Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1999 (15.2.1963)
- Date
- 1963-02-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 15 de Febrero de 1963 SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 1999 — 3 Ereignisse der Massnahmen gegen Tacuara Wie verlautet, sollen die letzten Ausschreitungen, die von Mitgliedern der extremrechten Tacuara-Bewegung in verschiedenen Orten des Landes, so in Rosario, Corrientes und der Provinz Buenos Aires, verübt wurden, die höchsten Regierungsstellen dazu veranlasst haben, dem Treiben dieser antisemitischen Organisation ein Ende zu bereiten. Die Nachrichtenagentur Saporiti hat berichtet, es sei zur Kenntnis der Oeffentliehkeit gelangt, dass von Stellen des Erziehungs-, Innen- und Justizministeriums Untersuchungen eingeleitet wurden, die zu einer Gesetzesvorlage führen könnten, um das Verbot der Tacuara auszusprechen. Es wird im besonderen darauf verwiesen, dass die Tätigkeit der Tacuara eindeutig als gegen die Demokratie gerichtet anzusehen ißt, so dass ihr Verbot eine Massnahme des Selbstschutzes darstellt. Eine Partei protestiert Der bonaerenser Ausschuss der Partei Unión del Pueblo Argentina (UDALPA) gab eine von Luis Amura, Mario Monacheßie und Jorge Loi tegui Unterzeichnete Erklärung bekannt, in der sie ihrem Protest gegen den Spruch des Nationalrichters Eugenio Wade Ausdruck verleiht. Dieser Richter verfügte die Abweisung der Klage gegen Mitglieder der Tacuara, die wegen ver- Saison-Ausverkauf Saison-Vorverkauf im Februar auf alle Fertigkleidung, auch Herbst- und Winterware 30 % Rabatt (nicht inbegriffen Solaris- Anzug, Si-ro-set-Hose und Masskleidung), Bei steigenden Fertigungskosten eine aussergewöhnliche Einkaufsgelegenheit. Carlton - Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht , teurer als gewöhnliche Kleidung. schiedener Uebergriffe in der Provinz Santa Fe erho ben worden war. In dieser Erklärung heisst es, „man könne nicht leicht verstehen, daßs in der heutigen schwierigen Lage des Landes eine totalitäre und antisemitische Bewegung wie die Tacuara ungestraft gesetzwidrige Handlungen begehen dürfe, die von einer rückständigen Mentalität zeugen und Aehnlichkeit mit den Taten jener Leute zeigen, die gerade vor 30 Jahren das Dritte Reich gründeten, welches später die Welt in einen furchtbaren Krieg gestürzt hat“, und an anderer Stelle: „Diese subversiven Elemente versuchen, ihr strafbares Vorgehen mit religiösen Motiven zu rechtfertigen, und vergessen dabei, dass der Papst zur Rassenverfolgung geäussert hat, ,Wir Katholiken sind geistig Semiten'.” Nach weiteren Ausführun gen schliesst das Memorandum wie folgt: „Unsere Partei, die von patriotischen Gefühlen beseelt ist, nämlich von einem wahren Patriotismus. welcher den allgemeinen Interessen des Landes über Gruppen und Sektoren hinaus dienen will und mit der Achtung vor menschlichen Werten des Individuums, des Glaubens, der Rässen oder politischen Ueberzeugungen vereinbar ist. protestiert gegen die völlig absurde Abweisung der Klage und fordert von der zuständigen Stelle eine energische Haltung gegenüber dieser Art von Organisationen, die Frieden und Gesittung verleugnen.“ Reise des Israel-Botschafters An Bord eines Flugzeuges der Aerolíneas Argentinas reiste der israelische Botschafter in Argentinien, General Joseph Avidar, hach Ushuaia. Auf Einladung des Gouverneurs von Tierra del Fuego, der Antarktis und Inseln im Südatlantik, Fragattenkapitän Emesto Campos, wird General Avidar dieses Gebiet bereisen und später auch Patagonien besuchen. Prof. Houssay aus Israel zurück Der Nobelpreisträger Professor Bernardo Houssay, ist von seinem Besuch in Israel, wo er bedeutende wissenschaftliche und kultu relle Einrichtungen des jungen Staates besichtigte, wieder nach Buenos Aires zurückgekehrt. Bei seiner Ankunft im internationalen Flughafen in Ezeiza gab er folgende Erklärung ab: „Ich kehre tief beeindruckt von meinem Besuch in dem aufstrebenden und fortschrittlichen Staat Israel zurück. Dort arbeitet man mit Fleiss und Vertrauen in die Zukunft. Die wissenschaftlichen Forschungen, die im Weizmann-Institut betrieben werden, sind von grösser Bedeutung. Rund vierhundert Wissenschaftler erzielen sichtbare Fortschritte auf den verschiedenen Gebieten. Das ist nicht verwunderlich, denn das Budget erreicht im Augenblick die aussergewöhnliche Höhe von 5 Millionen Dollar (650 Millionen argentinische Pesos). Chemie, Physik, Agrikultur und Mineralogie sind Gegenstand besonders fruchtbarer Studien.‘ ‘ „Hierbei ist zu berücksichtigen“, fuhr Prof. Houssay fort, „dass Israel von Wüste umgeben ist. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es grandiose Bauten besitzt. Im Eiltempo wachsen schö ne Städte aus dem Boden, denn die Arbeiten werden zum grossen Teil mechanisch ausgeführt. Ich habe die Kibbuz genannten Farmen besucht und beobachten können, wie die Men sehen arbeiten. Alles ist ge¬ Arabische Verleumdungen Vereinte Nationen. — Israels Botschafter vor den UN, Michael Comay, konnte es durchsetzen, dass die Subkommission für die Verhütung von Diskrimination und den Schutz der Minderheiten seine Antwort auf zwei hetzerische Memoranden, die Syrien eingereicht hatte, in ihr offizielles Protokoll aufnahm. Comay wohnte der Sitzung in seiner Eigenschaft als Beobachter bei und erhob seine Einwände gegen die erwähnten Berichte, von denen der eine „Memorandum an die Subkommission der arabischen Palästina-Delegation über die jüdische Einwanderung in das besetzte Palästina und das Recht der Christ liehen und museimaiils lu-n Araber ihr Land zu regieren“ betitelt war. UTA) LA SEM AM A ISRAELITA . BISEMANaRIO INDEPENDIENTE 6s. Aires — PUEYRREDON 21S0, 1* ttq. — T. E. 83-261- 15. Februar 1963 21. Schwat 5723 Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 L TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357;! Pension Familiar * M. FLAMM j; CHASCOMUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 Telef. Auskünfte in Bs. Aires; 76-2312 u. 70-5805 <! unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer *»wwwvwwvvvvwwwhwwvwwvwvhw plant. Die Nahrung für die Tiere wird nach genauem Studium ihres Gewichts, ih- , rer Grösse und Körpermerk- 1 male zusammengestellt.“ Wichtige Errungenschaften An anderer Stelle seiner Ausführungen berichtete Prof. Houssay: „Israël ist bestrebt, daß Meer zu bezwingen. Man versucht, aus dem salzhaltigen Wasser Trinkwasser zu gewinnen. Di-e gemachten Erfahrungen sind äusserst ermutigend. Die Forschungen auf dem Gebiet der Medizin ßind von grösser Wichtigkeit, denn Israel besitzt viele hervorragende Spezialisten und modernstes Instrumental. Einer der namhaftesten Forscher, Dr. Beremblum, führt höchst interessante Verbuche über Krebserkrankungen durch. Die Malaria konnte aus Israel verbannt werden.“ Er sei .einer Einladung des Weizmann-Instituts gefelgt, gab Prof. Houssay Auskunft, und habe dort auf Englisch eine Vorlesung über den Einfluss hormonaler Faktoren bei gewissen Erscheinungen der Diabetis gehalten. Bei dieser Gelegenheit sei ihm ein Diplom überreicht worden, das ihn zum Ehrenmitglied des Instituts ernennt. Dr. Houssay sprach sich sehr lobend, über den Erziehungsmini Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKt'UPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eig*n* Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihruna Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit d?r grössten Auswahl. SARMIENTO M47 T. E. 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. ster Israels, Abba Eban, aus, von dem er sagte, er sei „ein greeser Politiker und eine bekannte Persönlichkeit im Lande, ein grosser Redner, der die Pro bleme von Grund auf kennt.“ Auch von seinem Besuch in der Hebräischen Universität erzählte Prof. Houssay, wo er von den bedeutendsten Professoren der einzelnen Wissensgebiete empfangen wurde, die sich mit ihm über Fragen unterhielten, die Israel heute beschäftigen. Abschliessend bemerkte Dr. Houssay noch, er habe in Israel viele Argentinier getroffen, sowohl Leute, die Stipendien erhalten haben, als auch solche, die seit vielen Jahren in Israel ansässig sind. „Mesa de credos“ H. H.: — Wie an dieser Stelle schon vor einigen Wochen berichtet wurde, wird im Kanal 9 an jedem Donnerstagabend eine Veranstaltung durchgeführt, die den Namen trägt „mesa de Credos“ und bei der Vertreter der katholischen, protestantischen und jüdischen Religion über aktuelle Themen diskutieren. Nach einer Idee von Reynaldo Tettamanti und unter Mitwirkung von Mariano Perla wird hier versucht zu zeigen, dass abgesehen von den natürlichen dogmatischen Differenzen die grossen Religionen doch heute in einer gemeinsamen Linie der Wahrung der religiösen und moralischen Werte und Prinzipien stehen. Die bisher behandelten Themen waren u. a. „Die Diktaturen. Der Maxismus. Die Psychologie. Die soziale Gerechtigkeit. Der Spiritismus. Die Euthanasie“ und die für die nächsten. Wochen vorgesehenen Diskussionen werden sich auf weitere soziale und erzieherische Probleme beziehen. Die Herren Rabbiner, die als Mitarbeiter dieses Programmes bisher vor die Oeffentliehkeit getreten sind, waren in der Reihenfolge ihres Auftretens Rabb. Ben Saken, Rabb. Harf, Rabb. Dr. Schlesinger, Rabb. Dr. Rosenberg, Rabb. Dr. Blum; es werden noch Rabb. Angel und Rabb. Dr. Oppenheimer in dieser Sendereihe sprechen. — Abgesehen von der Wichtigkeit des Programmes, die Uebereinstimmung der Religionen in fundamentalen Fragen zu demonstrieren, ist es für uns Juden von grosser Bedeutung, dass wir vielleicht zum ersten Mal in diesem Land vor einer Oef. fentlichkeit, die nach Hunderttausenden zählen kann, in Erscheinung treten als Vertreter einer Weltanschauung, die ßich sehr von dem Bild unterscheidet, das leider der „Mann von der Strasse“ bisher durch Erziehung und Propaganda sich von dem Juden gemacht hat. Dass wir als Juden etwas zu den Fragen und Problemen des Tages und der Z?it zu eagen haben, ist vielleicht für die meisten der Hörer neu und ungewohnt und unerwartet und darum von solch grosser Wichtigkeit. Wir glauben deshalb, dass man für dieses Programm — wenn dieses Wort gestattet ißt — Propaganda machen sollte, und ¡hm durch unser Interesse die Verbreitung zu geben, die Absicht und Tendenz der Veranstalter verdienen. ITTESl teilt dem Publikum mit, dass sie sich aus Gründen. welche ihrem Willen fernliegen, gezwungen sieht. Besuch aui ihrem Uebersesdamcfe1; »Theodor Herzl" waehrend seines Auienthaltes in Buenos Aires am 27. und 28. Febi.ua; nicht zu gestatten. Daher koennen nur Passagiere, die mit diesem Schiff reisen, nicht jedoch ihre Begleiter an Bord gehen,- Die ZIM bittet ihre zahlreichen Goenner und Freunde um Entschuldigung und bedauert die Umstaende, durch die sie zur Ergreifung dieser Massnahmen gezwungen ist. CON UN CREDITO SN COMODAS CUOTAS k. MENSUALES IV ...VIAJE A ISRAEL EN LOS SUPER DC-S JET Pliées Eríjase j su agencia AÏRÜNÎsSSSSÊS^ viajes o Av, Córdoba 315 - T. E. 32-40«*