Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1997 (1.2.1963)
- Date
- 1963-02-01
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 1“ de Febrero de 1963 SEMANA ISRAELITA Año XXIV, — N». 1997 — :í Der Tod eines Bischofs Aus der Hauptstadt des Kongo. Leopoldville wurde von Flüchtlingen aus dem Sudan über furchtbare Grausamkeiten berichtet, die von Arabern gegen Christen begangen worden sind. Eines der Opfer der letzten An. griffe auf Christen im Sudan war der Bischof von Wau (Sudan), Mons. Irenaus | Dud. der nach seiner Rück i kehr vom ökumenischen j Konzil von Arabern enthauptet worden ist. Noch ein weiterer sudanesischer Priester soll umgebracht worden sein. Wie weiter berichtet wird, haben die Araber zahreiche Christen verstümmelt, einigen die Augen ausgerissen, anderen die Ohren abgeschnitten. Di« arabische Landesverwaltung soll die katholische Kathedrale besetzt und in eine Moschee j verwandelt haben. Die Missionäre mussten hohe Strafen zahlen und wurden des Landes verwiesen. Die Verfolgungen. über die von verschiedenen Seiten Informationen erteilt werden, halten an. Immer weitere christliche Flüchtlinge aus von ß. IL SAMUEL dem Sudan strömen in den Kongo. Es wäre interessant zu erfahren, was gegen diese Verfolgungen unternommen wird. Plötzlich ist das Gesetz im Dschungel im Sudan ausgebrochen, einem Land, das zur Arabisch?« Liga gehört und das unter dem Einfluss von Nasser steht. Das Land, das in dieser grausamen Weise gegen einen Bischof vorgeht gehört doch sicherlich auch zu jenen vielen arabischen Staaten. die von westlichen Ländern oder vielleicht auch von den UN Subventionen chen Hauptmächte aus politischen Gründen wenig Wert darauf gelegt, dass diejeni gen Länder, denen sie halfen, auch auf einer demokratischen Basis stehen. Bei der hemmungslosen Konkurrenz des Ostens waren die westlichen Bolitier damit zufriedengestellt, wenn die Subventionierten sich nicht dem Osten angeschlossen haben. Diese politische Linie hat sich aber als vollkommen verfehlt und verhäng nisvoll erwiesen. Als klarstes Beispiel könnte man auf Aegypten hin weisen. Heute sind sich die Beob¬ Der Nazi Walter Rauff SOLARIS ein Anzug der besten Carlton - Tradition. Unverwüstlich in der Qualität, federleicht. hervorragende Passform und absolut knitterfrei. SIROSET die Strapazierhose für den Sommer, leicht, porös, äu sserst strapazierfähig, waschbar und bügelfrei. Und wenn Si» Masskeidung wünschen, erst recht zu uns! CafJUjon. Ernst Koppel Herrenbekleidung Maípú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 ¡iiifrÿiïSgi '“äs,. »■IB Bis zum heutigen Tage ist der in Chil? verhaftete Kriegsverbrecher Walter Raut'f noch nicht vor Gericht gestellt worden. erhalten, von denen sie im wesentlichen leben. Es müsste doch möglich sein, eine Norm zu finden, damit unterstützte Länder wenigstens die Grundprinzipien demokratischer Postulate akzeptieren, respektieren und durchführen. Wenn wir einen so schwer wiegenden Vorfall zum Ausgangspunkt dieser Betrachtungen machen, so geschah dies, um zu zeigen, dass es sich nicht nur um eine Apologetik, um eine Selbstverteidigung, handelt, wenn von jüdischer Seite verlangt wird, dass mit den Men schenrechten und den schönen Parolen der Freiheit und der Gleichheit aller Menschen wirklich und end lieh einmal Ernst gemacht wird. Meist haben die westli¬ Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleiehternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza achter, Politiker, Journalisten oder sonstige Experten darin einig, dass der Weg Nassers nicht nur den Intentionen des AVestens widerspricht, sondern durch die westlichen Schritte geradezu gefördert worden ist. Man kann nicht Völker und Staatsmänner wie unmündige Kinder behandeln und sich der durch nichts gerechtfertigten Hoffnung hingeben, durch noch so schöne Geschenke die Treue erkaufen zu können. Das feudalistische System, im Orient zu einem besonderen patriarchalischen Feu dalismus mit ungeheuren Grausamkeiten geprägt wurde von den jungen Kräften der mittelöstlichen Länder abgeschüttelt. Sie meinten — wahrscheinlich zu Recht —, dass durch den Feudalismus nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder gehemmt oder gar unmöglich gemaeht wird, dass vielmehr hier durch auch der Weg in die nationale Freiheit verbaut werde. Man soll nicht verkennen, dass die Existenz des jüdischen Palästina bereits diese damals junge, im Kommen begriffene Generation geblendet hat, denn sie sahen dort einen wirt schaftlichen, politischen und vor allem sozialen Fortschritt, der ihnen selbst unerreichbar erschien Das war die motorische Kraft, die alle diese Kreise der jungen Nationalen beseelte. Der nächste Schritt war die Forderung nach nationaler Unabhängigkeit, die sich alle diese Länder er kämpften, als die vielen Völker Asiens und Afrikas noch nicht an ihre Befreiung denken konnten. Sehr schnell sollte es sich zeigen, dass die meisten Völker noch nicht die erforderliche bürgerliche Reife besassen. um ihre nationale Unabhängig keif zu wahren, auszubauen und zu entwickeln. Jeder arabische Staat ist hierfür Beweis. Manche afrikanischen Länder, selbst so'che, in denen die auswärtigen Mächte keine Rolle spielen haben ebenfalls gezeigt, dass die Voraussetzungen für ihre nationale Unabhängigkeit in Wirklichkeit nicht gegeben waren oder sind. Togo war der letzte Fall, wo man die Unsicherheit der nationalen Positionen dieses Landes studieren konnte. Aber selbst Ghana mit einem starken Mann wie Nkruma bildet keine Ausnahme. Man muss gerechterweise unterscheiden, was in diesen Ländern der Mangel an der Fähigkeit zur Selbstre gierung ist. und man muss die Schwierigkeiten untersuchen, die in diese Länder von aussen her durch die Grossmächte hineingetragen werden. Nicht immer wird es einfach sein, die Grenzlinien zu finden, die sich verwischen oder die von anderen vertuscht werden. Wie dem auch sei. die Tatsache der objektiven Problematik bleibt bestehen, deren Entstehung darauf zurückgeführt werden muss, dass diese Völker noch nicht die Kraft haben, mit ihren eigenen Sorgen und Schwierig keiten fertig zu werden. Wo die Unfähigkeit der Selbstregierung in Chaos, Hass gegen religiöse oder nationale Minderheiten ausartet, dort müssten dis UN LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE ftt. Aw«* - PUEYRREDON 219«, 1* i*q. - I- E. 83-26L 1. Februar 1963 7. Si-hwat 5723 Wieder ein Versprechen Bonn. — Der westdeutsche Finanzminister Dr Rolf Dahigriin, versicherte, dass die heute vorliegenden Vorschläge für ein Schlussgesetz zur deutschen Entschädigungsgesetzgebung einschliesslich der Berücksichtigung jener Naziverfolgten die bisher keine Entschädigung erhielten, mit grösster Schnelligkeit erledigt werden würden. Diese Versicherungen wurden Dr. Nachum Goldmann, dem Präsidenten der Konferenz für jüdische materielle Ansprüche gegen Deutsch land, abgegeben. Dr. Goldmann wurde ebenfalls vom westdeutschen Wirtschaftsminister Dr. Ludwig Erhard emptangen. Voraussichtlich wird Dr. Goldmann Endo Februar nochmals nach Bonn reisen. (ITA) einsehreiten, um zu verbin- ■ dern, dass die demokratij sehen Grund und Menschenrechte in einer so brutalen Form verletzt werden, wie dies im arabischen Sudan, : aber auch in anderen ara-! bischen Ländern der Fall j ist, wobei nur an den Mäd- : ihen- und Sklavenhandel er-; innert zu werden braucht.; der zwischen einigen afrika j nischen Ländern und Saud: > Arabien besteht. Aber weder die westlichen Gross- | machte noch die UN unternehmen irgendwelche entscheidenden Schritte. so dass die bedauerlichen Zustände anhalten. — Nur der Vollständigkeit wegen sei erwähnt, dass Israel eines der wenigen Völ ker ist, die — trotz der tausendfachen Probleme seiner Galut - Existenz — sich seiner nationalen Freiheit würdig erwiesen hat. Bereits jetzt, nach nur wenig mehr als 15 Jahren staatlicher Selbständigkeit, finden wir Israel unter den Lehrmeistern der Nationen. Es würde sich lohnen, einmal uns selbst zum Bewusstsein zu bringen, was diese Tatsache bedr-utet. dass ein Staat, der den Frieden noch niemals kennen gelernt hat. der unttr starken wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet, der Ribbentrop darf j Namen nicht aendern I München. — Der 59iährige Schriftsteller Manfred von Ribbentrop. ein entfernter V wandter des früheren F ichsaussenminister Joa- 'Ym von Ribbentrop, darf i"'inen Namen nicht ändern, ln letzter Instanz wies der bayerische Verwaltungsgerichtshof in München eine Berufungsklage des Schriftstellers auf Namensänderung zurück. Revision beim Bundesverwaltungs - Gericht wurde nicht zugelassen. Manfred von Ribbentrop gehörte seit 1927 der NSDAP an. Nach 1945 lebte er unter dem Namen Dr. Wolfgang von Welsberg in Süddeu'schland. Seinen Antrag auf Namensänderung begründete er damit, dass er durch den Namen von Ribbentrop berufliche Schwierigkeiten im. Ausland habe und seine wirtschaftliche Existenz gefährdet werde. immer noch gezwungen ist, tausende Einwanderer, die mittellos sind, aufzunehmen, dass ein solcher Staat bel-eits imstande ist, vielen alten und jungen Nationen Hilfe zu leisten und ihnen beim friedlichen Aufbau ihrer Länder zu helfen. AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEN 0” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschät te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Vom 28. Januar bis 14. Februar ★ BUER0STUNDEN: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16—I -★- PAMPA 4979 fast Ecke Triuavirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. 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