Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1998 (8.2.1963)
- Date
- 1963-02-08
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 8 de Febrero de 1963 SEMANA ISRAELITA Año XXIV. No. 1998 — 3 Schicksal der rassischen Juden LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE fl*. Aire* — PUEYRREDOM 219«, 1* l*q. — T. E. 83-26L 8. Februar 1963 14. Schwat 5723 Paris. — Zwei Kategorien sowjetischer „Führer“ widersetzen sich der Lockerung der Bedingungen für die jüdische Bevölkerung Russlands, so schreibt „Combat“, das einflussreiche Blatt des linken Flügels der degaullistischen Partei in einem kürzlich erschienenen Leitartikel. Die Zeitung weist darauf hin, dass von den 99 letzten, wegen „Wirtschaftsvergehen“ gerichtlich verurteilten Personen 65 Juden waren. „Combat“ gibt an, dass die Politiker, die gegen eine Erleichterung der Lage der Juden sind, an erster Stelle zu den Repräsentanten der „dogmatischen Bürokratie“ und zwei tens zu denjenigen gehören, „die sich von ihren eingewurzelten antisemitischen Gefühlen leiten lassen.“ Die Bürokraten betrachten nach Ansicht des Artikelschreibers die Behandlung der Juden als eine Taktik, die dazu dient, den allgemein im Lande verbreiteten Wunsch nach einer Liberalisierung zu hemmen, während sie zu gleicher Zeit die Juden als „Sündenbock“ benutzen, um die Aufmerksamkeit von den heutigen Uebeln der sowjetischen Wirtschaft abzulenken. „Combat“ fordert die Lenker der Sowjetpolitik auf, ihre Augen und Ohren nicht weiter den jüdischen For derungen zu verschliessen, und erklärt: „Niemand besitzt menschlich das Recht, diese Situation, nämlich den Antisemitismus in Russland zu ignorieren. Aber die Regierung in Moskau muss sich klar sein, dass ihre Haltung zur sowjetischen Ju. denheit ihre besten Freunde verstimmt und sie sich Sym pathien verscherzt, weil diese Einstellung nicht in das Bild eines Russland der Periode der Entstalinisierung passt. Das beste Mittel, um zu verhüten, dass der russische Antisemitismus nicht zu einer Waffe im kalten Krieg benutzt wird, liegt nicht darin, ihn mit Schweigen zu übergehen, sondern zu seiner Lösung konstruk tiv beizutragen.“ BERICHT EINES AUGENZEUGEN New York. — Vollständiges Beweismaterial über die offizielle Politik der sowjetischen Behörden für die „Abwürgung“ des jüdischen Lebens in Russland, die sich nicht nur auf die Sprache der Juden, ihre Kultur und Religion, sondern auch auf die Erziehung, ihre bürgerliche und politische Existenz erstreckt, ist vom Ausschuss für Auslandsbeziehungen veröffentlicht worden. Der Verfasser des Berichts ist Mosche Decter, der auch das Amt eines Direktors für die Forschungen über jüdische Minder heiten bekleidet. Die Sowjetbehörden, so führt Decter aus, wünschen die Assimilation der Juden, aber „andererseits fürchten sie unverständigerweise das völlige Eindringen der Juden in das sowjetische Leben, das die Folge einer solchen Assimilation sein muss te. Daher werden die Juden formell als Nationalität, als religiöse Gruppe, als gleichberechtigte Bürger anerkannt, jedoch zu gleicher Zeit beraubt man sie als Gruppe ihrer Nationalität und Religion.“ Decter beweist, dass es den in Russland existierenden Synagogen verboten ist, sich auf allgemein jüdischem Gebiet zu betätigen, und sie daher isolierte Kultstätten bleiben, was bei anderen Religionen nicht der Fall ist. Diese Behauptung stützt er auf das Vorhandensein staatlich autorisierter nationaler und regionaler Organisationen der Mohammedaner, Baptisten, evangelischer Chrißten, Lutheraner und natürlich der vorherrschenden Orthodoxen Kirche. Decter zitiert die bekannten Tatsachen über das Verbot des Hebräischen selbst als Sprache im Gottesdienst und bei wissenschaftlichen Studien, während andere Religionen ihre Zeitschriften in ihren betref- *-- Deutsche spenden Beifall Düsseldorf. — Der Präsident des deutschen Vereins ehemaliger Kriegsgefangener. Erich Heimeshoff aus Bochum, forderte auf einem Kongress In Düsseldorf, man solle alle Kriegsverbrecher auf freien Fuss setzen. Diese Leute hätten zwar „Fehler“ begangen, und vielleicht seien sie sogar schuldig gewesen, so fügte er hinzu, wenn jeder Politiker für seine Fehler eingesperrt würde, so wären nicht genug Gefängnisse in der ganzen Welt vorhanden. Seine Ausführungen wurden vom Publikum mit starkem und anhaltendem Applaus quittiert. (ITA) Saison-Ausverkauf Saison-Vorverkauf im Februar auf alle Fertigkleidung, auch Herbst- und Winterware 30 % Rabatt (nicht inbegriffen Solaris- Anzug, Si-ro-set Hose und Masskleidung). Bei steigenden Fertigungskosten eine aussergewöhnli che Einkaufsgelegenheit. Carlton - Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. Ernst Koppel Herrenbskleidung Maipú 484 l TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 Brasilien und Israel Rio de Janeiro. — Brasilien und Israel Unterzeichneten einen Zusatz zum Abkommen über technische und ökonomische Zusammenarbeit, in dem vorgesehen ist, dass Israel die an Brasilien geleistete Hilfe in den unterentwickelten Gebieten dieses Landes, besonders m Nordosten, verstärken wird. Diese zusätzliche Abmachung unterfertigten der brasilianische Aussenminister Hermes Lima und Israel - Botschafter Arie Eshel. Nunmehr wird eine grössere Anzahl israelischer Experten ein Modelldorf nach Art einer Moschaw Kollektivsiedlung errichten. Schon seit einiger 'Ze it stehen israelische Experten den brasilianischen Behörden bei der Entwicklung der nord östlichen Landesteile beratend zur Seite. (ITA) fenden „religiösen Sprachen“ besitzen. Die sowjetisch? Politik, so berichtet Decter zusammenfassend, stellt den Juden in ein unentwirrbares Dilemma. Er darf sich nicht assimilieren, aber auch ein jüdisches Leben und selbst die Auswanderung ist ihm versagt, obwohl viele den Wunsch hegen, nach Israel oder irgendein anderes Land zu emigrieren, wo sie frei sind, als Juden zu leben. Aus diesen Gründen muss die sowjetische Politik als eine „geistige Abwürgung“ betrachtet werden, die es der sowjetischen Judenheit unmöglich macht, ihre jüdische Vergangenheit zu kennen und an der jüdischen Gegenwart teilzuhaben, und ,ohne Vergangenheit oder Gegenwart, ist die Zukunft wahrlich unsicher.“ ENERGISCHER PROTEST Washington. — Senator Kenneth B. Keating, ein Republikaner aus New York, sprach im Senat und verlangte, dass die amerikanische Regierung nichts unversucht lassen dürfte, um in den UN oder wo es auch immer sei, gegen den sowje. tischen Antisemitismus aufzutreten und die Infamie des russischen Antisemitismus zu dokumentieren. Keating machte sich zum Wortführer der Organisation der jüdischen Kriegsveteranen, welche eine aktivere Politik seitens der amerikanischen Regierung gefordert haben, um die wachsende Welle antisemitischer Zwischenfälle in der Sowjetunion aufzuhalten. Er zählte die ihm bekannten antisemitischen Aktionen in Russland auf. Der Senator erklärte, andere Nationen, auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika, müssten auf Anschuldigungen wegen Rassenverfolgung innerhalb ihrer Grenzen Rede und Antwort stehen. Die Sowjetunion dagegen fühlt sich nicht verpflichtet, auf gegen sie erhobene Anklagen zu antworten und betreibt eine doppelzüngige Politik. Jedenfalls haben die sowjetischen Behörden nichts unternommen, um diejenigen Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen oder zu bestrafen, die in zwei Städten der Republik Uzbekistan Pogrome in den Jahren 1961 und 1962 veranstaltet haben. Die alten antisemitischen Parolen hätten in Margo’.an, einer Stadt in Uzbekistan, die 160 km von der Hauptstadt Taschkent entfernt liegt, zu schweren Unruhen und Angriffen auf Juden geführt und zwar sowohl kurz nach Rosch Haschana 1960 und nach Pessach 1962. Damals seien Juden auf der Strasse und in ihren Häusern überfallen und verletzt worden. Die lokalen Behörden hätten diese Uebergriffe der Volksmenge geduldet. Noch heute seien diese lokalen Behörden im Amt. Ueber diese Vorfälle sei bisher nichts bekannt gewesen, keine Zsitung habe hierüber in Russland berichtet, keine irgendwie geartete Massnahme zum Schutz der jüdischen Bevölkerung sei ergriffen worden. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäi te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatillas ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51.4810 73-1148 MALERARBEITEN BLANCO ENCALADA 1646 UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigane Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichtercngen MASCHINEN TEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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