilnahme zeigen, oftmals nicht einmal ihren Delegierten im Comité die Möglichkeit geben, über die Arbeit zu berichten. Keine Frage, dass bei den massgebenden Instanzen un seree Sektors, von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, kein Verständnis für die ’ Verpflichtung der Diaspora-Judenheit besieht, den Aufbau von Israel durch eine grosszügige Förderung der KKL-Arbeit zu unterstützen. Der Generalsekretär des Direktoriums, unser Freund und Lehrer, Moisés Sende rey, benutzte den Anlass, nochmals auf die ausserordentliche Wichtigkeit der gegenwärtig laufenden Modiin- Aktion, die eine hervorragende Rolle bei der Landesverteidigung von Israel spielt, hinzuweisen und zur Mitarbeit zu ermahnen. In der nächsten Zeit wird der Schaliach aus Israel, Chawer Peskin, alles tim um die massgebenden Instanzen unseres Sektors aufzurufen, ihr Interesse dieser Sache zuzuwenden. Während der Vizepräsident der ACIBA, Herr Manfredo Anepaeb, auf einstimmigen Wunsch vorübergehend den Vorsitz übernahm, wurde die Wahl des neuen Arbeits - Comités durchgeführt, das sich wie folgt zusammensetzt : Präsident: Curt Wilk Vize-Präsident: Werner Roeenberg 1. Sekretär: Kurt Zimmerspitz 2. Sekretär: Alice Neumann Kassiererin: Ana Marbach 2. Kassierer: Emanuel Nadelreich Verantwortlich für Festbücher: Ilse Weinstein Protokollführer: Samuel Margulies. VOCALES: Claire Blumenthal Juan Bukofzer Ernesto Feigelstock Egon Heilbom Enrique Heilborn Bernardo Lewinsky Juan Meyer Keyt Beatriz Spangenthal Horst Spangenthal Hugo Straues Rosi Wertheimer Harry Zimmerspitz Der Vorsitzende begrüsste den neuen Mitarbeiter in diesem Kreise, aber alten Freund des KKL, Herrn Juan Bukofzer als Vertreter der Gemeinde „Culto Israelita de Belgrano" mit herzlichen Worten und wünschte für die kommenden Arbeitsjahre einen vollen Erfolg, indem sich Chawer Wilk gleichzeitig vor Antritt einer Urlautoreie verabschiedete und nochmals allen Mitarbeitern aufrichtig dankte. Anfang Februar wurde Martin Buber, der Weise von Jerusalem, 85 Jahre alt. In Wien geboren und bis zu seinem 14. Lebensjahr im Hause seines gelehrten Grcusvaters Salomo Buber erzogen, verbrachte er seine Jugendjahre im Hause seines Vaters, der sich inzwischen in Lemberg niedergelassen hatte. Er studierte 1896—1900 an den Universitäten von Wien, Leipzig, Zürich und Berlin Philosophie und Kunstgeßchichte, wurde 1898 Zionist und trat unter Einfluss von Achad Haam für Verinnerlichung und für „Gegenwartsarbeit“ ein, wodurch er zu Herzls politischem Zionismus in Opposition geriet. So war er nur ein Jahr lang Schriftleiter der „Welt“, nahm dann an der Gründung des Jüdischen Verlages Berlin teil, veröffentlichte zusammen mit Weizmann und Fenvvel „Die jüdische Hochschule“, in der für die Gründung der Hebräischen Universität geworben wurde. Fünfzig Jahre später ernannte ihn diese Universität zum Ehrendoktor. Als 26-Jähriger fühlte sich Buber zum Chassidismus I hingezogen, veröffentlichte einige Bücher, in denen er der deutschsprachigen Jur denheit Westeuropas die Botschaft des Chassidismus vermittelte, der ihr bis dahin fremd gewesen war. Mit seiner Zeitschrift „Der Jude“ (1916—24) beeinflusste er die Geisteshaltung der Judenheit Westeuropas im Sinne seiner Konzeption von der Renaissance des Volkes. In Vorträgen und Schriften wirkte Buber unermüdlich für die Erneuerung des Judentums. Auf der Prager Konferenz des Hapoel Hazair Zeire Zion (1920) ßchuf er die ideologische Basis für die Kollektivsiedlungen. Er stellte der Versuchung, fremde sozialistische Theorien zu übernehmen, ähnlich wie A. D. Gordon die Moralforderung entgegen, durch im eigenen Lande vorgeleb tes Beispiel einen heiligen Weg zu weisen, der nicht der dee nationalen Egoismus sein dürfe. Seine Konzeption von der binationalen Heimstätte, in der sich das arabische wie das jüdische Volk frei entwickeln sollte, wurde auf dem 12. Zionistenkongress 1921 in Karlßbad mit Mehrheitsbeschluss akzeptiert, blieb aber auch weiterhin stark umstritten. 1924—33 war Buber Pro fessor für Religionswissenschaft und Ethik an der Universität Frankfurt a. M. und seit 1938 Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem. In seiner nächßten Entwicklungsphase drang Buber zu dem grossen Dialog zwischen Mensch und Gott vor, der sein weiteres philosophisches Werk kennzeichnet. Buberß .Verdeutschung* der Heiligen Schrift (zusammen mit Franz Rosenzweig) geht von der Auffassung aus, dass die Bibel mehr Im Atlantik ertrunken Tel Aviv. — Der Dritte Offizier deß israelischen Schiffes „Har Hakarmel“, Zwi Gal, ist kürzlich während ei hes Sturms im Atlantik ums Leben gekommen, so teilte die Reederei „El Yam“ mit. Gal hatte von seinem Kapitän Order erhalten, eine Leine an dem von seiner Mannschaft verlassenen grieehi sehen Frachter „Aristote. leß“ zu befestigen. Als er sich an Bord des Schiffes befand, ereignete sich eine Explosion, und der Frachter sank in wenigen Sekunden. Die Suche nach dem Dritten Offizier wurde nach 24 Stunden ergebnislos abgebrochen. (ITA) dem Akustischen als dem Visuellen entspreche und daes sie zum Hören und nicht zum Lesen bestimmt sei. Dem Dialog-Gedanken dien ten u. a. die Bücher „Ich und Du“ (1923) und „Dialogisches Leben“ (1948). Es ist ein doppeltes Zwiegespräch, das dem Menschen und speziell dem Juden auferlegt fet, nämlich dr Dialog mit seinem Mitmenschen, aus dem sich der Imperativ des sozialen Gefühls und der sozialen Tat ergibt, und der Dialog zwischen Mensch und Gott, der über das Zeitgebundene, Enge emporhebt. Auch jedes andere Volk und die Menschheit alß Ganzes befindet sich im Dialog mit Gott, und dt Verständigungsmitte] dieses Zwiegespräches sind die Welt und die Menschheitsgeschichte. Dem Menschen ist aufgetragen, durch seine Taten die Antwort zu geben. Hier echliesst sich der Kreis, denn Buber kehrt mit dieser Auffassung zu den Wurzeln des Chassidismus zurück, in den er nun weit tiefer eindringt als Jahrzehnte zuvor. Er nimmt gegen ekstatisches Sich- Einc-Fühlen des Menschen mit Gott Stellung und verlangt klare Distanz für das 'Zwiegespäeh zwischen beiden. Sein Werk „Zwei Glaubensweisen“ (1950), in dem sich Buber mit dem Christentum auseinandersetzt, wurde von christlichen Theologen mit grosßem Interesse aufgenommen und hatte ein weites Echo in Europa und Amerika, denn die von ihm angeregte Wiedererweckung religiöser Grundgefühle im Menschen hat ihre Bedeutung weit über das Judentum hinaus. Bombenattentat in London London. — Eine heftige Explosion erschütterte die Front des neuen Gebäudes des „Jewish Chronicle“, als die Zeitung abends in Druck ging. Im Hause befanden ßich ungefähr 40 Personen, doch niemand wurde verletzt. Feuerwehr. Polizei und Detektive eilten a-n den Tatort. Er wurde übereinstimmend festgestellt, dass der Sprengkörper von einem Fachmann hergestellt war und es sich anscheinend um eine Zeitbombe handelte, die im Portal niedergelegt wurde. (ITA) Gemeindepraesidenf tritt zurück Wien. — Dr. Emil Maurer, der mehrere Jahre Lagerhaft überstand und nach Wien zurückkehrte, wo er die Leitung der österreichisch-jüdischen Gemeinde übernahm, ist aus Krankheitsgründen von seinem Amt zurückgetreten. Er ist 79 Jahre alt. Maurer konnte nach London emigrieren, kehrte jedoch nach dem Zusammenbruch des Naziregimes nach Wien zurück. Von 1948—1952 war er Vizepräsident der dortigen jüdischen Gemeinde und seither ihr Präsident. In dieser Eigenschaft hat er sich grosse Verdienste erworben. Maurer besuchte auch verschiedene Male Israel. (ITA) Hilfe für die arabischen Flüchtlinge Bonn. — Für die arabi sehen Flüchtlinge aus Palästina bewilligte die westdeutsche Bundesregierung auch in diesem Jahr einen Betrag von zweieinhalb Millionen Mark. (AWZ) Gemeinden und Vereine (Schluss von Seite 10) David Wolffsohn — NCIA 8:1. Erfreulicherweise kann bereits jetzt festgestellt werden, dass die Meisterschaft der LIFA grossen Anklang in den weitesten jüdischen Kreisen findet. So wurden am Sonnabend die Mitglieder des Organisations-Comités (Kurt Lichtenstein J. Meyer Keyt, Enrique Ruschin) im Rahmen der „Revista Israeli-Argentina“ von Manuel Levin über Radio del Pueblo hL. S. 6) interviewt und derselbe Sender wird in Zukunft jeden Sonnabend zwischen 14 und 15 Uhr die Vorschau und Kommentare der nächsten Spiele, sowie am Sonntag zur gleichen Zeit die bis dahin vorliegenden Teilresultats von beiden Plätzen durchgeben. Dadurch wird natürlich die Aufmerksamkeit weitester Kreise auf dieses Turnier gelenkt, und so besteht die berechtigte Hoffnung, daßs hiermit schon der erste tatkräftige Schritt zur Erreichung unseres Endziels — ein eigener Sportplatz für die jüdische Jugend — gemacht wurde. Selbstverständlich ist die aktive Mitarbeit aller weiterhin notwendig. Am Sonntag, den 31. März, spielen: Zone 1: (Sportplatz: Defensores de Belgrano) 13.15 Uhr: Aciba — CIB 15 Uhr: Bet Israel B — Bar Kochba ' 17 Uhr: Maccabi — Igud. Zone 2: (Sportplatz: Excursionietas) : 13.15 Uhr: NCI A — NCI Villa Ballester 15 Uhr: NCI B — SIJA 17 Uhr: David Wolffsohn— Rehut B. Werdet „Socios Proteetores“ (einmaliger Jahresbeitrag: $ 500.—, Eintritt zu allen Spielen frei). Anmeldungen werden bei den Obleuten der Liga oder auf den Sportplätzen gern entgegengenommen. ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 556, I/B — Bu.»o, Aires, R»p. Argentina Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722/5723 Sonnabend, den 6. April Montag, den 8. April Dienstag, den 9. April Mittwoch den 10. April Montag, den 15. April Dienstag, den 16. April Sonntag, den 21. April Montag, den 29. April Dienstag, den 12. Mal Dienstag, den 28. Mai Mittwoch, den 29. Mai Donnerstag, den 30. Mal Montag, den 29. Juli Dienstag, den 30. Juli Mittwoch, den 18. September Schabbat hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken des Aufstandes im Warschauer Ghetto Yom Ha’atzma’ut Lag Be’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Erew Tischa Be’Aw Tischa Be’Aw Erew Rosch Haschana 5724 M. F. Die Vereinigte Kampagne 1962 Campaña Unida pro Israel IST ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN. Schon sind die Vorbereitungen für die neue Einheitskampagne getroffen werden, die am Montag, den 1. April, beginnt. GENERALVERSAMMLUNG UNSERES COMITES: DONNERSTAG, DEN 4. APRIL, zu welcher besondere Einladungen ergangen sind. * Zenfraleuropaeisches Comité der Campaña Unida pro Israel Sarniento 2376 3er p. T.E. 47-3820

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