Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1995 (18.1.1963)
- Date
- 1963-01-18
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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8 — Viernes, 18 de Ener« de 1963 SEMANA S R A E L I T A A4* XXIV. — N». 1985 Einwanderer ms dem Westen;Das schoene Israel Wenn man einen Einwanderer in Israel nach den Schwierigkeiten fragt, die er zu lösen hat. so kann man mit Sicherheit annehmen, dass es das Wohnungspt'o biem ist, das ihn beschäftigt. Es gibt viele Wege zu seiner Lösung, z. B. durch Darlehen und Hypotheken, die von zahlreichen Organisationen und Institutionen im Lande beschafft werden. Es bestehen heute keine Zeltlager mehr, die Maabarot werden so schnell wie möglich aufgelöst, und neue Wohnsiedlungen schiessen aus dem Boden. Aber für Einwanderer aus westlichen Ländern und für Akademiker aus anderen Ländern ist die Wohnungsfrage nicht so brennend. Ihre wichtigste Sorge ist die Erlernung der hebräischen Sprache und die Suche nach einer passenden Arbeit in ihrem Beruf. So gibt es nur wenige unter diesen Menschen, die bereits von vorneherein wissen. wo sie sich niederlas sen wollen. Es mag Tel Aviv. Haifa, Jerusalem, eine Kleinstadt oder eine der Enlwicklungsstädte sein. Infolgedessen brauchen diese Einwanderer eine zeitweilige Unterkunft, die ihnen so. fort bei ihrer Ankunft "im Lande zud Verfügung steht und ihnen die Einordnung erleichtert. Sie brauchen eine angemessene Unterbringung. gleich ob es sich um eine Woche oder einige Monate handelt. Die Wichtigkeit dieser Tatsache wurde von der Absorptions Abteilung der Jewvon PAUL SANDMAN ish Agency erkannt. Daher wurden eine Reihe von Wohnheimen in verschiedenen Teilen des Landes für diese Einwanderer eingerichtet, die zwar nicht luxuriös. aber für einen vorübergehenden Aufenthalt angemessen sind. Solche Wohn hei me finden sich in Jerusalem. Tel Aviv, Natania und Aschkalon. Die Gesamt- ' zahl der Plätze ist 500. Es . gibt Zimmer bzw. Wohnungen für Einzelpersonen, kin- ■ derlose Ehepaare und Familien. Die monatlichen I Aufenthaltskosten betragen etwa 40 II, por Person. In ' einigen dieser Heime hat! jede Wohneinheit eine eige-! ne Kleinküche und Bad, in anderen dienen diese meh- | reren Einwohnern. In jedem Heim gibt es ein Restau rant, in dem man für etwa ein IL eine Mahlzeit erhalten kann. Der Aufenthalt im Heim ist auf höchstens sechs Monate beschränkt, doch wird diese Regel nicht strikt eingehalten, wenn genügend freie Plätze vorhanden sind. Im allgemeinen setzen sich die Bewohner der Wohnheime aus 60 Prozent Einzelpersonen und 40 Prozent Ehepaaren zusammen. Obgleich die Einwohner aus englischsprechenden Ländern überwiegen, findet man auch solche aus Frankreich, Argentinien. Schweden. Rumänien. Belgien und Holland. Man kann sich einen Platz bestellen, nachdem man in Israel angekommen ist. doch ist es ratsam, dies schon vor der Ankunft im Lande zu tun. Jedes Büro I der Jewish Agency im Aus- | land übernimmt diese An- | meldungen. | Die Wohnheime sind in | erster Linie für die einwei- | lige Unterbringung von Ein- | Wanderern bestimmt. Da | aber die Einwanderung aus I den westlichen Ländern ver- 1 hältnismässig klein ist und! sich vor allem wenige unter I ihnen befinden, die von vorneherein entschlossen sind, i sieh in Israel niederzulas sen, dienen die Heime auch einem weiteren Kreis von Menschen. Jedes Jahr kommen in wachsender Zahl junge Menschen aus freien Berufen für eine längere &|itspanne ins Land, jeder von ihnen aus anderen Gründen. Der eine will an der Hebräischen Universität studieren, ein anderer für eine bestimmte Zeit in Israel. arbeiten oder sich im Lande Umsehen mit der Absicht. sich eventuell dort niederzulassen. Im Wohnheim finden sie Menschen aus ihrer gesellschaftlichen Schicht, die ihre Sprache sprechen und die gleichen Erfahrungen sammeln. Für diese Menschen ist die Unterkunft im Wohnheim eine ideale Lösung. Es bietet die Möglichkeit, im Lande zu leben und mehr als die üblichen Sehenswürdigkeiten für Touristen zu angemessenen Kosten zu sehen. Selbst wenn die Bewohner des Wohnheims nicht für dauernd im Lande bleiben, so trägt doch das Vorhandensein einer solchen Wohn- I möglichkeit zur Stärkung der Bande zwischen Israel und dem Weltjudentum bei. DAS HAUS IM WEINBERG Die ausgedehnten Ausgrabungen. die fünf Jahre lang auf dem Hügel des Kibbuz Ramat Rachel bei Jerusa lern ausgeführt wurden, sind zu einem vorläufigen Abschluss gelangt. Während der letzten zwei Jahre beteiligte sich eine Gruppe des Nahost-Instituts der römischen Universität an den Forschungen: sie brachte bereits einen reich illustrierten Band über diese Arbeiten heraus und veranstaltete eine Ausstellung der meisten, sehr interessanten Funde in Rom. Es war ihr erstes Unternehmen auf dem Gebiet der Bibelarchäologie. und sie beabsichtigt, demnächst ihre Studien in Israel fortzusetzen. Es ist vorgesehen, Forschungen über die antike kanaanitische Kultur an der nördli dien Küste zwischen Akko von HANNAH PET0R! und Roseh Nanikra zu betreiben. I In Ramat Rachel wurden; sieben Besiedlungsschichten | festgestellt, und zwar von! der ersten jüdischen Königs- ' zeit 1.8.—7. Jahrhundert un-! serer Zeitrechnung) bis zur , frühen arabischen Zeit. Nach Ansicht der Archäo! logen ist die Stätte identisch | mit dem biblischen Bet Hai kerem — einem von Weinbergen umgebenen Hause. Diese Annahme stützt sich auf die Worte Jeremias, welcher in VI. 1 Paniere über der Warte Bet-Cherem erwähnt, und in XXII, 14 Einzelheiten gibt über „ein grosses Haus und weite Gemächer, mit Zedernholz ge täfelt... und Fenster... Die Funde umfassen in der Tat bereits vier pracht-! volle Kapitaele in pro-aeoli- | schem Stil, wahrscheinlich « 4 « 1 14 4 4 444-4 44 444444*4 4 4 4 4 4 4 » « 44 44444-4 i HOTEL DAPHNE t IHR HOTEL IN H ÄIFÄ - Israel U VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM J HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. ♦ 44444444444444444444 4 4-4 4 4 4 4 4-4 4-4-4 444 44* Bück auf den alten Hafen van Jaffa, der als ein Idyll aus alten Zeiten bisher der Modernisierung entgangen ist. liAV^WWV*VVVVWV*VVVVSW*4VV*VVW\VVWSVVV\W\V»V4, Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel— Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. | Eingangsfriese zu einem grossen Palast, die den in ' den Ruinen von Samaria j und Megiddo gefundenen ähj nein; ebenfalls Fragmente von durchbrochenen Balu stradenreihen, wie sie für j Fenster oder Baikone Verwendung fanden. Sie bestehen in kleinen, gesehmückj ten Säulen und erinnern an j jene im antiken Palast von j Nimrod entdeckten Elfenbeinplatten; hier erscheinen sie zum ersten Mal auf die- | sem Boden in der Architektur. Der Prophet Jeremia dachte mit seinen Worten bestimmt an den Palastbau, den der judäische König Jojakim (609—597 v. d. g. Z„ Sohn des Josia, für sich errichtete. und ihn zu einer starken Zitadelle umgestaltete. Da er vom ägyptischen Pharao Necho, wie die Bibel berichtet, als König über Judäa eingesetzt worden war. lag ihm unzweifelhaft an einer Schutzburg ausserhalb des traditionellen Königssitzes von Jerusalem. Diese Stätte lag nach ihrer Zerstörung beim Fall des ersten Reiches kaum zwanzig Jahre später <586 v.d.g.Z.) in Trümmern; lange Zeit danach erstand sie augenscheinlich als wichtiges Zentrum für die Produktion und Vermarktung der einheimischen Produkte — Wein und Oel, an diesem bedeutenden Punkt der Landstrasse zwischen Jerusalem und Bethlehem. Aus dieser Epoche stammen die etwa 250 hier entdeckten gestempelten Tonhenkel, der grössten bisher in Israel gefundenen Sammlung. Sie geben uns Aufschluss über zwei Statthalter der Provinz ..Yahud“, wie Judäa in persischen Zeiten hiess — sowie über Firmen und Privatpersonen und über die Stempel von Steuereinnehmern. Durch diese Funde wird unsere Kenntnis über die Sitten eines Abschnitts der jüdischen Geschichte, ütyer den uns bisher relativ wenig | bekannt ist. erweitert. Zum ' Ende dieser Epoche gehöi ren auch die Grabhöhlen, eine davon mit in den Felsen gehauenen kleinen Ni- : sehen, dem sogen. Columba- I rium. dessen Gebrauch noch nicht feststeht. Hier fand , man einige schöne Glasgefässe. dekorierte Tonlampen und Steinsärge; zwei davon tragen die Namen „Simonides“ und „Manila“ in griechischen Buchstaben. In späterer Zeit, wie uns bereits aus früheren Grabungen bekannt ist, stand auf dieser Anhöhe die zehnte Legion der römischen Armee, die im Jahre 70 den letzten und entscheidenden Angriff auf Jerusalem unternahm, der den Fall der Stadt und die Zerstörung des Landes zur Folge hatte. Aus dieser Zeit stammen die vielen mit dem Zeichen der Legion versehenen Ziegel, ebenfalls eine in römischem Stil erbaute Villa mit einem von einer Säulenreihe umstandenen Hof. An einem anderen Punkt dieser ausgedehnten Grab Stätte entdeckt« man eine byzantinische Kirche und ein Kloster, ebenfalls eine grosse Anzahl von wahrscheinlich zur Lagerung des Weins dienenden Tonkrügen. Die Archäologen meinen, dass dies der Ort ,,Kathisma“ war. eines aus dem 4. Jahrhundert stammenden, in alten Schriften erwähnten Klosters. Der Hügel von Ramat Rachel. von dem man einen herrlichen Blick auf das moderne Jerusalem und die judäischen Berge hat. soll nach vom Touj istenamt vorgenommenen Verschönerungsarbeiten als Ausflugsziel für Gäste und Altertumsliebhaber dienen. >4444444 4 4 < I HOTEL ARMON ♦ ISRAELS SGH0ENES TOURISTENHOTEL ♦ *D i e beste Küche \ Angenehmer Aufenthalt | Tel Aviv, Jarkanstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ^INDUSTRIAL & INCOBA COMMERCIAL BA iNK INVESTMENT &!! (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. TRUST, Co. Ltd. ASOCIADO CON BANK HAPOALIM TEL AVIV - - ISRAEL i iW C INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO) I Av. 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