Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2003 (15.3.1963)
- Date
- 1963-03-15
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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* für Naturwissenschaft »Hl Jrscbung i» m Lebe,, nder SR »ewroDi, ein 'Lger Jera. 1 Vorfahren 'ationej jm (««eine Ab in der Uni- Er uj. eniatib und erusalemer nd an eint?sten höbe Landes bis S zum Pri- Mfferentiab nng an der 'ereität er- 1947 ist« Miiarbei- >t und bat iuf diesem ad neuarti. smetboden r ein Web sensebattgen sind Jcht worastein im Israel be- . Cbewro- :haft und in zu Stu- Wien. In n Pbiloso Bermann stein dieffen mit schreibt' sitzt eine atbemati- , ein her- Physiker, Sin Kiew im Alter nach Jsn waren I liessen iskiel im Jesreeltal nieder, wo ihr Sobn seine Volksschul- und Oberschulerziehung erhielt. Er legte sein Examen in Physik an der Hebräischen Universität in Jerusadem ab und erhielt den Dok tortile l m Zürich, wohin er zu Forschungszwecken von der ielaelischen Atomforschungs Kommission gesandt worden war. 1954 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Weizmann-Inetituts und erhielt 1957 den Einsteinpreis für Wissenschaften der Stadt Jerusalem. Prof. Talmis Forschungsgebiet ist die Be reebnung der Atomenergie. FESTKOERPER-FHYS1K Prof. Gerhard Schmidt ist 44 Jahre alt und der Abkomme einer berühmten Chemi. kerfamilie. Sein Grosisvater. Prof. Julius Schmidt, war ein Chemiker von Ruf, und sein Vater, Prof. Dr. Erich Schmidt, hatte den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Universität Berlin inne. Prof. Gerhard Schmidt verliess Deutschland im Alter von fünfzehn Jahren. Er beendete die höhere Schule in London und studierte dann in Oxford, wo er nach Abschluss seines Studiums vier Jahre der chemischen Forschung widmete. 1948 kam er nach Israel, wurde an das Weizmann - Institut berufen und richtete das Laboratorium für Kristallphysik ein. Sein Hauptinteresse gilt der Chemie der Fectkörper und dem Verhalten von Kristal len. Er ist heute der Leiter der Abteilung für angewandte Wissenschaften des Weizmann-lnstituts in Rechcwot. Diese Abteilung übernimmt Forschungsaufträge industrieller Unternehmen de« In und Auslandes. Prof. Schmidt hat zahlreiche Entdeckungen auf dem Gebiet der Presstofferzeugung, der Vererbungslehre und der Elektronik gemacht. Von 1958 bis 1961 stand er dem Wissenschaftlichen Ausschuss des Weizmann-Instituts vor und war der Ver waltungsdirektor des gesamten Instituts. Zur Jury, die in dieser« Jahr den Weizmann-Preis verlieh, gehörte Prof. Saul Adler als Vertreter der Hebräischen Universität; Prof. Aaron Katzir vertrat die Stadtverwaltung von Tel Aviv und Prof. David Sehapira das Weizmann Institut. Ben Gurion schreibt ein Buch Jerusalem. — Ministerpräsident Ben Gurion enthüllte, dass er seine jetzigen Ferien dazu benutzt, um die Korrektur eines Buches zu beenden, das er über die Geschichte des jüdischen Volkes „Auf eigenem Boden“, seit den Zeiten dee Erzvaters Abraham bis zur Jetztzeit zusammengestellt hat. Dieses Werk, da« auf Ersuchen eines englischen Verlegers verfasst worden ist, wird gleichzeitig in vier Ausgaben, der englischen, amerikanischen, französischen und deutschen, erscheinen. Wie bekannt ist, wird in diesem 300 Seiten starken, illustrierten Werk das unveräusserliche Recht der Juden auf das Land ihrer Vorväter bewiesen Weitere Beiträge zu diesem Buch stammen aus der Feder des Staatspräsidenten Jizchak Ben Zwi und von den Professoren Benzion Dinur und Jigal Jadin. Ben Gurion schrieb ein Kapitel über die Zeit der Biluim. (ITA) BUECHER Siegfried -burlstag, Ad., M _ linst soeben Eiten star usgegeben lescbeiben nt und eiden Men- ■i) zentrslichkreifes. es anlässburtstagtes ten gewids Tramer, afeteur des s“ de« „R- Etiropa“ , Co- Lfd";t für di« «dies ver jnsg«8®. he und b!g enthüll bobem,.^ eine F>® jebandel“- e jüdäsc« ¡SS Keiten der ii und und Sort* r wenige' libare * - gebrae®1 ■rtV” ¡sebe" den ter rigen - ,ici< W iff ^¡5 von Siegfried Moses hervor, das sich bis zum 50. Jahre etwa in Deutschland und besondere innerhalb der zionistischen Bewegung von einst in diesem Lande entfaltete. -Doch „die zweite Welt“ ist Erez Israel und dann der Staat, in weichem dieser Mann eine ganze Reihe von Jahren hindurch eines der höchsten öffentlichen Aemter, nämlich das des „Generalkonlroileurs“, bekleiden durfte, eine Funktion, deren Bedeutung nur an den ausserordentlichen Befugnissen zu ermessen ist, die Dr. Moses besass. Von ganz besonderem Interesse dürften im allgemeinen Artikel sein, die sich z. B. mit der Gründung der „Reichsvertretung“ (Rabb. Dr. Hahn), deren spätere Entwicklung (Dr. Friedrich Brodnitz), mit der Geschichte der „Wiedergutmachung" <F. E. Shinnar und Walter Schwarz), mit der Krise der Kibbuz - Bewegung (Gerda Luft) und der Aktivität der zionistischen Rabbiner im Deutschland von vor 1933 (Oberrabb. Prof. Wilhelm) befassen. Unter den reinwissenschaftlichen Beiträgen nehmen eine ausserordentliche Stellung ein Prof. Ale xander Altmanns Untersuchung von Begriffen im Wer. ke Hermann C.ohens, ein Aufsatz von Dr. Elias Auerbach über „Biblische Quellen zur Staatsverwaltung im alten Israel“ und Hans Trainers Beitrag „Zur Sinndeuttung geschichtlicher Vorgänge“. Diese Hervorhebung eini ger weniger Artikel kann nichts anderes bezwecken, als dazu anzuregen, das gan-, ze Werk kennenzulernen und aus ihm sowohl jüdische Geistesgeschichte als auch jüdische Gegenwartsarbeit in ihrem ganzen Umfange zu erkennen. Und so bleibt zu wünschen, dass Menschen unseres Kreises bereit sein mögen, das wertvolle Buch zu erwerben, um es sieh wirklich zu eigen zu machen. (C. W.) — :o: — Leon Uris: Mila 18, Roman bei Kindler erschienen in München. — Ueber diesen leidenschaftlichen Roman von Leon Uris ist in diesen Blättern bereits — von verschiedenen Autoren — gesprochen worden. Die Meinungen' sind nicht einheitlich. Viele glauben, dass der Exodus, der grosse Welterfolg von Urfs‘ weit stärker sei, andere wie dörum sind der Auffassung. Mila 18 «ei der stärkste Roman dieses Autors. Exodus schilderte den Kampf des jüdischen Volkes um seine Zukunft und um sein Land. MH einer grossen dichterischen Freiheit hatte der «0* Ul®*' fiiV' Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Musik in Buenos Aires „DER BARRIER VON SEVILLA“ IM STAEDTI- SCHEN AMPHITHEATER ln dreizehn Tagen komponierte das Genie Giacchino Rossini jenen unsterblich ge wordenen „Barbiere di Siviglia“, der alle seine zahlreichen anderen Opernschöpiungen in den Schatten stellt; wie wir wissen, gehört die ebenso unsterblich gewordene Ouvertüre (aus Zeitmangel wurde gar keine geschrieben) eigentlich zu*’ der verschollenen Oper „Elisabeth“. Die Zentralfigür bestellte undankbarerweise die Hochzeitsmutik bei Mozart, der ihm den Bariton beliess, aber den „Conde Almaviva“ vom Rossinischen Tenor zum Bariton „degradierte“. (Im Mozartschen „Figaros Hochzeit“ gibt es übrigen« keine nennenswerte Tenorpartie). Carmen Burello, die wir bisher nur in kleineren Rollen kennengelernt haben, überraschte mit geschulter und blitzsauberer Koloratur; sie macht« es ihrer grossen Kollegin Victoria de los Angeles nach und sang die Partie in der tiefen Originalvension ausgezeichnet, durch und durch musikalisch, und ebenso vortrefflich als Darstellerin, als sie vom Regisseur Enrique Sivieri sicher geleitet wurde. Sivieri führte die ganze Aufführung originell und flott. Mino Falzetti war ein „Conde Almaviva“ mit kleiner Tenorstimme und grosser Musikalität. „Doctor Bartolo“ wurde von Eduarde Ferracani recht gut gesungen und mit den fast immer üblichen zahllosen Uebertreibungen kreiert. Ricardo Catena bewegte sich in der Titelrolle temperamentlos, sein kultivierter Bariton drang im Ensemble nicht immer durch. (Der Erstaufführung, in welcher Norberto Carmona den „Figaro“ sang, wohnte ich nicht bei). Auch der „Don Basilio“ von Juan Zanin war von gewissen traditionellen Plattheiten nicht frei, und «ein einst sonorer Bass weist gewisse Schwächen auf. Die kleineren Partien waren gut aufgehoben. Grossartig, wie nicht anders zu erwarten, Tullio Bonis Colön-Chor, und das Orchester klang, besonders in den Bläsergruppen, trotz „aire libre“, überraschend gut. Die netten Bühnenbilder von Dante Ortolani passten sich den Anforderungen der Freiluftbühne entsprechend an. Die Aufführung wurde von Manfredi Arg-ento schwungvoll (und auswendig, warum nur?) dirigiert, jedoch erschienen die Secco-Rezitati ve unnötig verzerrt. Alles in allem ein erfreulicher Abschluss, der Sommer-Opern Saison. der ein dankbares Publikum fand. c-u leuung tUhren muss den Protest vor all •IsiaeJis selbst auslö er heroisieren wollte la 18 ist der hi Kampf des War Ghetto gegen die c Uebermacht das Th< Darstellung. Man kai ten, ob solche Erlebr Tragödien dieses Ui überhaupt Gegenstai teriseher Nachge sein dürfen. Mancl ben — wohl nicht recht —, dass die genen Wunden not die dichterische Dai der Leiden gestatten rade jetzt sind es Jahre her, dass das kampfend fiel. Diesen Kampf we mit seiner grossen iungskunst seinen nahezubringen, mi Kraft und Unmitte] die man an ihm sehe nem Exodus bc konnte. _ Hebraeischer Unterricht nna?n n:sn to) p'xip n/irr #crnta Dsn*¡rr d*?ö ’’i» ddix ,mTin «nirn srostf nTn 2bb nbx rn .ns j ***nrp rrn «qx nnxi ,jauría nsns atf*? »r’piBa ,troai?n inftw ■nnx vfo iö fix1? V?» p'xip •’■w nnizw f? .niSTT] bbxi H1? níia rmi$n ninsn rr-prrn n^n^n rnnto -natön nat3¡?n nnnio rn Q3*i ,zb 'bvi onaa »roifta nwbv .antfan nisrtxpja •qüa nx3 Sx-rär-nK1? n^bt nj?tn n¡ritfn d^3 dit^x wan ^xntzra an^ ntsi nirnnxn /-nrrn nbwn as? antz?p . . - TT * * T . ’3W3 nix")1? n^öx ara ,57iaa a^an nnaam rnxn .. * - T V T : * 1 v T T anto "s1? ansan r'snp T '2 T 1 a^nnrxa a^a^nnai ainafn nrn03 ntn x^ ana nnx nx w nx ani .nnnxa na^nn t : t * 1 *. Or-aVi» rm» r.na nxsina) T •** ** T * DIE JUDEN AUS COCHJN (Rechte Spalte) Die Juden aus Cochin in Indien bilden den entlegensten jüdischen Stamm. Ausser einigen Familien sind sie heute alle in Israel. Dieser jiidieehe Stamm,' der jahrhundertelang fern vom jüdischen Zentrum lebte, bewahrte die Tradition und die Zionssehnsucht. Das ist auch der einzige Stamm, der -die Unkosten seiner Reise nach Israel selbst bestritt; er ver kaufte sein Hab und Gut und händigte der Jewish Agency das Geld ein, damit diese sie nach Israel befördere. Heute befinden sich die Juden von Cochin in den Siedlungen des Negew und im Korridor nach Jerusalem; einige von ihnen liessen sich in den Städten nieder. Die Juden von Cochin haben keine exakte Geschichte ihrer Vergangenheit. Ein Brand, der dort ausbrach, vernichtete alle Unterlagen der alten jüdischen Gemeinde, Nach ihrer (Hände) Ueberlieferung, stammen sie von Juden ab, die nach der Zerstörung des ersten Tempels aus dem Lande exiliert wurden. Eine andere U-eberlieferung erzählt, daes sie Abkömmlinge jemenitischer Juden seien, die als Kaufleute Indiens Küste erreichten. Während der langen Galut-Zeit kamen (Linke Spalte) vereinzelte toragelehrte Juden zuweilen zu ihnen, die sie in der schriftlichen und mündlichen Lehre unterwiesen. Meistens waren es jemenitische Weise, einer war auch au« Polen, der auf der Suche nach den 10 Stämmen dorthin verschlagen wurde. Nicht wegen Verfolgungen gingen die Juden Cochins nach Israel. Zwischen den Zehnern von verschiedenen Kasten in Indien, erweckte die kleine jüdische Gemeinde keinerlei Aufmerksamkeit. Die meisten waren Kaufleute und Handwerker, und einige von ihnen wirkten auch in freien Berufen. Ihre Einwanderung nach Israel erfolgte aus starker Zionslie be. In den letzten Jahren kamen Sendlinge au« Israel zu ihnen, um ihnen zu helfen, Bande mit der jüdischen Welt zu knüpfen. — Heute kann man viele Ein. Wanderer aus Cochin — an ihrer braunen Hautfarbe erkenntlich — in den Siedlungen und Dörfern des Landes sehen, wo sie als gleichzereehtigte Bürger im Staa te Israel leben. Keiner von ihnen ist zurück „nach unten“, nach Cochin gegangen. Sie haben die Schwierigsten der Einordnung mit verständnisvoller Liebe ertragen. nn nnsf f'sij? ■’Tirr .nnvs rrñn *nin»n &3$n “D1?» r'sip ’’Tirr a^xxm nrni3 ninDCto nT ■HW P3Í7 .*7X“)Br3 DTO pirn rrn trrá nix» -¡en bx rrirr ts-iqq ,]vxb n>*íi33?3n rnb ,Tirn i332?n m xin irp1?» rñx^in nx ia^3 ‘ps nx nna /‘nx’i’ minio1? fjpsn nx nppi ónix ■h.3 nnifTn o,,xx»3 añ? .nsnx “D3T 3B3 f'Slp» anspaV niip ,n,,np3 D3 33^nn nn^p-’n r« npnfr .nnny bv njpna b'D nx nTa¿n n2? T V T * : T T : T V ■’Pan 'z>b .np^nan rr*nín*n. nn1?^ x^ian nn T“>xn ]p DHin^a xm nnba .)itfxn n?3 )3nn nnx ■’xxxs onp ,nnaix nnnx tqin1? wan^ ,|»‘na npipnn T]ttip3 .onniop rrn annx 3X3 mSan ^2? nmxn V " T T - v T T LOS JUDIOS DE CUCÍI1N (Columna derecha) Los judíos de Cucbin de la India eon la tribu judia más remota. Todc« los judíos de Cucbin salvo algunas familias se encuentran hoy en Israel. Esta tribu judía que durante siglos estuvo alejada de cualquier centro judio, cuidó la tradición y nostalgia de Síon. — Ella es también la tínica tribu, que pagó sola sus gastos del viaje a Israel, vendiendo su»3 posesiones y entregó todo el dinero a la Agencia Judía para erigir el estado de Israel. Hoy día se encuentran judíos de Cuehin en los pueblos del Neguev, en el paso angosto bacía Jerusalén y pocc.s de e)los se radicaron en las ciudades. — Los judíos de Cuehin no tienen una historia exacta de su pasado. — Un incendio que ocurrió allí quemó todos los documentos de la antigua congregación judía. Según la tradición en eus manos proceden de judíos que fueron a la diáspora después de la destrucción del primer templo. Otra tradición dice, que son descendientes de judíos del Yemen, que llegaron a la costa hindú como comerciantes. Durante la larga época del exilio fueron a visitarles (Columna izquierda) algunos judíos eruditos en la Torá, que les enseñaron la Torá escrita y oral. Eran ellos mayormente sabios del Yemen, y uno también era de Polonia que fué llevado por casualidad hasta allá en busca de las diez tribus. Los judío« de Cuehin fueron a Israel no por las persecuciones; entre las decenas de distintas castas de India, la pequeña congregación judía no llamó nunca la atención. Su mayoría eran comer, ciantes y artesanos y algunos de ello,, también profesionales. Su inmigración a Israel se motivó por su fuerte nostalgia de Síon. Emisarios de Israel llegaron a ellos en los últimos años y les ayudaron a establecer vínculos con el mundo judío. — Hoy pueden veree en Jos pueblos de Israel y en sus aldeas muchos de los inmigrantes de Cuehin que se conocen por su tez morena. Como ciudadano« con plenos derechos viven en el E«tado de Israel y ninguno de ellos volvió y “bajó" a Cuehin y ellos aguantaren los sufrimiento« de la integración con buena volunlad.