Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2002 (8.3.1963)
- Date
- 1963-03-08
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Tun und KUNST k zm 75. Gebürtstag 'rischa fragt *s, tgeschebealäS S‘a ‘e Ultoitfck und damit ei» h?a')er» manife hab«” indes ket s’ 311 seiner Lau- ^fetaundta!'lchM. Gröate ’eh und Anerken ersagen. :wei§ stammt« f. «ngesäseenea iaschen Fam’l»' ™ort war Katta aerschlesien Das der Stadt and München haben, seinem Lebensah arvorhebt, seinem Durchbruch rert den „Att&ewti. er eine 'Familie at er an die Oef. Schon hier ber ein jüdisches Roman „Noveiaudia“, 1912. ernen ungewohnt g. Er wurde ein wie man beute le, und jeder Li ssene „musste" Kurz darauf ernach biblischem ote DramaAbibar und die öra- Gestaltung des on Tisza Eszlat ord in Ungarn“, ■ dem Titel ..Die maels“ bekannt Das Stück, das Deutschen Theavielen weiteren Bühnen aufgefiihrt wurde, erhielt damals den Kleistpreis. Ein weiteres Drama, „Die Umkehr des Abtrünnigen“, behandelt das Schicksal einec getauften Juden, der ek bis zum Bischof gebracht hatte. Mit dem Maler Struck veröffentlichte er das ,,-Ostjirdische Antlitz“. „Caliban“ nennt sich eine umfassende Studie der Soziologie und Psychologie des Antisemitismus. In „De Vriendt kehrt heim“ nimmt Arnold Zweig, der in d:-r Redaktion der zionistischen „Jüdischen Rundschau“ in Berlin Mit arbeiter war, das aufregende Schicksal der fragwürdigen Gestalt von Jacob Israel de Haan, Lyrikers und Rechtsgelehrten, der in Jerusalem lebte, zur Grundlage. Den unstreitig grössten Erfolg, der ihm Ruhm weit über die Grenzen Deutschlands sicherte, erwarb er sich mit „Der Streit um den Sergeanten Grischa“, der auch heute noch als eines der bedeutendsteñ Bücher über den ersten Weltkrieg gewertet wird, weil es, anders a!«s in den meisten ähnlichen Büchern üblich, an die ewiggültigen Menschheitsfragen von Recht und Unrecht rührt. Die Fortsetzungen des Grischa-Zyklus, „Jung« Frau von 1914“, noch in Deutschland geschrieben, die im Exil entstandenen Romane „Die Erziehung vor Verdun“, „Einsetzung eines Königs“ und dro in der Hitlerzeit spielende „Beil von Wandsbek“ konnten jenen Höhepunkt nicht mehr erreichen. Sie sind nur einem verhältnismässig kleineren Leserkreis bekannt geworden. Wichtig zu erwähnen wäre noch die „Bilanz der Deutschen Judenheit“, geschrieben nach Hitlers Aufstieg zur Macht, kurz vor der Uebereiedlung aus dem Pariser Exil nach Palästina. Zweig, der als bewusster Jude und zugleich Repräsentant jenes humanistisch - demokratischen Deutschlands, das seit langem das Aufkommen des Nationalsozialismus be. kämpft hatte, von der Entwicklung doppelt betrolfen war, sah den Weg des Juden in der Schaffung eines „jüdischen Kräftezentrums“ in Palästina und gab in seiner „Bilanz“ zugleich ein Bekenntnis zum Sozialismus ab, für den seine Pflicht zu erfüllen, ihm wichtige Aufgabe ist. „Wir wollen weiter unsere Pflicht tun, auf der linken Seite der Welt fechten und das Heer derer stärken, die hinter sich alle schöpferischen Geäster der Menschheit spüren.“ Die ehrliche Ueberzeugung sei ihm nicht abgesprochen, auch heute noch diesen Erkenntnissen und diesem Bekenntnis nachzuleben. Verdientermassen wird Arnold Zweig, auch wenn er nicht zu den eigentlich bahnbrechenden Metetern deutscher Prosa unseres Jahrhunderts gezählt werden wird, ein ehrenvoller Platz in der Geschichte der Literatur sicher sein. Musik in Buenos Aires ,LA NOVIA DEL HEREJE*: Wiederaufführung im Stadt. Amphitheater Im November 1961 wurde die Oper „Die Bi'aut des Ketzers“ des in Italien gebornenen und seit mehr als einem halben Jahrhundert hier ansässigen Komponisten Pascual De Rogatis neu einstudiert, nachdem ’hre Partitur im Colön Archiv 26 Jahre geschlummert hatte. Wir besprachen damals ausführlich die Qualitäten dieses gefälligen und reizvollen Werkes, welches zur Zeit der peruanischen Vizekönige teils in Lima, teils in Ei Callao spielt, sodass sich?ine erneute Würdigung des Opus erübrigt, welches man Öfter auf dem Spielplan seüen sollte. Enrique Sivieri zeichnete in Personalunion für Regie und musikalische Leitung verantwortlich und brachte eine ausgewogene, wohl vorbereitete Aufführung zustande. Die Solisten waren die gleichen wie vor zwei Jahren. In den Hauptrollen bewahrten sich wieder Maria Altamura, Luisa BartoJetti, Itenato Sassola, Giulio Viamonte (dessen Stimme eine kritische Phase durchschreitet), und ganz besonders Angel Mattiello als Gross- Inquisitor. Das Colön Orchester klang erfreulich sauber, und — wie nicht anders zu erwarten — der Colön-Chor unter Tullio Boni gab sein Bestes. Die Regie bezog den Chor auch erfolgreich in die Tätigkeit des Balletts ein (u. a. der typische „Candombe“-Tanz), welches sich aus Schülern der Colön-Ballctt- Schule mit Martha Terrizzano an der Spitze zusamrrensetzte, gut von Jorge Tomin einstudiert. Eine schöne, sich auf sehr annehmbare Basis bewegende Vorstellung. JE EUE CHER ecMifv:lÍ S£ i*sr ufet® ACHT illustrierte Schilderung des Lebens von Chopin ersekie nen, die jedem nur aufs wärmste empfohlen werden darf. Mit grosoer Sachkunde und Geschicklichkeit wird das Material dargeboten, das sich wie ein spannender Roman liest, dessen Darstellungen durch die ausgezeichneten Illustrationen lebendig werden. Wesen und Werden dieses genialen Menschen werden geschildert. In schlichten Worten wird erzählt, wie Chopin zu den Pariser Rothschilds kam und die .gute Gesellschaft' durch seine Musik erstaunte. faszinierte und besiegte. „Ich bin nun in die grc»sse Welt eingeführt.. ‘ schrieb er. der durch eine ausseror dentliche vielfältig; Begabung ausgezeichnet war.Man verglich ihn mit Mozert, und die grössten Komponi sten seiner Zeit, unter ihnen Mendelssohn, Schumann und Liszt feierten und anerkannten sein Genie. Viele berühmte Namen finden wir, die mit Chopin — vor allem in seiner Parteer Zeit, in Verbindung standen. Mit nur 39 Jahren starb dieser weltberühmte Komponist, dessen Schicksal wir in dieser ausgezeichneten Bildbiographie mit- und nacherleb;n können. (A) Sturm und Drang, I. Escritos Programáticos, herausgegeben vom Institut für deutsche Literatur der Facultad de Filosofía y Letras der Bcnaerenser Universität, mit einem Vorwort von Günter Ballin, Buenos Airee 1963. — Diese kleine. Interessante Arbeit wird von Herrn Pro! Dr. Ballin mit einem in struktiven Vorwort eingelei- — :o: — tet. das mit Hinweisen und Erläuterungen Anspruch auf ein« ernsthafte wissenschaft- \ liehe Arbeit erheben darf. Das Vorwort tet in spanischer Sprache geschrieben, sämtliche Beiträge zum Thema in deuseber Sjrache mit spanischer Uebersetzung, und zwar in einer geschickten und übersichtlichen Gegenüberstellung. Die Beiträge sind sorgfftltg auegewählt. Man darf auf die weiteren Veröffentlichungen dieser Schriftenreihe mit Spannung warten. —:o:— Documenta poetica, herausgegeben von Hans Rudolf Hilty im Kindler-Ver lag, München 1962. Ein ausgezeichnet redigierter, geschmackvoll herausgegebener Band von Gedichten in deutscher Sprache. Ein Florilegium schönster Farben und Pracht wird hier gereicht. Bekannte und weniger bekannte Autoren sind vertreten. Wir lesen u. a. auch Gedichte von Hugo Ball, Walter Bauer, Ber-Hofmann. Kafka und Else Lasker-Schüler, um nur einige herauszugreifen. Wir finden die Klassiker ebenso vertreten wie die Romantiker, die alten wie die neuen, modernen Dichter und die Supermodernen. Manche mag man nicht recht verstehen (so ein ganz merkwürdiges Gedicht von August Stramm), aber man spürt die suchende Unruhe, die den Dichter beseelt. Diese Sammlung von alten wie neuen Gedichten dürfte je den ansprechen, der an Literatur interessiert ist. (A.) — :o: — Dncumenta poetica. englisch und amerikanisch im Original und in deutscher Uebertragung herausgegeben von Hans Rudolf Hilty, erschienen bei Kind ler, 1962. — ln der thematischen Gestaltung folgen die dotumenta poetica englisch-amerikanteeh der entspiechenden Ausgabe der deutschen c-n Sammlung, über die wir hier ebenfalls berichten. Der uns nun vorliegende Band ist aber in technischer Hinsicht vielfach bemerkenswert, wobei man die Auffassung vertreten darf, dass ee sich nicht nur um die Lösung technischer Fragen handelt. Das verschiedenfarbige Papier der Ueberleitungen zu neuen Abschnitten trägt zur Uebersichtlichkeit ebenso bei wie es das ganze Buch lebendiger, farbenfroh gestaltet. Sehr angenehm ist der gelungene Verbuch, Original und Uebersefzung zugleich zu liefern, indem die linke Buchseite dem Originaltext, die rechte der Uebersetzung gewidmet ist. Die Auswahl der Texte vermittelt einen tieferen Einblick in die neuzeitliche, englisch-amerikanische Dichtung, die ganz neue Wege sucht und einem künstlerischen Empfinden Ausdruck verleiht, dae nicht weniger umstritten ist als dasjenige auf anderen künstlerischen Gebieten, in der modernen Musik oder Malerei. Dieser vom Verlag selbst vorgetragene Hinweis hat seine volle Berechti gung. Die beiden vorliegenden Bände der „doeumenta poetica“ sind allen, die ein luterer,se an der Entwicklung des literarischen Schah fens nehmen, wärmstens empfohlen. — — :o: — Rauda» Garrett: Pap^t Jo hannes XXIII. — Verlegt bei Kindler. München 1962. — Wohl selten hat di« Per sönlichkeit eines Papstes auch Juden so stark interessiert, wie diejenige des heutigen Papstes Johannes XXIII. Gewiss war die Politik des Heiligen Stuhles immer für die Existenz und die Situation der Juden in Europa und Amerika massgebend: meist war sie hier Hebraeischer Unterricht nn:rn n;sn r ¡ ' T 7 ' r-^xa npa -ini*a norr-¡n nrn .nVx -Vna *]Cl* utt nx - .a*ax * T - oiooa *fioo xb *3X - n'TC'prrpppa-ripy’ 13*7 aso .2ann 2*aaa T T V * J ” incoan nrrn tx - * : “ t : t 1 a^X-^nft 133703 .03*220 - t ** : - T vv s : 2*aa 01372; 2ono oins : - t ** T '• t o^x1? xa ax .1x0 aio ox ixa oi^a*? n32 *?aa v * t - : TT t : im *037a,7 s'iw n2onn ♦ : - : * v t : \ “ .yoxa oora np*n oipan - :*oopxi *o2x *7« *0*3D 0327a 1303X 03 030 XÍ33 **71X TT- : T '• T “ 02000 ox ixa oi'pa*? oxao - t:\- v » t - : tt“- T V 00*000 - 71*370 - 03p oapön -ax - mp mp'x ♦oVxa oapxpp px (rrifVlj? ngsin-i) o*2“in *30P 033n ,7X“)2*a tt: : * t: t *• t : : ooPoo or ox o*anx .0P2 ■’0*2370 TV * '“IT - i3pPno onno oiapP .na opaP - pxi *o2x 1300 TPa 0013700-0120 i3373pi 37am 0372 *]2oa .DipOO OX*OpOp X'P .0p*xp -*oa ,o*oai oialm *o*xo “ T * T : * T .2pp mp - 01*737001 ]iPo —*02X OOQX - *3X 0001T - * : * t : t * v v ispr ]0T OP’XP *¡037*03 ox -)2xa .o3*ipo oip inxP ooao iPa o**o oo*30 oa2 v \ : 1 : \ T t t; - “ t : - ♦Tn.n 1? 3732-lXaO TX 133703 ,p - 01237-0*02 1]2p3 OP*XP npa-Tjiia 01372 ,o*ai 0*100 13230 ainia * “ * t “ : “ t : t 0.1*3*31 ,03*3nP DO 03 1X32 UNA VISITA A ELAT (Columna derecha) Elat, la población más sureña de Israel, festejó h<u:o algunos meses su décimo aniversarid. En honor a la fiesta decidimos, mi espera y yo, visitarla. Desde el aeroparque de Lydda volamos una hora y cuarto y llegamos a Elat. — No conocí el lugar. — Vi calles y casas, hoteles y bares — una verdadera ciudad —Recuerdo— dijo mi esposa —tu viaje a Elat, poco tiempo después de la lundaeión del Estado, cuando volvteto a casa, estuvista totalmente cubierto del polvo del camino. — —Si, viajamos entonces de B'er Shava hasta Elat durante 12 horas en un camino de tierra. En la calle encontramos muchos conocidos que vinieron también elios a la fiesta, y entre ellce - (Columna izquierda) a nuestro amigo José de Tel Aviv. — —Ye no volé en avión, nos contó José —viajé en coche, en la nueva ruta.— —¿Cómo fué el viaje?— —Excelente — Viajamos de Tel Aviv menos de cinco horas sobre una calzada muy buena — Yo vengo a Elat cada uño para pasar mis vacaciones. — Según mi opinión es el lugar más lindo del pate — Me dirigi hacia mi esposa y le dije, ¿talvez vendremos acá también nostros el año que viene para pasar nuestras vacaciones? —Una excelente idea— aceptó ella enseguida — creo que yo también me estoy enamorando de Elat. für sogar verhängnisvoll. Heute beeteht eine andere Beziehung zur Persönlichkeit des Papstes, von dem die Judenheit erwartet, dass er das Odium der Blutschuld am Tode Christi aufhebt. Bereits manche Schritte des gegenwärtigen Papstes haben gezeigt, daes er bereit ist Wege zu beschreiten, die einer neuen Zeit entsprechen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Leben dieses Mannes jeden in tereesiert. Der Papst ist heute eine der zentralen und entscheidenden Persönlichkeiten des geistigen wie des politischen Lebens. Das gut geschriebene und informierte Buch, das den Papst und sein Wirken seltetverständlich unier dem ausschliesslichen Gesichtspunkt der Katholischen Kirche betrachtet, gibt manche wertvollen Anregungen. — BESUCH IN ELAT (Rechte Spalte) Elat, der südlichste Sicdlungspunkt in Israel, feierte vor einigen Monaten seinen 10. Geburtstag. Zu Ehren dieser Feier beschlossen wir, meine Frau und ich, dorthin zu fahren. Vom Flughafen Lod flogen wir 1’4 Stunden und kamen nach Elat leb habe den Platz nicht wiedererkannt. Ich sah Häuser und Strasoen, Hotels und Restaurants, eine wahre Stadt. „Ich denke noch an deine erste Reise“, sagte meine Frau, „bald nach der Staatsgründung, als du nach Hause wiederkamst, voll mit Staüb von der Reise.“ „Ja, damals fuhren wir von Beer Schewa nach Elat 12 Stunden auf Sandw-g.“ Auf der Strasoe trafen wir viele Bekannte, die gleichfalls zur Feier gekommen waren, und unter ihnen (Linke Spalte) unseren Freund Josef aus Tel Aviv. „Ich bin nicht mit dem Flugzeug geflogen“, erzählte uns Josef, „ich fuhr auf der neuen Chaussee im Auto.“ „Wie war die Reise?“ „Ausgezeichnet. Von Tel Aviv fuhren wir weniger als 5 Stunden auf einer ausgezeichneten Chau.-.see, Jedes Jahr komme ich her. meine Ferien zu verbringen. Nach meiner Meinung ist das cicr schönste Ort im Lande.“ Ich wandte mich an meine Frau und sagte: „Vielleicht kommen auch wir nächstes Jahr her, die Ferien zu verbringen?“ „Eine ausgezeichnete Idee!“ stimmte mir meine Frau sogleich zu, „ich glaube, auch ich werde mich in Elat verlieben.“ LUAGH — (XALEHDER) Freitag, den 8. März 12. Adar Sonabend, den 9. März 13 Adar Parschat TETZAWE 2. B. M XXVII 20 — XXX 10 Parschat SACHOR 5. B. M. XXV 17—19 Haftara I Sarmiei XV 2 — 34 Sonntag den 10. März 14. Adar PURIM Montag, den 11. März 15. Adar SCHUSCHAN PURIM Dienstag, den 12. März 16. Adar Mittwoch, den 13. März 17. Adar Donnerstag, den 14. März 18 Adar Freitag, den 15. März 19 Adar Sonnabend, den 16. März 20. Adar Parschat KI TISA 2. B. M. XXX 11 — XXXIV 35 Parschat PARA 4. B. M XIX 1 — 22 Haftara Yeeheskel XXXVI 16 — 38 Sonntag, den 17. März 21. Adar Montag, den 18. März 22. Adar Dienstag, den 19. März 23. Adar Mittwoch, den 20. März 24. Adar Donnerstag, den 21. März 25 Adar