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Jüdische Wochenschau · 1963-03-29 · 2005 (29.3.1963) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2005 (29.3.1963)
Date
1963-03-29
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2005 8 — Viera«*, 29 de Marzo de 1963 Wohnheime für Einwanderer von PAUL SANDMANN Die meisten Menschen stellen sich unter einem Einwanderer in Israel einen völlig unbemittelten, oft ungebildeten, kränklichen und häufig gebrochenen Menschen vor, der auf Wohlfahrts - Unterstützung und -Dienste angewiesen ist. Auf viele Fälle trifft dieses Bild zu. In den letzten Jahren jedoch kommt eine ständig wachsende Zahl von Ein Wanderern aus westlichen Ländern aus eigener Initiative nach Israel. Sie stellen einen ganz anderen Typ dar als den der Masseneinwanderung, die von der Jewish Agency betreut wird. Sie haben einen anderen Lebensstandard, andere An- Verlaengerung einer Frist Wien. — Die österreichische Regierung verlängerte die Frist für die Eintragung von Opfern des Naziregimes in Oe sterreich, um ihnen den Erhalt von Entschädigungen unter den Be Stimmungen des österreichisch-deutschen Abkommens zu ermöglichen. Die bis zum 31. März 1964 verfügte Verlängerung soll den Oesterreichern, die im Ausland leben, die Formulierung ihrer Anträge gestatten. (ITA) Sprüche und infolgedessen auch andere Bedürfnisse. Diese Tatsachen wurden von der Absorptionsabteilung der Jewish Agency erkannt und daher die Möglichkeiten zur Aufnahme dieser für das Land sehr wichtigen Einwanderer erweitert. ERSTE UNTERBRINGUNG Unter den vielen Problemen, denen der Einwanderer bei der Ankunft in Israel gegenübersteht, ist die Beschaffung einer angemessenen Wohnung. Da die westlichen Einwanderer freiwillig kommen, wollen sie sich natürlich ihren zukünftigen Wohnort selbst aussuchen. Daher benötigen sie eine vorübergehende Unterkunft, bis sie sich entschieden haben. Zu diesem Zweck hat man seit mehreren Jahren eine Reihe von Wohnheimen ein gerichtet, die jedoch nicht alle die gleichen Bequem, lichkeiten bieten. Da ist z. B. das Bet Brodetsky in Tel Aviv, ein neues, modernes Gebäude, das für .150 Menschen Platz hat. Das jerusalemer Heim ist einfach ein kleines Etagenhaus, das in den ersten Jahren nach der Staatsgründung gebaut wurde. Es ist sehr verwohnt und erfüllt nicht mehr die heutigen Ansprüche Die Bequemlichkeiten sind so unzureichend, dass sich die Jewish Agency veranlasst sah, ein geeignetes Wohnheim in der Hauptstadt zu errichten. Teignisse HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN \ HAIFA - Israel t VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM t HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. HOTEL ARMON l ISRAELS SCHOENES TOURISTENHOTEL Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkonsfr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) In Kürze wird das neue Wohnheim, das für Einwanderer und zeitweilige Einwohner aus westlichen Ländern und für Akademiker aus allen Ländern bestimmt ist, eröffnet werden. Es wird den Namen des kürzlich verstorbenen Arbeitsministers, Dr. Giora Joseph tal, tragen, der seit der Staatsgründung seine ganze Kraft der Einordnung der Einwanderer widmete. Das Wohnheim wird in Kirjat Jowel errichtet, einer 20.000 Einwohner zählenden Vorstadt Jerusalems, die sich seit 1957 ausserordentlich ausgedehnt hat. Es ist ein massiver, quadratischer, dreistöckiger Betonbau, von neugepflanzten Büschen und Bäumen umgeben, der alle anderen Häuser des Ortes überragt und eins der ansehnlichsten Gebäude von Kirjat Jowel zu werden verspricht. Das Haus wird an fangs 132 Plätze haben, doch kann es nötigenfalls auf 160 Plätze erweitert werden. Ein Flügel ist für FamilieD bestimmt und enthält neun Drei- oder Vierzimmerwohnungen mit Küche und Bad. Alle anderen Räume sind Ein- oder Zweibettzimmer, und jedes hat eine eigene Dusche, Toilette, Küche und eingebaute Schränke. Ausserdem gibt es auf jeder Etage ein Badezimmer. IIEBRAEISGHER UNTERRICHT Andere verschiedene Verbesserungen im Vergleich mit dem jetzigen jerusalemer Wohnheim sind fünf verschieden grosse Aufenthaltsräume, Unterrichtsräu me, Zentralheizung und auf jedem Stockwerk ein Lagerraum. Auch gibt es ein Restaurant mit 200 Sitzplätzen und einem Innenhof. in dem bei schönem Wetter gegessen werden kann. Es wird auch geplant, im Wohnheim hebräischen Unterricht zu erteilen, sodass die Einwohner auf diese Weise die Möglichkeit haben werden, die Sprache schnell zu erlernen,. Das leichte, luftige, farbenfrohe Gebäude, das gänzlich aus einheimischen Baumaterialien errichtet wurde, ist ein gewaltiger Fortschritt gegenüber den Holz- und Blechhütten der frühen Einwanderungszeit. Es ist natürlich nur eine vorübergehende Lösung der Wohnungsfrage und des all gemeinen Problems der Ansiedlung westlicher Einwanderer. Doch stellt es einen weitere Schritt dar, um Einwanderer aus den westlichen Ländern anzuzieben und ihnen die Einordnung im Lande zu erleichtern. (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 5) drei Sprachen vorbereitet, um dem Unterricht in der Schule folgen zu können. Auch moderne Sportanlagen sind vorhanden, um die Kinder körperlich zu ertüchtigen. Ferner ist man bemüht, zwischen Schule und Elternhaus ein harmonisches Verhältnis zu schaffen und die Eltern zur Mitarbait heranzuziehen. DIE TABUT-SCHULE bietet den Kindern eine hervorragende Grundlage für rer für Hebräisch, 10 Lehrer für Englisch, und 11 Lehrer bezw. Lehrerinnen für allgemeine Fächer. Zum weiteren Personal gehören 10 junge Mädchen, die im Speisesaal das Essen verteilen, in der koscheren Küche arbeiten 14 Personen, und zur Beaufsichtigung der Kinder stehen 10 Angestellte zur Verfügung. Die Unterhaltungskosten für die Schule werden von Eltern und Protektoren aufgebracht. Der Vaad Hachinuch der Kehilla leistet einen Zuschuss zu diesem sozialen Werk, an dem asch- INCOBA INVESTMENT & INDUSTRIAL & COMMERCIAL BANK (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. TRUST. Co. Lid. asociadiT con BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL 1IV CO B A INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO) Äv. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8586 melfarb, der Herausgeber und Leiter der jüdischen Tageszeitung ,,Haint“, die auch ausserhalb Uruguays stark verbreitet ist. Gimmelfarb, ein bekannter Industrieller, wollte mit dieser Zeitung, die er nach der einstigen jüdischen polnischen Tageszeitung ,,Haint“ benannte, die Tradition dieses angesehenen Blattes, das während der Besetzung Polens durch die Deutschen ihr Erscheinen einstellen musste, würdig fortsetzen. Er betrachtete die Zeitung als Krönung seines Lebenswer. kes, aber er gab auch jüdische Zeitschriften in spanischer Sprache für die jüdische Jugend heraus, die jiddische Zeitungen nicht mehr lesen kann, um sie über jüdisches Zeitgeschehen zu informieren. Im gesellschaftlichen Leben Montevideos öpielte Herr Gimmelfarb eine geachtete Rolle, Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine empfindliche Lücke im jüdischen Leben Uruguays. SSt ihre Ausbildung, sie erzieht sie zu guten Juden, doch sie überlässt ihre religiöse Erzierung den einzelnen Gemeinden. Man pflegt eine enge Zusammenarbeitmit dem israelischen Kulturinstitut. Die besten Lehrkräfte wurden engagiert, darunter 12 Lehrer für den argentinischen Lehrplan, 31 Lehkenasische und sefardische Juden in freunschaftlicher Zusammenarbeit beteiligt sind. Gregorio Gimmelfarb s. A. In Montevideo verstarb plötzlich im Alter von 66 Jahren Herr Gregorio Gim- Hilfe für franzoesische Juden Genf. — Ein.0 Mindestsumme von einer halben Million Dollar wird im Jahre 1963 notwendig sein, damit die zentrale französische Hilfs - Organisation (Fonds Social Juif Unifié) und der Joint ihre Arbeit durchführen können, wie auf einer gemeinsamen Konferenz dieser beiden Institutionen in Genf festgestellt wurde. (ITA) Jüdisches Lehrhaus (2. Studienjahr) Eroeffnungsveranstaltung MITTWOCH, DEN 17. APRIL 21 UHR (Einzelheiten werden noch hekannt gegeben) Kurse (Ufaegig): Prof. Dr. Günter Ballin. PAEDAGOGISCHE PROBLEME Rabbiner Hanns Harf: JUEDiSCHE STAEDTEBILDER Rabbiner Dr. Meir Rosenberg: „DER G’TT, MIT DEM WIR REGHNEN“ (Hiob, Psalmen, Weisheitsliteratur) (Einzelheiten werden noch bekanntgsgeben) WEITERE KURSE SIND GEPLANT. HEBRAEISCHE KURSE des Jüdischen Lehrhauses gemeinsam mit JXAJ 1) Anfaengerkurs ohne Vorkenntnisse: Dienstag und Donnerstag 17 Uhr 2) Leichtfortgeechrittene I: Dienstag und Donnerstag 18 Uhr 30 3) Leichtfortgeschrittene H: Dienstag und Donnerstag 15 Uhr 30 4) Fortgeschrittene (Unpunktierte Lektüre. Tenach und Sidur): Montag 17 Uhr 30 und Mittwoch 18 Uhr 30 Der Unterricht beginnt am 2. APRIL 1963 in Cramer 2070. Einzelheiten sind unter 76*7452 zu erfragen.

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