Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2004 (22.3.1963)
- Date
- 1963-03-22
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/9616703-9613667-9613789--2672-9613794- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Eliezer Ben-Yehuda 2× ep/1025916
- Arno Nadel 1× ep/1003519
- Efraim Frisch 1× ep/1023727
- Eleonore Sterling 1× ep/1024140
- Else Lasker-Schüler 1× ep/1004350
- Franz Werfel 1× ep/1000003
- Gertrud Kolmar 1× ep/1025260
- Karl Otten 1× ep/1025445
- Karl Wolfskehl 1× ep/1025782
- Ludwig Strauss 1× ep/1009287
- Max Brod 1× ep/1024844
- Richard Beer-Hofmann 1× ep/1006750
- Simon Kronberg 1× ep/1028489
OCR text
Il ..d KUNST Etliche Zeugnisse ^MmUERBER ‘ J“fewir*- Blattes vor uns, die das Dalum „Jerusalem. 8. Febru «Blatt sifli ar 5639”, also eine Ver- "i™ »few Schmelzung des grcgoriani- ” *" sehen Kalenders in deut- ,D Wort seher Sprache mit der jndi- »ses Lob Lj. ¡.chen jahresangabe zeigt. ,, Pole Eine Nummer aus dem Jah- Ktualität bis!€ 1880 bringt die Nachricht. lchi einge. lass di« Bauern aus dem neu gegründeten Petach Hiebe Ent rikwa den Zehnten ihrer andes hatte Feldernte nach Jerusalem gaizaade. brachten, wo die leserliche später, mb Prozession begeistert empemes jüdifangen wurde. «in Jerii. Am 1. 7. 1881 finden wir steniDg im |m „Chawazelet“ auch einen fiel bespro Artikel von J. D. Frumkin, die Frage der gegen die Behauptung i Verkehrs des „Israelit“, die palästi- Jerusalem nensisehen Siedler seien we erst zwangen der Feindschaft der wurde sie »Araber in ständiger Lebenslemeutdes gefahr. polemisiert. Er betanon“ koruft sich darauf, dass die in Oester, jüdischen Bauern in Transit 48 des jordanien säen und ernten, i am 6. 7. ahne von den Arabern gestört zu werden. Dagegen der aus wies „Chawazelet“ wiedererfamiiie holt auf die Gefahren hin, Bak seine die der Judenheit in der Gaerei aus lut drohen, und der erste Aräiem ver tikel über die Pogromgefahr Libanon" in Russland erschien in diesen batser Wochenschrift bereits den „Cbaim Jahre 1872. szugeben, „Schaare Zion“ („DesPormer etwa tes de Sion“) wurde von h der des Chaim Presse, dem V»ter 7.1863 er des uns von seinem Palästifolgteihr naführer her wohlbekannten später. Jesaia Press, redigiert. W ejnge- Auch die Redakteurin der e 1870 er ersten hebräischen Kinderlerausga- Zeitschrift „Olam Katan“, t" in Jedie 1893 erschien, Frau Paie seines piermeister, gehörte der Faäraei Dov milie Press an. 114), der ahrzehnte innehatte sein Sohn fand, der ihen Man- Oberrichichruf auf awazelet" Quelle flif bis sie Tidbar er 1.7.1881 latt voller Auflage reicht hawenige uefebden jräischen inden so- Cherem- Libanon' eV. &- richtete n“, p Fm*- ekämpflelon", «eil jas Mo«*- von B*b i bega»1 . ersehe! seit li« Vijruscbo- >n I halb pd- 78 nur» ie. *ir er dieses )Ü j Bl «Tt .HÜ rJSO* lertr ,c'M i t i i i t i t i i t t Wie unsicher die oamaligen Verhältnise eines Presseverlages waren, zeigt eine Notiz am Kopf von „Jehuda Wijruscholajim“: „Erscheint so Gott will vorläufig zwei Mal im Monat“. Gott scheint wirklich nur vorläufig gewollt zu haben, denn der Herausgeber und Redakteur Joel Mosche Salomon stellte di« Veröffent lichung des Blattes nach dessen 27. Nummer ein, weil er es vorzog, nach Petach Tikwa zu gehen, um sieh an der Gründung dieser Kolonie zu beteiligen, wie er schreibt, „denn die Erdkrumen der tatsächlichen Verwirklichung schmecken mir süsser als tausende Worte und viel Gerede.“ Im Jahre 1884 erschienen nebeneinander, einander be kämpfend, „Mewasseret Jeruscholajim“ und „Hazwi“, und als hätten damals zwei hebräische Zeitungen für Jerusalem nicht genügt, kam im gleichen Jahre noch eine dritte heraus, „Mewasseret Zion“. Anfangs als Beilage der „Cbawaze3et“ wurde „Mewasseret Jeruseholajim" von dem hervorragenden he brätschen Linguisten, dem Erneuerer der hebräischen Sprache Elieser Ben-Jehuda 3884 zuerst zusammen mit Frumkin herausgegeben. doch scheinen sich die beiden miteinander nicht vertragen zu haben, und nach vier Nummern erscheint Ben-Jehuda bereits 1885 als alleiniger Redakteur seiner neuen Zeitung „Hazwi“, die bald zur ersten Tageszeitung wird, spä ter den Vermerk trägt: „Der einzige und verantwortliche Redakteur Ben- Awi". Dieser Ben-Awi ist Ben Jehudas John Itamar. dessen Name sich aus den Initialen seines Vaters zusammensetzt, nämlich Itamar Ben Elieser Ben-Jehu da, als Abbreviatur kurz Abi resp. Awi, wobei Awi gleichzeitig auch „mein Vatof“ heisst „Hazwi“ musste sein Erscheinen auf die Dauer ei n-es Jahres unterbrechen, da Ben-Jehuda sein hebräisches Wörterbuch herausgeben wollte, die Druckerei aber nicht genug Satz hatte, um sowohl das Wörterbuch wie auch die Zeitung herzustelien. Nach diesem Jahr erneuerten Elieser Ben Jehuda und sein Sohn Itamar Ben-Awi die Herausgabe der Zeitung 1889 unter dem Namen „Haor“, und 1897 wurde sie auf „Haschkafa“ um benannt. In der Ausstellung fällt uns ein Exemplar von Ben- Jehudas Zeitung aus dem Jahre 1909 auf. in dem der Sturz des Sultans Abdul Hamid in dramatischer Form als Sensation des Tages mitgeteilt wird. Wir lesen, dass Abdul Hamids Bruder Raschid Effendi gemäss dem Willen des Volkes an seiner Statt die Herrschaft übernommen hat, dass Ahmed Risa Bey Grosswesir wurde, dass das erste Parlament der Türkei zu amtieren begann und dass die Nachricht von Abdul Hamids Sturz in Jerusalems Strassen mit Freudenschüssen-, Fahnen und Musikkapellen gefeiert wurde. Im gleichen Jahre feierte das Blatt seinen 15. Geburtstag. Ben-Jehuda versemed am 16. 12. 1922 in Jerusalem. Er war ein zielbewusster, kämpferischer Mann, Charaktereigenschaften, die er ebenso wie seinen Beruf und „ seine Berufung seinem Sohne vererbt hat. Itamar Ben- Awi, den ich noch persönlich kannte, war ein ausser ordentlicher, böebst intelligenter und gebildeter Mann von vollendeten Umfangsformen und viel Charme, ein blendender Redner, der das Hebräische wie kaum ein Zweiter in seiner Generation meisterte, sehr nationalbewusst und für jede Neuerung im Pressewesen aufgeschlossen. Sein Blatt war das erste, das ein Pressetelegramm bekam. Es berichtete aus Paris über den Ausbruch des Krieges zwischen Frankreich und Monaco und wurde in der Zeitung „mit nur geringem Zusatz von Erklärungen“ wörtlich wiedergegeben. Um jeden Zweifel an der Echtheit .dee Télégrammes zu beseitigen, lud die Redaktion die Leser ihres Blattes ein, selbst in die Redaktion zu kommen, um das Telegramm mit eigenen Augen zu sehen. Dann folgten die späteren Blätter, die zweite Tageszeitung „Hacherut“, die Abraham Elmaliach bis zum Weltkrieg redigierte, das dritte Blatt „Moria“, das bis 1917 als einziges erschien, und unter der britischen Mandatsherrschaft „Chadschot Haarez“. I ras Tira? Zu Pessacfa LONG PLAY PLATTE für den SEDER-ABEND MOISHE OYSHER , mit Orchester und Chor ,f 2 7 6 0 Í Neue Bücher JJebraeischer Unterricht Friedrich Glum: Der Na tionalsozialSsmus. Werden und Vergehen. Erschienen im Verlag C. H. Beck, München 1962. — Dieses Puch ist nicht eine Darstellung eines Themas, über das in den letzten Jahren sehr viel und sehr viel Wichtiges geschrieben wurde. Dieses Buch zeichnet sich durch verschiedene Vor züge und Besonderheiten aus: es ist sachlich und doch spannend geschrieben. Es ist wissenschaftlich ausgearbeitet, aber jedem Laien verständlich. Dieses Buch ist von scharfer Kritik und grosser Menschlichkeit getragen. — Der Autor will nicht nur Fakten aufzählen, die alle kennen, sondern einer neu heranwaeheenden akademischen Generation die Antwort auf die Frage erteilen, wie das möglich war, was in der Nazizeit in Deutschland geschehen ist. Glum ist Hochschullehrer; das Buch ist aus seinen Vorlesungen entstanden. Man sagt njeht zu viel, dass dieses Werk zum Verständnis dieser Zeit wesentlich beiträgt und zur Meinungsbildung anregen kann. Das Buch beschäftigt sich mit dem Werden und Vergehen des Nazismus; der ,Judenfrage‘ wird ein breiter Raum gewidmet. Der Verfasser spricht nicht von der kollektiven Schuld, wohl aber der kollektiven Scham, die auch er als Deutscher für die Schrecken dieser Zeit empfindet, obwohl er sich nicht für schuldig hält. Man muss dieses Werk zu den wichtigsten Arbeiten rechnen, die über die nazistische Epoche veröffentlicht worden sind. — Eleonore Sterling: Er ist wie du. — Frühgeschichte des Antisemitismus, Chr. Kaiser Verlag, München. — Dieses Buch, mit dem Titel eines Romans, stellt einen ernsten Beitrag zur Geschichte des Antisemitismus dar. Es behandelt die ¿eit bis 1848/50, in der sich die Gedanken und Formen herausbildeten, auf d-enen dann die späteren Antisemiten fussten. Die Quellenzusammensteilungen dürften jeden Historiker interessieren. Max Brod: Streitbares Leben, Autobiographie, verlegt bei Kindler, München 1960. Diese Autobiographie des grossen Künstlers und Erzählers Max Brod ist hier bereits vor längerer Zeit ausführlich besprochen worden. Heute sei auf dieses Buch erneut aufmerksam gemacht, das mit darstellerischer Wucht viele, uns allen bekannte und von uns geschätzte Persönlichkeiten sowie das Leben einer Epoche schildert, an der wir alle teilgenommen haben. Dieses lesenswerte Buch lässt uns durch d e Lebendigkeit der Darstellung Zeit, Menschen und Beziehungen erneut durchleben. — SCHÖFAR, Lieder und Legenden jüdischer Dichter, herausgegeben von Karl Otten im Verlag Luchterhnnd. Der Ton, in welchem die Einleitung zu dieser bemerkenswerten Sammlung von Gedichten geschrieben ist, die Juden über jüdische Themen gedichtet haben, verbindet Anteilnahme und Würde mit Sachkenntnis. Di«? getroffene Aiswahl ist reichhaltig und gut. Unter den Dichtern, die mit einigen Werken vertreten sind, befinden sich u. a. Richard Beer-Hofmann, Else Lasker Schüler, Karl Wolfskehl Efraim Frisch, Paul Adler, Arno Nadel, Ludwig Rubiner, Alfred Wolfens’ein, Franz Werfel, Simon Kronberg. Gertrud Kolmar und Ludwig Strauss. IJine solche Anthologie hat gefehlt. Auch aus diesem Grunde ist das Erscheinen dieses ausgezeichneten Wer kes besonders begrüssenswert. — <33») n ' t 3 ï n n ¿ e n 3SÎ2 t>U ■*T n»sn Ttf DTnxn ]» •’rin? .^Ton -ro nx ons!» D^n1? nnix opDin nuh-nn rnaaxn .tr’parn D^orn ,nnx :td an ni^x-iirn niaaxn .ntta D^ptm onaa rrteixn tté? D'DDin nvo t-: t ‘ -miatf no» ■ .D3n (8.000) T T *~ï nx irrnn*? o^aisria iBba? *7» HDtPn —îp>a nan-(2 o.ooo) -in1? nahrrrra Qipo-na "c?1? npwvn jnan .m? .ninstpo-^in niK CrpöVis? mas nna nxsTna) pi’ an; I T TT Vaw .aaa1? dçs ra nx nianx ni-ntfa rnxn1? ,D"¡?Tn naaxn tpíp iraixTin omixa cTSTsn . . - T t : ... - - .nrönt? niaznxa 02'X DTTfen D^X T ** T - ‘ •“ T nrpT .rv’xns rnixa tr1?*!? niaxn D-’px-iiP: a^x^n npsnoft niaaxn .Dn1? DTOipaa ni^iai^sp-Dsaa wbxi x'p 'x^pn naií diipíP .naDpn DiPan maa .‘ña’? a~a too) ni aiïxa irrnrn nasn rx D^p^ na n (natf*? - v - V ”1 - Î T “ T T : îniaaxn ‘pna nnca na T~: T - 2 " ORO VERDE CRECE EN EL NEGUEV (Columna derecha) Si llegaras una vez al Neguev, poarás ver en largas filas los arbustos de pita verde, que hacen recordar con su forma exterior, a los cactus de los pafees tropicales. Pero estos arbustos no crecen en forma salvaje, las manos de los agricultores icraelíes se ocupan de ellos. Las pitas se conforman con poco cuidado y crecen en lugares donde ninguna planta de cultura podrá crecer. La pequeña cantidad de lluvia, que cae en es1e distrito (100 mm por año) alcanza para mantener su existencia. ¿Para qué sirve la plantación de pitas? (Columna izquierda) De las largas hojas de la planta ce hacen las fibras de Sizel. En las fábricas son transformadas en hilos y sog^s. Las fibras de las pitas son más fuertes que todas lao otras, y las fibras de las pitas de Israel son largas, pesadas y fuertes. Hoy día las plantaciones de pitas cubren ocho mil (8000) dunames. Ahora se prepara la extensión del área haeta 20.000 dúnames y la construcción de un„ fábrica de hilos en su cercanía. Con esc se dará ocupación a centenares de familias. GRUENES GOLD SPR1ESST IM NEGEW (Rechte Spalte) Wenn du einmal in den Negew kommst, kannst du in langen Reihen die grünen Sträucher der Agaven sehen, die in ihrer äusseren Form an die Kakteen in tropischen Ländern erinnern. Aber diese Büsche wachsen nicht wild, sondern um sie mühen sich die Hände israelischer Landwirte, Bei ein wenig Pflege gedeihen sie auf Boden, wo keine andere Kulturpflanze mehr anschlägt Die geringe Regen, menge, die in diesem Distrikt niedergeht (100 mm im Jahr), genügt zu ihrer Existenz. Wozu dient die Agavenpflanzung? (Linke Spalte) Aus den langen Blättern der Pflanze macht man die Sissel-Fasem. In Fabriken werden sie zu Fäden und Stricken verarbeitet. Die Agaven-Fasern sind stärker als alle anderen, die Fasern der Israel Agaven sind besonders lang, schwer und fest. Heute bedecken die Agaven-Sträucher mehr als 8.000 Dunam in Israel. Jetzt arbeitet man daran, die Anbaufläche b'e zu 20.000 Dunam zu v-ergrössern und in ihrer Nähe eine Fabrik für Fäden zu errichten. So wird Beschäftigung für Hunderte von Famliien gegeben werden. x!8i8sata58sast«?::s!::::t:t:ts:Ki:?!i -—-‘-.♦«♦♦♦♦♦♦♦♦4444Í444' f* ¡ESTUDIO JURIDICO INTERNACION AL 1 ♦♦♦♦ * <♦<»♦♦« ♦♦ *t *«.«««•««« H i: ¡ Dr. Hardi Swarsensky ¡ «4 ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE 8 it «ó 44 8 BUER0STUNDEN: naechste Woche: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16—18 Uhr ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun aen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. ★ PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 ii ♦4 4« H Î t: 44!!!!!t88888888iî888î8:8;88j|