Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1996 (25.1.1963)
- Date
- 1963-01-25
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 5) Schritte und sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen, gäbe es auch andere Wege als die einer pauschal geiib ten, nicht weiter spezifizierten Kritik. Im übrigen ist nicht einzusehen, dass noch eine zweite Synagogengemeinde, die der United Sinagogues oder gar eine dritte zu schaffen notwendig ist. Dinge beim Namen nennen Die Jüdische Wochenschau ist dafür bekannt, dass sie die Dinge beim Kamen nennt und nicht versucht, über die bedauerlichen Zu stände, die sich manchesmal ergeben können, einfach hinwegzugehen. Bei 6er Auseinandersetzung in der Congregación handelt es sich keinesfalls nur um schwere sachliche Differenzen wie die. ob Männer und Frauen im Gottesdienst zusammensitzen dürfen oder nicht. Es geht um die Rol le, die der aus Nordamerika seinerzeit von der Congregación gerufene Rabbiner Meyer spielen soll. Offensichtlich haben sich die ■beiden Rabbiner nicht ver ständigen können, und liare Heereshaufen sind nun aufeinandergestossen. Das ist ein Grund für eine Spaltung? Das ist Anlass zu schweren Erschütterungen des gesamten jüdischen Lebens?. über die man nicht mit einer Handbewegung hinweggehen kann. Wir so re eben nicht von Mehr Passagiere Haifa. — Die israelische Handelsflotte besitzt 66 Einheiten. Sie beförderten im Jahre 5722 138.000 Passagiere gegenüber 98.000 ini Vor jahr. Der Erlös für Fahrkarten und Frachten belief sich auf 54.322.000 Doliar, während er ein Jahr früher iu#r 43.199.000 Dollar betrug. der Aufregung, die Meyer ante portas in Belgrano geschaffen hat. Denn Rabbi Marshai Meyer ist ein auf allen Gebieten glänzend ausgebildeter Mann mit grossen Qualitäten, er ist nicht umsonst zur Eroberung jüdischen Gebietes von seinen Uuited-Sinagogues - Auftraggebern hierher geschickt worden. Er hat durch eine ganze Reihe sehr guter Aktionen ebenso wie durch seinen Fleiss, sein Können, »ein Wissen und durch sei ne hohen pädagogischen Fähigkeiten neues Leben in die Congregación gebracht. Vielleicht wollte man ihn nicht mehr, weil überlegene Männer unbeliebt sind, die ütber die Langweiligkeit der bonaerenser Mittelmässigkeit hinausragen. Das aber kann kein Anlass sein, nun die Gemeinde zu zerschlagen und die jüdische Geffentliehkeit mit Spannungen zu belasten, die unerfreulich. nutzlos und letzten Endes schädlich sind. Immer dieselben Separatisten Im Gegensatz zum groj ssen nordamerikanisehen Jui dentum ist die argentinische j Judenheit geeint. Sie hat ih- | re Repräsentanz in der; DAIA. Aber es gibt eine | Splittergruppe, die «ich nicht in die DAIA einordnen lässt, die sogenannte IJA. die aus einigen recht wohlhabenden Leuten besteht, die glauben, nicht mit dem Volk auf de mokratischer Basis arbeiten zu müssen, sondern auf einer .höheren Sphäre“. So kommt es. das« diese Leute. die kein Mandat haben, und hinter denen nichts anderes als sie selbst stehen, des öfteren sich erlauben, im Namen der Kollektivität zu sprechen. Sie schaden damit allen Juden, was wohl nicht weiter zu bewiesen werden braucht. Merkwürdigerweise stehen ' hinter der neuen Gemeinde | dieselben Männer. Familien und Kräfte. Sie müssen sich HOTEL ARMON ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ♦ Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Î i ♦ Î ♦ ► ♦ ♦ * HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN H AIFÄ - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakartnel, Nordaustr. rtVWWWVWWWWWWWWMVWWtVWWWj, Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen um! Finanz- <; geschneite in Israt \ — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art i ’ TEL AVIV, Israel — 18, George Elliut Str. ¡I! ► eben überall dort isolieren, wo sie nicht das schranken, los« tun und erreichen kön nen, was sie wollen. Und in dieser Koinzidenz liegt das Bedenkliche. Hierbei erblikken wir einen Warnruf an die jüdische Oeffentlichkeit, nicht denen zu folgen, die sich absplittern, sondern dort seine Organisation zu suchen, wo die vereinigten Kräfte der argentinischen Judenheit zusammengeschlossen sind. Weltkongress oder Committee In dem Kampf, der von Bet EI. von einigen Familien in Argentinien, dem ausgezeichneten Marshall Meyer und seinem Gefolge ausgetragen wird, sind Interessen im Spiel, die von den meisten weder erkannt noch verstanden werden. Die Gegensätze zwischen dem Jüdischen Weltkon gress als der anerkannten Repräsentanz der Juden in der Welt und dem Jewish i Committee, einer gewiss wichtigen Gruppe reicher nordamerikanischer Juden werfen ihre Schatten auf Lateinamerika. Die IJA ist das Organ des Jewish Committee in Argentinien. Die DAIA ist eine der Säulen des Jüdischen Weltkongresses. der unter der Führung von Dr. Naehum Goldmann eine immer stärker werdende Rolle in der Verteidigung der jüdischen Rechte spielt. Wir müssen es deutlich sagen: alle unserem Sektor zuzurechnenden Organisatio nen und Gemeinden stehen zur DAIA. zum Jüdischen Weltkongress und den Aufgaben und Pflichten, die jedem zufallen. Für ein Jewish Committee und seine Po litik ist kein Raum. ln dieser Zeit In dieser Zeit sollten wir mit uns selbst abrechnen und zur Einigkeit zurückkehren. Die unglückselige Trennung, die innerhalb der ■Congregación vollzogen worden ist. muss rückgängig gemacht werden. Die Rabbiner müssen sich verständi gen und nicht nur in der Oeffentlichkeit «agen, dass sie nicht Anlass zu diesen Auseinandersetzungen gegeben haben. Das mag im übrigen sein, wir bestreiten es nicht. Es genügt nur, nicht für die hohe Aufgabe, die dem Rabbiner gestellt ist und die er sonst immer für sich in Anspruch nimmt. Man kann auch nicht zw’ei Rabbiner mit geichen Pflichten aber nicht mit gleichen Rechten haben. Wer sagen würde, das Recht ist auf der einen Beite, der hat Un recht. Wahrheit und Recht liegen in der Mirte. im Ausgleich. in der Verständigung. die immer, auch heute noch möglich sein muss. Neue Häuser zu bauen, neue Synagogen, neue Ju gendheime etc. zu errichten, ist in dieser Zeit nicht an gebracht, selbst dann nicht, wenn man die jüdische Zukunft in Südamerika noch so rosig beurteilen wollte. Wir warnen davor. Wenn aber gebaut werden sollt«, dann sollen nicht alle Organisationen separat bauen, sondern gemeinsam besonders in einem Wohnbezirk wie Belgrano. Uns erscheint es ausgeschlossen, dass nicht die Mehrheit der Gemeinde* oder ihrer Mitglieder diese Ausführungen billigen w¡rd. Es ist niemals zu spät, ein konstruktives Werk durchzuführen. Warum sollte e* also nicht auch heute noch möglich sein, alle Kräfte zusammenzufassen. um eine gemeinsame Plattform für ein« erfolgreiche Arbeit her¬ MAALE HAGILBOA, eine neue Stadt ln Israel. Man sieht den Bau des Hauses f ür die Stadtverveltung TUMULTE In der vergangenen Woche kam es iu dem bekann ten Badeort Miramar zwischen jüdischen Jugendlichen und Mitgliedern der nationalistischen Organisation Tacuara zu einem schweren Zusammenstoss, bei dem schliesslich etwa dreihundert Menschen in ein Handgemenge gerieten. Der Polizei gelang es mit Mühe, die Ordnung wieder herzustellen. Irgendwelche Massnahmen, die gegen die Provokateure getroffen worden seien, sind nicht bekannt geworden. — In Btte-nos Aires kam es zu Demonstrationen die angeblich Mitglieder der Tacuara mit einer peronisti sehen Jugendorganisation gemeinsam veranstalteten. Jedenfalls sind Molotow-Bomben geworfen, ein Fahrzeug beschädigt und Fensterscheiben von Geschäften auf der bekannten Bonaerenser Prachtstrasse Santa Fe zertrümmert worden. Ein Passagier eines voriiherfahrenden Coleq-tivos wurde verletzt. Als die Feuer wehr und die Polizei eintrafen, waren bereits alle Demon s t r a me n verschwunden. zustellen. Die« müsste umso leichter sein, da nach unserer Uefaerzeugung alle betei ligten Vorstände und Rabbiner von dem ehrlichen Willen beseelt sind, der jüdischen Sache zu dienen. Die aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten und sachli chen Differenzen sind — wenn überhaupt vorhanden — gering. Man hat schon grössere Gegensätze überbrücken können. Persönliche Probleme dürfen aber niemals zum Ausgangspunkt einer Entwicklung werden, die trotz aller gegenteiligen Beteuerungen keinen Nutzen bringen kann, wohl aber die Verwirklichung der gesetzten Aufgaben erschwe ren, wenn nicht verhindern wird. Wenn eine Verständigung nicht zustande kom- Gedenktafel für «ine Synagoge Frankfurt. — Für die 1938 zerstörte Synagoge der jü- | dischen Gemeinde in Frei | bürg wurde vor dem neuen j Kollegier.gebäude der Universität eine Gedenktafel | enthüllt, die an jenem Platz j in den Erdboden eingelassen i ist. wo sich das Gotteshaus j befand. Die Gedenkanspraj che hielt der Rektor der Albert Ludwig-Universität. Dr. Clemens Bauer. Er sagte dabei .der Anlass fordere stille Besinnung und keine grosse akademische Feier. Als Trost möge man es empfinden, dass an dem Ort, wo einst das Gotteshaus gewesen sei. heute ein Haus der Geisieswissenschaften Ans Venezuela Caracas. — Dr. Nathaa Lerner. einer der führenden jüdischen Persönlichkeiten in Argentinien, wurde vom Jüdischen Weltkongress in New York zu dessen Vertreter in der Kommission für Menschenrechte der Vereinten Nationen ernannt. Auf dem Wege nach Ne«' York hielt er sich einige Tage in Venezuela auf. Aus diesem Anlass fand eine Versammlung der Leiter der jüdischen Gemeinschaft in Venezuela statt. An der Versammlung nahm auch «ter Botschafter Israels in Venezuela. Herr Arieh Oron, teil. Es wurde beschlossen, einen Daebverband der Juden in Venezuela zu gründen und diesen Verband dem Jüdischen Weltkongress a-nzuschliessen. Europa-Mark) Tel Aviv. — Uöber die Notwendigkeit. Israel in den Gemeinsamen Europäischen Markt einzuschtiessen. sprach der Präsident der Internationalen Liberalen Bewegung. Professor Giovanni Malagodi. der gleichzeitig Präsident der Liberalen Partei Italiens ist. Er sprach auch über die Notwendigkeit, Grossbritannien und die skandinavischen Länder dem Europäischen Markt anzusehliejssen. Malagodi unterstrich, dass der Europa Markt eine typisch liberale Organisation sei ein Ausdruck der Br«. men sollte, dann bedeutet j stehe. An der Gedenkfeier das ein Versagen, für das j nahmen Regierungspräsies weder uns noch unserer dent Dichtei, Vertreter der1 Jugend gegenüber eine Ent- 1 kirchlichen Gemeinschaften schuldigung geben kann. — 1 und der Universität teil. derlichkeit. Der gemeinsame Markt müsse aber über Europas Grenzen hinaus auf Israel und afrikanische Länder erstreckt werden. -INDUSTRIAL & INCOBAl |l COMMERCIAL BANK INVESTMENT & |! (ISRAEL , LATEN AMERICA) LTD. TRUST. Co. L<d. j asociado cm BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL - j # y f; f# Bf i i INVESTMENT & TRUST Cia. j! (GALERIA DEL OBELISCO) 1 Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8508 1