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Jüdische Wochenschau · 1963-01-18 · 1995 (18.1.1963) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
1995 (18.1.1963)
Date
1963-01-18
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 1* de Enero de 19C3 SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 1995 — S Nachrichten aus aller Welt Erinnerung an Nazi-Opfer Jerusalem. — Tn allen Synagogen Israels wurde am vergangenen Sonntag Kaddisch gesagt in Erinnerung an die Opfer der Nazi- Mörder, über deren Tod man keine näheren Einzelheiten kennt. Für alle diese Opfer der Massenmorde während des 2. Weltkrieges wird die Jahrzeit am 10. Tewet eingehalten, das ist der Erinnerungstag an den Beginn der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar. dem König Babylons, im Jahre 586 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Geistliche in Israel Tel Aviv. — Eine zweite Gruppe von 80 Bischöfen und 20 christlichen religio sen Führern aus Zentral- und Südamerika besuchte in den letzten Tagen Israel. Sie haben die heiligen Stätten besichtigt und reisen in verschiedenen Gegenden des Landes herum. In Nazareth wurden sie von den lokalen katholischen Prälaten begrüsst. Der Bischof der griechisch-katholischen Kirche in Israel und Dr. Lothan vom israelischen Aussenministerium hielten bei dieser Gelegenheit Ansprachen, bei denen die historische Bedeutung dieses Besuches unterstrichen worden ist. Im Namen der 100 Geistlichen ergriff der Bischof der brasilianischen Stadt Nazaretha das Wort. Prozess gegen Judenmoerder W|fcn. — In Kaunas hat nach Mitteilung der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass ein Prozess gegen acht Litauer begonnen, denen vorgeworfen wird, an Massenmorden im zweiten Weltkrieg teilgenommen zu ha' ben. Einer ihrer Führer soll nach Zeugenaussagen gegenwärtig in den Vereinigten Staaten wohnen. Nach Angaben von Tass sollen die Angeklagten di rekt an der Ermordung von 20.000 Zivilisten teilgencmmen haben. (AWZ> Kein Antisemitismus in Polen Paris. — 37 führende jüdische Persönlichkeiten aus den USA berichteten kürzlich in Paris von ihrem drei tägigen Besuch in Polen, Sie hatten mehrere Zusammenkünfte mit Vertretern des dortigen jüdischen Sozial- und Kulturlebens. Im Warschauer Stadthaus wurde die Gruppe vom Biirgerturlebens mitzuhelfen. Er betonte, dass es heute in Polen keinerlei antijüdische Diskriminierung gebe und dass den Juden alle Positionen offenstünden, sowohl in der Regierung als auch im Schulwesen und in staatlichen Unternehmen. Jüdische Vertreter bestä tigten den amerikanischen Besuchern diese Einstellung der polnischen Regierung. Der jüdischen Gemeinde Pochau vier Menschen ohne jeden Grund erschossen zu haben. Das Schwurgericht Hanau hatte Schlosser im Juni 1959 wegen ähnlicher Anklagen in einem anderen Fall freigesprochen. Kurz darauf wurde er der Ersc-hiessung von zwölf ande ren Menschen beschuldigt und fest genommen. Das Schwurgericht Bamberg ver urteilte ihn am 24. Novem¬ Professor Houssay besucht Israel ALS OFFIZIELLER GAST DER REGIERUNG Prinzessin Margarita im Macahi Auf besondere Einladung der Hebräischen Universität in Jerusalem und des Wissenschaftlichen Instituts ..Chaim Weizmanu“ wird Prof. Dr. Houssay im Laufe dieses Monats nach Israel reisen. Vom 21. bis 24. ist er Gast der Hebräischen Universität in Jerusalem, vom 24. bis zum 27. Gast des Wissenschaftlichen Instituts ..Chaim Weizmann“ in Rechowot und vom 27. bis zum 30. Januar offizieller Gast der israelischen Regierung. Vor seiner Abreise fand zu Ehren von Prof. Dr. Houssay, der bekanntlich vor einigen Jahren den No beipreis für Medizin erhalten hat. eine Ehrung statt, an welcher u. a. der frühere Präsident der Republik, General P. E. Aramburu teilnahm sowie zahlreiche illustre Vertreter der Wissenschaft und des politischen Lebens. Auf dem Jahresfest de« britischen Maeabi erschien Prinzessin Margarita mit ihrem Gemahl, Lord Smowdom, um die Griisse der britischen Krone zu übermitteln. meister der polnischen Hauptstadt empfangen, der versicherte, dass die polni* (ITAi sehe Regierung entschlossen sei", den überlebenden polnischen Juden jede mög liehe staatliche Hilfe zukommen zu lassen. um beim Wiederaufbau des jüdischen Gemeinde- und Kul lens gehören gegenwärtig rund 30.000 Mitglieder an. Nichts bekannt X. 4444»44444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444*» ( HOTEL LAGO 1£C | g AUF WUNSCH DIAET g g RIO CEBALL0S Casilla Correo 34 f S SIERRAS DE CORDOBA ZttKtitXiltUiiltiiitiltliittt 44444444444444' 444444444444»»' :: ♦ 4 44 ’444444*4444444444444444444444444\^ +444*4444444444444444444444444444'. ii Pension Familiar “1^3 M. FLAM ¡¡unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr, J. Oppenheimer CHASC0MUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 ALLE ZIMMER MIT PRIVATBAD Telef. Auskünfte in Bs. Aires; 76.2312 u. 70.5805 Bonn. — Die Bundesrepublik hat Syrien bisher keine neuen Zusagen für den Bau des Euphrat-Dammes gemacht. Zu den von syrischer Seite abgegebenen Erklärungen wurde in Bonn erklärt, dass weder mit Frankreich noch im „Drei- Länder-Gespräch" mit Syrien von Bonn aus neue Kontakte aufgenommen worden seien. Das Auswärtige Amt ist mit der Klärung beauftragt, ob Syrien nach der wiederholt bekräftigten Zusage der Bundesrepublik, den Bau des Euphrat-Dam mes finanziell zu unterstützen, inzwischen mit Frankreich Verhandlungen begonnen hat. Zum dritten Mal vor Gericht Frankfurt. — Zum dritten Mal musste sich der 48jährige frühere Polizeibeamte Georg Schlosser vor dem Schwurgericht Bamberg wegen Tötung von Jurten im zweiten Weltkrieg verantworten. Er wird beschul digt, im Ghetto Tschenstober 1960 wegen eines Totschlags, begangen an einein 13jährigen jüdischen Kind, zu zehn Jahren Zuchthaus, ln den übrigen elf Fällen wurde Schlosser freigespro chen. Dieses Urteil hob d.er Bundesgerichtshof im Juni 1961 mit der Begründung auf, Tötungen auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassentheorie dürften nicht ohne weiteres so milds wie Totschlag beurteilt weiden. Von den übrigen Anklagepunkten werden vor dem Schwurgericht -Bamberg nur noch drei andere Fälle wieder aufgegriffen. Untersuchung über die NS-Zeit New York. — Für eine Untersuchung des deutschen gesellschaftlichen und politischen Denkens zwischen 1933 und 1945 hat das St. Antliony’s College in Oxford von der amerikanischen Rockefeiler Stiftung eine Zuwendung von 6.720 Dollar erhalten. Mit dieser Untersuchung wird sich der aus Deutschland stammende und jetzt in England lebende Historiker Walter Z. Lac|uer befassen. Die nach Oxford vergeben? Finanzierungsbeihilfe gehört zu einer Rei he neuer Zuwendungen der Rockefeller-Stiftung, mit denen wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet dev in ternationalen Beziehungen gefördert werden sollen. 2.000 Dollar hat die Stiftung auch dem Institut für internationale Studien in Genf für die Erforschung und Darstellung des amerikanischen „Faktors“ in der deutschen Aussen- und Mili tärpolitik von 1939 bis 1941 zur Verfügung gestellt. Für dieses Projekt zeichnet Saul Friedländer, der Leiter des wissenschaftlichen Büros des israelischen Verteidigungsministeriums, verantwortlich. Erneut begonnen Köln. — Nach einwöchiger Pause hat vor dem Bon ner Schwurgericht der Prozess gegen zwölf ehemalige Angehörige der SS- und Schutzpolizei - Wachmann schaft im Vernichtungslager Kulmhof erneut begonnen. Das Verfahren musste abgebrochen werden, weil zwei Geschworene erkrank ten und auf Ersatzgeschworene zurückgegriffen werden musste. Den zwölf Angeklagten wird Massenmord und Beihilfe zum Massenmord an rund 180.000 Juden während des Krieges im Vergasur.gslager Kulmhof vorgeworfen. Der Prozess hatte am 12. November ursprünglich gegen 13 Angeklagte begonnen. Das Verfahren gegen den einen Angeklagten wurde wegen Krankheit abgetrennt. Berufung abgelehnt 1 London. — Das Urteil gegen die beiden britischen Naziführer Colin Jordan und John Tyndall wurde in einer Berufungs - Verhandlung in! London bestätigt. Jordan und Tyndall waren vor einigen Wochen zu neun und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie Anhänger ihrer „Nationalsozialistischen Bewegung“ in einer „Stosstrupp“ genannten halbmilitärischen Organisation mit dem wahrscheinlichen Ziel der Gewaltanwendung aus politischen Gründen ausgebtldet hatten. In der Urteilsbegründung betonte der Richter. es sei angesichts der anti-demokratischen Betätigung der beiden Verurteilten angemessen gewesen, abschreckende - Strafen zu verhängen. ► ♦ * * < ♦ ***■■> i J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme, MITRE 430 V. Of, 550 : T. E.: 3 0 -1 4 7 4 is ARGENTINISCHER ANWALT I * % ■ $ der nach Israel übersiedelt, übernimmt alle Arten von i | $ 5 j Interessen-Vertretungen j £ Treuhandschaften, Informationen, Bsraairgm | | Man wende sich schriftl. an die Semana Israelita, £ > Pueyn-idon 2190, 1. St. unter Anwalt. i MARAVILLOSAS EXCURSIONES A ISRAEL PESAI ANTICIPO Y 10 CUOTA? QE' SIN INTERESES V I A J E S * HAATZMAUT BITTERMANN CORRIENTES 2063 - T. E. 45-4957 / 7607 y 49-0433/ 1229/ BUENOS AIRES VIAJE A EUROPA EN LOS SUPER DC-8 JE1 EN COMODAS CUOTAS MENSUALES AIRLINES ® Para informes y pasajes diríjase a su agencia de viajes o Av. Córdoba 315 . T. E, 32-4086

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