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Jüdische Wochenschau · 1963-02-01 · 1997 (1.2.1963) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
1997 (1.2.1963)
Date
1963-02-01
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 1? ét Febrero de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU A«o XXIV. _ No. 1997 Wie er an die Macht kam (Schluss von Seite 1) Obwohl die Kommunisten 1 Million Stimmen einbüssten, wählten immer noch annähernd 5 Millionen Deutsche kommunistisch. Die Deutschnationalen. Hitlers Koalitionspartner, kamen bei ei nem Stimmengewinn von 380.000 nur auf 3.1 Millionen Wähler. Sie hatten 52 Mandate im neuen Reichstag, mit den 288 Naziabgeordneten ergab dies eine knappe den Schlag werten der „Na-! tionalen Erhebung“, der > ..Befreiung vom Joch“, der Wiederherstellung einstiger Macht und Grösse allzu schnell und immer wieder einfangen liess. Es konnte keinen Politiker in Deutschland in den Märztagen des Jahres 1933 mehr geben, der einen Zweifel an den bevorstehenden Verfolgungsmassnahmen hegen durfte. Denn die wenigen Wochen zwischen Januar und März die- Mehrheit bei insgesamt 647 I ses Jahres hatten allen ge- 'Abgeordneten, die in den neuen Reichstag einziehen sollten. f Man hat über dieses Wahlergebnis viel diskutiert. Ob es damals wirklich bereits 'zu spät war, den Sturz in das Nichts aufzuhalten, ist eine Frage, die heute sicherlich nicht mehr mit aller Sicherheit beantwortet werden kann. Aber dass von Seiten der anderen Parteien nichts unternommen worden ist, um den Gang der Ereignisse aufzuhalten oder die braune Sturmflut einzudämmen, das ist ebenso sicher, obwohl das Volk in seiner — wenn auch reichlich knappen — Mehrheit die Nazis abgelehnt hat. * Allerdings muss man diese Feststeiung deutlich ein schränken. Dass sie bereit gewesen sind, die Nazis in ihrem Treiben zu dulden, «las sollte sich in den nächsten Wochen mit aller Klarheit erweisen. Der von Hitler entfaltete Pomp, die Militärmusik, die gewaltigen Aufmärsche und die theatralischen Schaustellungen verfehlten ihren Zauber nicht auf ein Volk, das sich von FREY ur. ABOGADO PUEÏRREDON 2190 i* iza. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 REAL PENS Füllhalter | REPARATUREN l Spezialgeschäft ¿ CORRIENTES 569 í T. E. 49-5850 * Jaime Liebling j s. a. :;; SPERRHOELZER $ HOELZER} DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349, 33-9305 \ PROPIEDADES FRANKENBERG berät Sie kostenlos und anverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN Manuela Pedraza 2530 pi. b. Dp. B T. E. 10-7244 zeigt, zu welchen Schriften die Nazis bereit sind, um ihr Terror-Regime, um den nationalsozialistischen Staat zu errichten. Der massive Angriff gegen die Juden war bisher von der nazistischen Regierung nicht begonnen worden. Juden, die deutsche Bürger und wahlberechtigt waren, haben ihre Stimme zu den Wahlen im März 1933 noch abgeben können. Da die Juden insgesamt in Deutschland nur 0,9 Prozent der Bevölkerung bildeten, wobei die ausländischen, nichtdeutschen Juden in die ser Ziffer einbegriffen waren. fielen ihre Stimmen natürlich nicht ins Gewich\ Die gegen Juden gerichteten, besonderen Massnahmen sollten aber nicht lan ge auf sich warten lassen. Der Boykott am 1. April 1933 brachte die erste offizielle, vom Staat gelenkte und nicht nur geduldete Aktion, die alle weiteren Massnahmen gegen die Juden einleiten sollte. Um hierzu gerüstet zu sein, mussten erst einige nazistische Schritte eingeleitet werden, durch welche die totale Gewalt im Staate den Nazis übergeben werden sollte. Hierüber soll in einem weiteren Artikel berichtet werden. Dann werden wir uns anschliessend mit der Frage beschäftigen, wie die Juden sich in diesen Auseinandersetzungen verhielten. Was wurde von jüdischer Seite unternommen, um eine Entwicklung aufzuhalten, die zur Machtübernahme durch die Nazis führte. Diese Frage ist für uns nicht nur aus erkenntnismässigen oder allgemein historischen Gründen wich, tig. Wir haben unseren Kindern. wir haben unserem Volk, wir haben der Nachwelt hierauf eine Antwort zu geben. Für Religionsfreiheit Vereinte Nationen. — Eine Reihe von Prinzipien, die allen Menschen in der Welt, einschliesslich den Bürgern Sowjetrusslands Schutz gewähren sollen, wurde von der Subkommission zur Verhütung von Diskrimination und für den Schutz der Minderheiten angenommen. Einige dieser Bestimmungen richten sich gegen Russland, so z. B. gegen die Diskriminierung der religiösen Rechte der Juden wie die Verweigerung der Erlaubnis, zu Pessach Mazzot zu backen oder Rabbinatskandidaten auszubilden und sie zum Studium ins Ausland zu schicken. Der Sowjet-Delegierte Boris Ivanow stimmte zwar für diese Klauseln, die einstimmig von einer Gruppe von zwölf Sozialwissenschaftlern, Politikern, Advokaten und Rechtsgelehrten angenommen wurden, die als Experten dienten, ohne offiziell in Vertretung ihrer Regierungen aufzutreten. Die Prinzipien werden jetzt der Kommission für Menschenrechte unterbreitet, die im März in Genf zusamentreten soll. Die For Ungarische Juden besuchen England Dondon. — Eine Delegation jüdisch - ungarischer Führer kam in London an. wo sie Gast des Board of Deputies ist. Die Gäste wurden am Flughafen von Sir Barnett Jänner, dem Präsidenten des Board, und anderen Mitgliedern dieser Or ganisation begrüsst. Die un garisch-jüdische Delegation wird von dem Präsidenten der Zentralorganisation der ungarischen Juden, Andor Sas, dem Vizepräsidenten, Dr. G. N. Seifert, und dem Chefrabbiner in Ungarn, Imre Benosebarfsky, angeführt. Während ihres Aufenthaltes in England werden die aus Ungarn kommenden jüdischen Persönlichkeiten die Einrichtungen des englischen Judentums besuchen und kennenlernen. BERICHT UEBER DIE LAGE DER JUDEN London. — Endre Sass, der Präsident der Vereinigung der jüdisch - ungarischen Gemeinden, der mit einer Delegation zur Zeit in London weilt, gab einen Bericht über die Lage der Juden in Ungarn ab. Etwa 100.000 Juden leben heute in Ungarn, gegenüber 300.000, die es vor dem Krieg gegeben hat. Wie Endre Sass erklärte, gemessen die ungarischen Juden volle Bürgerrechte. Ihr Recht zur freien religiösen Betätigung ist durch nichts eingeschränkt. Sass, ein bekannter Journalist, ist auch Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in vvw.-»v^vvwvyvvv X JUDITH i SCHENKOLEWSKI $ £ KULTUSSTICKEREIEN \\ J; Schabbosdecken - Tallis- ¡|? beute] - Käppchen - Mazi i zot-Taschen Hand- und J Maschinensticker« Von ,■ i Bett- und Tischwäsche ■, > Dr. P. I. RIVERA 2585 > (fr. Bebedero);! T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría!{ BE fiestas 5 ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE; í 76-0286 73-1049 Budapest. Er unterstrich die Tatsache, dass es die erste ungarische Delegation sei, die nach England kommt, seitdem Ungarn zum Ostblock gehört. Seine Begleiter sind, wis bereits mitgeteilt, der Rabbiner Imre Bonoschofsky und der Vizepräsident des Gemeindeverbandes, Dr. Geza Seifert. Dr. Seifert ist ein bekannter Advokat in Budapest. Die Delegation nahm an verschie denen Veranstaltungen und an einer Tagung des Bord of Deputies teil, der unter dem Vorsitz von Sir Barnett Jänner steht. Der Board of De. putics bereitete den Gästen aus Ungarn einen Empfang, an dem auch die diplomatischen Vertreter Ungarns und Israels teilgeirommen haben. In seinem Bericht führte Sass aus. dass es heute in Ungarn 30 Synagogen gäbe, ferner eine Jeschiwah, ein Gymnasium, eine Talmud- Thora Schule, ein jüdisches Waisenhaus und ein jüdisches Hospital. Im vergangenen Jahr seien 1500 Jungen Barmitzwah geworden. Sass wandte sieh an „seine jüdischen Brüder in England“ und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass in Kürze der Besuch durch eine Delegation englischer Juden. die nach Ungarn kommen sollen, erwidert werde. „Eine verschiedenartige soziale Struktur dürfe uns nicht daran hindern, gemeinsam für den Weltfrieden, die Menschheit und eine bessere Zukunft der Welt zu kämpfen.“ mwwwv; MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 n. 76-2312 ¡ JACOB LAPIDUS J } dipl. Mohel X •I NEUE ADRESSE V!• VIAMONTE 2037, B.<; >, 46-1716 und 48-2124 J '>--.-.---.-.-.*----1- Auch die anderen Delegierten versicherten, dass sie in Ungarn völlige religiöse Freiheit gemessen. Die ungarischen Juden seien treue Schüler von Hillel, so erklärte Dr. Seifert. Hillel habe die brüderliche Liebe für alle Menschen gepredigt. Auf die Ausführungen der ungarischen Delegierten antwortete der Vizepräsident des Board. S. Taff, der auf eine frühere Erklärung von Sir Barnett Jänner Bezug nahm. Taff, ebenso wie Jänner, forderten das freie Recht der Auswanderung für die ungarischen Juden, damit sie sieh mit ihren Familienangehörigen im Ausland vereinigen könnten. Es sei doch nicht zuviel erwartet, wenn man darum ersucht, dass die Juden, die Familienangehörige in Israel haben. mit_ ihnen gemeinsam leben dürfen. ZUVERLAESSIGE FRAU zur Vertretung der Hausfrau für 3 Monate GESUCHT. T. E. 791-9715 mulierungen wurden von dem Repräsentanten Chiles in der Subkommission, Hernan Santa Cruz, ausgearbeitet, und ihre Annahme erfolgte nach einem Wortduell zwischen dem Sachverständigen der USA. Morris B. Abram, und dem Russen Ivanow, die sich gegenseitig anschuldigten. Abram hielt dem russischen Delegierten vor, seine Regierung habe sich der Diskrimination gegen die religiösen Rechte der Juden schuldig gemacht, weil sie im vergangenen November die Schliessung der Synagoge in Lwow verfügte, worauf Ivanow den Vereinigten Staaten vorwarf, dass sie die Neger diskriminieren. (ITA) Interveniert Beerscheba. — Der israelische Innenminister Shapiro löste den Stadtrat von Beerscheba auf. Er ernannte eine Kommission, die beauftragt wurde, die Geschäfte der Stadt bis zu Neuwahlen weiterzuführen. (ITA) LA SEMAKA ISRAELITA Bisemanario — aparece ,os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190, l9 izq. T. E. 83-2613 80 6930 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausland î 600 — jährl. Die Lage in Argentinien New York. — Der „New York Standard“ schreibt, die „argentinischen Nazis nehmen sich den Hitlerterror zum Vorbild“, doch sei eine Aenderung der Lage zu erwarten, wenn die für den 16. Juni angekündigten Wahlen stattfinden und die Militärs es zulassen werden, dass die gewählten Kandidaten ihre Aemter übernehmen, um eine gewisse Ordnung im Lande herzustellen. Das Blatt gibt der Hoffnung Ausdruck, dass es zu den Wahlen kommen wird. (ITA) ZAHNARZT Dr. JOOST M. J. S0N beehrt sieh milzuteilen, dass er, von einer Studienreise in Europa zuriiekgekehrt, seine Praxis beginnt. VIDAL 2458, 5? piso. Dep. 20 — T. E.: 73-5967 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Plrovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 ZAHNARZT HUGO STRAUSS TUCUMAN 1625 I.A — T. E. 40-8442 Sprechstunden ab 15. I. 63 nach vorheriger Anmeldung Dr. B. Schwara ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52 8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 î Dr. BERNARDO GOLDSTEIN ¡ g MEDICO g m ve 3 Cardiología — Hospital Fernandez « ïï Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme H n m i CUBA 2141 — T. E. 73-8782 U. 73-8817 3 BD Ml n & ■ Consultas: Moniag bis Freitag: 15—18 Uhr g 3 Sonnabend: 14—16 Uhr ¡2 iS 3 %gB31EBlBfBEEBBg5=EBE--=5gB¥ElEBEElSESgE33EBESrSBBEEB3B3SEi,EBEfiJI M8SBS5S**SESÏBfl3SSS5KSEÏSS'»SeeïàiSSS5ïâM3âaïSSSSSSZSÎBÏÎïrî2ïjg! VARICES-ULCERAS f ¡ DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS g! Dr. SAUL UMANSKY 5 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 3 Si6BIlBalBBaMMHBlBg»ElME31gBa8gg53SSM«5HigSggg81E3BiB>iEk. •SSiBEMHI8Bl*liBg»BISEBiiIiiBBBi«ES*SSBii*Sil»lSHS*iiE*g*iSi« 5Dr. BENJAMIN LIPNIZKYs g ZAHNARZT 3 3 ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE- 3 3 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- B 3 LIBRÜNG DER ZAHNSTELLUNG 3 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend ■ nach vorheriger Vereinbarung. 3 JOSE HERNANDEZ 2518 T. £. 7B-8873 und 73-0500 3 EEEEBEglB8BE8«SBgllBE»BElB81»BgEeBHM»EEi«EBEEEE^*lt,ii8,,,Bfll*l^< Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—Ul Uhr, Es wird gebeten, seta vorher telefonisch ansumekien T. E. 44-9493 u. 44-1542 i SANTA FE 1391! '♦♦♦»

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