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Jüdische Wochenschau · 1963-03-08 · 2002 (8.3.1963) · p. [Seite 6]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2002 (8.3.1963)
Date
1963-03-08
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German, Spanish
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Sieben Vorschriften für Purim Purim war das erst« jü disehe Fest, das ausserhalb des Rahmens des mosaischen Gesetzes eingerichtet wurde. Es wurde in das Judentum zu einem späteren Zeitpunkt durch Verordnung oberster religiöser Insranzen eingeführt, kurze Zeit nach den historischen Ereig nissen, die es feiert. Die Rabbiner hielten sich in der Gestaltung des Festes an biblische Vorbilder und übersetzten sie in die Sprache praktischer religiöser Vor Schriften. DAS BUCH ESTHER Das erste und wichtigste Gebot an Purim ist das öffentliche Verlesen des Buchte Esther, der Megilla, wörtlich ,,Rolle“ aus Pergament, auf der in alten Zeiten alle Urkunden niederge. schrieben wurden. Das Verlesen der Megilla ist daher ein« rabbinische Vorschrift die ihre Gültigkeit durch die den Weisen von Israel in der Tora erteilte Befugnis bekam, Zeitbedürfnissen gemässe Gesetze zu erlassen. Vor dem Lesen der Megilla wer den drei Segensssprüche gesprochen. Der erste Kt die übliche Formel, die vor der Ausführung einer Vorschrift gesagt wird, der zweite erinnert an das Wunder der Errettung vom Tode, . der Wunder tat an unseren Vätern in jenen Tagen zu dieser Zeit“ (dieser Segen wird auch beim Anzünden der Chanukkalichter gespro chen). Der dritte Spruch ist Sehehechijanu. genannt der „Zeitsegen“, der geboten war, um einen Markstein im Leben de« einzelnen Juden ©der der gesamten Nation zu kennzeichnen und mit dem wir Gott danken, „dass er uns am Leben erhalten, uns bewahrt und uns ermöglicht hat, diese Jahreszeit zu erleben." Die Vorschriften für das Verlesen der Megilla sind in einem besonderen Talmudtraktat dieses Namens enthalten. Jeder muss hieran teilnehmen. Das bedeutet, dass man die Megilla laut aus der Pergamentrolle vorlesen oder aufmerksam beim Vorlesen zuhoren muss. Falls eine eolche Rol le nicht vorhanden ist. lesen wir sie aus der gedruckten ven ARIE Bibel ohne die dazugehörigen Segenssprüche. GOTTESDIENST IN DER SYNAGOGE In alten Zeiten gaben sich die Weisen grose Mühe allen Schichten der Bevölkerung das öffentliche Vorleeen oder das Anhören der Megilla zu ermöglichen. An dem Markttag, der Purim am nächsten lag, musste sie für die Dorfbewohner ver lesen werden, die nur an diesen Tagen in die Stadt ka men. Eine besondere Un. terscheidung bezüglich des Verlesens der Megilla wurde seit den Tagen Josehua« zwischen befestigten und unbefestigten Städten gemacht. In den Ersteren wird die Megilla am Schuschan Purim. einen Tag nach Purim, gelesen, da an diesem Tage den Einwohnern von Schu scban, der Hauptstadt Persiens, auf besonderes Verlangen Mordechais und Esthers eine weitere Gelegenheit geboten wurde, an ihren Feinden Vergeltung zu üben. Für diese Unterscheidung wurde eine interessante Begründung gegeben Mordechai und Esther, die Verfasser der Megilla im fernen Persien, leisteten hierdurch dem Lande Israel, das in jenen Tagen verödet dalag. einen Tribut für alle Zeiten. In jenen Städten, die nun zerstört waren, aber zu Jcschuas Zeiten von Mauern eingeshlossen waren, wurde die Megilla am fünfzehnten des Monats verlesen. So enthält selbst Purim, das ein Wunder der Diaspora feiert, einen Hinweis aut Erez Israel. Heute ist Jerusalem die einzige Stadt, die ohne jeden Zweifel seit den Tagen Joschuas eine befestigte Stadt war, und daher wird Purim dort einen Tag später als im übrigen Lande gefeiert. Bisher haben wir urs nur mit der ersten Vorschrift für Purim beschäftigt. Zwei weitere beziehen sich ebenfalls auf den Gottesdienst in der Synagoge. Ein besonderer Abschnitt der Thora wird gelesen. und zwar Exodus. Kap. 18, Vers 8—16. der den Angriff Amaleks. des NEWMAN Vorfahren Hamans, auf die Kinder Israel beschreibt, als sie das Rote Meer durchquert hatten, und das Zu rückweichen der Flut, nachdem Moses seine Hand erhoben hatte: „Und dieweil Moses seine Hand emporhielt, siegte Israel, wenn er aber seine Hand niederliess, siegte Amalek“. — „Aber entschied die Hand Moses den Ausgang der Schlacht?“, fragten die Rabbiner, und 6ie antworteten: „Solange Israel dem Willen seines Vaters im Himmel gehorchte, hatte es die Oberhand.“ Der dritte Zusatz zu der Synagogeniiteratur ist das kurze Gebet in der Amida, Al Hanissim, das kurz die Geschichte der Megilla er zählt, wie das rechtzeitige Eingreifen der göttlichen Vorsehung, die Hamans Pläne vereitelte. VORSCHRIFTEN FUER DAS HAUS Nicht nur die Synagoge, sondern auch das Haus soll von der Purim-Atmosphäre erfüllt sein, und alle Familienangehörigen sollen daran teilhaben. Das Buch Esther berichtet, dass die Juden einen Tag für ein Festmahl und Festlichkeiten ansetzen, und Geschenke an Nachbarn und Gaben für die Armen eine Pflicht waren. Diese Hinweise waren die Grundlage von vier der Vorschriften für Purim, die insgesamt sieben betragen. Diese vier sind: Se'udat Miz wa — eine religiös vorgesehriebene Mahlzeit. das Senden von Geschenken Gaben für die Armen und das Verbot des Trauerns und Fastens. Für all diese Gebote gibt es Beispiele bei den biblischen Festen, die sich alle durch die besondere Aufforderung auszeichnen, die Festesfreude mit den Armen zu teilen, ein Festmahl abzuhalten und Geschenke zu senden. Jüdische Freude muss, um vollständig zu sein, eine Mizwa und religiösen Ursprungs sein und mit der Familie, Freunden und vom Glück weniger begünstigten Mitmenschen geteilt werden. DIE FREUDE DES GEBENS Die richtige Art und Weise. diese Vorschriften zu befolgen, wird nicht dem Zufall überlassen. Es gibt ei nen Zeitpunkt, einen Ort und eine Form für eine jede, und diese sind in den jüdischen Gesetzesbüchern sorgfältig dargelegt. Wir zitieren hier au« Maimonides’ Kodex: „Wir Erfüllen wir die Pflicht des Purimmahls? Indem wir Fleisch essen und eine unseren Mitteln gemässe Mahlzeit bereiten und Wein trinken, bis wir betrunken sind und einschlafen. Ebenso sind wir verpflichtet. zwei Portionen Fleiecb oder zwei verschiedene Gerichte oder Nahrungsmittel an einen Freund zu senden, d. h. zwei Geschenke an eine Person Je mehr Geschenke wir senden, desto verdienter machen wir uns. Wenn wir nichts zu verschenken ha ben, sollten wir mit einem Freunde austauschen. Dieser soll uns sein Mahl «enden und wir ihm das unsere, um so die Vorschrift des Geschenksendens zu erfüllen. Es ist uns auch geboten, an Purim Geschenke an die Armen zu verteilen, an nicht weniger als zwei Arme, und jedem von ihnen eine Gabe zu geben, entweder Geld fder Nahrung. Bei der Verteilung der Purimgaben dürfen wir niemandem den Vorzug geben, son dern geben jedem, der kommt, um sie zu empfangen. Purimgelder dürfen nicht für andere Wohlfahrts zwecke gebraucht werden. „Es ist besser, seine Mittel für Gaben an dis Armen zu verwenden, als für dr« eigene Festmahl und Geschenke an Freunde. Denn es gibt keine grösser» und erhabenere Freude, als das Herz des Armen, der Waise, der Witwe und des Frsmden zu erfreuen. Wer diesen Unglücklichen Freude spendet, kann mit der Gottheit verglichen werden, die, wie es heisst, auch in demjenigen weilt, der demütigen und reuigen Sinnes ist. um den Ge r.t des Demütigen und das Herz des Reuigen aufzurichten.“ DIE MIZWA DES TRINKENS Wie wir aus dem obigen er sehen, stimmt Maimonides der Behauptung des Taimudgelehrten Raba zu, dass man sich an Purim so sehr betrinken muss, dass man nicht mehr zwischen „Gesegnet sei Mordechai“ und „Verflucht sei Haman“ unterscheiden kann. Aber Maimonides legt Rabas wörtlich gemeinte Ermahnung, sich zu betrinken, dahin aus, dass es genüge, wenn man über «einem Becher einschläft. Auf diese Weise käme man auch in einen Zustand. in dem man nicht zwischen „Baruch Mordechai“ und „Arur Haman“ unterscheiden könne. Die unsterblich? Bedeutung der Purimlegende, die in kurzer Form die unsichtbare Hand der Vorsehung beschreibt, die. Gottes Volk in der schwersten Stunde de« Exils errettete, ist von unseren Weisen betont worden. Mit diesem Motiv beendet Maimonides seinen Kodex der Purimgesetze, und so enden auch wir unsere Abhandlung über die Purimvorschrift: „Alle Bücher der Propheten und der Hagiographen sind bestimmt, in den Tagen des Me«sias ihre Gültig keit zu verlieren, mit Ausnahme des Buches Esther. Siehe, es ist so dauerhaft wie die fünf Bücher Moses und die Gesetze unserer mündlichen Ueberlieferung, die nie ausser Kraft sein werden. Wenn auch die Erinnerung an all unsere Schicksalsschläge ausgelöscHt werden wird... — die Purimtage werden nicht vergessen werden, wie ge- SCHIMON KANOWITZ FOND ZUGUKSTEN EINES KINDERHEILINSTITUTS FUER PSYCHOSOMATISCHE ERKRANKUNGEN Di» zahlreichen Freunde Verehrer und Mitarbeiter des verstorbenen Dr. Schimon Siegfried Kanowitz im In und Ausland , empfinden ein inneres Bedürfnis, das Andenken an ihren geschätzten, zu f.*«h verstorbenen Freund m würdiger Form zum Ausdruck zu bringen.! Einer der markantesten Charakterzüge von Dr. Kanowitz war seine ständige Bereitwilligkeit, seine Zeit, seine Arbeitskraft, sein grosses Wissen und sein menschliche« Einfühlungsvermögen denen die sie brauchten •— und besonders den Kindern — zur Verfügung zu steilen. Nächstenliebe, sowie auch die Lwoe zu seinem Land und Volk waren bezeichnend für seine Persönlichkeit. Wir glauben dass die Errichtung eines Kinderheilinstituts für psychosomatische Erkrankungen am städtischen Krankenhaus von Tel Aviv, der Stadt, m der Dr. Kanowitz lebte und wirkte, im Sinne des Verstorbenen ist, und das« dieses Institut in würdiger Form das Andenken an ihn wachhalten wird. Wir wenden uns an alle Freunde und Verehrer von Dr. Kanowitz s. A. mit der Bitte «ich an der Errichtung dieses Instituts in grc«szügiger Weise zu beteiligen, ’damit in kurzer Zeit das Projekt verwirklicht werden kann. Dr. Y. FOERDER Vorsitzender des Aufsichtsrats, Bank Leurni Le-Israel Prof. E. D. BERGMAN Tel Aviv Dr. N. BOGER Chefarzt, Kinderabteilung. Städtisches Krankenhaus Tel Aviv SOLOMON BOXER Troy (N. Y.) B. COHEN Mitglied der Knesset Y. FEDERMAN Industrieller Dr. N. GOLDMANN Präsident der Zionistischen Weltorganisation J. HELED Vizebürgermeieter, Tel Aviv Dr. H. JASPER, M. D. Albany, <N. Y.) Dr. S. MOSES Staatskontrolleur a. D. Prof. D. NACHMANSON, M. D. Columbia Universität. New YTork Dr. D. PELED Berater für klinische Psychologie, Gesundheitsministerium Prof. E. M. RABAU Regierungskrankenhaus Tel-Haschomer P. ROSEN Mitglied der Knesseth, „ Justizminister a. D. Dr. E. SINAI Präsident des Aerzteverbandes Israels M. C. STERN Generaldirektor, ,,Rassco“ Ltd. Spenden bitte an folgende Adresse zu senden: M. C. Stern, Hon. Treasurer, P. O. B. 1058, Tel Aviv LITERATUR Arnold Zweig zum 7S. Vorbem. d. Red.: Vor kurzem beging Arnold Zwei g seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir — wenn auch mit einiger Verspätung — die folgende Würdigung des Dichters und Schriftstellers. ★ Schon früh durfte Arnold Zweig Anerkennung als grosser, deutsch - jüdischer Schriftsteller erfahren. In jedem seiner Werke — vielfach thematisch dem jüdischen Bereich entnommen — hatte er uns etwas zu sagen. - Heute lebt er in der Deutschen Demokratischen Republik, als Meuter der deutschen Literatur, ist er doch Gegenstand von Monographien und Dissertationen und wird in einem gewissen Sinn auch als Aushängeschild benutzt. Den Brennpunkten jüdischer Kultur ist er dadurch entrückt, er, den wir au« seinen Schriften als Verfechter von Recht und Gerechtigkeit kennen, der den Konflikt zwischen dem Einzelnen und dem Staat oft in den Mittelpunkt seiner Werke rückte,.der im berühmten Roman des Ser- Kunst und Politik Paris. — Der sowjetische Dichter Ewgeny Ewtuschenko gab zu, er habe „aus politischen Gründen“ in seinem weltberühmten Gedicht „Babi Jar“ Aenderungen vorgenommen, weil der Westen sich di:«er Dichtung zu Propagandazwecken bedient hätte, um ,,zu beweisen, dass, es in der Sowjetunion Antisemitismus gibt“. Der Dichter kam unlängst nach Paris, um an einer Pressekonferenz teilzunehmen,,die anlässlich der Her ausgabe der ersten französischen Uebersetzung seiner Gedichte veranstaltet wurde. .Babi Jar ist der Ort in der’Nähe von Kiew,-an dem die Nazis während des Krieges 40.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder ermordeten. Ewtuschenko stellte in Ab rede, dass er Aenderungen in seinem Gedicht vorgenommen habe, um die Sowjetbehörden zu beschwichtigen. Er äusserte, „die Zeiten in Russland haben sich geändert, und niemand hat heute die Macht, einen Künstler zur Abänderung seines Werks gegen seinen Willen zu zwingen. Er setzte auseinander, dass er einen Teil seines Gedichtes umge schrieben habe, „um unseren Feinden kein Werkzeug zu liefern“. Der Antisemitismus in Russland sei kein grösseres Problem als in anderen Ländern, so führte er aus, und jedes Volk habe §eine Verrückten. Tel Aviv. — Der israelische Schriftstellerverband lud Ewtuschenko telegra fisch ein. Israel zu besuchen. nachdem der Dichter in Paris einige Tage zuvor geäussert hatte, er „erwarte eine formelle Einladung nach Israel“. schrieben steht: ,Unfl diese Purimtage werden bei den Juden nicht verloren gehen, noch die Erinnerung an sie bei ihren Nachkommen*.” geanten Grischa fragt, was •ein Staat wert sein kann, welcher im Namen der Justiz Unrecht geschehen lässt; — der, der seinen Lebensabend im Staate Ulbrichts verbringt und damit eine Identifikation mit den dortigen Machthabern manifestiert. Wir haben indes keinen Anlass, an seiner Lauterkeit zu zweifeln und ihm aus politischen Gründen Glückwunsch und Anerkennung zu versagen. Arnold Zweig stammt aus einer lang eingesessenen, deutsch-jüdischen Fanrlie. Sein Geburtsort war Katto. witz in Oberschlesien. Das Leben in der Stadt und Landschaft München haben, wie er in seinem Lebensabriss 1955 hervor hebt, seinem Talent zum Durchbruch verhelfen. Mit den „Aufzeichnungen über eine Familie Klopfer“ trat er an die Oef. fentlichkeit. Schon hier behandelt er ein jüdisches Thema. Mit dem Roman „Novellen um Claudia“, 1912, errang er einen ungewöhnlichen Erfolg. Er wurde ein Bestseller, wie tnan heute sagen würde, und jeder Literaturbeflissene „musste“ ihn lesen. Kurz darauf erschien das nach biblischem Stoff geformte Drama „Abigail und Nabal“ und die dramatische Gestaltung des Prozesses von Tisza Eszlar in „Ritualmord in Ungarn“, später unter dem Titel ,.Die Sendung Semaels“ bekannt geworden. Das Stück, das im Berliner Deutschen Theater und an vielen weiteren Bühnen aufgef erhielt damaipreis. E» f“ Die Umkehr Wn“. behandelt c“a) einet geta der es bis zum bracht batte. Mit dem Male' öffentliebie er 0 sehe Antlitz . nennt sich eine Studie der So Psychologie « femus. In h1 kehrt heim“ m Zweig, der in d: der zionistischer Rundschau“ in arbeiter war, d de Schicksal de gen Gestalt vor el de Haan, 1 Rechtsgelehrtei rusalem lebte, läge. Den unstrei Erfolg, der ihr über die Gr« lands sicherte sich mit ,,Der Sergeanten G aueh heute n der bedeutend über den erste gewertet wird, der« afe in den liehen Büchern die ewiggültig heitsfragen voi Unrecht rührt. Die Fortsetzu scha-Zyklus. von 1914“, noc land geschrie Exil entstände -Die Erziehu dun", ..Einsetz nigs“ und dr.« zeit spielende NEUE BUEC, Roman Bratny: Kolumbus Jahrgang 20, verlegt bei Kindler, München, 1961. — Ist es wirklich ein Roman, wie dieses Buch vom Verlag afiigekündigt wird? Ge winnt 'der Leser nicht immer stärker den Eindruck, dass all diese Erlebnisse und Schicksale die Erlebnisse und Schicksal von Menschen sind, die in den tragrochen Tagen des Kampfes um Warschau im Jahre 1944 dabei waren und nun berichten? Vielleicht liegt darin die Stärke eines guten Romans, dass die Grenzen zwischen Wirklichkeit und dem Romanhaften verwischt werden. Mit grosser Darstellungskraft schildert der Autor jene Zeit, in der die Polen sich gegen die deutsche Besatzung erhoben, nicht zuletzt in der Hoffnung, dass di© russischen Armeen ihren Kampf aktiv unterstützen werden. Wie diese Erwartungen zunichte wurden und heldenmütige Männer und Frauen politischen Interessen geopfert worden sind, auch darüber berichtet dieser Roman aus einer Zeit de« Unterganges und der Schrecken, in der die Menschlichkeit nur durch wenige gerettet wur de, die anständig und ihren Idealen treu bliebei. —:o:— A. Boucoureehliev: CHO¬ PIN, eine Bildbiographie erschienen im Kindler Verlag, München. 1962. — ln der Reihe der Bildbiographien Kindlers ist nunmehr diese besonders schön Schenkt Euren Kindern BUECHER IN SPANISCHER SPRACHE AUS DEM VERLAG EDITORIAL CANDELABRO — Pasteur 351 Arbeit i Dif£e klei, R!Vird ' stn£llin 1 KjV0fl V, Dr. if.- da mit b-'ffiafi

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