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Jüdische Wochenschau · 1963-03-29 · 2005 (29.3.1963) · p. [Seite 6]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2005 (29.3.1963)
Date
1963-03-29
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German, Spanish
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Synagogen und Tempel in USA von SCHALOM BEN-CHORIN Die strikte Trennung von Staat und Kirche gehört zu den geheiligten Grundsätzen der USA, aber ich habe noch nie ein Land mit sc viel Kirchen gesehen wie Amerika. Von den neugotisehen Kathedralen aller Konfessionen bis zu den Ladenkirehen der Negersekten ist da« Land voll von christlichen Gotteshäusern, und dazwischen erheben sich die Synagogen und Tempel der orthodoxen, konservativen und Reformjuden. In jed^m Holelzimmer liegt eine Brbel auf. Es ist die Vereinigung der ,,Gideons“, die den ganzen Kontinent mit Hotel-Bibeln gratis versorgt. Die Geschichte der Gründung ist beigedruckt. Reisende Handelsvertreter empfanden vor etwa einem halben Jahrhundert den drückenden Mangel an religiöser Atmosphäre auf ihren Berufsfahrten durchs Land und schlossen sich zu einer Gilde zusammen, die es auf sich nahm, Gotte« Wort in den Hotels der USA zu verbreiten. Es ist die ganze Bibel, nicht wie in vielen deutschen Hotels »nd Hospizen nur das Neue Teslament und die Psaimen. Dass das Vorwort einen kräftigen Hieb gegen die Katholiken enthält, die angeblich das Bibelwort dem Volke vorenthalten wo’jen, stört offenbar keinen Menschen, denn ich sah katholische Kleriker in Hotels in welchen die Gideonbibel aufliegt. Sie sind daran gewöhnt. Trotz der Trennung von Religion und Staat weihnachtete es in den USA weit mehr als in Europa. Die Krippe mit dem Kind und der heiligen obdachlosen jüdischen Familie sah ich tausende Male. Aus Holz und Pappe, aus Kunststein und Plaetik.-Vor Privathäusern und Kirchen, aber auch an Tankstellen und Hotels. Auf offenen Plätzen singen Weisse und Neger. Polizisten und Briefträger Weihnachs- Choräle. und das Rathaus von Philadelphia, die City- Hali, war selbst in den Büros mit Tannerigrün, Lammetta und bunten Lichtlein dekoriert. In den Zeitungen erschien der Protect jüdischer Kreise gegen Weihnachtsbäume in öffentlichen Sehu.en. Schuldirektoren und protestantische Geistliche erklärten daraufhin, dass der Weihnachtsbaum kein religiöses Symbol sei wie etwa das Kreuz, sondern nur eine hübe che Volkssitte. Aber die Juden revoltieren gegen den Lichterbaum, wie sie gegen das kurze Gebet in den öffentlichen Schulen der USA erfolgreich protestiert hatten. Es gibt da jetzt aber eine Ausnahme: der Rabbi von Lubavitch hat öffentlich erklärt, dass er es nur begrüssen könne, wenn jüdische und christliche Kinder gemeinsam zu ihrem Vater im Himmel beten .. Da« Interview erschien mit dem bärtigen Bilde des ebassidi sehen Rabbi, der übrigens Doktor der Sorbonne ist, in grosser Aufmachung. Eingeweihte Kreise erklärten mir, dass der Rebbe mit Kardinal Spellman gemeinsame Sache mache — in der Hoffnung. «ein eigenes Schulwerk staatlich subventioniert zu sehen. Da die Radiostationen privat sind, haben Kirchen, Sekten und Synagogengemeinden Programme gepachtet (dasselbe gilt für das Fernsehen), und zu jeder Stunde kann man religiöse Musik und Predigten hören, mehr als in irgendeinem Lande Europas. Amerikas berühmtester Prediger Billy Graham, ein Baptist, hat seine Sparte in vielen Zeitungen, wo er auf Anfragen antwortet. Diese Rubrik erinnert an die rabbinischen Responsa. Frage: Darf man den Kindern vom Weihnachtsmann (Santa Claus) erzählen, obwohl er doch nicht * in der Bibel vor. kommt? — Antwort: Man darf, aber Santa Ciaus darf nicht das Christkind verdrängen. was praktisch «ehr oft der Fall ist, denn der gemütliche alte Herr mit dem schlohweissen Bart, dem puppenhaft rosigen Gesicht und der knallroten Robe wimmelt in millionenfacher Eintönigkeit durch die Magazine und ihre Reklameseiten. Die Sonntagsruhe Gesetze bilden ein Sonderkapitel. Sozusagen noch als Erbe der Prohibition verblieb in zahlreichen Staaten der USA ein Alkohol - Aueschankverbot für die Sonntage, das man „Blue Law“ nennt. So wurde mir z. B. im Speisewagen am Sonntag, als wir durch Virginia reisten, ein Glas Bier verweigert. Als der Zug aber durch Maryland fuhr, brachte der Neger-Kellner mit freundlichem Lächeln das gewünschte Bier, und bevor wir nach Ohio kamen, mussten die alkoholischen Getränke wieder abgeräumt werden... Das erinnerte mich an unsere Schabbatgeoetze, die in Haifa erlauben, was in Tel Aviv oder gar in Jerusalem strikt verboten ist. Im amerikanisch jüdischen Sprachgebrauch unterscheidet man Synagogen und Tempel, wobei die Synagogen entweder der orthodoxen oder der konservativen Richtung angehören, während man die Gotteshäuser der Reform als „Templee“ bezeichnet. Hinzu kommt noch ein Begriff, der für nicht-amerikanische Juden zunächst befremdlich wirkt: „Chapel“ (Kapelle), worunter man eine Art Haus-Synagoge, etwa in einem Seminar oder in einem jüdischen Zentrum (Jewish Centre) versteht. Von den drei Richtungen des nordamerikanischen Judentums: Orthodoxie. Konservative und Reform, bietet die Orthodoxie für den Besucher au« Israel oder Europa wenig Ueberrascendes. denn sie gleicht ihrem AVesen- und ihren Erscheinungsformen nach dem, was uns aus unseren Herkunftsländern oder aus Israel geläufig ist. Von der osteuropäischen Gh-etlo Ortho doxie, wie sie sich fast unverändert gleichermassen in Mea Shearim in Jerusalem und in AVilliamsburg in New York erhalten hat, bis zur Neo - Orthodoxie, die von Frankfurt am Main aus in die jüdische Welt drang, findet «ich das orthodoxe Judentum in allen seinen Spielarten natürlich auch in den USA. Selbst in Cincinatti, der Hochschule der Reform, mit ihrem über 80jährigen Seminar, dem „H:;brew Union College“, hat ein anerkannter Führer der agudistisehen Orthodoxie wie Raw Siiver (nicht zu verwechseln mit Rabbi Abba Hille] Siiver, dem bekannten Wortführer des amerikanischen Zionismus und des Reformjudentums) einen starken Einfluss auf das gesamte jü dische Leben, als dessen Mittelpunkt ein Jewish Centre anzusehen ist, ein soziales und kulturelles Zentrum, das von sämtlichen Richtungen innerhalb des Judentums am Orte unterhalten wird. Während die Orthodoxie im wesentlichen ihre europäischen Formen, östlicher und westlicher Prägung, nach den USA übertrug, entfalteten die Konservativen und die Reform ganz spezi fische Formen, die nur in USA heimisch geworden sind. Für den einfachen Juden auf der Strasse, vom Taxiehauffeur bis zum Beamten am Telegrammschalter, der einem mit herzlichen „Scha lom“ veratechiedet. nachdem man ein Telegramm nach Israel aufgegeben hat, und der fachmännisch vor schlägt, im Rahmen der gestatteten Wortmenge der Depesche noch „Gut Chanukka“ zuzufügen, besteht der Unterschied zwischen Re form und Konservativen in zwei Aeusserlichkeiten: die Reform betet ohne Kopfbedeckung und ohne Tallit, bei den Konservativen aber betet man mit „Yarmulke“ und TaIJit. Selbstverständlich aber gehf der Untersch'ed tiefer. Er reicht einerseits in die theologische, andererseits auch in die soziale Sphäre, aber das erkennt man erst auf den zweiten und dritten Blick. Das Wort „konservativ“ oder, wie man in Amerika sagt, „corservative“. kann ieichj zu Missverständnissen Anlass geben. In über 80 Prozent der konservativen Synagogen in USA sind die Familienbänke ebenso eingefühit wie in den Reformiempein. so das« also Männer und Frauen gemeinsam sitzen. Ebenso ist die OrgeL begleitung des Gottesdienstes eine Selbstverständlichkeit, und ein gemischter Chor (in welchem «ehr oft Nichtjuden singen) umrahmt die Liturgie. In der prachtvollen konservativen Synagoge des Germantown J.ewish Centre in Philadelphia konnte ich feststelien. dass auch Frauen zur Thora oder zum Oeffnen der Heiligen Lade aufgerufen wurden. Bemerkenswert ist, dar« vor allem die jungen Mädchen die Bera cha beim Aufruf nicht nur sagen, sondern sogar singen und auch ihre Haftara ebenso in der traditionellen Melodie vortragen wie die Bar Mizwa-Kna'ben. In den Reformtempeln hin gegen werden die Frauen nicht zur Thora aufgerufen, nicht weil man hierin kon servativer ist, sondern weil auch die Herren nicht aufgerufen werden. Im allgenen wird nur einer der am tierenden Rabbis, der Prediger etwa, zur kurzen Vorlesung aus der Thora aufgerufen, die sofort mit der frei en Uebersetzung des Textes ins Englieche verbunden ist Aussteifung in Prag .Wien, — Das jüdische Siaatsmuseum von Prag veranstaltete ein? Ausstellung von Dokumenten über die Verfolgung der Juden durch die Nazis in der besetzten Tschechoslowakei. Die Schau zeigt Dokumen. fe und Bilder von der De portatien der tschechischen Juden, darunter rund 200 Fotos, die von der SS selbst gemacht wurden. Wie es heisst, sind die von SS-Leu- 1en im Ghetto von Terezin aufgenommenen Bilder besonders graivinf -regend. — (ITA) SCHIMON KANOWITZ FOND ZUGUNSTEN EINES KINDERHEILINSTITUTS FUER PSYCHOSOMATISCHE ERKRANKUNGEN Die zahlreichen Freunde. Verehrer und Mitarbeiter des verstorbenen Dr. Schimon Siegfried Kanowitz im In und Ausland empfinden ein inneres Bedürfnis, das Andenken an ihren geschätzten, zu früh verstorbenen Freund in würdiger Form zum Ausdruck zu bringen. Einer der markantesten Charakterzüge von Dr. Kanowitz war seine 6tändige Bereitwilligkeit, seine Zeit, seine Arbeitskraft, sein grosses Wissen und sein menschliche« Einfühlungsvermögen denen die sie brauchten — und besonders den Kindern — zur- Verfügung zu stellen. Nächstenliebe, sowie auch die Liebe zu seinem Land und Volk waren bezeichnend für seine Persönlichkeit, Wir glauben, dass die Errichtung eines Kinderheilinstituts für psychosomatische Erkrankungen am städtischen Krankenhaus von Tei Aviv, der Stadt, in der Dr. Kanowitz lebte und wirkte, im Sinne des Verstorbenen ist, und das« dieses Institut in würdiger Form das Andenken an ihn waehhalten wird. Wir wenden uns an alle Freunde und Verehrer von Dr. Kanowitz s. A. mit der Bitte, sieh an der Errichtung dieses Instituts in grosszügiger Weise zu beteiligen, damit in kurzer Zeit das Projekt verwirklicht werden kann Dr. H. JASPER, M. P. Albany, <N. Y.) Dr. S. MOSES Dr. Y. FOERDER Vorsitzender des Aufeichtsrats, Bank Leumi Le-lsrael Prof. E. D. BERGMAN Tel Aviv Dr. N. BOGER Chefarzt. Kinderabteilung. Städtisches Krankenhaus Tel Aviv SOLOMON BOXER Troy <N. Y.) B. COHEN Mitglied der Knesset Y. FEDERMAN Industrieller Dr. N. GOLDMANN Präsident der Zionistischen Weltorganisation J. HELED Vizebürgei meieter. Tel Aviv Staatskontrolleur a. D Prof. D. NACHMANSON. M. D. Columbia Universität. New York Dr. D. PELED Berater fiir klinische Psychologie, Gesundheitsministerium Prof. E. ¡VI. RABAU Regierungskrankenhaus Tel-Haschomer P. ROSEN Mitglied der Knesseth, Justizminister a. D. Dr. E. SINAI Präsident des Aerzteverbandes Israels M. C. STERN GoBeraldirektor, ,,Rassco“ Ltd. Spenden bitte an folgende Aaresre zu senden: _ M. C. Stern, Hon. Treasurcr. P. G. B. 1058, Tel Aviv LITERATUR Von Heine-Ded Im sogenannten Finanzgarten zu München wurde jüngst ein Heinsdenkmal der Oeffentlichkeit übergeben. Es ist die Marmorgestalt einer Nymphe, zu deren Füssen ein Quell hervorsprudelt, und ihr Schöpfer ist der Bildhauer Toni Stadler. Es sind Heines Veree aus dem „Buch der Lieder“ auf dem Denkmal zu lesen: „Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonn« / Die liebt ich einst alle.“ Der feierliche Akt erinnert an eines der betrüblichsten Kapitel in der Geschichte der Haltung we.ter Kreise zu dem Dichter und seinem Werk. Auf der einen Seite glaubten Vertreter der offiziellen Stellen und der Repräsentanten des geistigen und künstlerischen Lebens in Deutschland, es sei eine Ehrenpflicht, ein sichtbares Zeugnis für die Anerkennung der Bedeutung Heinrich Heines schaffen zu lassen; auf der anderen Seite erhob sich die laute Stimme der Opposition; — und ätzenden Kritik und eine fragwürdige patriotische Gesinnung bekämpften die Absichten der Befürworter der Ehrung, Im Folgenden sei eine Uebersieht über das Schicksal von Heine Denkmälern gegeben: Verehrer des Dichters versäumten es wohl nicht, in die Boikerstrasse zu Düsseldorf zu gehen, um des Dichters Geburtshaus zu sehen. Das Gebäude trug zwar eine Gedenktafel mit der Inschrift: „Die Stadt Düsseldorf ist «ehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren, und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehen“. (Aus dem Buch Le Grand). Indes: es war gar nicht mehr Heines Geburtshaus. Ueber dessen Verschwinden erzählt uns Heines erster Biograph Adolf Sirodfmann bereits im Jahre 1867 folgendes: „Im Jahre 1811 oder 1812 hatten seine Eitern das selbe verladen (das enge niedrige einstöckige Haus Boikerstr. Nr. 602) und waren in das gegenüberliegende grosse Haus gezogen, welches jetzt die Nr. 42 führt“. Dieses trug die oben genannte Tafel. Das alte Hau« aber ging in andere Hände über und ward abgebrochen, und ein neues grösseres Gebäude mit einer neuen Nummer (53) trat an seine Stelle“. Eine Tafel auf der Frontseite trug die kurze Inschrift: „Geburtshaus von Heinrich Heine“. Auch dies „Ersatzgeburts. haus“ existiert nicht mehr. . Die Bomben des zweiten Weltkrieges haben es zerstört. Nur die Fassade des Vorderhauses blieb unbeschädigt. 1947 erfolgte der Wiederaufbau. Die Bronzetafel über dem Eingang trägf die Aufschrift: „Hier wurde Heinrich Herne am 13. Dezember 1797 geboren“. Die erste Gedenktafel aber Dessen die Nazimachthaber entfernen. Eine abenteuerliche Geschichte hat das Heine-Denkmal, welches der Däne Louis Hasseiriis 1867 in Rom schuf Er stellte den von 'hm verehrten Dichter dar, wie er als kranker Mann auf dem Schmerzenssess?] sitzt. Die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich hatte das schöne Denkmal der Sladt Düsseldorf zugedacht. Aber der preussische Kultusmini.:,ter sprach sieh gegen die Aufstellung an einem öffentlichen Platz aus. Auch Ka ser Wilhelm II. machte seinen Einfluss geltend und gab von Dr. S. BRAW der Kaiserin zu vergeben, er sei wenig davon erbaut, wenn sie eines Mannes Gedächtni« ehre, der das Hohenzoilernbaue so geschmäht habe. Kaiserin Elisabeth zog die Konsequen zen und liess das Denkmal im Park ihres Schlosses Achilleion aufstellen. Nach ihrer Ermordung 1898 eiwarb Wilhelm II. dieses Besitztum Elisabeths auf Korfu. Er hatte es eilig, das Denkmal entfernen zu las sen. Es wurde dem Sohne Juiiu« Campes, des Verlegers der Heineschen Werks, verkauft und nach Hamburg überführt. 1910 fand die Statue einen Platz in der Passage zwischen zwei weitläufigen Häusern, dem Barkhof. Ohne Sang und Klang, im Zwielicht des Abends, fand die Enthüllung statt. Als nach dem Ende des 1. Weltkrieges das Denkmal durch antisemitische Elemente beschädigt wurde, liess es der Senat entfernen und in einem Keller unterstellen. Nur der Sockel mit der Inschrift: „Heinrich Heine“ wurde zurückgelas sen. 1927 gab man der Statue einen Platz im Donnerspark zu Altona, nahe an der Villa Salomon Heines, des Onkels Heinrich Heines. Die Nazi« beabsichtigten natürlich. sie zu zerstören. Aber sie konnte nach Frankreich gebracht werden. Frau Oliva Borehard hatte die Ko- Gaizfifur. son( ste. öd Abbilc nals: cs ziert auf to M°ntI hof und Dicht — weite liest — a Lacbaise. Id weite Fe werdea musst zwiles Denkr Dichter. Die i d«?f versuchte Verpflichtung s dass sie den v, tti ¡Berlin) „loreleybrunn ¿ssen wollte. 1 niäerium war vedanden. ni( hftln li. So ' Kunstwerk zun Werkstatt des bis es 1899 von riksnern über in einem Park auigestellt wur Hier mag a ruf erinnert w< Jahre 1932 fi sek Schriftfite in dem die Fo Aufstellung i Denkmal erhol hiess darin u. Verluste für von Dr. E. G. ] Im Vordergrund der 1950 erschienenen Schrift „The First Fifty Years: A Record of Liberal Judaism in England. 1900—1950“ «landen Beiträge dreier bekannter jüdisch-liberaler Führer, deren Zunamen mit „M“ beginnen: die Hon. Lilian Helene Montagu, von Rabbi Dr. I. I. Mattuck und Leo nard G. Montefiore. Mattuck starb 1954. MontefioTe folgte ihm Ende 1961. und kürzlich nun ist Lily Montagu heimgegangen, eine tief religiöse, sozial denkende, unermüdlich tätige, einzigartige Frau, nicht allein weil sie als weiblicher Rabbiner in Predigt und Schrift für die Verbreitung der liberalen Idee im Judentum warb und weil sie als Richter und Friedensrichter tätig war. Einen Monat vor ihrem Tod hatte sie ihr 89. Lebensjahr vollenden können. Tochter des jüdiceh konservativen Lord Swayth’.ing. des londoner Bankiers und englischen Parlamentsmitglieds. hat sie fast 60 Jahre an wichtigen Stellen jüdischsozial und jüdisch-kulturell gewirkt. Mit ihrer organisatorischen Gabe war sie eine Vorkämpferin der jüdischliberalen Bewegung in England und weit darüber hinaus, in enger Zusammenarbeit mit Claude Montefiore und. später, auch mit Leo Baeck. Sie war Gründerin und Präsidentin der „Union of Liberal and Progressive Synagogues“ in Grossbritannien und langjährige Ehrensekretärin. zuletzt Präsidentin — auf Lebenszeit der Weltvereinigung für fortschrittliches Judentum, deren alle zwei Jahre statt findende internationale Kongresse im wesentlichen sie organisiert hat. 1893 batte sie in London einen jüdischen Mädchenklub ins Leben gerufen, der bis aul den Uli di ^habend. hrS( Har,, nde Mitt- Do,;*och , icos4d! Ni* ¡sp* nJ' öid. K5

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