Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2003 (15.3.1963)
- Date
- 1963-03-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 15 de Marz« de 1963 SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2003 — 3 Die Juden in Kus&iund RUSSISCHE GEISTLICHE Denver. — Hohe Würdenträger der russisch-orthodoxen Kirche unter dem Vor sitz des Archimandriten Nikodim trafen hier mit verschiedenen in Denver beamteten Rabbinern zusammen, denen sie versprachen, den sowjetischen Behörden von der Besorgnis des nordamerikanischen Rabbinats über die Beschränkung der jüdi sehen Glaubensfreiheit in Russland Kenntnis zu geben. Ueber diese Zusammenkunft der ersten dieser Art, be richtete Rabiner Samuel Adelman, der Präsident des Rabbinischen Rates von Denver. Die russischen Geistlichen nahmen als Gäste des nationalen Kirchenrates an der jährlichen Ausschussitzung dieser Institution teil. Der Delegation aus Russland gehörten Vertreter der orthodoxen Kirchen von Georgien und Armenien, der evangelischen Baptisten und der lutheranischen Kirchen von Lettland und Litauen an. Die Rabbiner begrüssten die Russen und machten sie auf folgende Punkte aufmerksam: Die jüdischen re- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäi te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. Iigiösen Führer in den USA haben keine Möglichkeit, mit ihren Kollegen aus der Sowjetunion zusammenzutreffen, obwohl die christli ehe Geistlichkeit keiner Ein Schränkung ihrer Bewegungsfreiheit unterliegt; die russischen Juden können keine Mazzot aus den staat. liehen Bäckereien erhalten; es herrscht ein fühlbarer Mangel an jüdischen Gebet büchern und Kultgegenstän den in Russland; 9 russische Synagogen sind kürzlich geschlossen worden; in der einzigen jüdischen Jeschiwa in Russland gibt es nur vier Studenten, und zwei Rabbiner, die unlängst ihre Ausbildung beendet ha ben, erhielten kein Amt. Wie Rabbiner Adelman bekanntgab, antworteten - die russischen Geistlichen, sie seien bereit, diese Proteste an die sowjetischen Behörden weiterzuleiten. Allerdings wiesen sie darauf hin, dass sie keinen „Sonderstatus“ vor dem russischen Kultus - Ministerium geniessen. Im Laufe der Unterhaltung stellte Erzabt Nikodim die Frage, warum diese Angelegenheiten nicht von dem moskauer Oberrabbiner Jehuda Levin vertreten würden. SIE SIND ERSTAUNT Boston. — Vier Delegierte aus der Gruppe sowjetischer Priester, die gegenwärtig zu Besuch in den USA weilt, wiesen empört die Unterstellungen zurück, dass es in Russland antisemitische Verfolgungen gebe. Erzbi schof Vitaly Borowy von dev Abteilung für auswärtige Angelegenheiten des Patriarchate in Moskau behauptete, das alle Glaubensbekenntnisse in der Sowjetunion vor dem Gesetz gleich seien. Er bekundete Erstaunen, warum so viele amerikani sehe Reporter die Besucher über die Nachrichten von antijüdischen, Verfolgungen in Russland befragen. Seine Haltung wurde von dem or Pension Familiar “Dt--* M. FLAMM \\ CHASCOMUS — T.'e. 2910 — Córdoba 38 PESSACH OFFEN Telef. Auskünfte in Bs. Aires; 76.2312 u. 70.5805;; ä»WWW»\V»»WWWV\WWWWWVWWWWWWWWWV. tos Verbringen Sie die Pessacbf eiertage im HOTEL LAGO RIO CEBALL0S— CORDOBA Casilla Cerreo 34 Bekannt durch seine Küche und aufmerksame Bedienung — Anmeldung erbeten Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AH HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN rUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eig«n« Fabrikation — Unverbindlich« Vorfnhru*a Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEM FARNEN* UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIM WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private rar Samstag rag Snratag von 9—19 Uhr im Ausstellunfsbaus Calle ANDONAEGUl 2083 4 Quader vor Station Urquiza thodoxen Erzbischof Filaret aus Wien energisch unterstützt. USA-SENATOR ' INTERPELLIERT! Washington. — Das State j Department wurde im Senat! von dem demokratischen' Senator für Connecticut, Tromas S. Dodd, angegriffen. weil es dem sowjeti sehen Antisemitismus nicht j in gebührender Form entge-' gentritt. Der Senator resümierte die ständig wachsenden Beweise für die antijü dischen Tendenzen in der Sowjetunion und betonte, die Tatsachen sprächen klar da für, dass „Nikita Krutschew, der den Antisemitismus am schärfsten verurteilt, möglicherweise derjenige sei. der die Verfolgungsmassnahmen gegen die russischen Juden leitet.“ Senator Dodd bezog sich auf die kürzlichen Ereignisse in Russland und berich tete von einem Meinungs austausch, den er vor einigen Monaten mit dem State Department über die jüdischsowjetische Frage hatte. In Beantwortung einer Empfehlung des Senats, die nordamerikanisch-e diplomatische Intervention zugunsten der sowjetischen Juden heit zu verstärken, habe ihm seinerzeit der Beigeordnete Staatssekretär Frederick G. Dutton geschrieben, dass „es nicht möglich sei fest zustellen, ob die sowjetischen Juden absichtlich aus gewählt würden, weil sie Juden sind, um besonders schwere Strafen über sie zu verhängen.“ Dodd führte aus, „es fal- Naeh europaeischem Muster Saison- Vorverkauf für Herbst und Winter aus Beständen des vorigen Herbstes und Winters zu den alten Preisen und 50 % Rabatt Beispiele; Regenmäntel . . . 1.600 — Tigerzwimanzüge . 2.450.— Flanellanzüge . . . 2 450 — Wintermäntel ... 2 200 — Flanellhosen .... 750 — Sportsaccos Tweed 1.800.— und vieles mehr. (Der Wert allein des Stoffverbrauches übersteigt diese Preise) Zum Aufheben für nächsten Sommer 1 Posten Anzüge 2 000 — 1 Posten Dacronanzüge Grö sse 42 bis. 46 S 3.200.—. Weisse Saccos $ 1.800.— Terylene - Hosen $ 1.200,— (Grösse 4254). Eventuelle Aenderungen werden auf Wunsch in meiner Werkstatt vorgenommen. 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'€t*fk£êott Ernst Keppel Herrenbekleidung Mcdpú 484 L TE. 31-7845 Herrennasstattang Mcdpú 982 TE. 31-0357 le ihm schwer zu begreifen, wie Dutton Zweifel an der antijüdischen Haltung der Sowjet-Behörden hegen könne, denn heute gebe es erdrückende Beweise, dass die Juden in Russland Gegenstand systematischer Verfolgungen sind.“ Er erinnerte daran, dass schon im Jahre 1954 eine Sonderkom mission des Senats, die mit der Untersuchung der kom munistischen Aggression be traut war, zu der Schlusfolgerung gelangte, dass „die offizielle und vorsätzliche Politik des Kommunismus direkt darauf gerichtet ist, die Assimilation der Juden zu erzwingen, um auf diese Weise technisch die Ausrot tung der Juden als Volk herbeizuführen.“ Er fügte hinzu, „die von den Sowjets fortdauernd angewandte Rassenpolitik kläre nicht nur die Welt sondern auch das sowjetische Volk darüber auf, dass die kommunistischen Taten nicht mit den kommunistischen Worten übereinstimmen. ‘ ‘ WER SIND DIE SCHULDIGEN? Paris. — Die Lage der Juden in Russland ist eines der wenigen Gebiete, auf dem die Entstalinisierung nicht angewandt wird, wie die „New York Times“ in ihrer internationalen Ausga be erklärt, in der ein Ueberblick über die seit dem Tode Stalins verflossenen 10 Jahre erschien. In diesem Artikel, der aus der Feder des moskauer Korrespondenten dieses Blattes, Topping, stammt, wird darauf hinge, wiesen, dass „in Russland nichts über zahlreiche Opfer der stalinistischen Säuberungen publik geworden ist“, so z. B. über das Schicksal der 25 Schriftstel 1er, die dem jüdischen antifaschistischen Comité angehörten und während der „Liquidierung“ der jüdisehen Intellektuellen im Jah re 1952 ermordet wurden. Der Artikelschreiber hebt hervor, dass in den Kom mentaren über die stalinistischen Säuberungen in Russland ,ein bezeichnendes Still LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE Bi. Air«« - PUETRREDO« 219«, 1* «q- - T. E. 83-2615 19. Adar 5723 15. März 1963 sehweigen über die Schuld frage bewahrt wurde“. Top ping schreibt, Stalin und seinem Polizeichef Beria wurde die ganze Verantwortung für diese Aktionen zugeschoben, doch „wenig oder gar nichts verlautet über die anderen in diese Verfolgungen. Hinrichtungen oder Einker kerungen der Opfer verwik kelten Personen.“ DER STUMME SCHREI Jerusalem. — Ein Abgeordneter der Mapai wandte sich in der Knesset mit scharfen Worten gegen die antijüdische Diskriminierung in der Sowjetunion. Jona Kesse, der seine Erklärung, wie man wohl vermu ten darf, mit der offiziellen Genehmigung seiner Partei abgab, prangerte die antijüdische Politik der Russen an, als er in einer Debatte über das Budget des Aussenminisieriums, welches Golda Meir vorgelegt hatte, das Wort ergriff. Dieser Mapai - Deputierte wies auf eine sowjetische Zeitschrift hin, in der die Bevölkerung der betreffenden Ortschaft offensichtlich gegen die Juden aufgehetzt wird. Kesse stellte fest, „der stumme Schrei der russischen Judenheit ist in der ganzen Welt vernehmbar“. Dieser Schrei werde nicht Ablehnung einer Eingabe Jerusalem. — Staatspräsident Jizchak Ben Zwi erteilte einen abschlägigen Bescheid auf eine Eingabe, in der um die Freilassung von Aharon Cohen, eines führenden Mitglieds der Mapam, ersucht wurde. Cohen verbüsst wegen Vergehens gegen die Staatssicherheit und Uebermittlung von Informationen an ausländische Agenten eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. (ITA) verhallen, so setzte der Redner hinzu, bis die russischen Juden in den vollen Genuss der gleichen Rechte, die anderen Nationalitäten in der Sowjetunion gewährt werden, treten würden, wozu auch das Recht auf Auswanderung nach Israel für diejenigen gehöre, die Russland zu verlassen wünschen. Aussenminister Golda Meir, die am Schluss der Debatte über die Budgetvorlage ihres Ministeriums sprach, bezog sich nicht auf die Lage der russischen Judenheit sondern erwähnte nur kurz den Artikel in der sowjetischen Zeitschrift, über den Kesse referiert hatte. MARAVILLOSAS EXCURSIONES A ISRAEL ANTICIPO Y 10 CUOTAS DE u$s 90 SIN INTERESES \ PESAI I0M HAATZMAUT BITTERMANN 'CORRIENTES 2063 - T. E. 45-4957 / 7607 y 49-0433 / »229 / 349! BUENOS AIRES îxitntntitnutttætti uœiituH ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Vom 4. Maerz bis 22. Maerz!H DER BUNDESREPUBLIK \ BUEROSTUNDENi naoohsto Wocha: Dienstag, Mittwoch uni Freitag von 16—18 Uhr ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen« ★ PUEYRRED0N 2190 osq AV. LAS HERAS — T. E. 83-2613