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Jüdische Wochenschau · 1963-03-29 · 2005 (29.3.1963) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2005 (29.3.1963)
Date
1963-03-29
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Ul und KU k*T LH:- nkmaelern 0n ür s, mAUis 'Stolen, davon M. «ws Mat. *hi*. der i^flus so go* ai&erin Eli. Kcnsequet >s Dinkmal Schlo«6es 'Hen. Nach ig 1898 «- dieses Behs auf Koreilig, das nen iu las dem Sohne des Verleben Werke, b Hamburg in-d die Steil der Pas. eei weitläudem Barkuud Klang, es Abends, llung statt. Me des 1. Denkmal ¡sehe Eie- ¡t wurde, t entfernen :11er unter. Sockel mit „Heinrich arückgelas m der State Donnersiahe an der eines, des Heines. Die >ten natür. ören. Aber Frankreich Frau Olite die Koten für den Transport und!ir die Restauration iiber- Rmmen und schenkt« das henkmaF der Stadt Toulon. Seii 1939 steht es dort an ' «ürdiger Stelle, und zwar lollkommen, da auch der Sockel auf das Drängen der lazis aus Hamburg entfernt «erden musste und unversehrt nach Toulon gelangte. Hasselriis schuf, nicht als Ganzfigur, sondern alr, Biisie, ein Abbild des Origilals; es ziert Heines Grab ¡uf dem Montmartre-Friedkof und nicht — wie man zuweilen liest — auf dem Perelachaise. In weite Ferne gebracht werden musste auch ein ¡weites Denkmal für den Dichter. Die Stadt Düsselio?f verbuchte einer Ehrenlerpflichtung so zu genügen, lass sie den von Ernst Herttr (Berlin) geschaffenen „Loreleybrunnen“ aufstellen lassen wollte. Das Kultusministerium war diesmal einrerelanden, nicht aber Wilhelm II. So verblieb das Kunstwerk zunächst in der Werkstatt des Künstlers, bis es 1899 von Deutschamerikanern übernommen, und in einem Park New Yorks aufgestellt wurde* Hier -mag an einen Aufruf erinnert werden, den im Jahre 1932 führende deutsche Schriftsteller erliessen, in dem die Forderung nach Aufstellung eines Heine- Denkmal erhoben wurde. Es Hess darin u. a.: „Heinrich Heine hat für sich die Zukunft. Sein Denkmal - ist unsere . noch ungetilgte Schuld an Volk. Dichtkunst und Zukunft". Kaum ein Jahr später Unterzeichneten sämtliche Schriftsteller, die den Aufruf unterschrieben hatten, das „Treugelöbnis der deutschen Dichter für den Volkskanzler Adolf Hitler". Nach dem Zusammenbruch der Gewaltherrschaft begannen Verehrer Heines wiederum Pläne zu erwägen, wie endlich die Frage des Denkmals zu einem positiven Ergebnis kommen könne. Es blieb freilich recht fragwürdig. Die Düsseldorfer Bürgerschaft gemeinsam mij dem „Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen“ erwarben die von dem Franzosen Aristide Maillol geschaffene Mädchengestalt und schenkten sie der Stadt. Im Mai 1953 wurde die Plastik „Harmonie“ genannt, feierlich auf o’em Napoleonstoerg im Hofgarten aufgestellt. Die armlose Marrinorfigur erinnert in nichts an Heine; sie steht in ihrer Schönheit da und spricht für sich selbst. Trotz aller Missklänge in der Geschichte der’ Heine- Denkmäler darf gesagt werden: Wo immer Menschen ein Ohr haben für die Klänge holder Kunst, da lebt der Dichter ihnen spürbar nahe, und es ist so, wie ein italienischer Poet es treffend ausgesprochen hat: „Der tote Heinrich Heine singt noch immer!“ aste für das Judentum TonDr. E. G. LOWENTHAL nd der 195« heutigen Tag segensreiche britt ,-The Arbeit leistet. In der Hilfe ■ A Record für jüdische Flüchtlinge sm in En«" aus Deutschland war Lily ly* standen Montagu vorbildlich- bis zu ü bekannter ihrem Tod war sie die Vor- Fiihrer.de ritzende der zu beträchtli- . ly bf. ehern Ansehen emporentl "Vihan He- «dckellen jüdisch-liberalen „ Dnitej Fliiehtlingsgemeinde in der 'Jon„ britischen Hauptstadt. 1954, c* "iijtjijck ate Miss Montagu 80 wurde, »fim-e folgte sannte sie Eric Conrad (in "Tkürzlich seiner Lebensbeschreibung fei beimdieser Frau) einen „prophet ,= f ritieiöof living Judaism“. Anfang j iiner- 1961 wurde sie mit dem Hen- ■ tiee rietta-Szold Preis der Kine,nl' sie der- und Jugend-Alija aus- & f'lte gezeichnet. Rabbiner “ 6 _ ‘. mW die — * — -spiralen Hunderte jüdischer Leh- >r ,!W rer aus Deutschland, fast eiun,*a™ ne ganze Generation, ver- RicWer f danken ihre pädagogische tri’8 und fachliche Ausbildung zu >r 'hrenfl¡ähr ciuem wesentlichen Teil ECbensj (,€m ]ang^äj,rigen Direktor;n. . . jl0B. der im Geist von Samson Raphael Hirsch geführten Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg, die, als sie noch 100 Schüler batte, im November 1938 zwangsweise geschlossen wurde. Diecer Mann war Jacob Stoll, 1876 in Massbach (Unterfranken) geboren und kürzlich in New York dahingegangen. Um ihn hatten sich in Nordamerika die überlebenden Würzburger „Alumni“ in einer „Association of former Students“ zusammengefunden. Stoll soll einmal von sich gesagt haben, er sei mit sechs Jahren eingeochult worden, aber nie aus der Schule berausgekommen. 1895 selbst Absolvent des Würzburger Seminars, ging er zunächst an Schulen in Fürth i. B. und Nürnberg, bis er 1905 als Seminaroberlehrer nach Würzburg „zurück“'berufen wurde Nachdem er 1911 in München Sway' .unifiers tblinf. und tsnlürlatnen a't «« Jah? ieni^ «VJS Ä* a in E^' WV* bin- «5 ford#1® ,U«!0n Ssbr#* ^rSdenfor'- ,g i'irif ■Ait*- late« Roniti°n, spn & Ä J»«« it. % j* LUACH - (KALENDER) Freitag den 29. März 4. Nisan Sonnabend, den 30. März 5. Nisan Parschat WAYIKRA 3. B. M. 1 1 — V 26 Haflara Yeschayahu XL1II 21 - XLIV 23 Sonntag, den 31. März 6 Nisan Montag, den 1. April 7. Nissan Dienstag, den 2. April 8. Nissan Mittwoch den 3. April 9. Nissan Donner-stag. den 4. April 30 Nissan Freitag, den 5, April 11. Nissan Montag, den 1. April 7. Niisan Dienstag, den 2. April 8. N:san MUtwoch. den 3. April 9. Nisan Donnerstag, den 4. Apri' 10. Nisan Freitag, den 5. April 13. Nisan Sonnabend, den 6. April 12. Nisan Schabbat hagadol Parschat TZAW 3 B. M. VI 1 - - VIII 36 Haftara Mal'achi III 4 — 24 Sonntag, den 7. April 13. Nisan Montag, den 8. April 14. N)san EREW PESACH Neue Bücher Victor L. Urquidi: Latein amerika heute. — D^r ,Y®r~ trag von Montevideo über die Lateinamerikanische Freihandels - Assoziation. — Schriftenreihe zum Handbuch der Entwick ungshilfe. ,herausg£g-bcn vom Verlag August Lutzeyer, Baden Ba den und Bonn, 1962. — Die Uebersetzung au.s dem Spanischen besorgte Walter Aippers'bach, der Titel der Originalausgabe lautet: Trayectoria del Mercado Común Lationam encano, die spanische Ausgabe ist in M« xiko beim Centro de Estu dios Monetarios Latinoamericanos erschienen. Der Verfasser der Arbeit, Victor L. Urquidi. ist der Direktor der UN-Kommission für Lafeinamerika (ECLA). Es bandelt sich um eine ernste und wichtige Untersuchung von Problemen, die für die Zukunft Lateinamerikas von wachsender Bedeutung sind. Im Feuer vergangen: Tacehücher aus dem Ghetto, chen 1963. — Dieses Buch ist ein erstaunliches Werk, offensichtlich auch ein Stück Wiedergutmachung des nationalso zialistischen Unrechtes, der schrecklichen Morde, deren Opfer vor allem auch die Juden in Polen geworden «Ind. Fünf Tagebücher aus dem Ghetto werden publiziert, aber nur einer der Autoren hat die Schreckenszeit überlebt. Die Zusammenstellung des Materials erfolgte unter Beratung des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau Ein belehrendes zugleich' abçr ergreifendes Vorwort wurde von Johann Christoph Hampe geschrieben. Er sagt u. a.: „Die Freiheit dieser Menschen bewährt sich vordem Hintererund unserer Schande“. Vier Frauen und Mädchen sowie ein Mann schildern ihr Schicksal, das nicht nur ihrem sondern das von Millionen ist. So wird dieses Buch wirklich zu einem Vermächtnis. — noch die Prüfung als akademisch gebildeter Lehrer bestanden hatte, wurde er acht Jahre danach zum Seminardirektor befördert. Er entwickelte, nach Einbeziehung der jüdischen Präparandie im benachbarten Höchberg, das dreiklassige Lehrerseminar zu emer sechsklassigen Vollanstalt. 1930 erhielt Stoll den Titel „Studiendirektor“. — ★ — Seit über sieben Jahren war der Züricher Anwalt Dr. Edwin Guggenheim, der, 68 Jahre 'alt, Ende des vergangenen Jahre.- gestorben ist, der Grosspräsident des von ihm mitgegründeten kontinentaleuropäischen Distrikts der Bne Brith-Logen (UOBB). Er hat sich um die W'iederingang=etzung der Logenarbeit in den zu diesem Bezirk gehörenden Ländern hochverdient gemacht. Was das bedeutet, kann man ermessen, wenn man von berufener Seite erfährt, dass der kontinentaleuropäische Distrikt heute 12 Länder mit 32 Logen und einem Mitgliederbestand von etwa 2 000 umfasst. Der Verstorbene betätigte «ich auch im jüdischen.Wohlfahrtswesen der Schweiz. Er war der Verwaltungsvorsitzende der Wellpappenfabrik Landö. Seine Frau. Eri ka geb. Lande, war ihm zwei Jahre im T-od vorangegangen. — ★ — Die Erinnerung an Fritz Wisten, der, 72 Jahre alt, in West-Berlin gestorben ist, geht zumindest auf das Jahr 1933 zurück, als er. nach 13 jähriger erfolgreicher Tätigkeit aus den Diensten dec Stuttgarter Staatstbealers entlassen, im Rahmen des Berliner Jüdischen Kulturbundes in Erscheinung trat. Zuerst als kraft- und ausdrucksvoller Schauspieler, bald schon als Regisseur und Oberregisscur, zuletzt Hebraeischer Unterricht n n. 2 p n n^sn "nb*7t? -Dîf? nna mDo : - : t t : t * : .iis?) /no33*'n,,a ,rn3 irm rmon1? “inan t TT : ’ : t ~ tf-m *7^2 o^sna m “rna1? V t : . . - V t : *73a n^roa rrhfrs? mñtf anm : VT T T n^aan nsmi? .m T3»a t “ v-T I : t **t: : *723 nbsaa nna^ai t ” : t : V V - : * t *♦. : mía3 rr1?» niiri ,n*7X2ñ t : t V t t : t *• : .331331213000 *’T-172 D¡7_1.3 "30^27 *7333" put S7nsn •’baixn X3(7i )333i .poobii nai32i irn nxt .niaan rax no^oiai? nrira nai^n Pt T\^P ¡73 Xb 3333 33asab m xbx t t - : tv ‘ “ t : .bX3ÖT DS?17tt?3ni33 13303 .. 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Das ist „Salomons Palaet“. eines der schönen und wichtigen Gebäude, die in der Hauptstadt während der letzten Jahre errichtet wurden. In „Salomons Palast“ sind die Zentralbehörden des im Staate Israel organi sierten religiösen Lebens. Hier residieren die zwei Oberrabbiner von Israel: Jizchak Halevi Herzog, Oberrabbiner der asehke. nasisehen Gemeinde, und Jizchak Nissim, Oberra'bbiner der sefardisehen Gemeinde. Hier befinden sich die Ra'bbinats-Genchte, (Linke Spalte) eine grosse Bibliothek, die Informations Abteilung, Synagoge, etc. Die religiöse Informations-Abteilung erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe. Jeden Monat kommen dutzende (zehner) Briefe aus allen Weltteilen mit verschiedene/) Fragen auf religiösem Gebiet. Eine Grup pe von Rabbinern und Gelehrten behandelt jede einzelne Frage, beantworte/ sie klar und autoritativ. „Salomons Palast“ wurde durch den bekannten englischen Zionisten Jizchak Wolffsohn errichtet und nach seinem seligen Vater genannt. Das Gebäude stellt den wichtigsten Beitrag dar, der nicht nur zur Schönheit Jerusalems beiträgt, sondern auch zu seiner Stellung als gei stiges Zentrum des Volkes Israel. fAnm.: Der in dieser Sprachübung er wähnfe Oberrabbiner Herzog ist inzwischen verstorben). (Columna derecha) En una de las calles principales de Je. rusalén, no lejos del centro, hay un edificio grande y nuevo. De.t-de su techo, en forma de cúpula, se puede ver a casi tola la nueva Jerusalén y partes de la ciudad antigua. Este es el “Palacio de Sa. lomón". uno de los edificios más hermosos e importantes, que se construyeron en la capital durante los últimos años. En el “Palacio de Salomón“ se encuentran las instituciones centrales de la vida religiosa (organizada) del país. Allí residen les dos gran-rabinos de Israel:^ El Rabino Isaac Halevi Herzog, el granlrabino de la congregación asbkenasí y el gran-rabino Isaac Nissim de la congregación sefaradí; aquí también están los juzgados rabínicos, (Columna izquierda) una gran biblioteca, el departamento de información, una sinagoga, etc. El departamento de información religiosa cumple una tarea muy importante. A este departamento llegan cada mes decenas de cartas de todas las partes del mundo con dioíinta's preguntas sobre asuntos religiosos. Un grupo de rabinos y estudiosos se dedica a cada pregunta y contesta en una forma autorizada y clara. El Palacio de Salomón fue edificado por el conocido sionista inglés Isaac Wolffsohn, llevando el nombre de su padre q.e.p.d.. y presenta una gran contribución no sólo para el embellecimiento de la ciudad sino también Dara su posición centro cultural del pueblo de Israel. Nota: El Granrabino Herzog r-encionado en este ejercicio, ha fallecido en el ínterin.) (bis 1941) als Leiter des Ganzen. An der Spitz? des Sehauspielerensembles stehend, hat er in schwerer Zeit, trotz des ständig zunehmenden Drucks sei:ens der nationalsozialistischen Gewalthaber auf die künstlerische Gestaltung trotz der immer stärker werdenden Einengung der Wirksamkeit dieser Kulturstätte, viele gute Aufführungen auf die Bühne gezaubert. Damit hat er sich eine besonderes Ver dienst um die geistige Entspannung der bedrängten berliner Juden erworben. Die „Monatsblätter“ des ..Kulturbundes“ und, später das „Jüdische Nachrichtenblatt“ wissen davon zu berichten, Dass Wisten die Nazi-Zeit trotz Zwangsarbeit und Inhaftierung überlebt hat, verdankt er im wesent- Dr. S. Neumann gestorben In Middletown. Connect., starb, nur 58 Jahre alt, Dr. Sigmund Neumann, von 1928 bis 1933 Dozent an der Deutschen Hochschule für Poli. tik in Berlin und Verfasser einec- Kompendiums über die politischen Parteien Deutschlands. Seit 1934 wirk te er in den USA. zuletzt airordentlicher Pj-ofessor an der Wes.eyan Universität. Berlin und München verliehen ihm das .Ehrendoktorat chen seiner christlichen Frau (und ehemaligen Kollegin). Von 1946 bis zu «einem 70. Geburtstag, im März I960, war er in Ost- Berlin tätig, zuletzt als Direktor der „Volksbühne“. Tod eines Chirurgen Im Alter von 77 Jahren starb der Kofßuthpreisträger Univereitätsprofc-sor Dr. Bela Molndr. Er stammte aus Munkäcs und war 52 Jahre lang chirurgischer Chefarzt am Jüdische)) Spital, dem heutigen Fortbildungs-Institut für Aerzto. Er war ein greesart’-ger Operateur und ein ausgezeichneter Gelehrter ln seinem Testament hin terliess er seine werivo'ion Gemälde -und Plastiken mit jüdischen Sujets dem Ungarisch - Jüdischen Museum und verfügte, seinen Leichnam mit dem Staubeder, Heiligen Landes zu bestreuen. Seine Beisetzung erfolgte auf dem jüdischen Friedhof in Rakoskerer-tur in Gegenwart von 3.000 Personen.

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