Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1996 (25.1.1963)
- Date
- 1963-01-25
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Tilt „nd KUNST sCHALOM BEN-CHORIN HX Bi* Hbllelitiire gte ^wahrsmani)« di« Weraii Unserer n Jugend, siebte ich die rraschung; Lv t^nan! Israeis Ja verschiingt?ie .schlanken lunger Genies lft, verschenkt] jtiert. Es muss iscbe Resonanz Ergüsse aller n sein. Ich ernicht ohne Bitte eigeneirJuicher ich bette und Tmidem Einfluss nannsthals und (rieb. Sie ian- Tleger. aber,.. >ie waren sehr ad meistens Jiehter. wäh und hier tatlufnehmendes r der Jugend Dichter, die a? Die ältere ird zunächst nd Tschemi- ¡n, aber diese einerseits ur Pflichtlek. unken. Selbst Dichterin wie die ja selbst eben Univerlorische Vor;ehiirt bereits umstrittenen, in endlosen m debattiert rieht«* * % neI„ flc«tia'' >ven Israel Ges«11 aenJi^' da» fit-rtuffS j Daher *sS! r^lniedn- •'> ,sa heit Tr*' boi't'e >*"$> Sarid. Aviam Haran und natürlich Chajim Gurt, der bekannteste von diesem Kreise der Jungen. Von der älteren Generation hat der vor einigen Jahren verstorbene Avraham Ben-Jizehak (Sonne), der aus seiner Berliner Zeit auch dem mitteleuropäischen Kreise bekannt war, seine Popularität nicht nur bewahrt, sondern erhöht: seine Verse werden immer mehr und mehr gelesen. in der schönen Ausgabe, die sein Freund Dr. Spitzer ihnen in seinem Tarsehiseh-Verlag verlieh. Man liest aber nicht nur die eigene moderne hebräische Lyrik, sondern lauscht im hedersehen Sinne auf die „Stimmen der Völker”: Schottische Balladen, übertragen von unserem Meister des Zeitgedichtes Nathan Altermann, sind slark gefragt, ebenso chinesische und japanische Liebeslyrik, die ein neuer Verlauf „Ekked“ pflegt. Und wer hätte geahnt, dass der subtilste Denker des vorigen Jahrhunderts, jer Däne Sören Kierkegaard. unsere Jugend so unmittelbar anspricht, dass seine Briefe und vor allen nun seine „Tagebuch des Verführers“ zu den meist gelesenen Büchern unter Jerusalemer Studenten gehört? Die zarte Cordelia, von der ihr Dichter sang: ..Auf heimlich errötender Wange / Leuchtet des Herzens Gliihn...“ ist so populär geworden, wie es unter einer Palmach - Generation vor zwanzig Jahren noch undenklich gewesen wäre. Freilich ahnen nur wenige Leser der seltsam unerfüllten Liebesgeschichte von Johannes und Cordelia, dass ihr Dichter zugleich einer der bedeutendsten Theologen der abendländischen Christenheit war. Kierkegaards bewusstes Täuschungsmanöver ist hier gelungen. Seit Jishar Hararis monströsem Freiheitskriegs-Roman „Tage von Ziklag“ (1959) hat eigentlich kein hebräischer Roman mehr „eingesehlagen“, aber die Novellen von Apelfeld, „Asehan“ (Rauch) wurden viel gelesen und erörtert, denn dieser Erzähler fand den Ton der heutigen Jugend. Natürlich wird jedes neue Buch unseres unermüdlichen Altmeisters hebräischer Prosa. Schmue) Joseph Agnon, dankbar aufgenommen. Er spielt heute bei uns die Rolle, die etwa Hermann Hesse im letzten Jahrzehnt inne hatte: verehrt, bewundert, gelesen auch, doch nicht mehr Gegenstand erregter Diskussion. Agnons Welt ist unserer Sabra-Jugend ferngerückt und sie bewundert den Meister, der ihr das versunkene Volljudentum einer in sich geschlossenen Ghettoweit noch einmal in Abendfarben des Verdämmerns aufleuchten lässt. Dass unsere Jugend stark politisch interessiert ist, das wissen wir: sie greift, zu Shirers „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ angeregt durch das tiefgehende Erlebnis des Eichmann-Prozesses. sie liest mit wacher Aufmerksamkeit Djilas., Gespräche mit Stalin“, aber — erfreulicherweise — sind auch die zionistischen Klassiker Pinsker und Herzl noch wirklich gelesene Autoren. Auslandsstudenten sind oft stärker an Judaica im engeren Sinne interessiert als unsere Sabra Jugend. Das ist verständlich, denn nach Jerusalem kommt zum Studium aus dem Ausland gewöhnlich nur, wer Judentum an der hebräischen Quelle studieren will. Da das Hebräische aber doch oft noch schwer zugänglich für Jugend aus der Diaspo ra ist, erfreuen sieh zum Beispiel die Erklärungen zum Thora-Wochenabschnitt von Frau Dr. Nehama Leibovitz bi englischer, französischer und spanischer Ausgabe neben dem hebräischen Original grösster Beliebtheit. Der Dekan der Studenten unserer Universität Rabbi B. Caspar schrieb englische Betrachtungen über jüdisches Gebet, und Dieser Schluss führt uns zu der heute etwa 7500 Seelen zählenden jüdischen Gemeinschaft Mailands zurück. Nach Beendigung des Krieges suchten alle in der Verborgenheit lebenden Juden ihre früheren Wohnstätten wieder auf. Etwa 12.000 jüdische Opfer hatte das Judentum Italiens zu beklagen— fast 2.000 Juden, darunter der Oberrabbiner von Rom. Israel Zolli, waren zum Katholizismus ütoergetreten —, das nach dem Aufsatz von Roberto Bachi: „Die demokratische Entwicklung der italienischen Juden von 1600 bis zum Jahre 1937” einer offiziellen Zählung im Jahre 1931 zufolge 47.825 Seelen zählte. Um den Nöten der mittellosen Rückkehrer zu begegnen. stellte sich der aus Alsheim bei Worms stammende Industrielle Sally Mayer ganz in den Dienst seines Volkes. Auf den Trümmern der ausgebombten Synagoge errichtete er, der Präsident seiner Gemeinde, ein neues und modernes Gotteshaus in der Via Guastalla. Dann beauftragte er den. Raw Dr. Schaumann mit der Wiedererrichtung der Schule, bei der alle Ausgaben, auch die Unterrichtskosten, zu »einen Lasten ginge. Aus der Schülerzahl von anfänglich 150 stieg die Frequenz auf gegenwärtig 900. Jeden Morgen bringen . 14 Autobusse die Scijüjei vo» de* verschiedenen Stadtteilen zur Schule, an der jetzt 75 Lehr kräfte in 45 Klassen eiwa 90 Prozent aller jüdischen Schüler Mailands unterweisen. In einer religiösen Atmosphäre sind ausser dem von der Regierung aufgesfellten Lehrplan besondere Lehrstunden für jüdische Fächer angeordnet. Ein koscheres Restaurant sorgt für die körperlichen Bedürfnisse dieses grossen Apparates, der vom Kindergarten über die Grundschule zur Mittelschule mit ihren verschiedenartigen Zielen aufsteigt. Jeder Lehrer muss die hebräische Sprache beher*. sehe* oder sich verpflichten. sie *u erlernen. Dafür wurde dae „Hochschulinstitut” der Sa 1 lyMa y er- Stiftung errichtet, an dem m Abendkursen Talmud, Tenach, Iwrit, Geschichte, Philosophie. Literatur »nd andere Fächer gelehrt werden. Die Schute, die ein hohes Niveau hat, »t der Stolz der Gemeinde. Leider hat ihr Förderer, Sally Mayer, die Blüte nicht mehr erlebt. Er fiel 1953 einem Unfall zum Opfer. Sein Sohn, Dr. Ing. Astorre Mayer, ist in die Fusstapfen seines Vaters getreten und arbeitet weiter am Aufbau der Gemeinde Mailand als ihr Präsident — nebenbei auch der Generalkonsul Israels — im Sinne seines verewigte* Vaters. Notizen Rak Kook-P/eise In Tel Aviv wurden die Raw Kook Preise für Thora- Literatur iiberreichl: Rabbi Chevroni für eir.e Arbeit über ein Talmud-Traktat, Rabbi A. Orenstein für seine Enzyklopädie über FJhrentitel in Israel und Rabbi Sabar für eine Anthologie von Aphorismen und Maxi men. Tod eines Geigenbauers In Norwalk (USA) starb der amerikanische Viobnbauer Ladislaw Kaplan im Alter von 88 Jahren. Vor USA. Seine Firma, die Kaplan Musical String Co., besteht seit 56 Jahren und sieht in dem Ruf, traditionelles Handwerk mit modernen Errungenschaften im Instrumentenbau zu verbinden. Mahnmal in Ljubljana Auf dem Zentralfriedhof in Ljubljana wurde ein internationales Mahnmal für die Opfer der Nazizeit errichtet. Das auf der Gedäebtnisstätte erstellte Mahnmal ist ein auf einer grossen Fläche von poliertem Granit stehender grosser Granit, block. Auf dem Sockel steht ein drei Meter hoher Mann, der, als Symbol des Friedens, ein zerbrochenes Schwert in den hocherhobenen Händen hält. Hebräische Universität Der Forsehungsstelle der Hebräischen Universität in Jerusalem sind 800 Forschungsaufträge anvertraut, die von der Ford-Stiftung, der Rockefeller - Stiftung, der Unesco und weiteren Institutionen finanziert werden und die sich auf die verschiedensten Gebiete des Wissens beziehen. Hebraeiseher Unterricht dieses Buch gehört nun tatsächlich zu den wirklich verbreiteten Werken über ein Thema, das bei uns sonst nur wenig erörtert wird. Ganz anders als unsere Jugend reagiert der Tourist, der einen israelischen Buchladen betritt und sich der Fülle von Büchern konfrontiert sieht, von deren Existenz er meist keine Ahnung hat. Prototyp! ach scheint mir ein Amerikaner, der kurz und bündig verlangt: „Geben Sie mir ein grosses und dickes Buch in dem alles über Israel siebt“. (Dem Mann« konnte nicht geholfen werden: dieses Kompendium fehlt nochhj Ei« Notum iat bei uns das Interesse für exotische Sprachen. Israel liest in vielen Sprachen: Hebräisch. Englisch, Deutsch, Französisch, aber neuerdings iat das Interesse für afrikanische Dialekte, für ost asiatische Sprachen gewachsen, und es ist gamicht ao leicht, diesem Bedürfnis, das der Orientierung unserer Politik entspricht, zu genügen, zu. mal wissenschaftliche Bücher seit dem 9. Februar des Jahres 1962 im Preis merklich gestiegen sind. Lag bis dahin ein Umrechnungskurs von 2,70 1L pro Dollar zugrunde, so ist jetzt der Buchhändlerkurs 3,30 IL pro Dollar; hinzu kommt, dass sich in den letzten eineinhalb Jahren die Preise für wissenschaftliche Bücher auf dem Weltmarkt er höht haben, sodass man mit 12.50 Dollar oder 20 D Mark für ei» wissenschaftliches Fachwelt zu rechnen bat. was sich ja nun auf der bevorstehenden Jerusalemer internationalen Buchmesse erweisen wird. Den Ausgleich bilden nur die Taschenbücher »nd „paperbaeks“ in allen grossen Kul tUrsprachen, die durch Riesenauflagen preisgünstig gestaltet. werden können. Aber wir sind von der n 3 b n (342) )xtf •’«»inn ]hv^t>.n nasn? na*:?n ]0 pirn-x1? n*Hin “)Boa isi ,]Bj? mna runas T T s - - 4 v : " » ♦tnprrö1? 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E» el movimiento de 1a if»e «wbria el antiguo teatro que Jos i-oma.noe construyeaon hace oeioa de 1700 eñoe, tna- . bajero« 80 obrero«,' más de toe* naesee. Por primera vez o» lé haeterie de le arqueología, usaron para las excavaciones “bulldozevs”. Generalmente se hace eft tra,bago con cepillos de dientes y picos, asi cuentan los expertos. El teatro efe Bet Sbehan ■tenía e paceni-emente asientos pana 10.000 expeetadores. Se parece ai anfiteatro de boy; los asientos están construidos en semicírculo, parecidos a escalones extraord unariamerate anchoa. (Columna i-zquierda) No lejos del escenario, se deseubió una casita con un número de piezas que aparentemente servían de vewtuarios paira los aciones. Es. teatro tiene 12 filas de bancos para el publico (de los expeeladoree) y 9 porrales cuya altura alcanzaba basta 8 metros. Loe portales están construidos de ce salto y con exactitud y »o foa« sido destruidos hasta hoy día. Según todos los indicios, Bet Sheham era una ciudad, grande e importante que dominaba las principales rutee del distrito y los pasos del Jordán. Bina el centro del gobierno par-a todos loe alrededores. Las antiguas ruinas de Bet Sbchan nos conducen a la historia y podemos hallar loe restos de la obra de los oainaméos y filisteos, de los judíos y griegos, de los reinónos, musulmanes y de los cruzados. DAS RÖEMKSCHE THEATER- »N BET SCWE’AN (Rechte Spalte^ » Das römische Theater in Bet Sehe'»» wird mit einem griechischen Drama eingeweiht werden, so meldete die Presse. An der Abtragung der Erdschicht, die das antike Theater bedeckte, das die Römer vor ea. 1700 J ähren gebaut haben, arbeiteten 80 Arbeiter mehr als drei M«p nate. Zum ersten Mal in der Geschichte der Archäologie benutzt« mal zur Eidä Bewegung Bulldozers. Im allgemeinen be. nutzt man zh dieser Arbeit... Zahnbürsten und Spitzbaken, wie die Experten (euch) erzählen. [ Das Theater in Bet Sche’an enthielt 10.000 Zuschauerplätze. Es ähnelt dem Amphitheater von heute. Die Sitzplätze sind im Halbkreis gebaut wie etwa a«r sserordentlich breite Stufen. (-'Linke Spalte^ Nicht weit von der Bühne wurde ein kleines Bauwerk freigelegt, in dem eine Anzahl von Zimmern waren, die anscheinend als Umkleideräume für die Schauspieler dienten. Das Theater hat 12 Zuschauer-Reiben und 9 Eintrhts-Forialt-, deren Höhe bis zu 8 Metern reichte. Die Portale sind aus Basalt ganz exakt gebaut und bis heute nicht zerstört worden. Allen Anzeichen nach war Bef Sche’an eine grosse und wichtige Stadt, die die Hauptwege des Bezirks und die Jordan- Uebergänee beherrschte; sie war Regierungszentrum für die ganze Umgebung Altertumsreste von Bet Sche’an geleiten uns in die Geschichte, und wir stossen auf Ruinen von kanaanatischer und philistischer. jüdischer und griechischer, römischer und musulmanischer Bauten »nd solcher der Kreuzfahrer. Poesie über die Prosa zur Wirtschaft herabgesunken, — wie es nun so geht, wenn man die Dinge etwas unter die Lupe nimmt. Wir wollen noch einmal zu des Lebens Schönheit zuriiekkebren: zur Kunst, die stark gefragt ist. Und hier zeigt es sich nun, dass un ser Publikum — wiederum voran die Jugend — avantgardistisch gestimmt ist; die Modernen von Paul Klee bis Marc Chagall und bis zu den Abstrakten führen. Während es in der Musik so ist. dass man bei einem Konzert zeitgenössischer Musik, inklusive Elektro. penmusik, kaum eine* Kon zertsaal füllen kann, ist man empfänglich für die formbefieite, gelockerte, farbtrunkene Kunst der Neuen und Neuesten: Reproduktionsbände verlangt. Und ebenso wie man ins Heute und Morgen den Blick richtet, lenkt man ihn zurück, sodass Archäologie. Erforschung der Rollen vom Toten Meere usw. weit über den Fa-chkreis hinaus Interessenten finden. Ein« geistige Landschaft von unermesslicher Weite tut sich vor uns auf: die hebräische Jugend nicht in Gefahr einer intellektuellen Provinziaiisierung, und ihr He.vy. ist wach. Van Gogh-Ausstellung in Tel Aviv Tel Aviv. — Eine Ausstellung von 100 Original-Gemälden des holländischen Malers Van Gogh wurde im Helena Rubinstein-Pavilloo des Museums von Tel Aviv eingeweiht. An der feierlL chen Eröffnung nahmen Baron Willem J. Gevers, der Botschafter Hollands in Israel, und Chanari Cidor, der Israel-Botschafter im Haag teil. Ein siarkes Polizeiaufgeirrt wurde im Museum zum Schutz der kostbaren Samm. hing eingesetzt. (ITA)