Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2005 (29.3.1963)
- Date
- 1963-03-29
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 29 de Marzo de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV, — No. 2005 — 5 Ereignisse der Woche Die DAIÁ protestierte Anlässlich eines in ,,La Nación“ vom 13. März erschienenen Berichte über eine öffentliche Versammlung in Formosa, bei der der Führer der Christlichen Demokraten Dr. Horacio Suel do eine Bemerkung gemacht haben soll, die eine Beleidigung für die jüdische Kollektivität wäre, hat die DAIA am gleichen Tage ein Schreiben an Dr. Sueldo gerichtet. Dr. Sueldo hat der DAIA eine schriftliche Antwort zugehen lassen, der Ko pie eines Briefes an die genannte Zeitung beilag, in dem um die Veröffentlichung seines Dementis gebeten wurde. Nachdem die DAIA in ihrem an Dr. Sueldo gerichteten Protest ihrem Erstaunen über die Aeusserungen, die er in Formosa gemacht haben sollte, ausgesprochen hat, heisst es weiter: ,,... man schreibt Ihnen eine Erklärung in dem Sinne zu, dass die Kirchenverbrennung ,das Werk von Juden war, die sich in die peronistische Regierung eingeschlichen hatten*. Diese Unterstellung ist wirklich ungewöhnlich, unrichtig und beleidigend, denn es entzieht sich nicht dem Verständnis der öffentlichen Meinung und der demokratischen Kräfte im Lande — zu de nen die von Ihnen geleitete Partei gehören, deren Namen auf den Begriff der Demokratie und des Zusammenlebens hinweist —, dass diese Beschuldigung falsch ist. Das Erscheinen dieser Notiz, besonders in einem Augenblick, in dem der soziale Frieden in Argentinien ein Gebot ist, kann nur von Verderben sein. Wir zweifeln nicht, dass Sie diese Meinung teilen, und sind gewiss, dass Sie so bald wie möglich die Aeusserungen, die man Ihnen in den Mund legt, öffentlich dementieren werden.“ Dieses Schreiben trägt die Unterschriften von Ing. Gregorio Faigón, dem amtierenden Vizepräsidenten und des Sekretärs Dr. Abraham Gorbatt. Dr. Sueldo war überrascht Mit Datum vom 18. März erhielt die DAIA von Dr. Sueldo ein Antwortschreiben. in dem dieser folgendes festeteilt: ,,... Die Ueberraschung. die ich beim Lesen der mir zugeschriebenen Bemerkung empfand, war nicht geringer als die Ihre. Ich glaube nicht, betonen zu müssen, dass es sich um eine Entstellung handelt, die den Zweck verfolgt, die öffentlich« Meinung zu verwirren. Eß geschieht nicht zum ersten Mal, dass sich starke Kräfte zusammentun, um die Ziele und die klare Stellung, die von der Partei der Christlichen Demokraten zugunsten von Befriedung und Gerechtigkeit verfolgt wer den, herabzusetzen und in ihr Gegenteil zu verkehren.“ Dr. Sueldo versichert, schon vor Erhalt des Prote. steß der DAIA habe er ein Dementi aufgesetzt, das er der „Nación“ und anderen Zeitungen gesandt habe und dessen Abschrift er beifügte. Unwahre Behauptung In seinem vom 17. März datierten Schreiben an „La Nación“ bezieht sich Dr. Seuldo auf den von dieser Zeitung veröffentlichten Bericht über die in Formosa abgehaltene Versammlung und erklärt anschliessend: „ .. In diesem Bericht wird mitgeteilt, ich hätte gesagt, dass „Die Vrebrennung der Kirchen das Werk von Juden gewesen sei, die sich in die peronistische Regierung eingeschlichen hatten.“ Diese Information ist gänzlich falsch, und sollte es sich um eine beabsichtigte Verdrehung meiner Worte handeln, so zögere ich nicht, diese als empörend zu bezeichnen. Schwerlich könnte der Präsident der Christlichen Demokarten ein solches Urteil abgeben, erstens aus dem einfachen Grunde, weil dies nicht der historischen Wahrheit entspräche. und zweitens weil unsere Partei sich niemals einer derart niedrigen politischen Waffen bedienen würde. Die Christlichen Demokraten haben eine klare Position gegen Antisemitismus und jede Art von Ras sismus bezogen und mehrfache Beweise ihrer Solidarität mit den Juden gegeben, als diese der Gegenstand von Verfolgungen waren und ihre Menschenrechte unterdrückt wurden.“ Dr. Sueldo schliesst seine Feststellung mit der Bitte um dringliche Veröffentlichung seines Dementis, „damit nicht der geringste Zweifel bleibe, dass die erste Nachricht nicht den Tatsachen entspricht.“ Vereinigte Kampagne Vor Abschluss der Kampagne 1962/63, die mit dem 31. März des Jahres zuende geht, berief das Präsidium ein« Pressekonferenz, um einen Ueberblick über die geleistete Arbeit zu geben. Der Kopräsident Escribano Abraham Maler erinnerte an den Besuch des Präsidenten deß Keren Hajessod in Jerusalem, des Herrn Dr. Israel Goldstein, mit dem die diesjährige Kampagne eingeleitet wurde. Er teilte mit, dass zu Beginn der nächsten Kampagne 1963/64 der frühere israelische Premier und Aussenminister Mcßche Sharett nach Argen tinien kommen wird. In einem umfassenden Bericht wies der Sekretär der Kampagne, Dr. León Lopacó, darauf hin, dass man trotz aller bekannten Schwierigkeiten von einem Erfolg sprechen darf. Es sei gelungen. neue Kreise für die Kampagne heranzuziehen. Ueber den Erfolg der Ar- ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Ver waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. ★ PUEYRREDON 2180 osf Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 i MOSCHE SHARETT. dessen Besuch in Argentinien erwartet wird. beit im Landesinnern berichtete der zuständige Sekretär, Herr Saül Patrich. Es war im letzten Jahr möglich, den Anteil der Juden des Landeeinnern wesentlich zu steigern. Zum Schluss referierte Herr Jujtman, der Delegierte für die Jugend, über die weit stärkere Beteiligung der Jugend in Argentinien an den Aufgaben der Einheitskampagne. Jedenfalls darf man, wie zusammenfassend gesagt werden kann, von einem sehr beachtlichen Erfolg der Ierael-Kampagne sprechen. Mittelstands-Ali ja Der Direktor der Wirtschafts-Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem, Herr Jizchak Kurlat, über dessen Besuch in Argentinien wir in der vorigen Ausgabe der J. W. berichteten, gab Auß kunft über die von seiner Abteilung geleistete Arbeit zur Unterstützung von Einwanderern aus dem Mittelstand. Wie er ebenfalls mitteilte, rechnet man in diesem Jahr mit dem Besuch von zumindest 200.000 Touristen, von denen ca. 40 Prozent Nichtjuden sein dürften. Auch ein weiterer Ausbau der Handelsflotte ißt vorgesehen, um dem steigenden Export gerecht zu werden. Zu den Problemen der Neueinwanderung äusserte Kurlat, dass es bei den Einwanderern mehr auf die Privatinitiative ankomme als auf ein kleines Kapital. Er erinnerte daran, dass die bestehenden Industrien und Noch nie waren Maenner in diesem Lande so schlecht bekleidet! Bedingt durch anhaltende Krisen und die Tatsache, dass der Mann zuletzt an sich denkt, ist hier ein Nachholbedarf an Herrenkleidung der Fall! Der Moment des Anschaffen« kommt, warten Sie nicht auf den letzten Moment, besprechen Sie Ihre Bekleidungsprobleme rechtzeitig mit Ihrem Kleiderberater Carlton - Kleidung ist Klei, düng guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. Fertigkleidung in Stabiloform-Verarbeitung. Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Ernst Koppel Herrenbekleidung Mcüpú 484 L TE. 31-7845 Herrenausstattung Mcdpú 982 TE. 31-0357 Fabriken in Israel von mitj tellosen Einwanderern erj richtet wurden, die nur ih- | ren Fleiss und ihr Können einzusetzen hatten. Auch heute bestehen noch viele Möglichkeiten, und der Staat gewährt Kredite und Anleihen. Doch das Wichtigste sei der Mensch und sein Glauben an den Aufbau des jüdischen Staates und die Fähigkeit, eich in die neuen Verhältnisse einzuordnen. Die heutigen Einwanderer finden schon viel bessere Zustände vor als diejenigen, die voij 40 Jahren ins Land kamen und in einer Wüste standen, während sie jetzt ein modernes Land aufnimmt, in dem jedem Juden der Weg zu allen Berufen und Aemtern cffensteht. Idealismus und guter Willen Es dürfte keinesfalls gesagt werden, dass keiner sich in Israel niederlassen sollte, der über kein genügendes Kapital verfügt, denn dies würde die Grundlage dee jüdischen Staates zerstören. Doch alle, die kommen, müssen sich klar sein, dass sie von vorn anfangen und sich in der ersten Zeit bis zu ihrer Einordnung bescheiden müsßen und nicht an ihre früheren Verhältnisse zurückdenken dürfen, da sie ja ein neues Leben anfangeti wollen. Ein jeder der Neuankömmlinge erhält ein Dach über dem Kopf und nicht nur gute Ratschläge, sondern konkrete Hilfe wie Anleihen, Stellenvermittlung, Unterstützung zum Aufbau einer Existenz. In den letzten Jahren wurden Anleihen für 3 Millionen gewährt, und viele der Empfänger sind schon so weit, dcßs sie beginnen können, dis Kredite zurückzuzahlen. Seit Gründung des jüdischen Staates hat sich das Audienz Montevideo. — Israel- Botschafter Jizchak Arkawi wurde vom Präsidenten der Regierung Uruguays, Daniel Bernändez Crespo, in SonJeraudienz empfangen. Wie verlautet, kamen bei dieser Unterredung aktuelle Fragen zur Sprache. — (ITA) Bild gewandelt. Es gibt zwar auch jetzt noch eine erzwungene Alija, so aus Irak, Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern. Vor dem Weltkrieg wanderten z. B. 80.000 Juden aus Deutschland in Israel ein, und sie alle haben sich durch Fleiss und Intelligenz gehobene Positionen erarbeitet und in die neuen Umstände eingeordnet. Heutzutage besteht eine freiwillige Einwanderung, und ein jeder ist willkommen, der Idealismus und guten Willen mitbringt, um am Aufbau des Staates mitzuarbeiten. Tarbut-Schule Die Tarbut-Schule in Olivos veranstaltete anlässlich des Schulbeginns und der Beendigung der Erweiterungsarbeiten an den beiden Schulgebäuden eine kleine ‘Feier. Diese Schule, die erst vor drei Jahren gegründet wurde, zählt bereits 400 Schüler. Ausser dem vorgeschriebenen argentinischen Lehrplan und der englischen Sprache umfasst der Unterricht ein grosszügiges Programm jüdischer Fächer in hebräischer Sprache. In einem Kindergarten, in den die Kinder mit vier Jahren eintreten, werden sie in den (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 8) MARAVILLOSAS EXCURSIONES A ISRAEL ANTICIPO Y 10 CUOTAS DE:, u$s 90r SIN INTERESES PESA) OM HAATZMAUT . M.s BITTERMANN ‘CORRIENTES 2063 - T. E. 45-4957 / 7607 y 49-0433/1229/ 3491 BUENOS AIRES 4 > r Hotel-Resiaurani ESCHEL nœa i Inh. I. M. WÄJSBEKIER nos GEOEFFNET HAB DEL PLATA T. E. 2 - 2170 GASCON 2065 Pension Familiar M. FLAMM CHASC0MUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 . PESSACH OFFEN ¡¡ Telef. Auskünfte in Bs. Aires; 76.2312 u. 70.5805 t tos Verbringen Sie die Pessaehf eiertage im HOTEL LAGO RIO C E B A L L 0 S — C 0 R D 0 B A Casilla Correo 34 Bekannt durok seine Käobe und aufmerksama Bedienung — Anmeldung erbeten